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Fremdsprachenlernen im frühen Kindesalter - Begründung des Ansatzes

Title: Fremdsprachenlernen im frühen Kindesalter - Begründung des Ansatzes

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 24 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Benjamin Lonnemann (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Einleitung
Fremdsprachen werden als der Schlüssel zur Welt angesehen. Man benötigt sie, weil die Welt an Internationalität gewinnt und Kommunikationsfähigkeit immer größer ge-schrieben wird. Dabei ist nicht das reine Wissen wichtig, dass in der Fremdsprache angeeignet wird, sondern die Interaktion zwischen den Menschen in verschiedenen Situationen, um reichlich Spracherfahrung zu bekommen.

Kindern sollte schon in jungen Jahren die Möglichkeit geboten werden, eine Fremd-sprache zu erlernen. Sie leben in einer multikulturellen Gesellschaft und haben durch die Medien täglich Zugang zu anderen Sprachen. Auch im Kindergarten und der Schule haben Kinder Kontakt zu Kindern verschiedenster Herkunft, so dass sie schon dort auf die Vielfalt der Kulturen und Sprachen treffen. Das Fremdsprachen-lernen ist also ein Beitrag zur Friedenserziehung, der ihnen hilft, diesen Umstand zu erschließen sowie Toleranz und Achtung zu wahren.

Ein rein pragmatisches Argument für den frühen Fremdsprachenunterricht ist, dass durch eine bessere Bildung später auch die Berufschancen verbessert werden. Gerade nach dem „PISA-Schock“ steht die Förderung des Bildungssystems im unteren Bereich ganz oben, um wieder Anschluss an andere Länder Europas zu bekommen. Ein zukunftsgerichtetes Bildungssystem beinhaltet das Erlernen von Fremdsprachen in jungen Jahren. Das eigentliche Ziel des Fremdsprachenlernens in der Schule ist es jedoch, die Sprache und das kulturelle Verständnis den Kindern näher zu bringen.

Für das Fremdsprachenlernen in den ersten Lebensjahren möchte ich zunächst einige entwicklungspsychologische Erkenntnisse für den allgemeinen Spracherwerb nennen. Denn der Erwerb der Muttersprache ist für die geistige Entwicklung von höchster Bedeutung, da sie die wichtigste Ausdrucksform des Kindes ist. Um den Vorgang des Lernens bzw. des Spracherwerbs verstehen zu können, gehe ich auf die Gehirnentwicklung im frühen Kindesalter ein. Danach berichte ich, welche Bedeutung und welche Hintergründe für das frühe Fremdsprachenlernen wichtig sind und welche Möglichkeiten des Erwerbs sich anbieten.

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Inhaltsverzeichnis

1. Sprachentwicklung – entwicklungspsychologisch betrachtet

1.1 Spracherwerb und seine Aufgaben

1.2 Höhepunkte der Sprachentwicklung

1.2.1 Rezeptive phonologische Entwicklung

1.2.2 Produktive phonologische Entwicklung

1.2.3 Die erste Produktion von Sätzen

1.2.4 Entwicklung von der Kommunikation zur Sprache

1.3 Kognitive Voraussetzungen für den Spracherwerb

1.3.1 Wirkungen und Rückwirkungen

1.3.2 Sozial-kognitive Komponente

2. Gehirnentwicklung und Lernen im Kleinkindalter

2.1 Aktivitäten des Gehirns beim Lernen

2.2 Entwicklung des Gehirns

3. Begründung für den frühen Fremdsprachenerwerb

3.1 Was spricht für einen frühen Fremdsprachenbeginn?

3.2 Lehren und Lernen durch Sprache

3.3 Parallelitäten des Fremdsprachenerwerbs zum Mutterspracherwerb

3.4 Das neue Modell des Fremdsprachenunterrichts

3.5 Fremdsprachen in der Grundschule – früher und heute

3.5.1 Fremdsprachen an der Waldorfschule

3.5.2 Das Konzept der Immersion

3.6 Fremdsprachenlernen schon vor der Schule - Der bilinguale Kindergarten

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die psychologischen und neurologischen Grundlagen des kindlichen Spracherwerbs, um eine fundierte Begründung für den frühen Fremdsprachenunterricht zu liefern. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, wie das natürliche Lernvermögen in den ersten Lebensjahren optimal für den Erwerb einer Zweitsprache genutzt werden kann und welche didaktischen Konzepte, wie etwa die Immersion, hierfür am besten geeignet sind.

