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Das Europäische Emissionshandelssystem – Ein geeignetes Instrument zur Innovationsförderung und Wettbewerbsfähigkeit?

Title: Das Europäische Emissionshandelssystem – Ein geeignetes Instrument zur Innovationsförderung und Wettbewerbsfähigkeit?

Research Paper (undergraduate) , 2006 , 96 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Dominic Schade (Author)

Economics - Innovation economics
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Das Kyoto-Protokoll beinhaltet, dass die industrialisierten Länder und Schwel-lenländer ihre gemeinsamen Treibhausgasemissionen innerhalb des Zeitrau-mes 2008 bis 2012 um mindestens 5 Prozent gegenüber dem so genannten Basisjahr 1990 reduzieren sollen . Die Anlage B des Protokolls stellt die Ver-tragsparteien und ihre quantifizierte Emissionsbegrenzungs-, bzw. -reduktionsverpflichtung dar, siehe Anhang 1. So sollen zum Beispiel die Länder Deutschland, Belgien und Frankreich ihre Emissionen um acht Prozent im Ge-gensatz zu 1990 verringern, Neuseeland, Russland und die Ukraine ihre Emis-sionen auf dem Stand von 1990 halten und Norwegen, Australien und Island dürfen sogar ihre Emissionen erhöhen.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Umweltpolitische Instrumente und ihre Bewertung

2.1 Umweltschutz und Ökonomik

2.2 Beurteilung der Instrumente

2.2.1 Ökologische Effektivität

2.2.2 Ökonomische Effizienz

2.2.2.1 Statische Analyse

2.2.2.1.1 Effiziente Allokation

2.2.2.1.2 Transaktionskosten

2.2.2.2 Dynamische Analyse

2.2.2.2.1 Innovationen

2.2.2.2.2 Struktur- und wettbewerbspolitische Wirkungen

2.2.3 Zwischenfazit

3 Ausgestaltung eines Emissionshandelssystems und die Umsetzung in der EU

3.1 Ausgestaltung eines Emissionshandelssystems

3.1.1 Allokationsverfahren

3.1.2 Upstream und Downstream

3.1.3 Banking und Borrowing

3.2 Das Europäische Emissionshandelssystem

3.3 Vergleich der NAPs

4 Kritische Analyse der Ausgestaltungsmerkmale der NAPs

4.1 Allokationsverfahren

4.1.1 Behandlung von etablierte Unternehmen

4.1.2 Behandlung von Newcomern

4.2 Schließung von Anlagen

4.3 Zeitliche Flexibilität

5 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Studienarbeit untersucht, inwieweit das Europäische Emissionshandelssystem als geeignetes Instrument zur Innovationsförderung und zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit fungiert. Die zentrale Forschungsfrage ist, ob die spezifische Ausgestaltung des Emissionshandels in der EU ökonomisch effiziente Anreize setzt, ohne dabei die Wettbewerbsposition der betroffenen Sektoren unangemessen zu schwächen.

  • Bewertung umweltpolitischer Instrumente hinsichtlich Effizienz und Effektivität.
  • Analyse der Ausgestaltungsmerkmale des EU-Emissionshandelssystems (NAPs).
  • Untersuchung von Innovationswirkungen durch unterschiedliche Allokationsverfahren.
  • Diskussion von Markteintrittsbarrieren für Newcomer und Wettbewerbsverzerrungen.
  • Bewertung zeitlicher Flexibilitätsmechanismen wie Banking und Borrowing.

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Ökologische Effektivität

Die ökologische Effektivität bezieht sich auf den Grad der ökologischen Zielerreichung und lässt sich in zwei Teilaspekte, die ökologische Treffsicherheit und die Wirkungsgeschwindigkeit, untergliedern. Ersteres gibt an, wie genau sich das angestrebte Emissionsziel sowohl unter statischen, als auch unter dynamischen Bedingungen erreichen lässt. Die Wirkungsgeschwindigkeit gibt an, wie schnell sich das angestrebte Emissionsziel erreichen lässt.

Bei Schadstoffen, die als hochgiftig eingestuft werden, eignet sich das Instrument der Auflagen am besten, da hier ein Verbot der Emissionen von diesem sowohl ökologisch treffsicher ist, als auch äußerst schnell vollzogen werden kann. Zur Erreichung der EU-Ziele bezüglich der CO2-Reduktion, hat der Staat den emittierenden Anlagen eine absolute Emissionshöchstgrenze vorzugeben. Bei wirtschaftlichem Wachstum und einer Zunahme von emittierenden Anlagen wären die Emissionshöchstgrenzen der Anlagen zu verändern, um das angestrebte Ziel zu erreichen. Eine ständige Anpassung der Grenzwerte an die Schwankungen des Niveaus der wirtschaftlichen Aktivitäten ist kaum realisierbar. Somit ist eine ökologische Treffsicherheit mittels Auflagen nicht gegeben.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Kyoto-Protokoll sowie die Mechanismen zur Reduktion von Treibhausgasen ein und erläutert die Zielsetzung der vorliegenden Arbeit.

2 Umweltpolitische Instrumente und ihre Bewertung: Dieses Kapitel diskutiert die theoretischen Grundlagen der Umweltökonomik und vergleicht Auflagen, Abgaben sowie den Emissionshandel hinsichtlich ihrer ökologischen Effektivität und ökonomischen Effizienz.

3 Ausgestaltung eines Emissionshandelssystems und die Umsetzung in der EU: Hier werden die verschiedenen technischen Gestaltungsoptionen eines Emissionshandels erläutert und die spezifische Umsetzung im Europäischen Emissionshandelssystem sowie der Vergleich der Nationalen Allokationspläne (NAPs) dargestellt.

4 Kritische Analyse der Ausgestaltungsmerkmale der NAPs: In diesem Hauptteil erfolgt eine kritische Untersuchung der gewählten Ausgestaltungsmerkmale, wie Allokationsverfahren und zeitliche Flexibilität, im Hinblick auf deren Anreizwirkung für Innovationen und Wettbewerbsfähigkeit.

5 Zusammenfassung und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Ergebnisse der Arbeit zusammen und formuliert konkrete Handlungsempfehlungen für die zukünftige Gestaltung des EU-Emissionshandelssystems.

Schlüsselwörter

Kyoto-Protokoll, Emissionshandel, Emissionsrechte, Allokation, Grandfathering, Auktion, Umweltökonomik, Innovation, Wettbewerbsfähigkeit, Treibhausgase, CO2, NAP, ökonomische Effizienz, ökologische Treffsicherheit, Transaktionskosten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Europäische Emissionshandelssystem als umweltpolitisches Instrument und prüft dessen Eignung, Innovationen zu fördern und die Wettbewerbsfähigkeit der beteiligten Industrie zu erhalten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Im Zentrum stehen die Bewertung umweltökonomischer Instrumente, die regulatorische Ausgestaltung der nationalen Allokationspläne (NAPs) in der EU sowie die Analyse von Anreizstrukturen für Unternehmen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es wird untersucht, ob der Emissionshandel ökonomisch effizient ist und ob er tatsächlich den nötigen Anreiz für technische Innovationen zur CO2-Reduktion bietet, ohne dabei Wettbewerbsverzerrungen zu provozieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine vergleichende Analyse sowie eine Literaturanalyse, um die theoretischen Konzepte der Umweltökonomik auf die praktische Umsetzung des europäischen Emissionshandelssystems anzuwenden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Ausgestaltung der NAPs, der Behandlung von etablierten Unternehmen gegenüber Newcomern, der Stilllegung von Anlagen und der Bedeutung von zeitlicher Flexibilität (Banking).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Emissionshandel, Innovationsförderung, Wettbewerbsfähigkeit, Allokationsverfahren, Grandfathering und Auktionen.

Warum ist das Verfahren der Auktion im Vergleich zum Grandfathering oft vorteilhafter?

Die Auktion verhindert marktverzerrende Subventionen, deckt die individuellen Grenzvermeidungskosten durch Gebote ab und schafft einen transparenten Preismechanismus, der Investitionen in Innovationen stärker fördert als kostenlose Zuteilungen.

Welche Rolle spielt die "Planungsunsicherheit" bei den NAPs?

Die permanente Aktualisierung der Bezugsregeln in den NAPs verunsichert Unternehmen bei langfristigen Investitionsentscheidungen, was sie zu einer abwartenden "Wait-and-see"-Strategie bewegt und den technologischen Fortschritt bremst.

Warum kritisieren die Autoren das "Updating" von Emissionsrechten?

Beim Updating werden Emissionsrechte an das aktuelle Produktionsniveau angepasst, was den Anreiz für Unternehmen mindert, Emissionen zu reduzieren, da sinkende Emissionen zu einer späteren Kürzung der Zuteilung führen könnten.

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Details

Title
Das Europäische Emissionshandelssystem – Ein geeignetes Instrument zur Innovationsförderung und Wettbewerbsfähigkeit?
College
University of Kaiserslautern
Grade
1,3
Author
Dominic Schade (Author)
Publication Year
2006
Pages
96
Catalog Number
V73668
ISBN (eBook)
9783638743730
Language
German
Tags
Europäische Emissionshandelssystem Instrument Innovationsförderung Wettbewerbsfähigkeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dominic Schade (Author), 2006, Das Europäische Emissionshandelssystem – Ein geeignetes Instrument zur Innovationsförderung und Wettbewerbsfähigkeit?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/73668
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