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Über Brassaï: „Proust und die Liebe zur Photographie“

Title: Über Brassaï: „Proust und die Liebe zur Photographie“

Term Paper , 2002 , 10 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: M.A. Katja Lindhorst (Author)

German Studies - Comparative Literature
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„Proust und die Liebe zur Photographie“ – ein Titel, der den eigentlichen Kern des Buches transportiert. Brassaï, selber Photograph und Schriftsteller, beschäftigt sich auf etwa 140 Seiten mit dem Einfluss eben jener Kunst, der Photographie, auf das Werk, aber auch auf das ganz persönliche Leben von Marcel Proust. Er versucht die Verwendung photographischer Techniken in Prousts Hauptwerk „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ nachzuweisen und zu analysieren.
Marcel Proust ist nicht der erste Schriftsteller, mit dem sich der gebürtige Ungar Gyula Halasz auseinander setzt. In seinem Fokus befanden sich schon namhafte Personen wie zum Beispiel Jacques Prévert oder Henry Miller. Aber Marcel Proust wurde für ihn eine letzte Leidenschaft, so wie die Photographie eine Leidenschaft für Marcel Proust war.
Ich werde im Folgenden versuchen, wesentliche Ansätze der Arbeit von Brassaï vorzustellen und Proust nicht nur als Schriftsteller, sondern auch als ein Menschen zu betrachten, in dessen Leben die Photographie eine wesentliche Rolle gespielt hat.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Biographie

2.2. „A la Recherche du Temps perdu“ – Entstehung

3. Die Bedeutung der Photographie im Leben von Marcel Proust

4. Die Aufgaben der Photographie in der Recherche

4.1. Die Anwendung photographischer Techniken

5. Zusammenfassung

6. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der Photographie auf das Leben und das literarische Schaffen von Marcel Proust, basierend auf dem Werk von Brassaï. Ziel ist es, die Rolle der Photographie sowohl als biografisches Element im Leben des Autors als auch als ästhetisches und technisches Gestaltungsmittel in seinem Hauptwerk „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ kritisch zu hinterfragen und zu analysieren.

  • Die fotografische Leidenschaft Marcel Prousts und seine Sammeltätigkeit.
  • Die Funktion von Photographien als narrative Instrumente und psychologische Stimuli in der Recherche.
  • Die Übertragung photographischer Techniken (wie Zoom oder Chronophotographie) auf die literarische Sprache.
  • Prousts „a-humane“ Sichtweise und die Analogie zwischen photographischer Entwicklung und unwillkürlicher Erinnerung.
  • Eine kritische Würdigung von Brassaïs These zur Bedeutung der Photographie für Prousts Werkgenese.

Auszug aus dem Buch

4. Die Aufgaben der Photographie in der Recherche

Marcel Proust weist den Photographien in seinem Romanzyklus ganz verschiedene Aufgaben zu. Brassaï schreibt dazu, die Photographie übernehme „...die wichtigste Rolle, die sie seit ihrer Erfindung in einem Roman gespielt hat [...].“ Dazu, denke ich, muss bemerkt werden, dass die Entwicklung der Photographie überhaupt erst im 18. Jahrhundert ausreifte und sie dadurch an Popularität gewinnen konnte.

Proust möchte zum einen zeigen, welch bedeutsamen Platz die Photographie im gesellschaftlichen Leben seiner Zeit einnimmt, andererseits aber auch auf die Reduktion dieser Kunst aufmerksam machen, wenn sie zum bloßen Zeitvertreib oder Gesellschaftsspiel verkommt. So nutzt der Graf von Guermantes in „Contre Sainte-Beuve“ sein Hobby der Stereoskopie zum reinen Prestigegewinn dadurch, dass er nur Privilegierten Einblick in seine Freizeitbeschäftigung gewährt.

Dem Photo der bekannten Tragödin Berma in „A l´Ombre des jeunes Filles en Fleures“, welches der Erzähler sich in jungen Jahren kauft, kommen im Verlauf der Handlung gleich mehrere Aufgaben zu. So dient es ohne Zweifel der Stimulans der Einbildungskraft des Erzählers, zum anderen zeigt es die Diskrepanz zwischen seiner Vorstellung, die er durch die Photographie gewinnt, und der Realität. So entspricht die erste reale Begegnung mit ihr so gar nicht den Vorstellungen, die er über die Photographie auf sie projizierte. Das Bild der Berma verdeutlicht aber auch die Vergänglichkeit und die zerstörerischen Folgen der Zeit: bei einem Vergleich des Gesichtsausdrucks der alten, kranken Berma mit dem der jungen Tragödin auf dem Photo lassen sich keine Ähnlichkeiten mehr finden. „...Sie sah jetzt wie eine Marmorstatue vom Erechtheion aus [...].“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik ein, das Werk von Brassaï über Marcel Proust vorzustellen und Proust sowohl als Schriftsteller als auch als Mensch mit einer besonderen Affinität zur Photographie zu betrachten.

