Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Histoire de l'Europe - Nouvelle Histoire, Union européenne

Die "2+4"-Verhandlungen

Titre: Die "2+4"-Verhandlungen

Mémoire d'Examen Intermédiaire , 2006 , 31 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Maren Vossenkuhl (Auteur)

Histoire de l'Europe - Nouvelle Histoire, Union européenne
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Für Deutschland stellte sich zur Jahreswende 1989/90 eine neue Situation dar. Die Mauer fiel, die Massenflucht war groß und in der DDR wuchsen die Volksbewegungen für die deutsche Einheit. Außerdem brach die Sowjetunion, trotz des neuen Reformkurses von Michail Gorbatschow, immer weiter zusammen. Diese Situation machte die Einheit greifbar, daher musste schnell ein Konzept erstellt werden um diese zu erreichen. So kam es, dass sich die Außenminister der Siegermächte und der beiden deutschen Staaten auf eine „2+4“-Verhandlungsrunde einigten, um dort die äußeren Aspekte zur Herstellung der deutschen Einheit zu regeln. In der folgenden Arbeit werden der Verlauf und die Ergebnisse der „2+4“-Verhandlungen dargestellt. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Frage gelegt, warum es die Bundesrepublik Deutschland schaffen konnte, sich in dem Maße gegen die anderen Mitwirkenden durchzusetzen, dass der letztlich aufgestellte „Vertrag über die abschließende Regelung in Bezug auf Deutschland“ genau so aussah, wie es sich die Vertreter der BRD vorstellten. Stellten sich die Siegermächte nicht gegen den deutschen Plan? Wie verhielt sich die angeschlagene Sowjetunion bei der Lösung der deutschen Frage? Und wie schaffte es die Bundesrepublik Deutschland die anderen Mächte von ihren Vorhaben zu überzeugen?
Die Arbeit konzentriert sich nicht nur auf die einzelnen Verhandlungstage der „Zwei-plus-Vier“-Konferenzen, sondern gerade auf die wichtigsten der vielen bilateralen Gespräche, bei denen wichtige Aspekte für die deutsche Einheit geklärt wurden. Die Hauptproblematik zwischen den Beteiligten lag in der Lösung der Bündnisfrage eines vereinigten Deutschlands. Darf das zukünftig vereinigte Deutschland sein Bündnis gemäß der Helsinki Schlussakte frei wählen, liegt die Entscheidung des Bündnisses bei den Siegermächten, oder soll Neutralität durchgesetzt werden? Weitere schwierige Fragen waren die Souveränität Deutschlands, der militärische Status der DDR, die Abrüstung und Rüstungskontrolle und die Grenzfrage. Die Lösungswege und Ergebnisse dieser Fragen werden im Folgenden erläutert.


Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Beginn der „2+4“-Verhandlungen

2.1 Das Treffen der Außenminister der NATO und des Warschauer Paktes in Ottawa

2.2 Ziele und Erwartungen der beteiligten Staaten

3. Der Verlauf der „2+4“-Verhandlungen

3.1 Erste bilaterale Gespräche

3.1.1 DDR-Außenminister Modrow zu Gast in Bonn, Polen und Moskau

3.1.2 Deutsch-französische Abstimmungen in Paris

3.1.3 Deutsch-amerikanische Abstimmungen in Camp David

3.2 Erste „2+4“-Außenministerkonferenz in Bonn

3.3 Weitere bilaterale Gespräche

3.3.1 Bundeskanzler Kohl in den USA

3.3.2 Amerikanisch-sowjetisches Gipfeltreffen in Washington

3.4 NATO-Gipfel in London

3.5. Erklärung zur Westgrenze Polens

3.6 Zweite „2+4“-Außenministerkonferenz in Berlin

3.7 Der Durchbruch in Moskau

3.8 Dritte „2+4“-Außenministerkonferenz in Paris

3.9 Außenminister Genscher zu Besuch in Moskau

4. Ergebnisse

4.1 Vierte „2+4“-Außenministerkonferenz in Moskau und die Ratifizierung des Vertrags

4.2 Vertragsinhalte

4.2.1 Der militärische Status des Gebietes der ehemaligen DDR

4.2.2 Die Bündnisfrage

4.2.3 Grenzen und Staatsgebiet

4.2.4 Abrüstung und Rüstungskontrolle

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Verlauf und die Ergebnisse der „2+4“-Verhandlungen während des Wiedervereinigungsprozesses 1989/90 mit dem Ziel, die erfolgreiche Durchsetzung der deutschen Interessen gegenüber den Siegermächten zu analysieren und die strategische Bedeutung bilateraler Absprachen in diesem diplomatischen Prozess aufzuzeigen.

  • Die diplomatische Dynamik der „2+4“-Verhandlungen
  • Bedeutung bilateraler Gespräche (Washington-Bonn-Moskau)
  • Lösung der Bündnisfrage und NATO-Mitgliedschaft
  • Regelung der militärischen Sonderstellung für das DDR-Gebiet
  • Anerkennung der polnischen Westgrenze

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Deutsch-französische Abstimmungen in Paris

Am 15. Februar fand das Treffen mit dem französischen Außenminister François Mitterand statt, der offen und unterstützend über den Plan der deutschen Einheit sprach. Er betonte, dass Frankreich keinen Friedensvertrag fordere und auch die Erweiterung der EG kein Problem sei. Kohl machte klar, dass die BRD weiter für den Verzicht auf ABC-Waffen einstehe und auch die Grenzen bestätigen werde. Mitterand appellierte an Kohl, die Grenzen öffentlich zu bestätigen und einen Vertrag mit Polen auszuarbeiten. Das sei für ihn aber keine Vorbedingung für die Einigung. Außerdem waren sich beide einig, dass eine gewisse Zahl westlicher Truppen im Interesse der Sicherheit auch noch nach dem Vollzug der Einheit in Deutschland verbleiben solle.

Als Kohl über das Treffen mit Modrow berichtete, machte Mitterand sofort klar, dass Deutschland Mitglied der NATO bleiben solle. Eine Neutralität komme nicht in Frage und auch eine Ausdehnung der NATO nach Osten solle nicht angestrebt werden. Diese Reaktion zeigt, dass auch Frankreich, trotz einiger kleinerer Probleme, auf der Seite der Bundesrepublik Deutschland stand.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die historische Situation der Jahreswende 1989/90 und Darlegung der Fragestellung zur Durchsetzung der deutschen Einigungsinteressen.

2. Der Beginn der „2+4“-Verhandlungen: Behandlung des NATO-Warschauer-Pakt-Treffens in Ottawa und Analyse der Ausgangspositionen sowie Ziele der beteiligten Akteure.

3. Der Verlauf der „2+4“-Verhandlungen: Detaillierte Darstellung der bilateralen Abstimmungen und der verschiedenen Verhandlungskonferenzen auf dem Weg zum Einigungsvertrag.

4. Ergebnisse: Dokumentation der Ratifizierung des Vertrages und Erläuterung der vertraglichen Regelungen hinsichtlich Souveränität, Bündnis, Grenzen und Abrüstung.

5. Fazit: Resümee über die erfolgreiche Umsetzung des deutschen Konzepts durch die Einbindung der Westmächte und diplomatische Einigung mit der Sowjetunion.

Schlüsselwörter

2+4-Verhandlungen, Deutsche Einheit, Wiedervereinigung, NATO-Mitgliedschaft, Souveränität, Außenpolitik, Diplomatie, UdSSR, Bundesrepublik Deutschland, Grenzfrage, Abrüstung, Helmut Kohl, Michail Gorbatschow, Hans-Dietrich Genscher, Kalter Krieg

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert den diplomatischen Prozess und die Verhandlungen zur Herstellung der deutschen Einheit in den Jahren 1989/90.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Zentral sind die äußeren Aspekte der Wiedervereinigung, insbesondere die Bündniszugehörigkeit, die staatliche Souveränität und die völkerrechtliche Anerkennung der Grenzen.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt danach, wie es der Bundesrepublik Deutschland gelang, ihre Vorstellungen im Einigungsvertrag trotz anfänglicher Widerstände der Siegermächte durchzusetzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf einer umfassenden Auswertung von Fachliteratur und zeitgenössischen Quellen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Chronologie der diplomatischen Konferenzen und der essenziellen bilateralen Gespräche zwischen den maßgeblichen Staatsmännern.

Welche Schlagworte charakterisieren das Dokument?

Schlüsselworte sind u.a. 2+4-Vertrag, deutsche Souveränität, NATO-Integration und deutsch-sowjetische Beziehungen.

Warum war der "kluge Schachzug" der "1+3"-Gespräche wichtig?

Durch die vorzeitige Einigung mit den drei westlichen Alliierten schuf die BRD eine geschlossene Front, die es ermöglichte, der Sowjetunion die Unvermeidbarkeit der westlichen Integration Deutschlands zu verdeutlichen.

Welche Rolle spielte die wirtschaftliche Unterstützung für die Sowjetunion?

Die Aussicht auf Kredite und Wirtschaftshilfe war ein entscheidender Faktor, um die sowjetische Regierung zu Zugeständnissen bei der NATO-Mitgliedschaft und dem Truppenabzug zu bewegen.

Fin de l'extrait de 31 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Die "2+4"-Verhandlungen
Université
University of Duisburg-Essen
Cours
Die Deutsche Einheit 1989/90
Note
1,3
Auteur
Maren Vossenkuhl (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
31
N° de catalogue
V72731
ISBN (ebook)
9783638696289
ISBN (Livre)
9783638711920
Langue
allemand
mots-clé
Deutsche Einheit
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Maren Vossenkuhl (Auteur), 2006, Die "2+4"-Verhandlungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72731
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  31  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint