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Der zweite Brief Cyprians

Schauspieler und Theaterlehrer in der Gemeinschaft der Christen?

Title: Der zweite Brief Cyprians

Seminar Paper , 2007 , 13 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Benjamin Finkenrath (Author)

Theology - Historic Theology, Ecclesiastical History
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Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit werden die Einwände Cyprians gegen das Theater auf ihre Berechtigung untersucht.
Ich möchte in dieser Arbeit herausstellen, welche Argumente die Kirche zur Zeit Cyprians anführte, warum die Schauspielerei für einen Christen nicht als Beruf anerkannt werden dürfe. Ich werde dazu zunächst Cyprian und das antike Theater vorstellen, um einen Eindruck zu vermitteln, mit wem wir es zu tun haben und um was es geht. Anschließend setzte ich mich mit dem Inhalt des zweiten Briefes Cyprians auseinander. Zum Schluss dieser Arbeit möchte ich mich mit Tertullian beschäftigen. Dadurch soll verdeutlicht werden, dass es sich bei Cyprians Meinung zum Theater nicht um eine Einzelmeinung handelt, sondern diese in der damaligen Kirche weit verbreitet war. Ich mache aber hier schon darauf aufmerksam, dass Tertullian vor Cyprian lebte und schrieb, es wäre möglich, dass Cyprian die Texte Tertullians kannte. Da beide einen Teil Ihres Lebens in Kathargo verbrachten, ist dies sogar wahrscheinlich.
Im Fazit versuche ich das bis dahin erarbeitete zusammen zufassen, zu prüfen ob die Kritik Cyprians am Theater heute noch Gültigkeit hat und herauszustellen, wie die Kirche heute mit dem Theater umgehen sollte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das antike Theater

3. Christliche Kritik am antiken Theater - Tertullian

4. Der zweite Brief Cyprians

4.1 Biographie Cyprians

4.2 Inhalt des zweiten Briefes

4.3 Analyse des Briefes

5. Fazit

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit untersucht die kritische Haltung des nordafrikanischen Kirchenvaters Cyprian gegenüber der Schauspielerei, insbesondere anhand seines zweiten Briefes aus dem Jahr 249 n. Chr., und analysiert dabei den Einfluss vorangegangener kirchenväterlicher Positionen sowie die ethisch-theologische Argumentation gegen den Beruf des Theaterlehrers.

  • Die ethische und kultische Bewertung des antiken Theaters durch frühe Christen.
  • Die Rolle der patriarchalen Geschlechterordnung in der Argumentation gegen Schauspielkunst.
  • Der Umgang der Kirche mit ehemaligen Theaterlehrern und die Integration in die christliche Gemeinschaft.
  • Der Einfluss von Tertullians Vorstellungen auf das Wirken und die Schriften Cyprians.
  • Die Bedeutung der christlichen Gemeinde als solidarische Parallelgesellschaft in der römischen Kaiserzeit.

Auszug aus dem Buch

4.3 Analyse des Briefes

Der zweite Brief Cyprians wurde vermutlich im Jahr 249 geschrieben und richtet sich an Eusebius von Theni, den Bischof einer Stadt etwa 345 Kilometer südwestlich von Karthago. Dass ein anderer Bischof bei Cyprian Rat suchte verdeutlicht dessen Autorität in Nordafrika. Cyprian spricht sich in seinem Brief strikt gegen die Lehrtätigkeit des Schauspiellehrers in der Gemeinde aus, er hält es aber nicht für nötig diesen aus der Kirche zu verbannen. Dies ist aber geknüpft an die Forderung, der Mann solle seinen Beruf vollständig aufgeben. Warum die Tätigkeit als Schauspiellehrer mit dem christlichen Leben unvereinbar ist, erläutert Cyprian auf zweifache Weise. Er spricht davon, dass „die Ehre der Kirche durch eine so schmähliche und schamlose Befleckung geschändet werde“, weil sie Gott und der Heiligen Schrift widerspricht. Letzteres greift er zuerst auf.

