Fernsehanalyse TV-Magazin-Beitrag "Kongo - Aidspillen aus dem Chaosstaat"


Hausarbeit (Hauptseminar), 2005

43 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Gliederung

Einleitung

1. Protokollierung
1.1 Strukturprotokoll
1.2 Feinprotokoll

2. Analyse des Beitragaufbaus
2.1 Rekonstruktion des Inhalts
2.2 Sequenzanalyse
2.2.1 Sequenzen
2.2.2 Sequenzprotokoll
2.2.3 Inhaltliche Dramaturgie

3. Analyse des Visuellen
3.1 Einstellungsgrößen
3.2 Kameraperspektiven
3.3 Kamerabewegung
3.4 Schnitt und Montage

4. Zum Verhältnis von Bild und Text

5. Verständlichkeit des Textes

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

Quellenverzeichnis
Literatur
Internet

Einleitung

Gegenstand dieser Arbeit ist die qualitative und quantitative Analyse eines Magazinbeitrages im Fernsehen. Die für eine Analyse dieses Fernsehbeitrages wichtig erscheinenden Mittel der Fernsehanalyse werden anhand vorliegender Literatur aufgezeigt, beleuchtet und im Umkehrschluss analytisch auf den Beitrag angewendet.

Nach erstem Betrachten des Beitrags fielen einige Dinge auf, die bereits hier schon Interesse geweckt und erste Vorüberlegungen für eine Analyse eingeleitet haben. Gemeint ist Aufbau des Beitrages, viele wechselnde Schauplätze, viele O-Töne und vor allem trotz der vielen wechselnden Einstellungen den roten Faden hin zu einem schlüssigen Beitrag beibehalten zu haben. Aus dem Erkenntnisinteresse für den Beitrag zeigte sich schnell, auf welche Mittel in der Analyse wert gelegt werden sollte.

So gliedert sich die Analyse in mehrere Teile: der Protokollierung, der Analyse des Inhalts und des Visuellen, dem Verhältnis von Bild und Text und der Verständlichkeit des Textes. Auf Qualitätskriterien wie z. B. dem Einsatz von Musik wurde verzichtet, da dies – ausgenommen von der Trailer-Musik der Sendung – im Beitrag selbst ebenfalls keine Berücksichtigung gefunden hat. Aus der Protokollierung des Beitrages ergaben sich bezüglich dem Forschungsinteresse der Analyse folgende Fragestellungen:

Mit welchen Elementen lässt sich die Spannung steigern, mehr Aufmerksamkeit erzeugen? Was wurde verwendet um in diesem Beitrag die Dynamik zu steigern?

Um die Überschaubarkeit der Analyse sicher zu stellen, wurden sowohl qualitativ als auch quantitativ jeweils in den Gliederungspunkten die Bezüge zur Theorie integriert, um im Fazit übergreifend zu einer schlüssigen Beantwortung der auf diesen Beitrag bezogenen Fragestellungen zu enden.

1. Protokollierung

Essentiell für eine Analyse ist die vorhergehende Protokollierung dessen, was den Fernsehbeitrag ausmacht – Bild und Text. Die Analyse lässt sich im ersten Schritt nur über den Text realisieren. Bilder sind gestalterische Mittel, die den Text untermauern oder aussagekräftiger machen, worauf später noch eingegangen wird. In der Theorie ist ein Fernsehtext das Angebot an den Rezipienten, sich auf eine Interaktion mit dem jeweiligen Text ein zu lassen.[1] Das kann nur durch den Text selbst geschehen, denn Fernsehsendungen sind „[…] Bedeutungsträger in der indirekten Kommunikation.“[2] Indirekte Kommunikation meint die über technische Medien vermittelten Informationen bzw. Texte. Sie besteht aus zwei zusammenhängenden Teilen; die Rezeption des Textes und die Aneignung, Übernahme oder Überführung des rezipierten Textes in die Lebenswelt des Einzelnen. Daraus lässt sich ableiten, dass die Analyse im ersten Schritt immer die Erfassung des Textes zur Aufgabe hat. Rezeption und Aneignung hängen zwar eng zusammen, sind aber aus analytischer Sicht zu trennen - einerseits um das gesprochene Wort überschaubarer zu machen und selbst in der Analyse den Überblick zu behalten und andererseits um so systematisch die Details untersuchen zu können. Für Werner Faulstich, für den eine Analyse immer mit der Protokollierung beginnt, ist diese ohne Protokoll „nicht möglich und schon gar nicht für andere nachvollziehbar“.[3] Gleichwohl ist aber die Sinnhaftigkeit eines vollständigen Protokolls in der Filmanalyse eine andere als in der Analyse eines Magazinbeitrages im Fernsehen. Allein beim Protokollieren der nur wichtigsten Merkmale eines Films kommen Protokolle dort locker auf einen Umfang von hunderten Seiten. Im Fall dieser Arbeit und des hier behandelten Beitrages jedoch, ist das Protokollieren überschaubar, sinnvoll und darum im Folgenden realisiert.

1.1 Strukturprotokoll

Das Strukturprotokoll umfasst die gesamte Sendung, in der der zu analysierende Beitrag gezeigt wurde. Es ist reduziert auf Beitragstitel und jeweils zusammengefasste Anmoderationen der Beiträge, wie im Folgenden dargestellt.

Tabelle 1: Strukturprotokoll

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.2 Feinprotokoll

Das eigentliche Protokoll, das als Grundlage für die Analyse dient, ist das Feinprotokoll. Es beinhaltet die einzelnen, voneinander getrennten Einstellungen mit dem dazugehörigen gesprochenen Wort, der Anfangszeit und der Länge der Einstellung.

Tabelle 2: Feinprotokoll

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2. Analyse des Beitragaufbaus

Um den Inhalt zu analysieren, muss der Analysegegenstand erst einmal wahrgenommen und rezipiert werden. Dabei ist es besonders wichtig am Anfang der Inhaltsanalyse das subjektive Empfinden schriftlich fest zu halten. Werner Faulstich spricht hier von einer unreflektierten, emotionalen spontanen eigenen Rezeption, der individuellen Interpretation.[4] Das beinhaltet auch Dinge, die beim Ansehen direkt auffallen, sowohl positiv als auch negativ. Hier stellen sich Fragen wie: Worum geht’s eigentlich? Was löst der Beitrag in mir aus? Schlicht und einfach ausgedrückt geht es hier um den ersten Eindruck, den der Beitrag auf den Analysten gemacht hat. Sinnvoll ist hier auch die Situation, in der man den Beitrag betrachtet, zu beachten. Der Analyse dienlich ist sicherlich, dem Beitrag die volle Aufmerksamkeit widmen zu können und nicht durch alltägliche Einflüsse unterbrochen zu werden. Dieser Umstand kommt in einer Filmanalyse wahrscheinlich noch mehr zum tragen, als in der Analyse eines Sechs-Minuten-Fernsehbeitrages wie hier. Ein anderer Vorteil dieses ‚subjektiven Protokolls’ ist der, dass es zu Problem- und Fragestellungen anregen kann, aus denen sich wiederum arbeits- und erkenntnisleitende Fragen ableiten können.[5]

Aus diesen Gründen wird im folgenden Abschnitt 2.1 der selbst wahrgenommene Inhalt subjektiv rekonstruiert. Im Abschnitt 2.2 schließt sich dann die objektive Betrachtung des Inhalts und des Aufbaus des Beitrages an. Hier werden die einzelnen Sequenzen im Beitrag analysiert, mit der Frage nach dem Ablauf des Beitrages. Die „[…] Bilder in ihren erzählerischen Kontext stellen und das Nacheinander der Ereignisse rekonstruieren, um einen objektiven Bezugspunkt zu haben“[6] ist Sinn eines Sequenzprotokolls. Man erhält ein grobes inhaltliches Raster, auf das sich die inhaltliche Analyse beziehen kann.

[...]


[1] Vgl. Mikos, Lothar (2003), S. 20.

[2] Mikos, Lothar (2003), S. 19.

[3] Hickethier, Knut (2001), S. 37

[4] vgl. Faulstich, Werner (2002), S. 59.

[5] vgl. Faulstich, Werner (2002), S. 60.

[6] Faulstich, Werner (2002), S. 60.

Ende der Leseprobe aus 43 Seiten

Details

Titel
Fernsehanalyse TV-Magazin-Beitrag "Kongo - Aidspillen aus dem Chaosstaat"
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft)
Veranstaltung
Medienseminar Fernsehen
Note
1,0
Autor
Jahr
2005
Seiten
43
Katalognummer
V73355
ISBN (eBook)
9783638633000
Dateigröße
570 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fernsehanalyse, TV-Magazin-Beitrag, Kongo, Aidspillen, Chaosstaat, Medienseminar, Fernsehen
Arbeit zitieren
Jan Knaack (Autor), 2005, Fernsehanalyse TV-Magazin-Beitrag "Kongo - Aidspillen aus dem Chaosstaat", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/73355

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