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Untersuchung der Kompensationshypothese am Beispiel der Europäischen Union

Titre: Untersuchung der Kompensationshypothese am Beispiel der Europäischen Union

Dossier / Travail , 2001 , 16 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Dr. rer. pol. Michael Ruf (Auteur)

Politique - Sujet: Union européenne
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Résumé Extrait Résumé des informations

Wie reagieren die unterschiedlichen nationalen Regierungen auf die neuen Herausforderungen, die durch den Prozess der europäischen Integration und der Globalisierung von Wirtschaftsbeziehungen hervorgerufen werden?
Während die Verwirklichung eines gemeinsamen Binnenmarktes bis heute das Hauptziel des Integrationsprozesses ist, „labour market institutions and social security arrangements in Europe still have a high national content“. Somit hängt die Ausgestaltung der sozialen Absicherung der Bevölkerung im Nationalstaat maßgeblich von der Ideologie der jeweiligen Regierungspartei(en) ab. Besonders interessant wird dieser Sachverhalt bei Untersuchung der „linken“ Parteien, die traditionell das Ziel des Beschäftigungswachstums mit der Sozialpolitik verknüpfen.3 Lange Zeit standen linke Parteien der europäischen Integration eher skeptisch gegenüber. Erst die Überzeugung, dass die Zukunft in einem handlungsfähigen Europa liegt, das mit Hilfe protektionistischer Maßnahmen seine Arbeitsplätze besser gegen den internationalen Wettbewerb verteidigen kann, veranlasste die linken Parteien zu einem Wechsel von einer anti- zu einer pro-europäischen Strategie. Zudem wurde in Artikel 126 (2) des EU-Gründungsvertrags der Wille zur gemeinsamen Förderung der Beschäftigung festgeschrieben. Diese Position spiegelt sich in den Programmen der sog. „New Labour“ Parteien wieder, die sich in vielen europäischen Ländern entwickelt haben. In dieser Arbeit soll ein positiver Zusammenhang zwischen ökonomischer Integration in den europäischen Binnenmarkt und der Höhe von staatlichen Sozialleistungen in den einzelnen Mitgliedstaaten nachgewiesen werden. Die Frage, ob es gerade linke Regierungen sind, die sich für die Erhöhung der staatlichen Ausgaben für den Sozialstaat einsetzen, lässt sich aufgrund mangelnder Verfügbarkeit von Datenmaterial nicht statistisch belegen. Entsprechende Fakten werden aber dargestellt und analysiert. Auch ohne statistischen Beweis lässt sich ein eindeutiger Trend feststellen, dass „the connection between globalization and welfare spending is greater in countries with strong labour parties and weaker right-wing parties“.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. EINLEITUNG

II. HAUPTTEIL

1. Theoretische Verankerung: Der Europäische Integrationsprozess

1.1. Die Effizienz- und Kompensationshypothese

1.2. Linke Regierungen und „New Labour“

2. Vorgehensweise der empirischen Untersuchung

3. Ergebnisse der empirischen Untersuchung

3.1. Effizienzhypothese

3.2. Kompensationshypothese

3.3. Ideologische Einfluss der Regierungspartei(en)

4. Bewertung der Ergebnisse

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der ökonomischen Integration in den europäischen Binnenmarkt und der Höhe staatlicher Sozialleistungen in den Mitgliedstaaten, mit einem besonderen Fokus auf den Einfluss linker Regierungen.

  • Wirkungsmechanismen der europäischen Integration auf nationale Sozialsysteme
  • Überprüfung der Effizienzhypothese und Kompensationshypothese
  • Rolle der ideologischen Ausrichtung von Regierungen bei Sozialstaatsausgaben
  • Empirische Analyse des Zusammenhangs von Handelsvolumen und Sozialschutz
  • Bewertung der Stabilität des europäischen Wohlfahrtsmodells unter Globalisierungsdruck

Auszug aus dem Buch

1.1. Die Effizienz- und Kompensationshypothese

Unter Verwirklichung des europäischen Binnenmarkts ist das Zusammenwachsen nationaler Märkte für Waren, Dienstleistungen und Produktionsfaktoren, vor allem Arbeit, Kapital und Technologie zu verstehen. Dabei wird meistens angenommen, dass der Produktionsfaktor Kapital vollkommen mobil, während der Faktor Arbeit immobil ist. Diese Immobilität wird auf unterschiedliche Sprachen und Kulturen innerhalb der EU zurückgeführt, obwohl die Freizügigkeit der Arbeitnehmer in Art. 39 des Gründungsvertrags der EU festgeschrieben wurde. Dagegen strebt Kapital als mobiler Faktor nach der höchsten Nettorendite innerhalb der europäischen Länder.

Die Effizienzhypothese besagt nun, dass der Wettbewerb zwischen Staaten um mobile Faktoren dazu führt, dass staatliche Instrumente zugunsten der mobilen Faktoren besonders förderlich eingesetzt werden, wie bspw. in der Bereitstellung von Vorleistungen (Infrastrukturmaßnahmen).

Der Steuerwettbewerb zwischen den konkurrierenden Nationalstaaten hat zur Folge, dass sich zunehmend mobile Steuerbasen der Besteuerung entziehen und sich somit Einnahmen aus Einkommens- und Körperschaftssteuern verringern, die dem Staat traditionell den größten Teil zur Finanzierung des Sozialstaates eingebracht haben.

