Das Kyoto-Protokoll beinhaltet, dass die industrialisierten Länder und Schwel-lenländer ihre gemeinsamen Treibhausgasemissionen innerhalb des Zeitrau-mes 2008 bis 2012 um mindestens 5 Prozent gegenüber dem so genannten Basisjahr 1990 reduzieren sollen . Die Anlage B des Protokolls stellt die Ver-tragsparteien und ihre quantifizierte Emissionsbegrenzungs-, bzw. -reduktionsverpflichtung dar, siehe Anhang 1. So sollen zum Beispiel die Länder Deutschland, Belgien und Frankreich ihre Emissionen um acht Prozent im Ge-gensatz zu 1990 verringern, Neuseeland, Russland und die Ukraine ihre Emis-sionen auf dem Stand von 1990 halten und Norwegen, Australien und Island dürfen sogar ihre Emissionen erhöhen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Umweltpolitische Instrumente und ihre Bewertung
- Umweltschutz und Ökonomik
- Beurteilung der Instrumente
- Ökologische Effektivität
- Ökonomische Effizienz
- Statische Analyse
- Dynamische Analyse
- Zwischenfazit
- Ausgestaltung eines Emissionshandelssystems und die Umsetzung in der EU
- Ausgestaltung eines Emissionshandelssystems
- Allokationsverfahren
- Upstream und Downstream
- Banking und Borrowing
- Das Europäische Emissionshandelssystem
- Vergleich der NAPs
- Kritische Analyse der Ausgestaltungsmerkmale der NAPs
- Allokationsverfahren
- Behandlung von etablierte Unternehmen
- Behandlung von Newcomern
- Schließung von Anlagen
- Zeitliche Flexibilität
- Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Studienarbeit untersucht das Europäische Emissionshandelssystem als Instrument zur Innovationsförderung und Wettbewerbsfähigkeit. Die Arbeit beleuchtet die Funktionsweise und Effizienz des Systems, insbesondere im Hinblick auf seine Auswirkungen auf die Umwelt und die Wirtschaft.
- Die Effektivität und Effizienz von Umweltpolitik-Instrumenten
- Die Ausgestaltung und Umsetzung eines Emissionshandelssystems
- Die Rolle des Emissionshandels bei der Förderung von Innovationen
- Die Auswirkungen des Emissionshandels auf die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen
- Die kritische Analyse der Allokationsverfahren im Europäischen Emissionshandelssystem
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel führt in die Thematik des Emissionshandels ein und stellt die relevanten Begriffe und Konzepte vor. Das zweite Kapitel analysiert verschiedene Umweltpolitik-Instrumente, einschließlich ihrer ökologischen und ökonomischen Auswirkungen. Im dritten Kapitel werden die Ausgestaltung eines Emissionshandelssystems und die Umsetzung in der Europäischen Union betrachtet. Das vierte Kapitel untersucht kritisch die Ausgestaltungsmerkmale der nationalen Allokationspläne.
Schlüsselwörter
Emissionshandel, Umweltpolitik, Ökonomische Effizienz, Innovationsförderung, Wettbewerbsfähigkeit, Europäische Union, Allokationsverfahren, Nationale Allokationspläne.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Ziel des Kyoto-Protokolls?
Das Ziel war die Reduktion der Treibhausgasemissionen der Industrieländer um durchschnittlich 5 % gegenüber dem Stand von 1990 im Zeitraum 2008 bis 2012.
Wie funktioniert der Emissionshandel?
Unternehmen erhalten eine begrenzte Anzahl an Verschmutzungsrechten. Wer weniger emittiert, kann Zertifikate verkaufen; wer mehr benötigt, muss diese am Markt zukaufen.
Fördert der Emissionshandel Innovationen?
Theoretisch ja, da der Preis für CO2 einen finanziellen Anreiz schafft, in effizientere und klimafreundlichere Technologien zu investieren (dynamische Analyse).
Was sind Nationale Allokationspläne (NAPs)?
NAPs legen fest, wie viele Emissionsberechtigungen ein EU-Mitgliedstaat insgesamt ausgibt und wie diese auf die einzelnen Anlagen im Land verteilt werden.
Was bedeutet "Banking" im Emissionshandel?
Banking erlaubt es Unternehmen, nicht genutzte Zertifikate für eine spätere Handelsperiode aufzusparen.
- Quote paper
- Dominic Schade (Author), 2006, Das Europäische Emissionshandelssystem – Ein geeignetes Instrument zur Innovationsförderung und Wettbewerbsfähigkeit?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/73668