  • Entwicklungspsychologische Grundlagen des Spracherwerbs
  • Neurobiologische Prozesse der Gehirnentwicklung bei Kleinkindern
  • Vergleich von Mutterspracherwerb und Fremdsprachenlernen
  • Konzepte für die frühkindliche Fremdsprachenvermittlung
  • Die Rolle der Immersion und bilingualer Kindergärten

Auszug aus dem Buch

3.5.2 Das Konzept der Immersion

Das erfolgreichste Konzept zum frühen Fremdsprachenlernen in der Grundschule lautet heute Immersion. Diese Methode wird in zahlreichen Ländern in Europa eingesetzt. Die Fremdsprache ist hierbei nicht als Lehrgegenstand zu betrachten, sondern sie ist das Medium, in dem der Unterricht durchgeführt wird. Die Fremdsprache ist somit Unterrichtssprache, die nicht nur in bestimmten Fächern angewendet wird wie es z. B. bei bilingualem Unterricht der Fall ist. Die Schüler sind dann in einer ähnlichen Situation, wie es bei einem Schüleraustausch an einer ausländischen Schule der Fall wäre. Zusätzlich wird die tägliche Zeit, die ein Kind für die Sprache hat, deutlich erhöht. Dadurch können diese Schüler am Ende der Klasse 4 schon ein sehr umfangreiches Sprachpotential vorweisen.

Die Aufnahme der Sprache in Form eines „Sprachbades“ sollte in Teilstunden unterrichtet werden und ca. ein Drittel der Unterrichtszeit ausmachen. Die Schüler erlernen jedoch nicht eine bestimmte Summe an Wörtern, sondern der Wortschatz enthält auch grammatikalische Strukturen, die handlungsorientiert und zielorientiert sein sollten. Die Motivation der Kinder steht dabei im Vordergrund. Sie haben durch diese Art von Unterricht mehr Freude an der Sprache und dem Lernen, so dass, ähnlich wie beim Sport, der Erfolg automatisch einsetzt. Belohnungen sind hierbei sehr wichtig.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Sprachentwicklung – entwicklungspsychologisch betrachtet: Dieses Kapitel erläutert die Komponenten des Spracherwerbs und die kognitiven Prozesse, die es Kindern ermöglichen, Sprache aktiv und intuitiv aus ihrer Umwelt aufzunehmen.

2. Gehirnentwicklung und Lernen im Kleinkindalter: Hier werden die neurobiologischen Grundlagen dargestellt, die belegen, dass die hohe synaptische Plastizität des kindlichen Gehirns eine ideale Voraussetzung für Lernprozesse darstellt.

3. Begründung für den frühen Fremdsprachenerwerb: Dieses Kapitel verknüpft die zuvor gewonnenen theoretischen Erkenntnisse mit pädagogischen Ansätzen und befürwortet eine frühe, immersive Sprachvermittlung gegenüber traditionellem Fachunterricht.

Schlüsselwörter

Fremdsprachenlernen, Sprachentwicklung, Mutterspracherwerb, Gehirnentwicklung, Immersion, Kleinkindalter, Bilingualer Kindergarten, Spracherwerb, Kognition, Neurologie, Spracherziehung, Sprachbad, Frühpädagogik, Lernprozess, Mehrsprachigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die entwicklungspsychologischen und neurologischen Begründungen für das Erlernen von Fremdsprachen im frühen Kindesalter.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die kindliche Sprachentwicklung, die Entwicklung des Gehirns bei Kleinkindern und moderne didaktische Modelle für den Fremdsprachenunterricht.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, warum ein früher Beginn des Fremdsprachenlernens sinnvoll ist und welche Bedingungen für einen erfolgreichen Erwerb erfüllt sein müssen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse entwicklungspsychologischer und neurologischer Erkenntnisse, die auf pädagogische Kontexte übertragen werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Prozesse des Mutterspracherwerbs, dann die Hirnentwicklung und schließlich konkrete Unterrichtskonzepte wie die Immersion analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Immersion, Spracherwerb, Gehirnentwicklung und das Konzept des bilingualen Kindergartens.

Warum wird das Konzept der Immersion als besonders erfolgreich hervorgehoben?

Immersion wird deshalb bevorzugt, weil sie die Fremdsprache als natürliches Medium der Kommunikation nutzt, statt sie nur als isolierten Lehrgegenstand zu betrachten.

Welche Bedeutung hat der „bilinguale Kindergarten“?

Dieser stellt eine der besten Möglichkeiten dar, Kinder durch kontinuierliche Anwendung zweier Sprachen von Anfang an optimal zu fördern.

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Details

Title
Fremdsprachenlernen im frühen Kindesalter - Begründung des Ansatzes
College
University of Osnabrück
Course
Schule II
Grade
2,0
Author
Benjamin Lonnemann (Author)
Publication Year
2003
Pages
24
Catalog Number
V72817
ISBN (eBook)
9783638734318
ISBN (Book)
9783638735162
Language
German
Tags
Fremdsprachenlernen Kindesalter Begründung Ansatzes Schule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Benjamin Lonnemann (Author), 2003, Fremdsprachenlernen im frühen Kindesalter - Begründung des Ansatzes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72817
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