Die Proseminararbeit zu 2. Könige 13, 14 - 25 hat das Ziel, die im Proseminar besprochenen Methodenschritte einer alttestamentlichen Exegese auf einen Bibeltext anzuwenden. Die Methodenschritte orientieren sich dabei am Leitfaden für die Erschließung alttestamentlicher Texte1. Mit Hilfe von verschiedener Literatur zu diesem Text und seinem Umfeld habe ich versucht, meine Eindrücke zu untermauern und zu belegen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Bearbeitung des hebräischen Textes
2.1 Legende
3. Übersetzung
4. Textkritik
5. Erschließung des Textes und seiner Textur
5.1 Gliederung des Textes
5.2 Sichtung der geschichtsbezogenen Gliederungsdaten
5.2.1 Ortsmarken
5.2.2 Zeitmarken
5.2.3 Ereignisträger
5.3 Textur und Textformation
6. Der Text als historisches Kommunikat
6.1 Konkordanzuntersuchung
6.2 Entstehungszeit und Entstehungsmilieu
6.3 Überlieferungsträger
Zielsetzung & Themen
Die Proseminararbeit verfolgt das Ziel, die methodischen Schritte der alttestamentlichen Exegese auf den Textabschnitt 2. Könige 13, 10–25 anzuwenden und diesen systematisch zu erschließen.
- Anwendung exegetischer Methoden auf den biblischen Text
- Textkritische Untersuchung und formgeschichtliche Analyse
- Erforschung der historischen Hintergründe und Entstehungsumstände
- Untersuchung der Rolle Elisas im Kampf gegen die Aramäer
- Analyse der Überlieferungsträger und des redaktionellen Rahmens
Auszug aus dem Buch
5. 3 Textur und Textformation
In dem zu bearbeitenden Abschnitt aus den Königsbüchern liegt ein Text vor, der in seiner heutigen Gestalt als Ergebnis mehrfacher Redaktionsarbeit zu sehen ist.
In Vers 10 – 13 ist der Königsrahmen zu finden. Auf die Eingangsformel (V. 10f.) folgt sogleich die Schlussformel des Königsrahmens (V. 12f.). Dadurch stehen sowohl die Elisa Traditionen (V. 14 – 21) als auch die Notizen (V. 22 – 25) außerhalb des Rahmenstückes.
Der Königsrahmen beginnt in Vers 10 mit einer üblichen Formel. Diese ist weiterhin 31 Mal in den Texten zwischen 1. Könige 15,25 und 2. Könige 25,27 zu finden. Darüber hinaus lässt sich diese Formel zur Einführung eines Königs sechsmal in den Chronikbüchern finden. Diese Formel unterliegt keinem strengen Schema. Variationen lassen sich durchaus erkennen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert das Ziel der Arbeit, die alttestamentlichen Exegeseschritte nach einem wissenschaftlichen Leitfaden auf 2. Könige 13, 14–25 anzuwenden.
2. Bearbeitung des hebräischen Textes: Dieses Kapitel liefert eine tabellarische Legende zur Identifikation von Personen, Ortsnamen und Fachbegriffen im vorliegenden hebräischen Text.
3. Übersetzung: Hier wird der Bibeltext 2. Könige 13, 10–25 in eine deutsche Fassung übertragen.
4. Textkritik: Dieser Abschnitt analysiert durch den Vergleich verschiedener Handschriften und Übersetzungen mögliche textliche Veränderungen des hebräischen Textes.
5. Erschließung des Textes und seiner Textur: In diesem Kapitel wird der Text strukturiert, in Sinnabschnitte gegliedert und hinsichtlich seiner Redaktionsgeschichte untersucht.
6. Der Text als historisches Kommunikat: Das Kapitel verknüpft inhaltliche Aspekte durch eine Konkordanz und diskutiert Entstehungszeit, Milieu sowie die Identität der Überlieferungsträger.
Schlüsselwörter
2. Könige, Altes Testament, Exegese, Elisa, Joasch, Aramäer, Königsrahmen, Prophetie, Textkritik, Redaktionsarbeit, Siegesverheißung, Gottesmann, Überlieferungsträger, Bibel, Israels Geschichte.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit einer exegetischen Untersuchung des biblischen Textabschnitts 2. Könige 13, 10–25.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen sind die historisch-kritische Analyse des Textes, die prophetische Wirksamkeit Elisas sowie die politische Geschichte Israels im Konflikt mit den Aramäern.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Anwendung der im Proseminar erlernten methodischen Schritte der alttestamentlichen Exegese auf einen konkreten Bibeltext.
Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?
Es werden Methoden wie die Textkritik, die Gliederungsanalyse, die Form- und Redaktionsgeschichte sowie eine Konkordanzuntersuchung verwendet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die textkritische Apparatarbeit, die strukturelle Erschließung des Textes inklusive Gliederungsdaten und die Untersuchung des Textes als historisches Kommunikat.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Elisa, Joasch, Königsrahmen, Aramäerkriege, Prophetie und alttestamentliche Exegese.
Warum spielt die Unterscheidung zwischen „Prophet“ und „Gottesmann“ eine Rolle?
Die Arbeit analysiert diese Titulierung, da die Bezeichnung „Gottesmann“ für Elisa redaktionell hervorgehoben wird und eine spezifische Funktion oder Bedeutung im Textzusammenhang unterstreicht.
Was besagt die Theorie über die „zwei Überlieferungen“?
Die Arbeit greift Forschungsmeinungen auf, wonach die Erzählungen innerhalb des Abschnitts (V. 14–19 und V. 20–21) unterschiedliche Ursprungsorte und Überlieferungsstränge aufweisen.
- Arbeit zitieren
- Gunnar Schulze (Autor:in), 2003, Exegese zu 2. Könige 13, 10 - 25, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72838