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Bilder im Geschichtsunterricht

Title: Bilder im Geschichtsunterricht

Seminar Paper , 2007 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Felix Brenner (Author), Isabel Walther (Author)

Didactics - History
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Summary Excerpt Details

Bei Bildern handelt es sich um eine der wichtigsten Informationsquellen für den Geschichtsunterricht. Bildern ist es auf einzigartige Weise möglich Emotionen frei zu setzen und ein Unmittelbarkeitserlebnis hervorzurufen. Um das Bildmedium im Unterricht effektiv einsetzen zu können, ist jedoch der richtige Umgang mit dieser Art von Quellen unumgänglich. Damit soll sich diese Arbeit auseinandersetzen.
Historienbilder werden, wenn überhaupt, meist nur mit illustrierender Funktion oder als ansprechendes Layout im Geschichtsunterricht eingesetzt. Der Einsatz von Bildern als Quellen ist allerdings nach wie vor die Ausnahme. Dabei können Bilder im Unterricht heuristisch oder illustrativ eingesetzt werden. Heuristisch eingesetzt werden die Bilder als Basis für neu zu gewinnende Kenntnissen und Einsichten genutzt. Bei der wie schon oben genannten illustrativen Funktion werden Bilder genutzt, um anderweitig vermitteltes Wissen zu veranschaulichen und anzureichern. Dabei sollten die synthetische Deutung, das Begreifen von Gesamtinhalten und der Versuch zur Herstellung von Zusammenhängen im Vordergrund stehen. Wenn diese Basis gegeben ist, kann dann vor diesem Hintergrund das Spezifische artikuliert und eingeordnet werden.
Mit dieser Grundlage können Bildquellen im Unterricht genutzt werden, um den Blick auf politische und gesellschaftliche Hintergründe zu richten, um Erkenntnisse über den handelnden und fühlenden Menschen und sein Umfeld zu gewinnen, denn Bilder spiegeln soziale Bedingungen, gesellschaftliche Probleme und Widersprüche einer Zeit wider und durch sie kann Interpretationsfähigkeit angelegt und geschult werden. Stets sind ideologische, medienkritische sowie zeitkritische Aspekte bei der Interpretation von Bildern zu beachten.
Es gibt eine Reihe unterschiedlicher Darstellungsmöglichkeiten von historischen Ereignissen. Obwohl alle optischen Quellen das gleiche Ziel verfolgen, die Veranschaulichung der Geschichte, ist zwischen verschiedenen Bildtypen zu unterscheiden: Episodische Bilder, Porträts, Karikaturen, Fotografien, Filme und Comics. Im weiteren Sinne zu optischen Unterrichtmitteln und damit auch zu Bildmaterialien zählen auch Geschichtskarten und Geschichtsatlanten sowie graphische Darstellungen. Gerade graphische Darstellungen wie zum Beispiel Schaubilder sind im Geschichtsunterricht ein begehrtes Mittel um Zusammenhänge zu vereinfachen und zu erklären.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

1. Aufgaben im Unterricht

2. Vor- und Nachteile des Einsatzes von Bildquellen im Unterricht

2.1 Vorteile

2.2 Nachteile

3. Vorgehensweise: Bilder als Informationsquelle

4. Bildtypen

4.1 Episodische Bilder

4.2 Porträts

4.3 Karikaturen

4.4 Fotografien

4.5 Film

4.6 Weitere optische Mittel

5. Zeitpunkt des Einsatzes von Bildern im Geschichtsunterricht

6. Comics

6.1 Gruppen der Comics

6.2 Nutzen des Comics für den Geschichtsunterricht

C. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den didaktischen Mehrwert und den methodisch korrekten Einsatz von Bildmedien im Geschichtsunterricht, um historische Lernprozesse zu intensivieren und die Interpretationsfähigkeit von Schülern zu fördern.

  • Didaktische Funktionen von Bildquellen (heuristisch vs. illustrativ)
  • Quellenkritischer Umgang mit verschiedenen Bildtypen
  • Methodik der Bildanalyse im Unterrichtsgeschehen
  • Potenziale und Grenzen von Comics in der Geschichtsvermittlung
  • Lernpsychologische Aspekte der Visualisierung

Auszug aus dem Buch

4.3 Karikaturen

Auch Karikaturen sind ein beliebtes Medium im Geschichtsunterricht. Sie spiegeln typische Erscheinungen der historischen Wirklichkeit in übersteigerter Form wieder und galten deshalb bereits von jeher als bedeutendes Mittel der politischen Kritik. Problematisch bei der Auswertung von Karikaturen zeigt sich oft die eigens vom Künstler kreierte Symbolik seiner Darstellung. Diese Chiffrierung macht es den Schülern oft sehr schwer den wahren Aussagegehalt der Karikatur zu erkennen. Aus diesem Grund ist eine Anleitung zur Deutung von Karikaturen unbedingt notwendig. Die Schüler müssen verstehen lernen, dass die Wirklichkeit nicht so ist, wie sie auf der Karikatur dargestellt wurde, sondern das der Künstler etwas auf eine besondere Art sagen wollte, beziehungsweise nur eine, seine damalige Meinung optisch äußert.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Die Einleitung unterstreicht die Relevanz von Bildern als Informationsquelle im Geschichtsunterricht und betont die Notwendigkeit eines wissenschaftlichen Instrumentariums zur Interpretation.

