Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › German Studies - Linguistics

Stil in der Antike

Title: Stil in der Antike

Seminar Paper , 2006 , 21 Pages , Grade: 1A

Autor:in: Mag. phil Simone Krainer (Author)

German Studies - Linguistics
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

„Stil“ ist eines der charakteristischen Merkmale der Literatur – und ein prägender Begriff für die Literatur. Doch, auch wenn ein Großteil der noch heute geläufigen (und manchmal auch gebräuchlichen) Stilfiguren aus der Antike stammt, so hat es die „Stilistik“ oder „Stillehre“ als eigenen Wissenschaftszweig in der Antike nicht gegeben. Ihre Wurzeln hat die „Stilistik“ trotzdem in der Antike – und zwar in den beiden Wissenschaftsdisziplinen der Rhetorik und Poetik.
Bis in das 18. Jahrhundert gilt noch die Einheit von Rhetorik und Poetik, die Stilistik gehört dabei zum Bereich der elocutio, die Seit der Antike das differenzierteste Gebiet im rhetorischen System und in den rhetorischen Lehrbüchern darstellt.
Die Annäherung an den Stil in der Antike kann also nur über diese beiden verwandten Disziplinen erfolgen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Poetik

2.1. Poetik in der Antike

2.1.1. Aristoteles

2.1.2. Platon

2.1.3. Horaz

2.2. Poetik und Stil bei Aristoteles

3. Rhetorik

3.1. Entwicklung der antiken Rhetorik

3.2. Die Rhetorik über die Epoche der Antike hinaus

3.3. Produktionsstadien einer Rede in der antiken Rhetorik

3.3.1. Inventio

3.3.2. Dispositio

3.3.3. Elocutio

3.3.4. Memoria

3.3.5. Pronuntiatio / Actio

3.4. Die Stilqualitäten in der antiken Rhetorik

3.4.1. Sprachrichtigkeit („latinitas“)

3.4.2. Verständlichkeit („perspicuitas“)

3.4.3. Angemessenheit („aptum“)

3.4.4. Redeschmuck („ornatus“)

3.5. Die Unterscheidung der Stilarten

3.5.1. Genus humile bzw. genus subtile

3.5.2. Genus medium

3.5.3. Genus grande

3.6. Versuche der Differenzierung zwischen Rhetorik und Stilistik

4. Stilmittel und rhetorische Figuren

4.1. Klassifizierung rhetorischer Figuren

4.2. Einteilung in vier Änderungskategorien

4.2.1. Figurae per immutationem

4.2.2. Figurae per adiectionem

4.2.3. Figurae per detractionem

4.2.4. Figurae per transmutationem

4.3. Grundlegende Zweiteilung

4.3.1. Wortfiguren

4.3.2. Gedankenfiguren

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen Wurzeln der Stilistik in den antiken Disziplinen Rhetorik und Poetik, um zu verdeutlichen, wie diese Systeme die Grundlagen für heutige Konzepte der Textgestaltung und -interpretation legten.

  • Die Einheit von Rhetorik und Poetik bis ins 18. Jahrhundert.
  • Aristoteles’ Poetik und deren Einfluss auf die literarische Normsetzung.
  • Die fünf Produktionsstadien der antiken Rhetorik (partes artis).
  • Die Lehre von den drei Stilarten (genus humile, medium, grande).
  • Systematik und Klassifizierung rhetorischer Figuren und Tropen.

Auszug aus dem Buch

3.4.2. Verständlichkeit („perspicuitas“)

Gemeint ist eine klare, verständliche Sprachstruktur. Die Zuhörer sollen eine Rede nicht nur verstehen, sondern auch nicht missverstehen können. Es geht dabei darum, klare Gedanken zu fassen und sie ökonomisch anzuordnen, damit die Rede verstanden und im Gedächtnis behalten werden kann. Bei der Einkleidung der Gedanken in Worte muss beachtet werden, dass alle Gedanken treffen, sachgemäß und deutlich formuliert werden. Der der perspicuitas gegenüberstehende Fehler ist die obscuritas, die Dunkelheit. Die obscuritas entsteht durch den Gebrauch unklarer Wörter oder durch semantisch unklare Syntax.

Die sprachliche perspicuitas soll der Ermüdung und Überanstrengung des Publikums entgegen wirken.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung verortet die Stilistik in der Antike und betont die notwendige Betrachtung der Rhetorik und Poetik als deren Ursprungsdisziplinen.

2. Poetik: Dieses Kapitel erläutert die antike Poetik mit Fokus auf Aristoteles, Platon und Horaz sowie deren Ansätze zur Gattungsbestimmung und Stiltheorie.

3. Rhetorik: Hier werden die Entwicklung der Rhetorik, ihre Bedeutung über die Antike hinaus und die klassischen Produktionsstadien einer Rede detailliert beschrieben.

4. Stilmittel und rhetorische Figuren: Dieses Kapitel widmet sich der Systematisierung rhetorischer Figuren, ihrer Klassifizierung in vier Änderungskategorien sowie der Unterscheidung von Wort- und Gedankenfiguren.

Schlüsselwörter

Antike, Rhetorik, Poetik, Stilistik, Aristoteles, elocutio, Stilfiguren, ornatus, aptum, perspicuitas, genus humile, genus medium, genus grande, Metapher, Textproduktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die antiken Grundlagen von Stil und Rhetorik, die maßgeblich zur Entwicklung der heutigen Stilistik beigetragen haben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die aristotelische Poetik, die antike Rhetorik mit ihren fünf Produktionsstadien, die Stilqualitäten sowie die Klassifizierung rhetorischer Figuren.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die antike Rhetorik und Poetik als Disziplinen das Verständnis von Stil und Textgestaltung bis in die Neuzeit hinein geprägt haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Aufarbeitung einschlägiger literaturwissenschaftlicher Fachliteratur zur antiken Rhetorik und Poetik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Theoriebildung bei Aristoteles, die fünf Stadien der Redeproduktion, die Stilqualitäten, die Drei-Stil-Lehre sowie die Kategorisierung von Wort- und Gedankenfiguren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Rhetorik, Poetik, Stilistik, elocutio, ornatus und die verschiedenen Stadien der Rede.

Was unterscheidet das Genus humile vom Genus grande?

Das Genus humile ist der schlichte, sachliche Stil zur Unterrichtung, während das Genus grande der hohe, erhabene Stil ist, der darauf abzielt, das Publikum zu rühren und starke Leidenschaften zu wecken.

Warum ist die Unterscheidung in Wort- und Gedankenfiguren relevant?

Sie ist relevant, da sie die Art der Abweichung von der Norm definiert: Wortfiguren betreffen die verbalsprachliche Ebene und verlieren bei Umformulierung ihre Wirkung, während Gedankenfiguren unabhängig von der spezifischen Wortwahl bestehen bleiben.

Excerpt out of 21 pages  - scroll top

Details

Title
Stil in der Antike
College
Klagenfurt University  (Institut für Germanistik)
Course
Seminar „Grammatik und Stil. Stilkundliche Untersuchungen an Gebrauchsprosa“
Grade
1A
Author
Mag. phil Simone Krainer (Author)
Publication Year
2006
Pages
21
Catalog Number
V73757
ISBN (eBook)
9783638867085
ISBN (Book)
9783638867146
Language
German
Tags
Stil Antike Seminar Stil Stilkundliche Untersuchungen Gebrauchsprosa“
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mag. phil Simone Krainer (Author), 2006, Stil in der Antike, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/73757
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  21  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint