Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Histoire de l'Europe - Moyen Âge, Temps modernes

Von der Kunst, die Kunst des Sterbens zu verlernen

Titre: Von der Kunst, die Kunst des Sterbens zu verlernen

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2006 , 17 Pages , Note: 2,3

Autor:in: Marcel Brauhardt (Auteur)

Histoire de l'Europe - Moyen Âge, Temps modernes
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Vieles von dem, was die Menschen im Mittelalter beschäftigte und unmittelbarer Bestandteil ihres Lebens war, erscheint heute oftmals unwichtig oder ist einfach in Vergessenheit geraten. Traditionen und Bräuche sind, wie so vieles andere, denselben konjunkturellen Schwankungen ausgesetzt und werden nicht zuletzt lediglich aufgrund ihrer Nützlichkeit hin und wieder zum Gegenstand aktuellen Interesses. Der Tod aber ist bis heute ein allgegenwärtiger Begleiter einer jeden Zeit, einer jeden Kultur, ob nun bewusst oder unbewusst, ob willkommen oder gefürchtet. 1 Die Vergänglichkeit des irdischen Lebens wurde über Jahrtausende stets unterschiedlich bewertet. Dennoch gibt es eine klare Tendenz, die vor allem in der westlichen Welt sehr deutlich erkennbar ist. Bis in die Gegenwart hat sich eine Entwicklung vollzogen, deren wesentlicher Bestandteil das Ausblenden des Todes aus dem alltäglichen Leben ist und deren Resultat eine Tabuisierung von Sterben und Tod als unerwünschtes und doch wissentlich unvermeidliches Ende menschlicher Existenz zur Folge hatte. 2 Doch diese Art des Umgangs mit dem Tod ist in Europa nicht immer so gewesen. Vor allem die enge Bindung großer Teile der Bevölkerung an den christlichen Glauben half den mittelalterlichen Menschen, sich mit ihrer eigenen Vergänglichkeit bewusster auseinanderzusetzen. Warum aber fällt es der heutigen Gesellschaft vergleichsweise schwer, ähnlichen oder gar denselben Strategien zu vertrauen, wie dies frühere Generationen taten? Das Wissen um Sterben und Tod ist heute sehr viel umfangreicher als noch vor 500 Jahren und dennoch scheint es, als wenn all diese Erkenntnisse nicht dazu beitragen konnten, eine Haltung gegenüber dem Tod zu entwickeln, die vergleichbar wäre mit der »Ars Moriendi« 3, wie sie die mittelalterlichen Menschen kannten. Die vorliegende Arbeit soll neben einer Einführung in die ideelle Charakteristik der Kunst des Sterbens, vor allem Aufschluss geben über die Art und Weise , wie ihre Inhalte transportiert und den Menschen vermittelt wurden. Darüber hinaus soll anhand verschiedener Fragestellungen zumindest ansatzweise versucht werden, die Bedeutung der »Ars Moriendi« insgesamt zu kennzeichnen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Vorwort

1.2 Definitionen und Fragestellungen

2. Die »Ars Moriendi« in der Literatur

2.1 Die ersten Trost spendenden Schriften

2.2 Die Blockbücher und die Bilder – Ars

2.3 Inhaltliche Struktur der Erbauungsliteratur

2.4 Verbreitung und Rezeption

3. Hintergrund und Intention der Kunst des Sterbens

3.1 These

3.2 Schlussbetrachtung

4. Anhang

4.1 Literaturverzeichnis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die historische Bedeutung der „Ars Moriendi“ (Kunst des Sterbens) im Mittelalter, um zu ergründen, wie Menschen dieser Epoche durch religiös fundierte Strategien den Tod in ihren Alltag integrierten und welche Lehren daraus für eine moderne Sterbebegleitung gezogen werden können.

  • Die literarische und theologische Entwicklung der „Ars Moriendi“.
  • Die didaktische Rolle der Blockbücher und illustrierten Darstellungen.
  • Die Vermittlung von Heilsgewissheit durch die „Ars Moriendi“ im 15. Jahrhundert.
  • Der Vergleich zwischen mittelalterlicher Todesvorstellung und heutiger Tabuisierung.
  • Die Herausforderung, eine religiös geprägte Sterbekunst in einer säkularisierten Moderne zu adaptieren.

Auszug aus dem Buch

2.2 Die Blockbücher und die Bilder-Ars

Eine exakte Verortung für diese neue und sehr erfolgreiche Form der »Ars Moriendi« Literatur ist an dieser Stelle nicht möglich. Die Motivation zur Weiterentwicklung der vorangegangenen Literatur erscheint zwar plausibel, aber auch dieser Prozess kann keiner Person allein zugeschrieben werden. Vielmehr gab es hier und dort verschiedene Impulse, welche in der Konsequenz zur Herausbildung der bekannten Blockbücher führten, die „[...] vor allem in didaktischer Hinsicht unübertroffen [scheinen]“. Durch die Vielzahl der Nachahmungen sind schon im 15. Jahrhundert verschiedene Varianten der Blockbücher entstanden. Zum einen die etwas umfangreichere, mit maximal 24 Seiten ausgestattete sowie die auf lediglich elf Holzschnitte beschränkte Version.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Tabuisierung des Todes in der westlichen Welt und stellt die Forschungsfrage nach der Relevanz mittelalterlicher Strategien im Umgang mit der eigenen Vergänglichkeit.

2. Die »Ars Moriendi« in der Literatur: Dieses Kapitel analysiert die Entwicklung der Sterbeliteratur von den ersten lateinischen Schriften hin zu den populären, bebilderten Blockbüchern des 15. Jahrhunderts.

3. Hintergrund und Intention der Kunst des Sterbens: Hier werden die theologischen Hintergründe und die Funktion der Sterbekunst als Hilfestellung für das Jenseits sowie als Lebenshilfe („Ars vivendi“) diskutiert.

4. Anhang: Der Anhang bietet eine systematische Auflistung der in der Arbeit zitierten wissenschaftlichen Quellen.

Schlüsselwörter

Ars Moriendi, Sterbekunst, Mittelalter, Tod, Blockbücher, Jenseits, Heilsgewissheit, Seelsorge, Sterbebegleitung, Ars vivendi, christlicher Glaube, Tabuisierung, Kulturgeschichte, Erbauungsliteratur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die mittelalterliche „Kunst des Sterbens“ (Ars Moriendi) und untersucht, wie Menschen dieser Zeit durch Literatur und Bilder auf das Ende ihres Lebens vorbereitet wurden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die literarische Vermittlung des Glaubens, die Bedeutung von Bildmedien für eine mehrheitlich nicht alphabetisierte Bevölkerung und der Vergleich zu modernen Umgangsformen mit dem Tod.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Es soll geklärt werden, wie die „Ars Moriendi“ inhaltlich vermittelt wurde und ob dieses historische Modell als Inspiration für heutige, säkularisierte Ansätze der Sterbebegleitung dienen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Der Autor nutzt eine historisch-analytische Methode, um existierende Primär- und Sekundärliteratur zur mittelalterlichen Sterbekultur zu interpretieren und in einen soziokulturellen Kontext zu setzen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine literaturgeschichtliche Untersuchung der Sterbebücher und eine Reflexion über die Intentionen hinter diesen Werken sowie deren Anpassungsfähigkeit an heutige gesellschaftliche Bedingungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind Ars Moriendi, Sterbekunst, Seelsorge, Heilsgewissheit, Blockbücher und die historische Transformation des Umgangs mit dem Tod.

Warum waren die Blockbücher für die damalige Zeit so besonders effektiv?

Die Blockbücher nutzten eindringliche Holzschnitte, die auch für nicht lesekundige Menschen sofort verständlich waren und somit eine breite didaktische Wirkung entfalteten.

Warum lässt sich das Modell der mittelalterlichen Sterbekunst heute kaum direkt übertragen?

Laut dem Autor fehlt es der modernen Gesellschaft an der tiefen, religiös fundierten Weltanschauung, die im Mittelalter die notwendige Grundvoraussetzung für die Akzeptanz der „Ars Moriendi“ bildete.

Fin de l'extrait de 17 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Von der Kunst, die Kunst des Sterbens zu verlernen
Université
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Geschichte)
Cours
Sterben und Tod im Mittelalter
Note
2,3
Auteur
Marcel Brauhardt (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
17
N° de catalogue
V72888
ISBN (ebook)
9783638727990
ISBN (Livre)
9783640254156
Langue
allemand
mots-clé
Kunst Sterbens Sterben Mittelalter
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Marcel Brauhardt (Auteur), 2006, Von der Kunst, die Kunst des Sterbens zu verlernen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72888
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  17  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint