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Radionutzung im Wandel der Zeit

Title: Radionutzung im Wandel der Zeit

Seminar Paper , 2002 , 14 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Monika Eder (Author)

Communications - Broadcast and entertainment
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Wandel in der Nutzung des Mediums Radio. In Deutschland 1923 als erstes elektronisches Medium eingeführt, hat es sich seitdem stark verändert. Hauptgrund dafür ist die Einführung des Fernsehens Mitte der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts. Diese Konkurrenz hat das Radio nicht verdrängt, aber deutlich verwandelt. Ob es gewonnen oder verloren hat und besonders wie es sich gewandelt hat, soll diese Arbeit beleuchten.

Im Folgenden sollen zunächst allgemeine Entwicklungen in der Radionutzung aufgezeigt werden: beginnend bei der Versorgung der Bevölkerung mit Empfangsgeräten, über die Veränderung allgemeiner Nutzungsdaten wie Reichweite, Hör- und Verweildauer bis zur Programmtreue. Bei den einzelnen Betrachtungspunkten soll auch – soweit entsprechende Daten vorhanden sind - ein Vergleich der Hörfunknutzung in Ost- und Westdeutschland gezogen werden. Im dritten Kapitel geht es um die Mediennutzung im Tagesablauf. Dabei soll besonders der Frage nachgegangen werden, wie sich die Einführung des “Konkurrenzmediums“ Fernsehen auf die Nutzung im Tagesverlauf ausgewirkt hat. Anschließend werden in einer Schlussbetrachtung Ergebnisse zusammengefasst.

Grundlage dieser Arbeit sind vor allem die Daten der „Langzeitstudie zur Mediennutzung und Medienbewertung“ der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten zwischen 1964 und 1995 (im Folgenden: ARD/ZDF Langzeitstudie Massenkommunikation). Aktuellere Daten sind der jährlich von der Arbeitsgemeinschaft Media Analyse e.V. (ag.ma) durchgeführten „Media Analyse“ entnommen. Für den Zeitraum zwischen 1953 und 1971 dienen Daten des Instituts für Demoskopie Allensbach als Basis.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hörfunknutzung allgemein

2.1 Versorgung der Bevölkerung mit Empfangsgeräten

2.2. Empfangsarten

2.3. Reichweite, Hör- und Verweildauer

2.4. Programmtreue

3. Hörfunknutzung im Tagesverlauf

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den historischen Wandel der Radionutzung in Deutschland seit seiner Einführung im Jahr 1923. Dabei steht insbesondere die Frage im Mittelpunkt, wie sich die Konkurrenz durch das Fernsehen ab der Mitte der 1950er Jahre auf das Nutzungsverhalten der Bevölkerung ausgewirkt hat und wie sich das Radio vom ehemaligen Abendmedium zum heutigen Tagesbegleiter gewandelt hat.

  • Historische Entwicklung der Radioverbreitung und Empfangstechnik
  • Analyse der Reichweite, Hördauer und Verweildauer
  • Untersuchung der Programmtreue bei verschiedenen Sendern
  • Vergleich der Radionutzung im Tagesverlauf zwischen 1953 und 2000
  • Betrachtung der Unterschiede in der Radionutzung zwischen Ost- und Westdeutschland

Auszug aus dem Buch

2.1 Versorgung der Bevölkerung mit Empfangsgeräten

Die Deutsche Reichspost plante damals den Hörern das Programm in großen Sälen vorzuführen. Da die Technik aber für eine Saalbeschallung noch nicht ausgereift genug war, wurde den Hörern erlaubt, zuhause ein Empfangsgerät aufzustellen. Dafür musste eine Erlaubnis bei der Post eingeholt und eine Gebühr von zwei Mark pro Monat bezahlt werden. „Die Zahl lizenzierter Geräte stieg sehr schnell von 467 Geräten im Dezember 1923 über 100.000 im Juli 1924 auf über eine halbe Million nach einem Jahr regelmäßigen Programmdienstes.“

Bald nach Beginn der terrestrischen Verbreitung von Rundfunk trieb die deutsche Reichspost die Verkabelung voran, wodurch Empfangsstörungen verringert werden sollten. Bis 1945 hörten immerhin 176.000 Bürger diesen sog. „Drahtfunk“.

Bei der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten 1933, gab es also schon eine stetig wachsende Zahl von Radiohörern. Im selben Jahr „...mussten sich die Funkfirmen zur Produktion des Einheitsgerätes „Volksempfänger“ zusammenschließen, der - in hohen Stückzahlen gebaut- sehr preisgünstig angeboten wurde.“ Der „Volksempfänger“ war mit einem Preis von 76 Reichsmark etwa halb so teuer wie ein Markengerät. Da sich nun fast jeder ein solches Gerät leisten konnte, verdoppelte sich bis 1938 die Zahl der registrierten Rundfunkteilnehmer auf acht Millionen. In den folgenden fünf Jahren stieg die Zahl auf 16 Millionen, wozu auch der sog. „Deutsche Kleinempfänger“ mit einem Preis von 35 Mark beitrug. Nachteil dieses Gerätes war allerdings, dass es so konzipiert war, dass keine sog. „Feindsender“ abgehört werden konnten, sondern nur deutsche Programme.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Themenstellung des Medienwandels des Radios im Kontext der Fernsehkonkurrenz und benennt die verwendeten Langzeitstudien als Datenbasis.

2. Hörfunknutzung allgemein: In diesem Kapitel werden die historische Verbreitung der Empfangsgeräte, die verschiedenen Empfangsarten sowie Kennzahlen zur Reichweite, Hördauer und Programmtreue dargelegt.

3. Hörfunknutzung im Tagesverlauf: Dieser Abschnitt analysiert die Verschiebung der Radionutzung über den Tag hinweg und zeigt auf, wie das Fernsehen das Radio sukzessive vom Abend- in den Vormittagsbereich verdrängt hat.

4. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert, dass das Radio trotz der Konkurrenz durch das Fernsehen an Bedeutung gewonnen hat und sich erfolgreich als allgegenwärtiger Tagesbegleiter etabliert hat.

Schlüsselwörter

Radio, Radionutzung, Medienwandel, Fernsehen, Reichweite, Hördauer, Verweildauer, Programmtreue, Rundfunkgeschichte, Tagesbegleiter, Langzeitstudie, Massenkommunikation, Media Analyse, Empfangsgeräte, Nutzungsverhalten

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der zeitlichen Entwicklung der Radionutzung in Deutschland von 1923 bis zum Jahr 2000.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der Empfangstechnik, der Reichweite, der täglichen Hördauer sowie dem veränderten Nutzungsverhalten im Tagesverlauf unter dem Einfluss des Fernsehens.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu beleuchten, wie sich das Radio durch die Konkurrenz des Fernsehens verändert hat und wie es vom primären Abendmedium zum täglichen Begleiter wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Sekundäranalyse von Daten aus Langzeitstudien zur Mediennutzung, insbesondere der ARD/ZDF Langzeitstudie Massenkommunikation und der Media Analyse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die allgemeine Entwicklung der Hörfunknutzung, einschließlich Reichweite und Programmtreue, sowie die spezifische Analyse der Nutzungskurven im Tagesverlauf über mehrere Jahrzehnte hinweg.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlagworte sind Radionutzung, Medienwandel, Tagesbegleiter, Reichweite und Massenkommunikation.

Wie wirkte sich die Einführung des Fernsehens auf die Radionutzung aus?

Das Fernsehen verdrängte das Radio ab den 1950er Jahren aus dem Abendprogramm, was dazu führte, dass sich die Radionutzung stärker auf den Vormittag und den frühen Abend verlagerte.

Gibt es Unterschiede in der Radionutzung zwischen Ost- und Westdeutschland?

Ja, die Arbeit weist auf ein Ost-West-Gefälle hin, wobei die Radionutzung in den neuen Bundesländern in vielen Bereichen über der in den alten Bundesländern lag.

Was lässt sich über die Programmtreue der Hörer sagen?

Die Programmtreue ist trotz einer stark gewachsenen Anzahl an verfügbaren Sendern hoch geblieben; haben sich Hörer für ein Programm entschieden, bleiben sie diesem meist treu.

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Details

Title
Radionutzung im Wandel der Zeit
College
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt
Grade
1,7
Author
Monika Eder (Author)
Publication Year
2002
Pages
14
Catalog Number
V73011
ISBN (eBook)
9783638632713
Language
German
Tags
Radionutzung Wandel Zeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Monika Eder (Author), 2002, Radionutzung im Wandel der Zeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/73011
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