Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Trabajo social

Shake it! Frauenbild und Sexismus in der Jugendkultur des HipHop

Título: Shake it! Frauenbild und Sexismus in der Jugendkultur des HipHop

Tesis , 2006 , 80 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Nadja Hajir (Autor)

Trabajo social
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Die vorliegende, mit dem Study-Up Award der Fachhochschule Osnabrück ausgezeichnete Diplomarbeit beschäftigt sich mit dem Frauenbild im HipHop als eine der herausragenden Jugendkulturen der jüngeren Zeit.
Die Arbeit ist in zwei große Abschnitte eingeteilt: Der erste widmet sich der Erarbeitung des Frauenbildes im HipHop anhand bereits vorliegender Literatur. Dazu wird im Folgenden zunächst auf die Geschichte des HipHops sowohl in Amerika als auch in Deutschland eingegangen, weil ohne die Kenntnis der historischen Zusammenhänge eine adäquate Auseinandersetzung mit den Problematiken dieser Kultur nicht möglich ist. Anschließend werden die Rollen dargestellt, die der HipHop seinen männlichen und weiblichen Mitgliedern zuschreibt. Gerade die Rollen der Frau und das Bild, was von ihr vermittelt wird, stehen im Zentrum der weiteren Ausführungen, was mit einem Blick über den Tellerrand des HipHops hinaus anhand philosophischer bzw. theologischer Aspekte untermauert und erklärt werden soll.
Im zweiten großen Abschnitt soll es darum gehen, die zuvor erhaltenen Ergebnisse zu bestätigen, indem sowohl Interpreten und Rezipienten als auch Pädagogen zu Wort kommen, um mit ihrer Meinung das erarbeitete Frauenbild zu bestätigen oder aber zu widerlegen. Zuletzt möchte die Autorin Handlungsperspektiven für den Umgang mit der HipHop-Kultur aufzeigen, um Pädagogen Möglichkeiten der Bewältigung von Problemen an die Hand zu geben, die sich durch den HipHop ergeben.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Analyse der Jugendkultur des HipHops

2.1 Jugendkulturen

2.2 HipHop – eine Jugendkultur

2.2.1 Geschichte des HipHops – Die vier Elemente

2.2.2 HipHop in Deutschland

2.3 HipHop und Moral

2.4 Frauenbilder

3. Hip und Hop - Gendertrouble im HipHop

3.1 Das Bild des Mannes im Rap

3.2 Das Bild der Frau im Rap

3.2.1 Baddest Bitch

3.2.2 Queen of HipHop

3.3 Ethische Thesen zum Vergleich

3.3.1 Der Kategorische Imperativ nach Kant

3.3.2 Die Ver-Öffentlichung des weiblichen Körpers

4. Einblicke in die HipHop-Kultur

4.1 Stellungnahmen der Akteure

4.1.1 Perspektiven der Interpreten

4.1.2 Perspektiven der Rezipienten

4.1.3 Perspektive der Pädagogen

4.2 Fazit

5. Handlungsperspektiven

5.1 Musikvideos

5.2 Clowning

5.3 Weitere Ansätze

6. Resümee

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Frauenbild sowie sexistische Tendenzen innerhalb der HipHop-Kultur, insbesondere im Rap. Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen der medialen Inszenierung von Geschlechterrollen und deren Wahrnehmung durch Akteure und Rezipienten zu analysieren, um Pädagogen fundierte Handlungsperspektiven für den Umgang mit dieser Jugendkultur aufzuzeigen.

  • Historische Entwicklung der HipHop-Kultur und ihre Grundwerte
  • Konstruktion von Männlichkeitsnormen und das "Gangster"-Ideal
  • Rollenbilder von Frauen ("Bitch" vs. "Queen") im Rap
  • Ethische Reflexion mittels philosophischer Aspekte (z.B. Kant)
  • Perspektiven von Interpreten, Jugendlichen und Pädagogen
  • Ansätze für die pädagogische Arbeit und Reflexion mit Jugendlichen

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Queen of HipHop

Die Queen bildet zusammen mit der Bitch die zwei Seiten der Münze „Weibliche Nischen im HipHop“. Im Gegensatz zur Schlampe symbolisiert die Queen die „gute, umsichtige Dame“, die sich in einer Art Mutterrolle respektvoll um ihre Schützlinge kümmert, sich verantwortlich für andere Rapper fühlt und die Community zusammenhält.

Indem sie die Rolle der „Mama“ erfüllt, bewegt sie sich wie ihr antagonistisches Pendant der Bitch innerhalb eines männlichen Normencodex und trägt somit – ungewollt – zum Sexismus im HipHop bei. Auch sie symbolisiert ein Ideal männlicher Rapper, indem sie das toughe, resolute Familienoberhaupt verkörpert, das dem harten Straßenkämpfer und Gangsta als eine der wenigen Figuren in seinem Leben Liebe und Zuneigung entgegenbringt, an ihn glaubt und seine Welt wenigstens ansatzweise zusammenhält, indem sie ihm mit ihrem Schoß einen Fixpunkt bietet.