2. Biographie: Dieses Kapitel zeichnet den Lebensweg Marcel Prousts nach, von seiner Geburt und gesundheitlichen Entwicklung bis hin zu seinen literarischen Anfängen und dem Entstehungsprozess seines Hauptwerks.

2.2. „A la Recherche du Temps perdu“ – Entstehung: Hier werden die literaturtheoretischen Wurzeln des Romanwerks und der komplexe Publikationsverlauf von „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ beschrieben.

3. Die Bedeutung der Photographie im Leben von Marcel Proust: Das Kapitel beleuchtet Prousts frühe Berührungspunkte mit der Photographie, seine Sammelleidenschaft sowie die Bedeutung des Mediums für seine sozialen Beziehungen und die Modellierung seiner Romanfiguren.

4. Die Aufgaben der Photographie in der Recherche: Es wird untersucht, wie Proust Photographien innerhalb seines Romans einsetzt, um psychologische Diskrepanzen, Zeitlichkeit und Machtverhältnisse zwischen den Figuren abzubilden.

4.1. Die Anwendung photographischer Techniken: Dieses Kapitel analysiert, wie Proust spezifische photographische Verfahren und Begriffe, wie etwa den Zoom oder die Chronophotographie, als literarische Stilelemente in seine Erzählweise integriert.

5. Zusammenfassung: Die Autorin zieht ein Fazit über die Bedeutung der Photographie für Proust und bewertet die Thesen von Brassaï kritisch hinsichtlich der tatsächlichen Rolle des Mediums in Prousts Gesamtwerk.

6. Bibliographie: Das Verzeichnis der verwendeten Quellen und Literatur, die dieser Untersuchung zugrunde liegen.

Schlüsselwörter

Marcel Proust, Brassaï, Photographie, Auf der Suche nach der verlorenen Zeit, Literaturwissenschaft, Bildmedien, Erinnerung, Ästhetik, Romanfiguren, Biographie, Moderne Literatur, Schreibstil, Chronophotographie, Bildrezeption, Recherche.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Wechselbeziehung zwischen dem Schriftsteller Marcel Proust und der Photographie, basierend auf der Analyse von Brassaïs Buch „Proust und die Liebe zur Photographie“.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Biografie Prousts, seiner persönlichen Affinität zur Fotografie, der Verwendung fotografischer Motive im Roman „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ sowie der literarischen Adaption technischer Aspekte der Fotografie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Einfluss des Mediums Fotografie auf Prousts literarisches Werk und sein persönliches Leben zu analysieren und Brassaïs Thesen dazu kritisch einzuordnen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die biographische Daten mit einer inhaltlichen Untersuchung des Romanwerks sowie einer Auswertung der vorliegenden Sekundärliteratur (Brassaï) verknüpft.

Was bildet den inhaltlichen Schwerpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil behandelt die Rolle von Fotografien als narrative Werkzeuge (z.B. zur Darstellung von Vergänglichkeit oder Macht) sowie die Übertragung fotografischer Techniken in Prousts Schreibstil.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Intermedialität, Literaturtheorie, Erinnerungskultur, fotografischer Blick und ästhetische Gestaltung.

Welchen Stellenwert nimmt die Fotografie laut der Autorin tatsächlich im Roman ein?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die Fotografie zwar ein interessanter Aspekt für die Genese des Werks ist, sie jedoch insgesamt eine geringere Rolle in der „Recherche“ spielt, als von Brassaï postuliert wird.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen der Person Proust und seinem Werk in Bezug auf die Fotografie?

Die Autorin differenziert zwischen Prousts privater Sammelleidenschaft und der bewussten, technisch inspirierten Verwendung fotografischer Stilmittel (z.B. „posieren“ oder „Zoom-Effekte“) innerhalb seines Schreibprozesses.

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Details

Title
Über Brassaï: „Proust und die Liebe zur Photographie“
College
University of Leipzig
Course
Abdruck, Ausdruck: Literatur im Bann der Photographie
Grade
2,0
Author
M.A. Katja Lindhorst (Author)
Publication Year
2002
Pages
10
Catalog Number
V73490
ISBN (eBook)
9783638739405
Language
German
Tags
Brassaï Liebe Photographie“ Abdruck Ausdruck Literatur Bann Photographie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Katja Lindhorst (Author), 2002, Über Brassaï: „Proust und die Liebe zur Photographie“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/73490
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