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Der exemplarische Ansatz

Titel: Der exemplarische Ansatz

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2000 , 9 Seiten , Note: 1

Autor:in: Ariane Struck (Autor:in)

Didaktik - Geowissenschaften
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Nach dem Zweiten Weltkrieg hat sich das Schulfach Geographie deutlich
gewandelt. Siegermächte förderten die traditionellen länderkundlichen Inhalte, die
nicht durch die Geopolitik des Dritten Reichs berührt worden waren. Das Problem
der länderkundlichen Datenfülle rief bis zum Ende der 60er Jahre eine Reihe von
Konzepten hervor, die eine Reduktion auf der Basis von Plausibilität begründen
ließen.
Das exemplarisches Prinzip der Auswahl von Ländern oder Regionen zur
Stoffkonzentration ist eines dieser Konzepte in der Geographie. Das
exemplarische Vorgehen hat dabei besondere Beachtung gefunden und ist im
Erdkundeunterricht eingegangen. Mit der Zeit erhielt es Veränderungen. Um 1960
erreichte die Diskussion um diesen Ansatz einen Höhepunkt (Schultze 1971, S.
15). [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Der "alte" Begriff des Exemplarischen

3. Das "pseudo – exemplarische" Verfahren

4. Der "neue" Begriff des Exemplarischen

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der Entwicklung und den didaktischen Konzepten des exemplarischen Ansatzes im Geographieunterricht auseinander, um aufzuzeigen, wie Stoffkonzentration bei gleichzeitiger Vermittlung grundlegender Strukturen gelingen kann.

  • Historische Entwicklung des exemplarischen Prinzips in der Geographie
  • Differenzierung zwischen dem "alten" und dem "neuen" Verständnis des Exemplarischen
  • Kritische Analyse des "pseudo-exemplarischen" Verfahrens
  • Bedeutung von Elementarem und Fundamentalem für nachhaltiges Lernen

Auszug aus dem Buch

2. . Der "alte" Begriff des Exemplarischen

„Das Exemplum ist in seiner "alten" Form innerhalb des länderkundlichen Durchgangs ein Land oder eine Landschaft, die einen "Typ" darstellt, der für andere gleichartige Beispiele steht“ (Haubrich et al 1984, S. 42).

Mittels des exemplarischen Ansatz, kann der Lehrer „...ähnliche, aber räumlich getrennte Erscheinungen über die Erde hin vergleichend betrachten und so gedanklich zusammenfassen“ (Schultze 1959 in Schultze 1971, S. 91).

Diese Methode läßt sich am Beispiel der Mittelmeerländer in der Unterstufe gut erklären.

Bei der Behandlung dieses Themas stellt man als Lehrkörper zunächst ein Land, wie etwa Italien heraus und erarbeitet anhand dessen z.B. „...die Eigenarten des mediterranen Klimas, der Mittelmeervegetation, der Anbauverhältnisse und der Lebensweise der Mittelmeeranwohner“ (Knübel 1957 in Schultze 1971, S. 89). Damit dient Italien als Beispiel für alle Mittelmeerländer.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Das Kapitel skizziert den Wandel des Geographieunterrichts nach dem Zweiten Weltkrieg und die Notwendigkeit, der länderkundlichen Datenfülle durch plausible Reduktionskonzepte zu begegnen.

2. Der "alte" Begriff des Exemplarischen: Hier wird der traditionelle Ansatz erläutert, bei dem ein konkretes Beispiel (Exemplum) als Repräsentant für einen bestimmten Typus innerhalb einer Region dient.

3. Das "pseudo – exemplarische" Verfahren: Dieses Kapitel kritisiert eine didaktische Praxis, die lediglich zu einer inhaltlichen Stoffausdünnung führt, anstatt tiefere fachliche Zusammenhänge zu erschließen.

4. Der "neue" Begriff des Exemplarischen: Der Abschnitt führt das Konzept ein, dass das stoffliche Beispiel nicht mehr Selbstzweck ist, sondern dazu dient, am "Elementaren" grundlegende geographische Gesetze und Strukturen zu vermitteln.

Schlüsselwörter

Exemplarischer Ansatz, Geographieunterricht, Didaktik, Länderkunde, Stoffkonzentration, Elementares, Fundamentales, Typenbildung, Fachmethodik, Wissensvermittlung, Transferlernen, Bildungsanspruch, Schulfach Geographie, Modellhaftigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die didaktische Konzeption des exemplarischen Prinzips im Geographieunterricht und dessen Entwicklung vom reinen Typenvergleich hin zu einem modellhaften Verständnis von geographischen Strukturen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die historische Einordnung des exemplarischen Vorgehens, die begriffliche Abgrenzung zwischen altem und neuem Verständnis sowie die kritische Reflexion von Stoffreduktionsmethoden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den pädagogischen Wert des exemplarischen Lernens herauszuarbeiten, indem gezeigt wird, wie Schüler durch konkrete Beispiele ein tieferes Verständnis für abstrakte geographische Zusammenhänge erlangen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine fachdidaktische Literaturanalyse, die auf einschlägigen Schriften zur Geographiedidaktik (z.B. von Schultze, Knübel und Haubrich) basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des traditionellen Ansatzes der Typenbildung, die kritische Auseinandersetzung mit dem sogenannten "pseudo-exemplarischen" Verfahren und die Erläuterung des modernen Konzepts des Elementaren und Fundamentalen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind exemplarischer Ansatz, Fachdidaktik Geographie, Stoffkonzentration, Typenbildung, Elementarisierung und Transferfähigkeit.

Wie unterscheidet sich der "alte" vom "neuen" Begriff des Exemplarischen?

Der "alte" Begriff fokussiert auf die Auswahl eines typischen Beispiels zur Einsparung von Stoff, während der "neue" Begriff das Beispiel als Mittel nutzt, um allgemeine Grundprinzipien und Strukturen zu vermitteln, die auf andere Situationen übertragbar sind.

Warum wird das "pseudo-exemplarische" Verfahren kritisiert?

Das Verfahren wird kritisiert, weil es didaktisch oft nur zu einer oberflächlichen "Stoffausdünnung" führt, anstatt echtes Verständnis oder Bildung zu fördern, da die notwendige inhaltliche Tiefe fehlt.

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Details

Titel
Der exemplarische Ansatz
Hochschule
Universität Duisburg-Essen  (Geographisches Institut)
Veranstaltung
Didaktik der Geographie
Note
1
Autor
Ariane Struck (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2000
Seiten
9
Katalognummer
V7314
ISBN (eBook)
9783638146166
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Didaktik exemplarisches Prinzip
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ariane Struck (Autor:in), 2000, Der exemplarische Ansatz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/7314
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Leseprobe aus  9  Seiten
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