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Das Quebecois

Titre: Das Quebecois

Dossier / Travail , 2005 , 22 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Sarah Piecha (Auteur)

Philologie française - Sciences Sociales et Culture
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Résumé Extrait Résumé des informations

Der Beginn des französischen Einflusses lässt sich genau auf das 1534 datieren. In diesem Jahr landete Jaques Cartier an der Küste Kanadas und errichtete in der Bucht von Gaspé ein Steinkreuz zu Ehren des französischen Königs François I, in dessen Auftrag der französische Seefahrer handelte. In den Jahren 1535 bis 1542 setzte Cartier seine Erkundungstouren fort und erforschte das neue Land außerhalb Europas. Im Jahre 1542 startete die französische Krone den ersten Siedlungsversuch, der jedoch auf Grund der strengen Klimaverhältnisse und der Disziplinlosigkeit der ersten kanadischen Franzosen scheiterte. Der französische Entdecker Samuel de Champlain hatte mehr Erfolg. Er gründete am 03. Juli1608 die französische Siedlung Québec und legte damit den Grundstein für die französische Zivilisation in Kanada. Die Siedlung Québec war der Ausgangspunkt für zahlreiche Expeditionen ins Landesinnere. So wurde 1641 die Siedlung Ville-Marie, der Ursprung der Stadt Montreal, gegründet. Mit der Zeit dehnten die Franzosen ihr Siedlungsgebiet aus (Hoerkens 1997, 5 und Wolf 1985, 1-2).

[...]

In Kanada werden zur Zeit etwa 200 Sprachen aktiv gesprochen. Den größten Anteil macht dabei das Englische aus. An zweiter Stelle kommt das Französische, das seine Hochzeit im europäischen Absolutismus und zu Zeiten der Kolonialisierung im 17. und 18. Jahrhundert hatte. Die anderen Sprachen, die in Kanada gesprochen werden, machen insgesamt nur einen kleinen Anteil aus.

[...]

Die Unterschiede zwischen dem Québecois und dem Standardfranzösisch Frankreichs sind im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die Sprachstufe der Siedler, die im 17. und 18. Jahrhundert in der neuen Welt sesshaft wurden, weitestgehend beibehalten wurde bzw. sich unter anderen Einflüssen anders entwickelt hat als das Französische in Europa. Durch den für die Franzosen verheerenden Ausgang des siebenjährigen Krieges 1763 gelangten die französischen Siedlungen in Kanada unter britischen Besitz. Dadurch wurde der sprachliche Kontakt zu Frankreich so sehr eingeschränkt, dass Neuerungen von dort Kanada kaum mehr erreichen konnten. Die französische Sprache in Kanada entwickelt sich somit anders als in Europa. Ein weiterer Grund für die Veränderung der Sprache ist auch, dass in der Region Québec Dialekte aus verschiedenen Regionen Frankreichs aufeinander trafen, sich vermischten und damit ein verändertes Sprachbild ergaben.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Ursprung der französischen Sprache in Kanada

2 Die aktuelle Sprachsituation in Kanada

2.1 Englisch

2.2 Französisch

2.3 Indianersprachen

2.4 andere Sprachen

3 Die aktuelle Sprachsituation in Québec

3.1 Französisch

3.2 Englisch

3.3 Indianersprachen

3.4 Andere Sprachen

4 Unterschiede zwischen dem Québecois und dem Standardfranzösisch

4.1 Phonologische Unterschiede

4.1.1 Vokale und Halbvokale

4.1.2 Konsonanten

4.1.3 Lexikologische Unterschiede

4.1.4 Archaismen

4.1.5 Dialektismen

4.1.6 Anglizismen

4.2 Übernahmen aus den Indianersprachen

5 Ausblick

6 Bibliographie:

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen Wurzeln, die aktuelle sprachliche Verteilung und die spezifischen linguistischen Besonderheiten des Québecois im Vergleich zum Standardfranzösisch. Ziel ist es, die Entwicklung der französischen Sprache in Kanada vor dem Hintergrund historischer Einflüsse und der Interaktion mit anderen Sprachen zu beleuchten.

  • Historischer Ursprung der französischen Besiedlung Kanadas
  • Aktuelle demografische Sprachsituation in Kanada und Québec
  • Phonologische Besonderheiten und Abweichungen des Québecois
  • Lexikologische Unterschiede durch Archaismen und Dialektismen
  • Einfluss von Anglizismen und indigenen Sprachen auf das kanadische Französisch

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Vokale und Halbvokale

Eines der deutlichsten Merkmale des Québecois ist die Beibehaltung von Oppositionen wie sie im Französisch des 17. und 18. Jahrhundert üblich waren. So unterscheiden die Sprecher zwischen dem hinteren und dem vorderen „a“, also zwischen [α] und [a], zwischen dem kurzen und dem langen „e“, also zwischen [ε] und [ε:], und zwischen den Nasalvokalen [œ̃] und [ε̃]. Die Sprecher des Québecois unterscheiden demnach zwischen „patte“ [pat] und „pâte“ [pαt] bzw. zwischen „faite“ [fєt] und „fête“ [fє:t] bzw. zwischen „brun“ [brœ̃] und „brin“ [brε̃]. Diese Merkmale sind auf die ältere Sprachstufe des Französischen zurückzuführen. Im Standardfranzösisch gelten die oben genannten Phoneme heute als Allophone. (Weinhold 1986, 291 – 294)

Ein weiteres Merkmal des Québecois ist die vom Standardfranzösisch Frankreichs abweichende Aussprache des Graphems «-oi-» Das heutige Standardfranzösisch Frankreichs sieht für die Aussprache dieses Graphems den Laut [wa] vor. Im Québecois wurde die Aussprache von [we] für «-oi-» im Auslaut oder in geschlossenen Silben beibehalten. So wird heute im Québecois «roi» als [Rwe] und «soixante» als [swesãt] und nicht wie im Standardfranzösisch Frankreichs [Rwa] bzw. [swasãt] ausgesprochen. Diese Ausspracheform ist eindeutig auf das 18. Jahrhundert zurückzuführen (vgl. Juneau 1972, 63). Heute gilt diese Form in Frankreich als veraltet, ist aber in Kanada überall zu hören und prägt das Sprachbild dort sehr stark.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Ursprung der französischen Sprache in Kanada: Beschreibt die Anfänge der französischen Kolonisierung ab 1534 sowie die historische Entwicklung bis zur parlamentarischen Selbstverwaltung im 19. Jahrhundert.

2 Die aktuelle Sprachsituation in Kanada: Analysiert die demografische Verteilung der Sprachen in Kanada mit Fokus auf das Verhältnis zwischen Englisch, Französisch und indigenen Sprachen.

3 Die aktuelle Sprachsituation in Québec: Untersucht die Sonderrolle der Provinz Québec als frankophones Zentrum innerhalb Kanadas und deren spezifische Sprachverhältnisse.

4 Unterschiede zwischen dem Québecois und dem Standardfranzösisch: Erläutert die phonologischen und lexikologischen Differenzen, die durch die isolierte Entwicklung der Siedlersprache entstanden sind.

5 Ausblick: Erörtert die Bemühungen der Politik zur Erhaltung und Förderung der französischen Sprache in Québec angesichts des Einflusses von Anglizismen.

6 Bibliographie:: Listet die verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Referenzen der Arbeit auf.

Schlüsselwörter

Québecois, kanadisches Französisch, Sprachgeschichte, Phonologie, Archaismen, Dialektismen, Anglizismen, Minderheitensprachen, Indigene Sprachen, Sprachpolitik, Siedlungsgeschichte, Sprachwandel, Bilingualität, Standardfranzösisch, Sprachkontakt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den sprachlichen und historischen Besonderheiten des Französischen, wie es in der kanadischen Provinz Québec gesprochen wird (Québecois).

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die historische Genese der französischen Sprache in Kanada, die heutige demografische Sprachsituation sowie spezifische lautliche und wortschatzbezogene Abweichungen zum Standardfranzösisch.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie sich durch die historische Isolation und den Kontakt zu anderen Sprachen eine eigenständige Sprachvarietät in Kanada entwickeln konnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine deskriptive linguistische Analyse, die auf vorhandener Fachliteratur, historischen Daten und statistischen Erhebungen von Statistics Canada basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der Sprachsituation in Kanada und Québec sowie eine detaillierte Analyse phonologischer und lexikologischer Unterschiede, ergänzt durch Beispiele aus der Wortbildung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Québecois, Sprachwandel, Archaismen, Phonologie, Anglizismen und die historische Entwicklung frankophoner Identität in Kanada.

Warum gibt es im Québecois so viele Archaismen?

Da der sprachliche Kontakt zum Mutterland Frankreich nach der britischen Eroberung 1763 stark eingeschränkt war, blieb eine ältere Sprachstufe des Französischen in der Kolonie länger erhalten als im europäischen Frankreich.

Welchen Einfluss hat das "Loi 101" auf das moderne Québecois?

Das Gesetz soll die Dominanz der französischen Sprache im öffentlichen und wirtschaftlichen Leben sichern, indem es Französisch zur zwingenden Verkehrssprache erklärt und das Englische weiter zurückdrängt.

Fin de l'extrait de 22 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Das Quebecois
Université
University of Potsdam
Note
1,7
Auteur
Sarah Piecha (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
22
N° de catalogue
V72874
ISBN (ebook)
9783638739498
Langue
allemand
mots-clé
Quebecois
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sarah Piecha (Auteur), 2005, Das Quebecois, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72874
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Extrait de  22  pages
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