In Dtn 22,5 wird, wie oben schon erwähnt, den Männern unter Fluch verboten, weibliche Kleidung anzulegen. Cyprian übersteigert dies aber sogar noch, indem er schreibt: „[...] ein wie viel größeres Verbrechen ist es dann, nicht nur Weiberkleider anzuziehen, sondern auch als Lehrer einer schamlosen Kunst schimpfliche, weichliche und weibische Gebärden darzustellen!“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Spannung zwischen dem christlichen Glauben und der populären Theaterkultur der römischen Kaiserzeit ein und stellt die zentrale Fragestellung zur moralischen Bewertung von Schauspielern durch Cyprian vor.

2. Das antike Theater: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung des Theaters aus dem Dionysos-Kult nach und beleuchtet die gesellschaftliche Stellung sowie die Arbeitsbedingungen der antiken Schauspieler.

3. Christliche Kritik am antiken Theater - Tertullian: Hier wird Tertullians grundlegende Ablehnung des Theaters als Götzendienst und Ort der moralischen Verkommenheit sowie seine exegetische Herleitung dieses Verbots aus dem Taufversprechen analysiert.

4. Der zweite Brief Cyprians: In diesem Hauptkapitel wird die Biographie Cyprians, der konkrete Inhalt seines Briefes an Eucratius sowie eine detaillierte Analyse seiner Argumentationsmuster und pädagogischen Beweggründe dargestellt.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zur moralischen Ablehnung der Schauspielerei zusammen und ordnet das ambivalente Verhältnis der Kirche zum Theater im weiteren historischen Verlauf ein.

Schlüsselwörter

Cyprian, Tertullian, Antikes Theater, Frühes Christentum, Schauspielerei, Kirchenvater, Götzendienst, Moral, Geschlechterrolle, Dtn 22,5, Karthago, Kirchengeschichte, Ethik, Theaterlehrer, Glaubensabfall.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die kritische Auseinandersetzung des Kirchenvaters Cyprian mit der antiken Theaterkultur, insbesondere die Frage, ob ein ehemaliger Schauspieler und heutiger Theaterlehrer in einer christlichen Gemeinde akzeptiert werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die Spannung zwischen christlicher Ethik und heidnischer Unterhaltungskultur, die biblische Begründung von Verboten sowie patriarchale Vorstellungen in der antiken Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu ergründen, wie Cyprian seine Ablehnung der Schauspielerei argumentativ begründet, ob er hierbei auf Tertullian zurückgreift und warum der Beruf des Theaterlehrers aus seiner Sicht unvereinbar mit dem Christentum ist.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es wird eine historisch-theologische Analyse angewandt, die auf der Auswertung des Brieftextes (in der Übersetzung von Julius Baer) sowie dem Vergleich mit anderen kirchenväterlichen Quellen und historischer Sekundärliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Biographie Cyprians, der inhaltlichen Zusammenfassung seines zweiten Briefes und der anschließenden analytischen Untersuchung der Argumente gegen die Travestie und die Ausbildung von Schülern in der Schauspielkunst.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Cyprian, antikes Theater, Götzendienst, Moral, Geschlechterrollen und die kirchenrechtliche Praxis der frühen christlichen Gemeinden.

Warum lehnte Cyprian das Unterrichten der Schauspielkunst bei Kindern so strikt ab?

Cyprian sah darin eine Gefährdung des Seelenheils der Jugendlichen, da sie durch den Theaterlehrer zu Verhaltensweisen angestiftet wurden, die gegen göttliche Gebote verstoßen und ihre natürliche Geschlechtsidentität negieren.

Wie reagierte die Gemeinde auf einen Schauspiellehrer, der seinen Beruf aufgeben wollte?

Cyprian empfahl, den Mann nicht auszuschließen, sondern ihn solidarisch durch die Gemeinde zu unterstützen, sofern er die Schauspielerei vollständig aufgibt und sich dem christlichen Leben zuwendet.

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Details

Title
Der zweite Brief Cyprians
Subtitle
Schauspieler und Theaterlehrer in der Gemeinschaft der Christen?
College
University of Münster
Course
Was das Bischofsamt so alles mit sich bringt. Ausgewählte Briefe Cyprians
Grade
2,0
Author
Benjamin Finkenrath (Author)
Publication Year
2007
Pages
13
Catalog Number
V72928
ISBN (eBook)
9783638733458
ISBN (Book)
9783638802895
Language
German
Tags
Brief Cyprians Bischofsamt Ausgewählte Briefe Cyprians
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Benjamin Finkenrath (Author), 2007, Der zweite Brief Cyprians , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72928
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