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Das Verhältnis von Seele und Leib nach Platon

Título: Das Verhältnis von Seele und Leib nach Platon

Trabajo de Seminario , 2006 , 33 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Richard Schwär (Autor)

Filosofía - Filosofía de la Edad Antigua
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Mit der Frage nach dem Verhältnis der Seele zum Leib setzt sich der Autor in dieser Arbeit anhand der Gedankengänge Platons (428 -348 v. Chr.) in den Dialogen Phaidon, Politeia, Timaios und Phaidros auseinander, wobei er sich eng an die Texte anlehnt.
Dieses Vorgehen hat den Vorteil, dass der Leser an der Unmittelbarkeit und Lebendigkeit des Dialoggeschehens teilnehmen kann. Da Denkbewegung und Erkenntnisweg in einem platonischen Dialog nicht geradlinig verlaufen, sondern durch Umwege, Unterbrechungen und in der Regel durch eine Vielzahl von Lösungsansätzen gekennzeichnet sind, dient die Frage "Was ist die Seele?" als Leitfaden für den Gang durch die obengenannten Dialoge. Denn die Antworten auf diese Frage schließen die Klärung des Verhältnisses der Seele zum Leib mit ein oder es lassen sich entsprechende Aussagen unmittelbar aus ihnen ableiten. Da der Phaidon ganz im Zeichen der Frage nach der Seele steht, wird diesem Dialog am meisten Raum gewidmet. Bei den anderen Werken, die jeweils unter einem anderen Generalthema stehen, genügt es, einzelne Kapitel zu besprechen.
Bei der Auswahl der Sekundärliteratur wurde der Schwerpunkt auf neuere Untersuchungen (ab 1990) gelegt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Leib-Seele-Gegensatz im Phaidon

2.1 Der Leib als Gefängnis der Seele

2.2. Die Beweise für die Unsterblichkeit der Seele

2.2.1. Anamnesis und Ideenannahme

2.2.2. Die Verwandtschaft der Seele mit dem Unwandelbaren

2.2.3.Der Einwand des Simmias und seine Widerlegung (85b-86d; 91c-95a)

2.2.4. Der Einwand des Kebes und seine Widerlegung (86d-88b; 95b-107b)

3. Die Seelenlehre in den Dialogen Politeia, Timaios und Phaidros

3.1. Einführung der Seelenteile in der Politeia (435b-442a)

3.2. Weitere Differenzierung der Seelenlehre im Timaios (30b; 35a; 69a-70d)

3.3. Das Gleichnis vom Seelenwagen im Phaidros (246a-256e)

4. Resümee

5. Schluss

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit untersucht das Verhältnis von Seele und Leib bei Platon, indem sie zentrale Dialoge des Philosophen analysiert und die Entwicklung seiner Seelenlehre von einem strikten Dualismus hin zu einer differenzierteren, aufgabenorientierten Struktur nachzeichnet. Die zentrale Forschungsfrage lautet „Was ist die Seele?“, wobei die Antworten darauf dazu dienen, ihr Verhältnis zum Körper zu klären.

  • Die Dichotomie von Leib und Seele im Dialog Phaidon
  • Die Anamnesislehre und die Unsterblichkeit der Seele
  • Die dreiteilige Seele in der Politeia als Funktionsgefüge
  • Die kosmologische Einordnung und Lokalisierung der Seelenteile im Timaios
  • Das Seelenwagen-Gleichnis im Phaidros als Ausdruck der seelischen Dynamik

Auszug aus dem Buch

2.1 Der Leib als Gefängnis der Seele

In keinem anderen Dialog äußert sich Platon so negativ über den Leib wie im Phaidon. Er erscheint als Hindernis für die Vernunft. Dies gilt besonders für die Sinneswahrnehmungen. Denn sobald beim Denken Augen und Ohren beteiligt sind, hat es die Seele schwer, zur Einsicht und Wahrheit zu gelangen (66a). Die übrigen Sinne wirken sich auf das Erkennen noch störender aus. Überhaupt erwachsen der Seele aus der Gemeinschaft mit dem Körper zahlreiche Übel. So sind sich die „wahrhaft Philosophierenden“ (66b) in ihrem Urteil über den Körper einig: „Denn der Leib macht uns tausenderlei zu schaffen wegen der notwendigen Nahrung, dann auch, wenn uns Krankheiten zustoßen, verhindern uns diese, das Wahre zu erjagen, und auch mit Gelüsten und Begierden, Furcht und mancherlei Schattenbildern und vielen Kindereien erfüllt er uns; so daß recht in Wahrheit, wie man auch zu sagen pflegt, wir um seinetwillen nicht einmal dazu kommen, auch nur irgend etwas richtig einzusehen. Denn auch Kriege und Unruhen und Schlachten erregt uns nichts anderes als der Leib und seine Begierden. Denn über den Besitz von Geld und Gut entstehen alle Kriege und dieses müssen wir haben des Leibes wegen, weil wir seiner Pflege dienstbar sind.“ (66 b-d). Um zu verhindern, dass die Seele durch die vom Leib ausgehenden Regungen an diesen „angenagelt“ und selbst „körperartig“ (somatoeidês) wird (83d), betrachtet der Philosoph das Leben als eine Reinigung (katharsis) der Seele von allen körperlichen Einflüssen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Leib-Seele-Problem ein, verortet Platon in der Tradition der abendländischen Philosophie und etabliert die Frage „Was ist die Seele?“ als methodischen Leitfaden.

2. Der Leib-Seele-Gegensatz im Phaidon: Dieses Kapitel erläutert die kompromisslose Dichotomie zwischen der unsterblichen Seele und dem als Gefängnis betrachteten Körper sowie die Widerlegungen der Einwände von Simmias und Kebes.

3. Die Seelenlehre in den Dialogen Politeia, Timaios und Phaidros: Hier wird die differenziertere Sicht Platons dargestellt, in der die Seele als dreiteiliges Funktionsgefüge und Partner des Körpers verstanden wird.

4. Resümee: Das Kapitel fasst die Entwicklung der platonischen Seelenlehre zusammen, die von einem anfänglichen Antagonismus im Phaidon zu einem harmonischen Zusammenspiel im Spätwerk führt.

5. Schluss: Der Schluss reflektiert die dauerhafte Bedeutung von Platons Seelenlehre für die westliche Philosophiegeschichte bis in die Neuzeit.

Schlüsselwörter

Platon, Leib-Seele-Problem, Phaidon, Politeia, Timaios, Phaidros, Unsterblichkeit der Seele, Anamnesis, Seelenteile, logistikon, thymoeides, epithymêtikon, katharsis, Ideenlehre, Dualismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das philosophische Verständnis des Verhältnisses von Seele und Leib bei Platon anhand zentraler Dialoge.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Unsterblichkeit der Seele, der antiken Psychologie, dem Seelen-Körper-Dualismus und der tugendethischen Bedeutung dieser Konzepte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Frage „Was ist die Seele?“ als Leitfaden zu nutzen, um Platons variierende Konzeptionen des Seelenlebens und dessen Verbindung zum Körper präzise nachzuzeichnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verfolgt eine textnahe, philosophische Exegese ausgewählter Dialoge (Phaidon, Politeia, Timaios, Phaidros) und diskutiert diese im Kontext der Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Leib-Seele-Gegensatzes im Phaidon sowie eine detaillierte Analyse der Seelenlehre in den Dialogen Politeia, Timaios und Phaidros.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Platon, Leib-Seele-Problem, Anamnesis, Seelenteile und Katharsis.

Inwiefern unterscheidet sich die Seelenbetrachtung in der Politeia von der im Phaidon?

Während im Phaidon ein strikter Antagonismus zwischen Seele und Körper herrscht, wird die Seele in der Politeia als dreiteiliges Funktionsgefüge betrachtet, in dem der Körper als Partner und nicht mehr als reiner Gegner auftritt.

Welche Bedeutung hat das Gleichnis vom Seelenwagen im Phaidros?

Es veranschaulicht die seelische Dynamik und den Kampf der Vernunft gegen niedere Begierden, wobei Eros als Kraft fungiert, die der Seele beim Aufstieg zu den Ideen helfen kann.

Final del extracto de 33 páginas  - subir

Detalles

Título
Das Verhältnis von Seele und Leib nach Platon
Universidad
University of Hagen
Curso
Philosophie im europäischen Kontext
Calificación
1,0
Autor
Richard Schwär (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
33
No. de catálogo
V73536
ISBN (Ebook)
9783638866477
ISBN (Libro)
9783638866545
Idioma
Alemán
Etiqueta
Verhältnis Seele Leib Platon Philosophie Kontext
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Richard Schwär (Autor), 2006, Das Verhältnis von Seele und Leib nach Platon, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/73536
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