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Die Schlacht von Worringen als Schlüsselereignis der territorialen Entwicklung der Grafschaft Mark

Title: Die Schlacht von Worringen als Schlüsselereignis der territorialen Entwicklung der Grafschaft Mark

Term Paper , 2007 , 28 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anna Lena Breucker (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Summary Excerpt Details

Die Schlacht von Worringen war eine der größten Ritterschlachten des Mittelalters und ein prägender Moment der Geschichte Nordwestdeutschlands. In der Schlacht standen sich der Kölner Erzbischof und fast ausschließlich dessen Vasallen gegenüber. Im Folgenden wird die Frage beantwortet, was dies für Auswirkungen auf die Lehnsherrschaft hatte.
Diese Hausarbeit versucht die Entwicklung der Grafschaft Mark darzustellen; zeitlich liegt der Schwerpunkt von der Mitte des 12. Jahrhunderts bis Anfang des 14. Jahrhunderts, da in dieser Zeit die Territorialbildung der Grafschaft Mark fast vollständig abgeschlossen war.
Der Ursprung der Grafen von der Mark lässt sich bis in die Mitte des 12. Jahrhunderts zurückverfolgen. In dieser Zeit verfügten sie über einige Besitzungen und Rechte im Sauerland und an der Ruhr , ihr Stammsitz war Burg Altena an der Lenne und die Grafen nannten sich noch Grafen von Altena. Doch diese noch unbedeutende Grafschaft entwickelte sich in den nächsten anderthalb Jahrhunderten zum einflussreichsten weltlichen Territorialstaat Westfalens.
Ab dem Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit bestand das Heilige Römische Reich deutscher Nation aus einer Vielzahl geistlicher und weltlicher Territorialstaaten. Der Grundstein dieser Territorialstaatlichkeit wurde im Hochmittelalter gelegt. Bedeutete Adelsherrschaft im Hochmittelalter noch die Sammlung von Rechten und Besitzungen, die häufig jedoch nicht geographisch zusammen lagen, so wurde im Spätmittelalter versucht diese Rechte und Besitzungen in eingegrenzten Gebieten zusammenzuführen. Dies führte zu einer Monopolisierung der Herrschaft in einem Bereich. Unter diesem Vorgang versteht man den Territorialisierungsprozess des Spätmittelalters. In den entstandenen Territorien hatte der Territorialherr die fast uneingeschränkte Oberhoheit über den Boden (Terra), Leib und Gericht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG – DIE GRAFSCHAFT MARK ALS BEISPIEL FÜR DIE TERRITORIALGESCHICHTLICHE ENTWICKLUNG NORDWESTDEUTSCHLANDS

2 DIE ENTWICKLUNG DER GRAFSCHAFT MARK VOR DER SCHLACHT VON WORRINGEN

2.1 VON DER BERGISCHEN ERBTEILUNG BIS ZUM ANFANG DES 13. JAHRHUNDERTS

2.2 VON DER ISENBERGER MORDTAT 1225 BIS ZU DEN „ISENBERGER WIRREN“

2.3 DER AUSBAU DES MÄRKISCHEN TERRITORIUMS IM KONFLIKT MIT DEM KÖLNER ERZBISCHOF

3 DIE SCHLACHT VON WORRINGEN

3.1 DER LIMBURGER ERBFOLGESTREIT

3.2 DIE GRAFSCHAFT MARK UND IHR WEG NACH WORRINGEN

3.3 DER VERLAUF DER SCHLACHT VON WORRINGEN

3.4 DIE FOLGEN DER SCHLACHT VON WORRINGEN

4 DIE ENTWICKLUNG DER GRAFSCHAFT MARK NACH DER SCHLACHT VON WORRINGEN

4.1 DIE BEFREIUNG AUS DER KÖLNISCHEN UMKLAMMERUNG

4.2 DER SÜHNEVERTRAG ZWISCHEN ERZBISCHOF SIEGFRIED UND GRAF EVERHARD

4.3 WEITERE ENTWICKLUNG DER GRAFSCHAFT MARK

5 FAZIT

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht den Einfluss der Schlacht von Worringen auf die territoriale Entwicklung der Grafschaft Mark. Sie analysiert die historische Ausgangslage der Grafschaft, den Konflikt mit dem Kölner Erzbistum sowie die langfristigen Auswirkungen des Schlachtergebnisses auf die politische Autonomie und die Konsolidierung des märkischen Territoriums.

  • Territorialisierungsprozess der Grafschaft Mark im Hoch- und Spätmittelalter
  • Konflikt zwischen den Grafen von der Mark und dem Kölner Erzbistum
  • Strategische Bedeutung des Limburger Erbfolgestreits
  • Militärischer Verlauf und politische Folgen der Schlacht von Worringen
  • Entwicklung zur Landeshoheit und Konsolidierung der märkischen Herrschaft

Auszug aus dem Buch

3.3 Der Verlauf der Schlacht von Worringen

Die Schlacht am 5. Juni 1288 auf der Fühlinger Heide bei Worringen gilt allgemein als eine der letzten großen Ritterschlachten des Mittelalters. Nach Ulrich Lehnart handelte es sich um eine der größten des europäischen Mittelalters, „vielleicht die größte auf deutschem Boden“. Es waren schätzungsweise 7.000 - 10.000 Kämpfer - für damalige Verhältnisse eine enorme Zahl - beteiligt. Die Dauer von mindestens sechs Stunden spiegelt die Härte des Kampfes wider und über 10% der Schlachtteilnehmer kamen ums Leben; für eine mittelalterliche Schlacht ein ungewöhnlich hoher Prozentsatz, da die Kampfweise normalerweise darauf abzielte, den Gegner gefangen zu nehmen und Lösegeld zu erpressen, ihn aber nicht zu töten.

Zu Beginn der Schlacht, etwa um 11 Uhr, standen sich die Gegner in der charakteristischen Schlachtordnung des Mittelalters gegenüber. Die Truppen waren in Zentrum, linken und rechten Flügel gegliedert. Sowohl auf erzbischöflicher Seite, also auch auf brabantischer Seite waren diese drei Abteilungen in der Tiefe in drei Linien, den sogenannten Treffen, angeordnet. Jedes Treffen war zwei oder drei Glieder tief. In der brabantischen Schlachtordnung standen die Brabanter im Zentrum, angeführt von Herzog Johann von Brabant, der an der Spitze seiner Vasallen im ersten Treffen kämpfte. Aus diesem Grund bestimmte er den Grafen von Virneburg als taktischen Oberbefehlshaber. Der linke brabantische Flügel wurde von den Truppen der Grafen von Berg, Mark und der Stadt Köln und der rechte Flügel von den Grafen von Looz und Jülich gebildet. Im Hintergrund hatten die Fußtruppen Aufstellung genommen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG – DIE GRAFSCHAFT MARK ALS BEISPIEL FÜR DIE TERRITORIALGESCHICHTLICHE ENTWICKLUNG NORDWESTDEUTSCHLANDS: Einführung in den Territorialisierungsprozess und die Bedeutung der Schlacht von Worringen als prägender historischer Moment.

2 DIE ENTWICKLUNG DER GRAFSCHAFT MARK VOR DER SCHLACHT VON WORRINGEN: Analyse der frühen Jahre der Grafschaft, geprägt durch Erbteilungen und die zunehmenden Konflikte mit dem Kölner Erzbischof um Befestigungsrechte.

3 DIE SCHLACHT VON WORRINGEN: Untersuchung der Ursachen im Limburger Erbfolgestreit, der Vorbereitungen und des tatsächlichen Verlaufs der entscheidenden militärischen Auseinandersetzung.

4 DIE ENTWICKLUNG DER GRAFSCHAFT MARK NACH DER SCHLACHT VON WORRINGEN: Darstellung der Emanzipation der Grafschaft Mark und der langfristigen Konsolidierung der Landesherrschaft nach dem Sieg.

5 FAZIT: Zusammenfassende Betrachtung der Schlacht als Wendepunkt für das Machtgefüge in Nordwestdeutschland und als Symbol für den Wandel herrschaftlicher Strukturen.

Schlüsselwörter

Grafschaft Mark, Schlacht von Worringen, Territorialisierung, Kölner Erzbistum, Limburger Erbfolgestreit, Landeshoheit, Everhard II. von der Mark, Siegfried von Westerburg, Befestigungsregal, Mittelalter, Westfalen, Lehnsherrschaft, Territorialstaatlichkeit, Machtgefüge, Adelsherrschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung der Grafschaft Mark vom 12. bis zum 14. Jahrhundert und den massiven Einfluss, den die Schlacht von Worringen auf diesen Prozess hatte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Territorialpolitik der Grafen von der Mark, der Machtkampf mit den Kölner Erzbischöfen und die Transformation feudaler Herrschaftsstrukturen im Mittelalter.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, nachzuweisen, dass die Schlacht von Worringen das entscheidende Ereignis war, welches die Grafschaft Mark aus der kölnischen Vorherrschaft löste und ihren Aufstieg zum bedeutenden Territorialstaat ermöglichte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historisch-analytischen Methode, die zeitgenössische Quellen und forschungsgeschichtliche Literatur auswertet, um die Entwicklung der Landeshoheit darzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Entwicklung vor 1288, die Ursachen und den Verlauf des Limburger Erbfolgestreits sowie die politischen und territorialen Konsequenzen nach der Schlacht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Territorialbildung, Befestigungsregal, Grafschaft Mark, Worringen, Kölner Erzbistum und landesherrliche Macht.

Welche Rolle spielte der "Sühnevertrag" von 1289?

Der Sühnevertrag war das Resultat der Niederlage des Kölner Erzbischofs; er bedeutete eine Revision der vorherigen Verträge und gestand der Grafschaft Mark volle Souveränität bei Burgenbauten und Stadtbefestigungen zu.

Warum war die Schlacht von Worringen ein Wendepunkt für den Kölner Erzbischof?

Die Niederlage markierte das Ende seiner Vormachtstellung im Rheinland und in Westfalen und verhinderte dauerhaft die Schaffung einer zusammenhängenden Landverbindung zwischen seinen Territorien.

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Details

Title
Die Schlacht von Worringen als Schlüsselereignis der territorialen Entwicklung der Grafschaft Mark
College
University of Freiburg
Course
Proseminar: Einführung in das Studium der mittelalterlichen Geschichte
Grade
1,3
Author
Anna Lena Breucker (Author)
Publication Year
2007
Pages
28
Catalog Number
V73245
ISBN (eBook)
9783638883375
Language
German
Tags
Schlacht Worringen Schlüsselereignis Entwicklung Grafschaft Mark Proseminar Einführung Studium Geschichte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anna Lena Breucker (Author), 2007, Die Schlacht von Worringen als Schlüsselereignis der territorialen Entwicklung der Grafschaft Mark, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/73245
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