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Die Entstehung neuer Verben im Spanischen

Title: Die Entstehung neuer Verben im Spanischen

Seminar Paper , 2007 , 14 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Eva Deinzer (Author)

Romance Studies - Spanish Studies
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Summary Excerpt Details

Auffällig an der Morphologie der spanischen Verben ist, dass nur eine kleine Auswahl verschiedener Suffixe zur Verfügung steht: Die Verben enden immer entweder auf die Suffixe -ar, -er, oder -ir. Wobei Verben mit der Endung -ar wie zum Beispiel in tomar am häufigsten, solche mit der Endung -er wie in comer seltener und Verben, die auf -ir enden wie in vivir äußerst selten vorkommen (Thiele 1992: 182). Diese Suffixe kann man als Flexionssuffixe oder auch als Suffixe der Wortbildung bezeichnen. Näheres zu diesem Thema werde ich in Punkt 2.1.1.1. erläutern. Zur Entstehung neuer Verben im Spanischen kann man allgemein sagen, dass aus den verschiedensten Wortklassen Verben gebildet werden können. Die produktivsten Typen sind Verbalisierungen von Substantiven (z.B. telegrafía - telegrafiar), aus Adjektiven (z.B. tranquilo - tranquilizar) oder aus Verben (z.B. estirar - estirajar). Weniger produktiv sind Verbbildungen aus Adverbien (z.B. adelante - adelantar), Pronomen (z.B. tu - tutear) oder syntaktischen Einheiten (z.B. si mismo - ensisimarse) (Thiele 1992: 182-183). Die Wortbildungsart, die bei der Entstehung von Verben eine Rolle spielt ist vor allem die Derivation. Hier unterscheidet man zwischen Suffigierung - das Anfügen eines Suffix -, Präfigierung - das Anfügen eines Präfix - und Parasynthese - das gleichzeitige Anfügen eines Präfix und eines Suffix. Generell spielt bei der Wortbildung die Komposition noch eine sehr wichtige Rolle, ist aber bei der Bildung von Verben wenig produktiv. In meiner Arbeit werde ich die relevanten Aspekte der Entstehung spanischer Verben darlegen, lege allerdings den Schwerpunkt auf die Suffigierung, und gehe im Besonderen auf den Unterschied zwischen Flexion und Derivation, Infix und Interfix ein, lege dar, wie man eine Einteilung der verschiedenen Suffigierungstypen vornehmen kann und erläutere im Anschluss die verschiedenen Interfixe genauer.

Excerpt


Gliederung

1. Einführung

2. Wortbildungsarten

2.1 Derivation

2.1.1. Suffigierung

2.1.1.1. Flexionssuffix vs. Derivationssuffix

2.1.1.2. Infix vs. Interfix

2.1.1.3. Klassifikation anhand der Morphologie

2.1.1.4. Produktive Interfixe

2.1.1.5. Weniger Produktive Interfixe

2.1.2.Präfigierung

2.1.3. Parasynthese

2.2. Komposition

3. Schluss

4. Bibliographie

Literatur:

Lexika:

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die morphologischen Prozesse bei der Entstehung neuer Verben im Spanischen. Ziel ist es, die Rolle der Derivation und der Komposition darzulegen, wobei der Schwerpunkt auf der Analyse der Suffigierung sowie der differenzierten Verwendung von Interfixen und Präfixen liegt.

  • Morphologische Analyse der spanischen Verbneubildung
  • Unterscheidung zwischen Derivation und Komposition
  • Klassifizierung von Suffigierungstypen und Interfixen
  • Untersuchung der Parasynthese und Präfigierung
  • Produktivität und Bedeutungswandel bei Wortbildungsverfahren

Auszug aus dem Buch

2.1.1.5. Weniger Produktive Interfixe

Diese Interfixe werden verwendet, um deverbale Ableitungen zu bilden. Sie können in 3 Gruppen aufgeteilt werden. Die erste Gruppe bildet vorwiegend Frequentativa, z.B. von patear zu patalear mit dem Interfix -ale-. Patear bedeutet "mit den Füßen treten" und patalear dann folglich "oft mit den Füßen treten", also soviel wie "strampeln oder trampeln". Ähnlich bei den folgenden Interfixen, zu denen ich jeweils ein Beispiel nenne: -ete- toquetear, -ique- lloriquear, -isc- mordisquear, -it- balitar, -izn- lloviznar, -ote- palmotear, -orrote- chisporrotear. Des Weiteren gibt es noch Interfixe, die vorwiegend verwendet werden, um aus bestehenden Verben Pejorativa zu erzeugen. Zum Beispiel wird aus pintar ("malen") mit Hilfe des Interfixes -arraj(e)- pintarrajear mit der Bedeutung "Pintarse o maquillarse mucho y mal" (DRAE). Weitere Interfixe dieser Art sind -ac- machacar, -ach- enaguachar, -az- aguazar, -aj(e)- estirajar, -ot(e)- bailotear, -olote- zangolotear (laut DRAE allerdings keine deverbale Ableitung, laut Thiele schon), -orre- pintorrear, -oj- batojar, -uc- besucar, -uj- apretujar, -ull- mascullar, -uque- besuquear, -urr(e)- canturrear, -urri- canturriar, -usc- apañuscar. Die letzte Gruppe setzt sich aus den Interfixen zusammen, die bei der Entstehung von Intensiva zum Einsatz kommen. So wird unter Hinzufügen von -isc- aus oler ("riechen") oliscar, was "stark riechen/stinken" bedeutet. Es kann allerdings auch geringe Intensität ausgedrückt werden, z.B. mit dem Interfix -it-, das von dormir dormitar ableitet, was soviel bedeutet wie "estar o quedarse medio dormido" (DRAE).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Es wird die morphologische Besonderheit der spanischen Verben hinsichtlich der Suffixe -ar, -er und -ir erläutert und die methodische Vorgehensweise skizziert.

2. Wortbildungsarten: Dieses Kapitel stellt die primären Verfahren der Derivation und Komposition bei der Entstehung neuer Verben vor.

2.1 Derivation: Die Derivation wird als zentrales Wortbildungsverfahren durch Suffigierung, Präfigierung und Parasynthese detailliert analysiert.

2.1.1. Suffigierung: Die Suffigierung wird als wichtigstes Verfahren hervorgehoben und hinsichtlich ihrer morphologischen Struktur und der Abgrenzung von Flexion untersucht.

2.1.1.1. Flexionssuffix vs. Derivationssuffix: Es wird die fachwissenschaftliche Kontroverse diskutiert, ob Infinitivendungen primär als Flexions- oder Derivationssuffixe zu interpretieren sind.

2.1.1.2. Infix vs. Interfix: Die terminologische Unterscheidung zwischen Infixen und Interfixen wird auf Basis linguistischer Definitionen, insbesondere nach Alcaraz Varó, geklärt.

2.1.1.3. Klassifikation anhand der Morphologie: Es wird untersucht, wie unterschiedliche Stämme, wie Substantive und Adjektive, als Basis für die Verbneubildung dienen.

2.1.1.4. Produktive Interfixe: Die produktivsten Interfixe des Spanischen, wie -e-, -iz- und -ific-, werden hinsichtlich ihrer Anwendung und Produktivität beschrieben.

2.1.1.5. Weniger Produktive Interfixe: Dieses Kapitel klassifiziert Interfixe nach ihren semantischen Funktionen wie Frequentativa, Pejorativa oder Intensiva.

2.1.2.Präfigierung: Die Rolle der Präfigierung als Derivationsart wird beleuchtet, wobei homonyme Präfixe und deren Produktivität im Fokus stehen.

2.1.3. Parasynthese: Der Prozess der gleichzeitigen Anfügung von Präfix und Suffix an eine Basis wird anhand von Beispielen wie 'enriquecer' veranschaulicht.

2.2. Komposition: Die geringe Rolle der Komposition bei der Neubildung von Verben im Spanischen wird dargelegt und die Lexikalisierung bestehender Komposita diskutiert.

3. Schluss: Die Ergebnisse werden zusammengefasst, wobei die Dominanz der Derivation und die abnehmende Rolle der -ir-Verben hervorgehoben werden.

4. Bibliographie: Das Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Literatur und Lexika.

Schlüsselwörter

Spanische Morphologie, Wortbildung, Derivation, Komposition, Suffigierung, Interfixe, Präfigierung, Parasynthese, Verbneubildung, Sprachwissenschaft, Flexionssuffix, Semantik, Konjugationsklasse, Lexikalisierung, Sprachwandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit den morphologischen Verfahren zur Bildung neuer Verben in der spanischen Sprache unter besonderer Berücksichtigung der Derivation.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Suffigierung, der Abgrenzung von Infixen und Interfixen sowie der Anwendung von Präfixen und der Parasynthese.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die gängigen Wortbildungsarten spanischer Verben systematisch darzulegen und deren Produktivität in Bezug auf verschiedene morphologische Strukturen zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer strukturalistischen Analyse linguistischer Fachliteratur, wobei verschiedene theoretische Ansätze zur Morphologie des Spanischen verglichen werden.

Was wird im Hauptteil der Publikation behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Derivation (Suffigierung, Präfigierung, Parasynthese) und die Komposition sowie deren Rolle bei der Entstehung von Verbneubildungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind Spanische Morphologie, Wortbildung, Derivation, Interfixe und Parasynthese.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Flexions- und Derivationssuffix bei Verben so umstritten?

Die Forschung ist uneins, ob die Infinitivendung als reines Flexionsmerkmal oder als produktives Suffix zur Wortbildung gewertet werden muss, was maßgeblich die Analyse der Stammbildung beeinflusst.

Welche Bedeutung haben die sogenannten Interfixe bei der spanischen Verbneubildung?

Interfixe ermöglichen die Bildung einer großen Vielfalt an Verben aus einem gleichen Stamm, wobei sie oft die semantische Nuancierung des Verbs steuern, etwa als Frequentativa oder Pejorativa.

Welche Beobachtung macht die Autorin zur Zukunft der Verben auf -ir?

Die Autorin stellt fest, dass Neubildungen auf -ir extrem selten sind, und formuliert die Hypothese, dass diese Konjugationsklasse langfristig an Bedeutung verlieren könnte.

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Details

Title
Die Entstehung neuer Verben im Spanischen
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Institut für Romanistik)
Course
Wortbildung und Morphologie des Spanischen
Grade
1,0
Author
Eva Deinzer (Author)
Publication Year
2007
Pages
14
Catalog Number
V73680
ISBN (eBook)
9783638743747
ISBN (Book)
9783640332441
Language
German
Tags
Entstehung Verben Spanischen Wortbildung Morphologie Spanischen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Eva Deinzer (Author), 2007, Die Entstehung neuer Verben im Spanischen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/73680
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