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Die Agrarpolitik der DDR in den 80er Jahren

Titel: Die Agrarpolitik der DDR in den 80er Jahren

Hausarbeit (Hauptseminar) , 1999 , 20 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Ariane Struck (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Wirtschaftsgeographie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Entsprechend der Einbindung in das östliche Wirtschaftssystem erfolgte in der, nach dem zweiten Weltkrieg gegründeten DDR, der Aufbau der Landwirtschaft nach ideologischen und politischen Prinzipien der marxistisch-lenistischen Agrartheorie. Die Grundlage dieser Theorie war die von Marx aus der industriellen Entwicklung des frühen 19. Jahrhunderts abgeleitete Überlegenheit der Großbetriebe, die aufgrund ihrer Überlegenheit die Klein- und Mittelbetriebe verdrängen würden. Die Erzeugung pflanzlicher- und tierischer Produkte sollte daher nach dem Beispiel der industriellen Großproduktion umgestellt werden. Da die wirtschaftliche Macht in den Händen der SED lag war die Agrarwirtschaft eine Planwirtschaft mit der zentralen Planung und Leitung der wirtschaftlichen Aktivitäten und der kollektiven Verfügungsgewalt über die Produktionsmittel (nach Bender u.a. 1989, S. 120). Staatliches und genossenschaftliches Eigentum sollte bestimmend sein und das Privateigentum aufgehoben werden. In mehreren Schritten wurde die landwirtschaftliche Nutzfläche nahezu vollständig (1949: 5,1% / 1980: 94,9% / 1988: 95,4%) in eine sozialistische Bewirtschaftungsform überführt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Ziele der Agrarpolitik

3. Entwicklungsetappen bei der Verfolgung agrarpolitischer Ziele im Kurzüberblick

3.1 Bodenreform (1945-1949)

3.2 Klassenkampf auf dem Lande (1949-1952/53)

3.3 Kollektivierung (1952-1960)

3.4 Kooperationsphase (1960-1968)

3.5 Industrialisierung in der Landwirtschaft (1968-1989)

4. Die Agrarpolitik der 80er Jahre

4.1 Richtungsänderung des agrarpolitischen Kurses

4.1.1 Probleme der Landwirtschaft der DDR

4.1.2 Maßnahmen gegen die Probleme der Landwirtschaft

4.2 Unterstützung der Privatproduktion

4.3 Die Agrarpreisreform (1.1.1984)

5. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die Entwicklung und die strukturellen Veränderungen der Agrarpolitik in der DDR von 1945 bis zum Ende der 80er Jahre, mit einem besonderen Fokus auf den wirtschaftspolitischen Kurswechseln und deren Auswirkungen auf die landwirtschaftliche Produktion.

  • Historische Entwicklungsetappen der DDR-Agrarpolitik
  • Auswirkungen der industriemäßigen Großproduktion auf Boden und Ertrag
  • Ursachen und Maßnahmen der agrarpolitischen Reformen in den 1980er Jahren
  • Bedeutung der privaten Hofwirtschaften als Ergänzungsfaktor
  • Analyse der Agrarpreisreform von 1984 und deren ökonomische Folgen

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Probleme der Landwirtschaft der DDR

Eine wichtige Station für die Entwicklung der Landwirtschaft in der DDR war der XII. Bauernkongreß am 13./14. Mai 1982 (Eckart 1998, S. 350), auf dem die Probleme der betriebenen intensiven industriemäßigen Landwirtschaft offen diskutiert und Entwicklungslinien für die Zukunft gestellt wurden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Es wird der theoretische Rahmen der marxistisch-lenistischen Agrartheorie dargelegt, der die Grundlage für die sozialistische Umgestaltung der Landwirtschaft in der DDR bildete.

2. Ziele der Agrarpolitik: Dieses Kapitel erläutert das primäre Bestreben nach einem hohen Selbstversorgungsgrad bei Nahrungsmitteln durch industrielle Großproduktion.

3. Entwicklungsetappen bei der Verfolgung agrarpolitischer Ziele im Kurzüberblick: Hier werden die zeitlichen Phasen von der Bodenreform über die Kollektivierung bis zur Industrialisierung chronologisch nachgezeichnet.

4. Die Agrarpolitik der 80er Jahre: Der Fokus liegt auf der kritischen Analyse der Probleme der industriemäßigen Landwirtschaft und den darauf folgenden Kurskorrekturen.

5. Fazit: Die abschließende Betrachtung bilanziert den Erfolg der gesellschaftspolitischen Zielsetzungen gegenüber der ökonomischen Produktivitätsentwicklung.

Schlüsselwörter

DDR, Agrarpolitik, Landwirtschaft, Kollektivierung, LPG, Planwirtschaft, Industrialisierung, Bodenreform, Agrarpreisreform, Selbstversorgungsgrad, Großproduktion, 80er Jahre, Agrarökonomie, SED, Nahrungsmittelversorgung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Entwicklung und die verschiedenen agrarpolitischen Phasen der DDR von der Nachkriegszeit bis zum Zusammenbruch des Systems, wobei ein Schwerpunkt auf der Transformation der Landwirtschaft in eine staatlich gelenkte Planwirtschaft liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen die Bodenreform, die schrittweise Kollektivierung der Betriebe, die Industrialisierung der Agrarproduktion sowie die krisenhaften Entwicklungen und Reformbemühungen während der 1980er Jahre.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die ideologisch geprägten Zielvorgaben der SED die agrarwirtschaftlichen Strukturen beeinflussten und warum die industriemäßige Landwirtschaft letztlich mit betriebswirtschaftlichen und ökologischen Problemen zu kämpfen hatte.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven und analytischen Auswertung historischer agrarwirtschaftlicher Daten, Regierungsbeschlüsse sowie zeitgenössischer Fachliteratur zur Agrargeographie und DDR-Wirtschaft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Aufarbeitung der Entwicklungsetappen und eine detaillierte Analyse der agrarpolitischen Reformphase ab 1980, inklusive der Agrarpreisreform von 1984.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie DDR-Agrarpolitik, LPG, Kollektivierung, industrielle Agrarproduktion, Planwirtschaft und Höchstertragskonzeption charakterisiert.

Welche spezifischen ökologischen Probleme entstanden durch die Agrarpolitik?

Durch die forcierte Industrialisierung, den Einsatz von schweren Maschinen und Monokulturen kam es zu massiven Bodenverdichtungen, Bodenerosion sowie zur Verseuchung des Bodens durch übermäßigen Düngereinsatz und Pestizide.

Warum spielte die private Hofwirtschaft in den 1980er Jahren eine neue Rolle?

Aufgrund anhaltender Versorgungsschwierigkeiten und der Erkenntnis, dass die industrielle Großproduktion allein nicht ausreichte, lockerte der Staat die Restriktionen für private Hofwirtschaften und Kleingärten, um deren Beitrag zur Nahrungsmittelversorgung stärker zu nutzen.

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Details

Titel
Die Agrarpolitik der DDR in den 80er Jahren
Hochschule
Universität Duisburg-Essen  (Geographisches Institut)
Veranstaltung
Oberseminar
Note
2,0
Autor
Ariane Struck (Autor:in)
Erscheinungsjahr
1999
Seiten
20
Katalognummer
V7305
ISBN (eBook)
9783638146104
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Agrar DDR Politik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ariane Struck (Autor:in), 1999, Die Agrarpolitik der DDR in den 80er Jahren, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/7305
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Leseprobe aus  20  Seiten
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