Zusammenfassung der Kapitel

I. EINLEITUNG: Darstellung der Problemstellung hinsichtlich der Vereinbarkeit von europäischer Integration, globalem Wettbewerb und der Aufrechterhaltung nationaler Sozialsysteme.

II. HAUPTTEIL: Analyse der theoretischen Grundlagen des Integrationsprozesses sowie empirische Überprüfung der Auswirkungen auf Sozialausgaben und der Einfluss politischer Ideologien.

1. Theoretische Verankerung: Der Europäische Integrationsprozess: Erörterung der Effizienz- und Kompensationshypothesen sowie die Einordnung der Rolle linker Parteien und "New Labour"-Programme.

1.1. Die Effizienz- und Kompensationshypothese: Theoretische Abgrenzung zwischen dem Wettbewerb um mobile Faktoren und dem Bedarf an sozialer Absicherung durch den Staat.

1.2. Linke Regierungen und „New Labour“: Untersuchung der ideologischen Positionierung von Parteien, die Marktintegration und soziale Gerechtigkeit zu verknüpfen suchen.

2. Vorgehensweise der empirischen Untersuchung: Definition der Variablen und Indikatoren zur Messung von ökonomischer Integration und staatlichen Sozialschutzausgaben.

3. Ergebnisse der empirischen Untersuchung: Zusammenfassende Darstellung der empirischen Bestätigung der Effizienzhypothese und der Tendenzen bei der Kompensationshypothese.

3.1. Effizienzhypothese: Empirischer Nachweis der Steuerverschiebung vom mobilen Faktor Kapital auf den immobilen Faktor Arbeit.

3.2. Kompensationshypothese: Analyse des schwachen positiven Zusammenhangs zwischen Marktintegration und staatlichen Sozialausgaben.

3.3. Ideologische Einfluss der Regierungspartei(en): Untersuchung der staatlichen Zuweisungspolitik in Abhängigkeit von der Parteienkonstellation in den EU-Mitgliedstaaten.

4. Bewertung der Ergebnisse: Kritische Würdigung der statistischen Befunde und Ausblick auf die Bedeutung der Parteienpositionierung im Links-Rechts-Spektrum.

Schlüsselwörter

Europäische Integration, Binnenmarkt, Sozialstaat, Effizienzhypothese, Kompensationshypothese, Sozialschutzausgaben, New Labour, Kapitalmobilität, Steuerwettbewerb, Linke Regierungen, Öffentliche Güter, Fiskalpolitik, EU-Mitgliedstaaten, Globalisierung, Wohlfahrtsmodell

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob der Prozess der europäischen Marktintegration dazu führt, dass Nationalstaaten ihre Sozialausgaben kürzen müssen oder ob sie diese im Sinne der Kompensationshypothese sogar erhöhen.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Untersuchung behandelt?

Die zentralen Felder umfassen die Effizienz- und Kompensationshypothesen, den Steuerwettbewerb zwischen Staaten sowie den Einfluss ideologischer Prägungen von Regierungsparteien auf die Sozialpolitik.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die empirische Überprüfung, ob ein positiver Zusammenhang zwischen der ökonomischen Integration in den europäischen Binnenmarkt und der Höhe der staatlichen Sozialleistungen besteht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoriegeleitete Fallstudie, die eine empirische Analyse mittels Korrelationsberechnungen und Datenauswertung (basierend auf Eurostat-Daten) verwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Hypothesen, die methodische Vorgehensweise der Datenerhebung sowie die Darstellung und Bewertung der empirischen Ergebnisse für 11 Mitgliedstaaten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Europäische Integration, Kompensationshypothese, Sozialstaat, Kapitalmobilität und der Einfluss linker Regierungen auf die Sozialausgaben.

Wie reagieren Staaten laut der Effizienzhypothese auf den Wettbewerb?

Sie versuchen, die Steuerlast vom mobilen Faktor Kapital auf den immobilen Faktor Arbeit zu verschieben, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Warum ist die Parteienpositionierung für die Analyse so entscheidend?

Die Ausgestaltung des Sozialstaates ist stark ideologisch geprägt; die Untersuchung zeigt, dass insbesondere linke Regierungen dazu neigen, staatliche Sozialzuweisungen trotz Integration zu erhöhen.

Welche Einschränkungen werden für die empirische Analyse genannt?

Der Autor weist darauf hin, dass eine statistisch signifikante Absicherung des Zusammenhangs durch mangelnde Datenverfügbarkeit erschwert wird und eine präzise Parteienpositionierung ohne spezielle Datensätze komplex ist.

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Résumé des informations

Titre
Untersuchung der Kompensationshypothese am Beispiel der Europäischen Union
Université
University of Constance  (Fachbereich Politik- und Verwaltungswissenschaft)
Cours
Einführung in die internationalen Beziehungen
Note
1,0
Auteur
Dr. rer. pol. Michael Ruf (Auteur)
Année de publication
2001
Pages
16
N° de catalogue
V72922
ISBN (ebook)
9783638732604
Langue
allemand
mots-clé
Untersuchung Kompensationshypothese Beispiel Europäischen Union Einführung Beziehungen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Dr. rer. pol. Michael Ruf (Auteur), 2001, Untersuchung der Kompensationshypothese am Beispiel der Europäischen Union, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72922
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Extrait de  16  pages
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