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Kulturexport, -austausch oder Dialog der Kulturen? Eine Erörterung auswärtiger Kulturpolitik zwischen Anspruch und Wirklichkeit am Beispiel der Rolle der Medien

Title: Kulturexport, -austausch oder Dialog der Kulturen? Eine Erörterung auswärtiger Kulturpolitik zwischen Anspruch und Wirklichkeit am Beispiel der Rolle der Medien

Term Paper , 2006 , 22 Pages

Autor:in: Dipl.Kulturwissenschaftlerin Katja Lamprecht (Author)

Cultural Studies - Empiric Cultural Studies
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Die Auswärtige Kulturpolitik (AKP) soll neben der politischen und wirtschaftlichen als dritte Säule der Außenpolitik deren Ziele unterstützen. Wie, wird in der KONZEPTION 2000 genauer definiert, aber auch viele Kulturbeauftragte, -produzenten und –mittler stellen Erwartungen an die AKP.
Im Zentrum der aktuellen außenkulturpolitischen Debatten steht die Forderung nach dem Dialog der Kulturen als Grundsatz aller außenkulturpolitischen Maßnahmen. Auch wenn diese Forderung nicht mehr neu ist und zuletzt mit der KONZEPTION 2000 nochmals als Kerngedanke der AKP formuliert wurde wird doch noch vielfach unter den Teilnehmern der Kulturpolitik diskutiert, was mit einem Dialog der Kulturen denn eigentlich gemeint sei und durch welche Mittel und Maßnahmen er gefördert werden sollte.
Grundlage aller Forderungen ist die Globalisierung. Durch sie wird der Fokus auf interkulturelle Verständigung gelegt, denn die Notwendigkeit, sich mit anderen Kulturen zu befassen wird immer größer.

Als ein elementares Instrument auswärtiger Kulturpolitik gewinnen die Medien an Gewicht, denn durch sie können Nationen am schnellsten miteinander in Kontakt treten. Durch Filme, Fernsehen, Rundfunk, Presse im Allgemeinen und das noch relativ junge Medium Internet.
Medien lassen die Welt kleiner werden, Menschen können Grenzen überschreiten, ohne das eigene Land verlassen zu müssen. Doch es gibt auch eine Kehrseite der Medaille. Dort wo nämlich Menschen verschiedenster Herkunft aufeinandertreffen, sind Missverständnisse nicht selten. Konflikte, die Kommunikation verhindern könnte, können wegen der grundsätzlich verschiedenen Arten von Kommunikation und Denkweisen auch provoziert oder geschürt werden.
In den Schwerpunktbereichen der AKP Deutschlands (Außendarstellung, Erhalt der kulturellen Vielfalt und Konfliktprävention) verfolgt die auswärtige Medienpolitik jeweils andere Ansätze, die sich wiederum unterscheiden lassen in Export, Austausch und Dialog. Diese Arbeit untersucht, ob diese Einteilung gerechtfertigt ist. Sie stellt den Ansprüchen der Medien werden ihre Möglichkeiten und Risiken gegenüber und untersucht, wie diese als Instrument der AKP genutzt werden.
Am Ende steht die Beantwortung der Frage, ob die außenkulturpolitische Praxis ihren theoretischen Ansprüchen gerecht wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Eingrenzung und Definition

2.1 AKP und Innere Kulturpolitik

2.2 Geschichte der AKP – Wandel der Aufgaben

2.3 Der erweiterte Kulturbegriff

2.4 Aktuelle Position: Konzeption 2000

2.4.1 Schwerpunkte der AKP

2.4.2 Instrumente der AKP

3. Die Rolle der Medien in der AKP

3.1 Ansprüche an die Medien

3.2 Einsatz der Medien

3.2.1 Film und Kino – Medien als kulturelles Gut

3.2.2 Fernsehen, Rundfunk und Presse – Massenmedien

3.2.2.1 Media-im-Pakt - Medienhilfe

3.2.2.2 Deutsch-Arabischer Mediendialog

3.2.3 Internet – die Neuen Medien

4. Fazit – Medien und der Dialog der Kulturen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit erörtert den Anspruch und die Wirklichkeit der auswärtigen Kulturpolitik (AKP) Deutschlands, mit einem besonderen Fokus auf der Rolle der Medien als Instrument in diesem Prozess. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, inwieweit Medien tatsächlich einen interkulturellen Dialog fördern können und ob die außenkulturpolitische Praxis den theoretischen Ansprüchen gerecht wird.

  • Verhältnis zwischen Auswärtiger Kulturpolitik und Innenkulturpolitik
  • Wandel der Aufgaben und Ziele der AKP im historischen Kontext
  • Möglichkeiten und Risiken der Mediennutzung in der internationalen Kommunikation
  • Strategien und Herausforderungen des Medienexports und des interkulturellen Mediendialogs
  • Rolle der Neuen Medien und des Internets im globalen Austausch

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Film und Kino – Medien als kulturelles Gut

„Film und Kino werden in Kulturaustauschprogrammen und bei dem Wachsen der europäischen Integrationsprozesse in Zukunft eine wichtige Aufgabe finden.“ (HATTENBACH 2000, S.126), denn Filme können vielfältige Diskussionen in Gang setzen, politisch wie auch gesellschaftlich.

Der Übergang zwischen Film als Wirtschafts- und Film als Kulturgut ist allerdings beinahe fließend, der wirtschaftliche Anteil allerdings dominiert, denn überwiegend haben nur ,erfolgsversprechende’ Filme die Chance auf Suspensionen und können im internationalen Wettbewerb bestehen. Eingeschränkte Fördermaßnahmen und der internationale Wettbewerb im Filmverleih erlauben aber letztlich nur noch Filmproduktionen, die ein bestimmtes Format haben und fördern eine Angleichung der Filmformate. Die kulturelle Vielfalt und auch die künstlerische Freiheit leidet.

„Filme, die zum Kulturgut eines Landes gehören, Ausdruck der Identität ihrer BewohnerInnen und ihrer gesellschaftlichen Wirklichkeit sowie ihrer kreativen Fähigkeiten und Phantasien sind [...]“ (BURCKNER 1999, S.166) können nur entstehen, wenn sie auch unterstützt und gefördert werden.

Zudem darf der Wert eines Films nicht an den Zuschauerzahlen gemessen werden. Quantität ist nicht gleichzusetzen mit Qualität, denn Filme sind nicht nur Ausdruck von Kreativität des jeweiligen Regisseurs, sondern haben die Kraft, Menschen in einen Diskurs treten zu lassen, innerhalb der eigenen Kultur, aber auch zwischen den Kulturen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt den theoretischen Rahmen und die Bedeutung des "Dialogs der Kulturen" als Grundsatz der Auswärtigen Kulturpolitik im Zeitalter der Globalisierung dar.

2. Eingrenzung und Definition: Dieses Kapitel definiert die Begriffe AKP und Innenkulturpolitik, beleuchtet deren historische Entwicklung und stellt die aktuellen Schwerpunkte der "Konzeption 2000" vor.

3. Die Rolle der Medien in der AKP: Hier wird untersucht, wie Medien als Instrumente der Informationsvermittlung, der Krisenprävention und des interkulturellen Austauschs fungieren.

4. Fazit – Medien und der Dialog der Kulturen: Das Fazit bewertet die Bedeutung der Medien in der AKP kritisch und reflektiert, dass der Dialog oft primär nationalen Interessen und Sicherheitszielen dient.

Schlüsselwörter

Auswärtige Kulturpolitik, AKP, Dialog der Kulturen, Globalisierung, Medienpolitik, Kulturmittler, Konzeption 2000, interkultureller Austausch, Medienhilfe, Krisenprävention, Massenmedien, Neue Medien, Deutschlandbild, Außenpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen dem Anspruch auswärtiger Kulturpolitik, einen Dialog der Kulturen zu fördern, und der politischen Realität, in der Medien oft strategisch als Instrument nationaler Außenpolitik eingesetzt werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den zentralen Themen gehören die Abgrenzung von Innen- und Außenkulturpolitik, die historische Entwicklung der AKP, die Funktion von Medien (Film, Rundfunk, Internet) im interkulturellen Kontext sowie die Strategien zur Krisenprävention.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist zu erörtern, ob die außenkulturpolitische Praxis ihrem theoretischen Anspruch – dem Dialog der Kulturen – tatsächlich gerecht wird oder ob mediale Instrumente vorrangig anderen Zielen untergeordnet sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Erörterung aktueller kulturpolitischer Konzepte, gestützt durch Literatur und offizielle Dokumente (z.B. Konzeption 2000), ergänzt durch die Untersuchung von Fallbeispielen der Medienarbeit.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Kategorien "Film und Kino", "Massenmedien" sowie "Neue Medien" analysiert, wobei besonders der "Deutsch-Arabische Mediendialog" und die "Medienhilfe" als konkrete Instrumente hervorgehoben werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Kernbegriffe sind Auswärtige Kulturpolitik, Dialog der Kulturen, Medienpolitik, Krisenprävention, Konzeption 2000 und interkultureller Austausch.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des Internets in der AKP?

Die Autorin sieht das Internet als wichtiges Instrument für mehr Transparenz und als „Fenster zur Welt“, weist jedoch darauf hin, dass es die persönliche Begegnung von Menschen nicht ersetzen kann und in nicht-westlichen Regionen aufgrund des teuren Zugangs Einschränkungen unterliegt.

Welche Rolle spielen NRO’s in der auswärtigen Medienpolitik laut der Arbeit?

NRO’s werden als essenziell betrachtet, da sie einerseits über spezifisches Wissen der Strukturen vor Ort verfügen und andererseits aufgrund ihrer staatlichen Unabhängigkeit flexibler agieren können als rein staatliche Institutionen.

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Details

Title
Kulturexport, -austausch oder Dialog der Kulturen? Eine Erörterung auswärtiger Kulturpolitik zwischen Anspruch und Wirklichkeit am Beispiel der Rolle der Medien
College
University of Hildesheim  (Kulturpolitik)
Course
Anspruch und Wirklichkeit Auswärtiger Kulturpolitik
Author
Dipl.Kulturwissenschaftlerin Katja Lamprecht (Author)
Publication Year
2006
Pages
22
Catalog Number
V73481
ISBN (eBook)
9783638739382
ISBN (Book)
9783638740883
Language
German
Tags
Kulturexport Dialog Kulturen Eine Erörterung Kulturpolitik Anspruch Wirklichkeit Beispiel Rolle Medien Anspruch Wirklichkeit Auswärtiger Kulturpolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.Kulturwissenschaftlerin Katja Lamprecht (Author), 2006, Kulturexport, -austausch oder Dialog der Kulturen? Eine Erörterung auswärtiger Kulturpolitik zwischen Anspruch und Wirklichkeit am Beispiel der Rolle der Medien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/73481
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