Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Politics - Region: Western Europe

Griechenland - Mehrheits- oder Konsensdemokratie?

Title: Griechenland - Mehrheits- oder Konsensdemokratie?

Bachelor Thesis , 2006 , 20 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Monika Eder (Author)

Politics - Region: Western Europe
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Viele Länder der Welt haben sich als Staatsform die Demokratie gewählt. Aber Demokratie ist nicht gleich Demokratie. Es gibt verschiedene Ausprägungen von ihr, die zu verschiedenen Zeiten von Politikwissenschaftlern beschrieben und unterschieden worden sind. Eine dieser Klassifizierungen besagt, dass es zwei grundlegende Typen der Demokratie gibt: Mehrheits- und Konsensdemokratie. Der Unterschied zwischen Mehrheits- und Konsensdemokratie liegt vor allem darin, auf wen politisches Handeln ausgerichtet ist: auf die Mehrheit der Menschen, oder auf so viele Menschen wie möglich, d.h. mindestens auf die Mehrheit. Daher ist Konsensdemokratie auch ausgerichtet auf Verhandlungen und Kompromiss, während Mehrheitsdemokratie über Ausschluss und Wettbewerb funktioniert. Diese Unterscheidung taucht schon Ende der Sechziger Jahre bei Robert G. Dixon auf.

Auch Arend Lijphart stützte sich auf diesen Ansatz und untersuchte 1999 in einer sehr ausführlichen Studie 36 Demokratien empirisch darauf, wie sie in das Schema von Mehrheits- oder Konsensdemokratie eingeordnet werden können. In dieser Arbeit soll nun, ausgehend von Lijpharts Studie, Griechenland – als ein relativ selten betrachtetes Beispiel westlicher Demokratie – dieser Klassifizierung unterzogen werden.

Nach einem kurzen Überblick über Lijpharts Untersuchungsansatz werden die einzelnen Punkte, anhand derer er die Zugehörigkeit der Länder zur Mehrheits- oder Konsensdemokratie misst, genauer vorgestellt. Bei jedem Faktor soll aufgezeigt werden, wie es sich mit dem griechischen Staatssystem verhält. Am Ende dieses Kapitels erfolgt eine kurze Zusammenfassung der Einordnung Griechenlands in den einzelnen Punkten. Als Fazit der vorangegangenen Analyse fällt die Entscheidung, ob Griechenland eine Mehrheits- oder Konsensdemokratie ist.

Im Folgenden soll dann abschließend kurz Kritik an Lijpharts Studie geübt und daraus Schlüsse für Griechenlands Zukunft gezogen werden.

Der Hauptteil der Arbeit stützt sich hauptsächlich auf die Studie „Patterns of Democracy“ von Arend Lijphart von 1999. Um Griechenland genau einordnen zu können, wird auf die sehr detaillierte Beschreibung seines politischen Systems durch Peter A. Zervakis zurückgegriffen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Mehrheits- und Konsensdemokratie nach Lijphart

3 Einordnung Griechenlands

3.1 Das Parteiensystem

3.2 Die Regierung

3.3 Das Verhältnis Exekutive-Legislative

3.4 Das Wahlsystem

3.5 Das Interessengruppensystem

3.6 Der Staatsaufbau

3.7 Die Legislative

3.8 Die Verfassungsänderung

3.9 Die Verfassungsgerichtsbarkeit

3.10 Die Zentralbank

3.11 Griechenland: eine Mehrheitsdemokratie

4 Schluss

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht auf Basis der Theorie von Arend Lijphart, ob Griechenland als Mehrheits- oder Konsensdemokratie klassifiziert werden kann. Hierbei wird das politische System Griechenlands anhand der von Lijphart definierten Variablen analysiert, um eine Einordnung vorzunehmen und die Anwendbarkeit dieses theoretischen Modells kritisch zu hinterfragen.

  • Klassifizierung nach Lijpharts Demokratie-Typologien
  • Analyse der Exekutive/Parteien-Dimension
  • Untersuchung der Föderalismus/Unitarismus-Dimension
  • Strukturanalyse des griechischen Parteiensystems und Wahlsystems
  • Kritische Würdigung der Übertragbarkeit auf den griechischen Einzelfall

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Regierung

Diese Variable kennzeichnet den grundlegenden Unterschied zwischen Mehrheits- und Konsensdemokratie: die Konzentration der Exekutivmacht in den Händen einer alleinregierenden Mehrheitspartei gegenüber der Aufteilung der Exekutivmacht auf eine Vielparteienkoalition. Oder kurz gesagt: „… concentration of power on one hand and power-sharing on the other.“

Die verschiedenen Regierungsarten unterscheiden sich auch bezüglich ihrer Machtbasis: Lijphart benennt “minimal winning” Regierungen, die eine Mehrheit der Sitze im Parlament haben, aber keine dafür unnötige Partei beinhalten. Und „oversized“ Regierungen, die mehr Parteien umfassen als für die Mehrheit im Parlament nötig ist; bzw. „undersized“ oder „minority“ Regierungen, die keine parlamentarische Mehrheit haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung stellt die grundlegende Unterscheidung zwischen Mehrheits- und Konsensdemokratie dar und führt in das Untersuchungsdesign der Arbeit ein.

2 Mehrheits- und Konsensdemokratie nach Lijphart: Dieses Kapitel erläutert die zehn theoretischen Faktoren, die Arend Lijphart zur Differenzierung von Demokratietypen heranzieht, unterteilt in zwei Hauptdimensionen.

3 Einordnung Griechenlands: Hier erfolgt die detaillierte empirische Anwendung der Lijphart-Faktoren auf den griechischen Staat, wobei jeder Aspekt des politischen Systems einzeln bewertet wird.

4 Schluss: Das Schlusskapitel fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die Kritik an Lijpharts Studie sowie mögliche zukünftige Entwicklungen des griechischen Systems.

Schlüsselwörter

Mehrheitsdemokratie, Konsensdemokratie, Arend Lijphart, Griechenland, politisches System, Exekutive, Legislative, Parteiensystem, Wahlsystem, Staatsaufbau, Korporatismus, Pluralismus, Zentralbank, Demokratisierung, Regierungsstabilität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das griechische Regierungssystem auf Grundlage von Arend Lijpharts Demokratietheorie, um festzustellen, ob es eher den Merkmalen einer Mehrheits- oder einer Konsensdemokratie entspricht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Untersuchung der Machtkonzentration in der Exekutive, die Ausgestaltung des Parteien- und Wahlsystems sowie die staatliche Organisationsform im Hinblick auf Zentralismus versus Föderalismus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die präzise Einordnung Griechenlands in das Schema von Lijphart, um eine fundierte Aussage über die Typologie des griechischen politischen Systems zu treffen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die empirische Vergleichsmethode von Arend Lijphart, indem sie den griechischen Einzelfall anhand der zehn definierten Variablen des Modells "Patterns of Democracy" prüft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zehn spezifische Faktoren – wie das Parteiensystem, das Verhältnis zwischen Regierung und Parlament, das Wahlsystem sowie die Rolle der Zentralbank – detailliert auf Griechenland angewandt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Mehrheitsdemokratie, Konsensdemokratie, Lijphart, Parteiensystem, Zentralismus und Politische Machtverteilung charakterisiert.

Wie wirkt sich das griechische Wahlsystem auf die Regierungsbildung aus?

Das Wahlsystem begünstigt durch Elemente der verstärkten Verhältniswahl stabile Einparteienregierungen, was die Tendenz zur Mehrheitsdemokratie und die Dominanz der jeweils stärksten Partei stärkt.

Warum wird Griechenland als unitarisch eingestuft?

Obwohl die Verfassung teilweise dezentrale Strukturen vorsieht, ist Griechenland faktisch hochgradig zentralisiert, mit einer massiven Konzentration von finanzieller und administrativer Kontrolle bei der Zentralregierung.

Welche Kritik wird an der Studie von Lijphart geübt?

Kritisiert wird unter anderem, dass der Ansatz gruppeninterne Abweichungen vernachlässigt und die kausale Verbindung zwischen formaler Struktur und tatsächlicher Effizienz eines Regierungssystems wissenschaftlich schwer beweisbar bleibt.

Excerpt out of 20 pages  - scroll top

Details

Title
Griechenland - Mehrheits- oder Konsensdemokratie?
College
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt
Grade
2,0
Author
Monika Eder (Author)
Publication Year
2006
Pages
20
Catalog Number
V73014
ISBN (eBook)
9783638632744
Language
German
Tags
Griechenland Mehrheits- Konsensdemokratie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Monika Eder (Author), 2006, Griechenland - Mehrheits- oder Konsensdemokratie?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/73014
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  20  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint