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Dante und der verdammte Bonifatius VIII.

Titre: Dante und der verdammte Bonifatius VIII.

Dossier / Travail , 2006 , 18 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Paul Vierkant (Auteur)

Romanistique - Philologie italienne et sarde
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Die Göttliche Komödie, als ein Meisterstück der Weltliteratur, befasst sich neben Aspekten der Geschichte, Natur und Astronomie auch mit Politik. Dante zeichnet darin die damalige politische Landschaft mit all seinen Protagonisten und bezieht durch deren Verortung in Hölle (Inferno), Läuterungsberg (Purgatorio), oder Paradies (Paradiso) indirekt Stellung. Politik bedeutete im späten Mittelalter Europas vor allem den Machtkampf zwischen Papst und Kaiser. Die Frage ob die geistliche und weltliche Sphäre getrennt sein sollten und in welcher Hierarchie sie aufgebaut sind, beschäftigte Dante, was sich in seinem Schreiben manifestierte. Dieser Aufsatz soll belegen, dass Dantes politische Ansichten über das Papsttum, speziell die Rolle von Bonifatius VIII., sich in der Divina Commedia widerspiegeln. Da eine allumfassende Aufarbeitung des kompletten Werks hier weder möglich, noch gewünscht ist, begrenze ich mich auf das trotzdem noch weite Feld des 19. Gesangs des Inferno. Zunächst müssen wir uns jedoch die Vitae von Dante Alighieri und Bonifatius VIII. anschauen, sowie deren politische Ideen verstehen und in den Kontext zur damaligen Geschichte stellen. Erst dann sollen beispielhaft verschiedene Verse des XIX. Canto sowie ihre verschiedenen Bedeutungen und Bilder herausgearbeitet werden. Abschließend werden die Ergebnisse der politischen Gegenüberstellung Dantes und Bonifazius’ VIII. mit den Schlussfolgerungen der Versanalyse kontrastierend zusammengefasst. Angesichts der universalen Fülle an Literatur über Dantes Werk und Leben ist dieser Aufsatz ein kleiner Beitrag, ein kleiner Stern am danteschen Himmelszelt, neben all den anderen Sternen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Dante Alighieri: Vita und Werk

3. Papst Bonifatius VIII.

4. Politische Weltbilder im Mittelalter

4.1 Das thomistisch-aristotelische Staatsdenken

4.2 Die Zwei-Sonnen-Theorie

4.3 Die Zwei-Schwerter-Theorie

4.4 Die Konstantinische Schenkung

5. Analyse des 19. Gesangs des Inferno

6. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das politische Weltbild Dantes im Kontext des mittelalterlichen Konflikts zwischen geistlicher und weltlicher Macht, wobei der 19. Gesang des Inferno als zentrales literarisches Zeugnis dient, um Dantes Kritik am Papsttum und insbesondere an Bonifatius VIII. darzulegen.

  • Politische Philosophie des späten Mittelalters (Aristoteles und Thomas von Aquin)
  • Die historische Rolle und der Machtanspruch von Papst Bonifatius VIII.
  • Biblische Legitimationskonzepte: Zwei-Sonnen- und Zwei-Schwerter-Theorie
  • Dantes Auseinandersetzung mit der Simonie im 19. Gesang des Inferno
  • Die literarische Verarbeitung politischer Visionen in der Divina Commedia

Auszug aus dem Buch

Die Konstantinische Schenkung

Die Urkunde, welche die Schenkung des Westlichen Römischen Reiches von Konstantin an Papst Silvester I. belegt, ist eine Fälschung. Die Echtheit des Dokuments wurde im Mittelalter weder hinterfragt, noch widerlegt. Vielmehr stützten sich kirchlicher Machtanspruch und territoriale Forderungen mit der Zeit immer mehr auf das falsche Schriftstück.

Dante selbst verneinte dessen Gültigkeit, aber nicht dessen Authentizität; verdammte dessen Auswirkungen in der Monarchia, jedoch nicht dessen Absicht in der Commedia. Dante sah in der Konstantinischen Schenkung einen großen ethisch-politischen Fehler, der die weltlichte und die geistliche Sphäre vermischte, den päpstlichen Machtanspruch untermauerte und somit der Simonie Tür und Tor öffnete.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Aktualität von Dantes politischem Weltbild ein und erläutert die Relevanz des Machtkampfes zwischen Papst und Kaiser für das Verständnis der Divina Commedia.

2. Dante Alighieri: Vita und Werk: Das Kapitel skizziert die biographischen Eckdaten Dantes sowie dessen politische Prägung durch die Parteienkämpfe in Florenz und sein darauffolgendes Exil.

3. Papst Bonifatius VIII.: Hier wird der Lebensweg und die kirchenpolitische Haltung von Bonifatius VIII. beleuchtet, insbesondere sein Machtanspruch und die daraus resultierende Isolierung.

4. Politische Weltbilder im Mittelalter: In diesem Teil werden die theoretischen Grundlagen wie der Aristotelismus sowie die biblischen Begründungen für die Ordnung von Staat und Kirche untersucht.

5. Analyse des 19. Gesangs des Inferno: Dieses Kapitel interpretiert die Verse des 19. Canto, um Dantes moralisch-politische Kritik an Simonie und päpstlicher Korruption herauszuarbeiten.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, wie Dante durch sein Werk einen entschiedenen Protest gegen den politischen Zustand Italiens und die kirchliche Machtausübung artikuliert.

Schlüsselwörter

Dante Alighieri, Bonifatius VIII., Divina Commedia, Inferno, Simonie, Mittelalter, Kirche und Staat, Zwei-Sonnen-Theorie, Zwei-Schwerter-Theorie, Konstantinische Schenkung, politische Philosophie, Aristoteles, Thomas von Aquin, Papsttum, Machtkampf.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das politische Weltbild Dantes und dessen Kritik an der Verflechtung von geistlicher und weltlicher Macht, insbesondere im Hinblick auf Papst Bonifatius VIII.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die politische Theorie des Mittelalters, die Rolle der Päpste, die Sünde der Simonie und deren literarische Darstellung in der Divina Commedia.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es zu belegen, dass Dantes politische Überzeugungen hinsichtlich der Trennung von Staat und Kirche direkt in die Gestaltung des 19. Höllenkreises einfließen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse der historischen Biographien und eine textnahe Interpretation ausgewählter Verse unter Einbeziehung zeitgenössischer wissenschaftlicher Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der biographischen Einordnung der Akteure, den theoretischen Staatslehren des Mittelalters und der detaillierten Interpretation des 19. Inferno-Gesangs.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Simonie, politische Vision, Machtanspruch, Konstantinische Schenkung und Dantes Staatslehre definiert.

Warum spielt die Konstantinische Schenkung eine so große Rolle bei Dante?

Dante sah in dieser (gefälschten) Urkunde den historischen Ursprung der unzulässigen Vermischung von geistlicher Autorität und weltlicher Macht, die seiner Ansicht nach zu Korruption führte.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle von Nikolaus III. im 19. Gesang?

Nikolaus III. dient Dante als Sprachrohr, um die Simonie und das verwerfliche Handeln des Papsttums zu definieren und anzuprangern.

Fin de l'extrait de 18 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Dante und der verdammte Bonifatius VIII.
Université
Free University of Berlin  (Institut für Romanische Philologie)
Cours
Dante - Inferno
Note
1,3
Auteur
Paul Vierkant (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
18
N° de catalogue
V72761
ISBN (ebook)
9783638733656
ISBN (Livre)
9783638769570
Langue
allemand
mots-clé
Dante Bonifatius VIII Dante Inferno
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Paul Vierkant (Auteur), 2006, Dante und der verdammte Bonifatius VIII. , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72761
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Extrait de  18  pages
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