1. Aufgaben im Unterricht: Das Kapitel erläutert den Einsatz von Bildern als historische Quellen, die über bloße Illustrationen hinausgehen und Erkenntnisse über das Denken und Fühlen vergangener Epochen ermöglichen.

2. Vor- und Nachteile des Einsatzes von Bildquellen im Unterricht: Hier werden die motivierenden Aspekte der Visualisierung den Risiken einer unkritischen Rezeption und einer möglichen Verzerrung von Realität gegenübergestellt.

3. Vorgehensweise: Bilder als Informationsquelle: Es wird ein methodischer Leitfaden für den Unterrichtsgebrauch skizziert, der von der offenen Bildbeschreibung durch Schüler bis hin zur abschließenden Ergebnissicherung reicht.

4. Bildtypen: Das Kapitel differenziert zwischen verschiedenen visuellen Formaten wie Episodischen Bildern, Porträts, Karikaturen, Fotografien und Filmen sowie deren spezifischen Anforderungen an die Analyse.

5. Zeitpunkt des Einsatzes von Bildern im Geschichtsunterricht: Es werden Möglichkeiten aufgezeigt, Bilder je nach Unterrichtsphase zur Motivation, zur inhaltlichen Erarbeitung oder zur Lernzielkontrolle einzusetzen.

6. Comics: Das Kapitel untersucht Comics als Medium der Geschichtsdarstellung, unterteilt sie in Kategorien und diskutiert deren Chancen für die Identifikation sowie ihre Grenzen hinsichtlich der historischen Fiktionalität.

C. Schluss: Der Schluss fasst zusammen, dass die Visualisierung historischer Ereignisse die Merkfähigkeit verbessert und ein fotographisches Gedächtnis bei den Lernenden fördern kann.

Schlüsselwörter

Geschichtsunterricht, Bildquellen, Quellenkritik, Bildanalyse, Historisches Lernen, Visuelle Medien, Karikaturen, Film, Comics, Didaktik, Interpretationsfähigkeit, Historisches Bewusstsein, Medieneinsatz, Quellenarbeit, Lernmotivation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der didaktischen Aufarbeitung und dem Einsatz von Bildern als historische Quellen im Geschichtsunterricht der Schule.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse unterschiedlicher Bildtypen, der notwendigen quellenkritischen Kompetenz sowie dem methodischen Vorgehen bei der Interpretation von Bildmaterial.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Bildquellen über ihre illustrative Funktion hinaus als vollwertige, wissenschaftlich zu erschließende Quellen genutzt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erarbeitung genutzt?

Die Arbeit stützt sich auf die geschichtsdidaktische Fachliteratur und diskutiert verschiedene Interpretationsansätze für visuelle Medien im Unterricht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Betrachtung verschiedener Bildgattungen, deren Vor- und Nachteile sowie praxisnahe Anleitungen für die Unterrichtsgestaltung.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Bildquellen, Quellenkritik, Geschichtsdidaktik, visuelle Medien und historische Urteilsbildung.

Worin liegt die Gefahr beim Einsatz von historischen Filmen?

Die Gefahr besteht darin, dass die historische Realität zugunsten einer stärkeren emotionalen Identifikation oder der dramaturgischen Zuspitzung einer Filmfigur in den Hintergrund tritt.

Warum wird der Einsatz von Comics im Unterricht oft skeptisch betrachtet?

Geschichtsdidaktiker standen Comics lange Zeit reserviert gegenüber, da sie häufig als trivial angesehen wurden und die Gefahr der suggestiven Überwältigung durch eine geschlossene Bilderwelt bergen.

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Details

Title
Bilder im Geschichtsunterricht
College
University of Bamberg
Grade
1,0
Authors
Felix Brenner (Author), Isabel Walther (Author)
Publication Year
2007
Pages
17
Catalog Number
V72763
ISBN (eBook)
9783638733694
ISBN (Book)
9783638794183
Language
German
Tags
Bilder Geschichtsunterricht Comics
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Felix Brenner (Author), Isabel Walther (Author), 2007, Bilder im Geschichtsunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72763
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