Daher bemühen sich die Rapper, ihre Mutter aus jedem Scharmützel herauszuhalten. Selbst ein harter Rapper wie Bushido, der in seinen Liedern sexistische, beinahe frauenverachtende Inhalte präsentiert, lässt auf seine Mutter nichts kommen und hält sie wie zur Verteidigung vor, als ihm Sexismus vorgeworfen wird. Dementsprechend werden zur Beleidigung unter HipHoppern gerne Begriffe verwendet, die den Kontrahenten in genau diesem Ehrgefühl für seine Mutter kränken (so z. B. „Motherfucker“ und „Hurensohn“).

Als eine der ganz wenigen Frauen, die sich mit dem Image der fürsorglichen Bezugsperson, die aber zugleich Chefin ist, anerkanntermaßen ihren Platz in der HipHop-Geschichte gesichert hat, darf Queen Latifah gelten. Von Teilen der Community liebevoll „Mama“ genannt, verstand sie es, die Heilige unter den Huren zu geben, um das Bild eines „jahrhundertealten Dualismus“ zu bemühen, das wie kein anderes die beiden Nischen benennt, in denen weibliche Rapper unterkommen können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit motiviert die Auseinandersetzung mit HipHop als bedeutende Jugendkultur, definiert das Erkenntnisinteresse und skizziert den Aufbau der Untersuchung.

2. Analyse der Jugendkultur des HipHops: Dieses Kapitel erläutert die Entstehungsgeschichte, die Grundprinzipien und die sozialgeschichtliche Bedeutung des HipHops für Jugendliche.

3. Hip und Hop - Gendertrouble im HipHop: Hier erfolgt eine kritische Untersuchung der Geschlechterverhältnisse, der maskulinen Ideale sowie der reduzierten Rollenbilder für Frauen.

4. Einblicke in die HipHop-Kultur: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse empirischer Befragungen von Rappern, jugendlichen Konsumenten und Pädagogen zur Situation von Frauen.

5. Handlungsperspektiven: Auf Basis der Ergebnisse werden pädagogische Ansätze, wie die kritische Analyse von Musikvideos oder Tanzprojekte, zur bewussten Auseinandersetzung mit Rollenklischees vorgeschlagen.

6. Resümee: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Sexismus-Problematik und betont die Notwendigkeit eines konstruktiven Dialogs statt bloßer Ablehnung.

Schlüsselwörter

HipHop, Rap, Jugendkultur, Sexismus, Frauenbilder, Gender, Männlichkeit, Rollenbilder, Sozialarbeit, Medienkritik, Subkultur, Identitätsentwicklung, Patriarchat, Pädagogik, Empowerment.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit untersucht die Rollenbilder von Frauen und die Verbreitung von Sexismus innerhalb der HipHop-Kultur und beleuchtet, wie diese von Jugendlichen und Pädagogen wahrgenommen werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Analyse der HipHop-Geschichte, die Konstruktion von maskulinen und femininen Rollenbildern ("Bitch" vs. "Queen", Gangsta-Ideal) sowie die ethische Einordnung und pädagogische Handlungsmöglichkeiten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die sexistischen Strukturen im Rap zu erlangen und Wege aufzuzeigen, wie Pädagogen konstruktiv mit Jugendlichen über diese problematischen Inhalte kommunizieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt Literaturanalysen zur theoretischen Fundierung sowie qualitative Interviews mit Rappern (männlich/weiblich), Jugendlichen und Pädagogen, um die Thematik aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Analyse der Geschlechterverhältnisse und eine empirische Phase, in der Stellungnahmen der Akteure ausgewertet werden, gefolgt von konkreten pädagogischen Ansätzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind HipHop, Sexismus, Frauenbilder, Männlichkeit, Jugendkultur, Identität, Pädagogik und Medienkritik.

Warum greift die Autorin auf den Kategorischen Imperativ von Kant zurück?

Um die Verdinglichung der Frau als sexuelles Objekt in der HipHop-Kultur ethisch zu untermauern und zu verdeutlichen, warum die Reduzierung von Menschen auf reine Mittel unzulässig ist.

Welche Rolle spielt das "Clowning" für die Handlungsperspektiven?

Das Clowning dient als Beispiel für eine neue, körperbetonte Tanzbewegung, in der das Äußere eine untergeordnete Rolle spielt und die somit eine Alternative zum sexualisierten Körperkult des Mainstream-HipHops bietet.

Warum ist die Unterscheidung zwischen dem "Realen" und der "Inszenierung" so wichtig?

Viele Jugendliche können bei der starken Medialisierung des HipHops nicht zwischen der Kunstfigur/Rolle des Rappers und der persönlichen Einstellung unterscheiden, was zu einer unreflektierten Übernahme sexistischer Verhaltensmuster führt.

Final del extracto de 80 páginas  - subir

Detalles

Título
Shake it! Frauenbild und Sexismus in der Jugendkultur des HipHop
Universidad
University of Applied Sciences Osnabrück
Calificación
1,0
Autor
Nadja Hajir (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
80
No. de catálogo
V72962
ISBN (Ebook)
9783638633369
ISBN (Libro)
9783638733182
Idioma
Alemán
Etiqueta
Shake Frauenbild Sexismus Jugendkultur HipHop
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Nadja Hajir (Autor), 2006, Shake it! Frauenbild und Sexismus in der Jugendkultur des HipHop, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72962
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  80  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint