Globalisierung ist das Schlagwort der neunziger Jahre; der Grund, der die Unternehmen zu Aktivitäten auf weltweiter Ebene zwingt. Um wettbewerbsfähig bleiben zu können, kommen die meisten Firmen nicht darum herum neue Märkte zu erschließen, doch dies erfordert eine genaue Analyse derselben, um nicht gegenüber der Konkurrenz das Nachsehen zu haben. Die internationale Segmentierung ist dabei ein erster Schritt auf diesem Weg und kann bereits entscheidend dazu beitragen, nicht nach verkehrten Gesichtspunkten oder nach unpassenden Methoden vorzugehen, und dadurch Geld am falschen Ort zu investieren.
Zunächst wird im ersten Abschnitt des zweiten Kapitels geklärt werden, was sich hinter dem Begriff Marktsegmentierung verbirgt, worin diese sich von der internationalen Marktsegmentierung unterscheidet, und welche Varianten definierbar sind.
Anschließend soll im zweiten Abschnitt kurz auf die Bedingungen eingegangen werden, die an Segmentierungsmerkmale gestellt werden. Danach folgen die Schilderungen der verschiedenen Kriterien, mit deren Hilfe Ländermärkte differenziert werden können.
Im letzten Teil des zweiten Kapitels werden dann die Methoden bzw. Instrumente der internationalen Marktsegmentierung erläutert, bereits im Hinblick auf die Vor- und Nachteile der verschiedenen Verfahren.
Mit einer kurzen Zusammenfassung der Ergebnisse in Tabellenform beginnt schließlich das dritte Kapitel, bevor eine Nutzwertanalyse am Ende dieser Arbeit Aufschluß darüber geben soll, welche Vorgehensweise expansionsfreudigen Unternehmen anzuraten ist, und wie eine Ideallösung - falls vorhanden - aussehen könnte.
In der Schlußbetrachtung werden die Erkenntnisse der vorliegenden Arbeit nochmals knapp resümiert, um ein abschließendes Fazit ziehen zu können.
Da der Begriff der internationalen Marktsegmentierung eventuell falsch verstanden werden kann, sei darauf verwiesen, daß das Gebiet der internationalen Marktsegmentierung gemäß der Definition im zweiten Kapitel Gegenstand dieser Arbeit ist.
Ziel dieser Studienarbeit soll sein, die Instrumente der internationalen Marktsegmentierung miteinander zu vergleichen, und vorab zu zeigen, welche Möglichkeiten der Kriterienauswahl und der methodischen Vorgehensweise überhaupt in Betracht gezogen werden können. Zu diesem Zweck stützt sich der Verfasser auf bereits vorhandene Werke ausgewählter Autoren.
Inhaltsverzeichnis
I. EINFÜHRUNG
II. ANSÄTZE DER INTERNATIONALEN MARKTSEGMENTIERUNG
1. Begriffsabgrenzungen
a Marktsegmentierung
Internationale Marktsegmentierung
2. Kriterien der internationalen Marktsegmentierung
a Bedingungen an die Kriterien
b ‘Klassische’ Kriterien
c Risikokriterien
d Attraktivitätskriterien
e Sonstige Kriterien
3. Methoden und Instrumente der internationalen Marktsegmentierung
a ) Checklistverfahren
b Punktebewertungsverfahren
c Portfolioanalyse
d Clusteranalyse
e Entscheidungsbaumverfahren
f Sonstige Verfahren
III. BEWERTUNG
1. Die Methoden in der Kurzübersicht
2. Untersuchung der Verfahren in einer Nutzwertanalyse
a Beurteilungskriterien
b Gewichtung
c Auswertung
IV. Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Studienarbeit besteht darin, die verschiedenen Instrumente und methodischen Ansätze zur internationalen Marktsegmentierung vergleichend zu analysieren. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie Unternehmen Ländermärkte systematisch differenzieren und in homogene Gruppen einteilen können, um die Erfolgsaussichten globaler Expansionsstrategien zu optimieren.
- Grundlagen und Begriffsabgrenzungen der Marktsegmentierung
- Kriterien der internationalen Marktsegmentierung (z.B. klassische Faktoren, Risiken, Attraktivität)
- Methoden und Instrumente der Segmentierung (Checklistverfahren, Scoring-Modelle, Portfolioanalyse, Clusteranalyse)
- Vergleichende Nutzwertanalyse der vorgestellten Methoden
- Strategische Empfehlungen für die praktische Anwendung in Unternehmen
Auszug aus dem Buch
c Risikokriterien
Investiert ein Unternehmen in einem ausländischen Markt , so muß es sich des Verlustrisikos seiner eingesetzten Mittel bewußt sein. Grundsätzlich lassen sich die Risiken zwei Arten zuordnen: dem wirtschaftlichen Risiko und dem politischen Risiko.
Das wirtschaftliche Risiko definiert Fasse als „...jene mit der Außenhandelstätigkeit verbundenen Verlustgefahren, die durch den Marktpartner selbst oder durch Veränderungen in den Marktbedingungen bzw. durch eigene unternehmerische Fehleinschätzungen hervorgerufen werden können.“ (Fasse, 1995, S. 107). Darunter fallen bspw. Wechselkursrisiken, Kalkulationsrisiken, das Risiko des Zahlungsausfalls, Gewährleistungsrisiken, Substitutionsrisiken und viele weitere. Zwar gibt es auch im Inlandsgeschäft solche oder vergleichbare Risiken, jedoch mit geringerer Eintrittswahrscheinlichkeit und betragsmäßig kleineren Verlusten.
Das politische Risiko manifestiert sich im Enteignungs- oder Verstaatlichungsrisiko in instabilen politischen Systemen, dem Dispositions- und Sicherheitsrisiko sowie generell im Risiko der politischen Instabilität. Staatliche Restriktionen oder Widerstand seitens der Bevölkerung zum Schutz der heimischen Industrien zählen ebenso zum Dispositionsrisiko wie Nichtbeachtung des ausländischen Investors bei der Vergabe öffentlicher Aufträge.
Zusammenfassung der Kapitel
I. EINFÜHRUNG: Diese Einleitung erläutert den Kontext der Globalisierung, die Notwendigkeit einer systematischen Marktsegmentierung für Unternehmen und legt die Zielsetzung sowie das methodische Vorgehen der Arbeit dar.
II. ANSÄTZE DER INTERNATIONALEN MARKTSEGMENTIERUNG: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe, diskutiert die relevanten Kriterien zur Ländereinteilung und erläutert detailliert verschiedene Instrumente und methodische Ansätze zur Durchführung der internationalen Marktsegmentierung.
III. BEWERTUNG: In diesem Kapitel werden die zuvor betrachteten Methoden in einer Kurzübersicht gegenübergestellt und anschließend mithilfe einer Nutzwertanalyse hinsichtlich ihrer praktischen Anwendbarkeit und Leistungsfähigkeit bewertet.
IV. Schlussbetrachtung: Dieses abschließende Kapitel resümiert die gewonnenen Erkenntnisse und unterstreicht die wachsende Bedeutung akkurater Länderanalysen für Unternehmen im globalen Wettbewerb.
Schlüsselwörter
Internationale Marktsegmentierung, Globale Expansion, Länderauswahl, Marktattraktivität, Länderrisiko, Nutzwertanalyse, Scoring-Modell, Portfolioanalyse, Clusteranalyse, Entscheidungsbaumverfahren, Strategische Planung, Marktbearbeitung, Wettbewerbsvorteil, Risikostreuung, Global Player
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Studienarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die systematische Aufteilung von heterogenen Weltmärkten in homogene Ländergruppen, um Unternehmen eine fundierte Basis für ihre internationale Expansionsentscheidung zu liefern.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Arbeit fokussiert sich auf Begriffsdefinitionen, die Identifikation geeigneter Segmentierungskriterien wie politische oder wirtschaftliche Faktoren sowie auf die Anwendung verschiedener methodischer Instrumente.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, die vielfältigen Instrumente der internationalen Marktsegmentierung methodisch zu vergleichen, um Expansionsunternehmen eine Orientierungshilfe für die Kriterienauswahl und Vorgehensweise an die Hand zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Untersuchung der Verfahren verwendet?
Zur Bewertung und zum Vergleich der vorgestellten Methoden wird eine Nutzwertanalyse eingesetzt, bei der die Verfahren anhand spezifischer Beurteilungskriterien quantitativ eingestuft werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Marktsegmentierung, die detaillierte Darstellung von Segmentierungskriterien (klassisch, Risiko, Attraktivität) und die Erläuterung von Methoden wie Checklisten, Scoring-Modellen, Portfolios und der Clusteranalyse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind internationale Marktsegmentierung, Länderrisiko, Marktattraktivität, Nutzwertanalyse, Scoring-Modell, Portfolioanalyse und Wettbewerbsvorteil.
Warum wird das Checklisten-Verfahren primär für die Vorauswahl empfohlen?
Aufgrund seiner Einfachheit und Schnelligkeit eignet es sich hervorragend, um ungeeignete Märkte frühzeitig auszufiltern, liefert jedoch keine hinreichenden Daten für eine tiefergehende Differenzierung.
Wie unterscheidet sich die Portfolioanalyse von der Clusteranalyse?
Während die Portfolioanalyse eine visuelle Einordnung von Märkten basierend auf wenigen Sammelkriterien ermöglicht, basiert die Clusteranalyse auf mathematisch-statistischen Verfahren, die auf einer breiten Datenbasis fundierte Ländergruppen bilden.
- Quote paper
- Carsten Lau (Author), 1997, Vergleich verschiedener Ansätze zur internationalen Marktsegmentierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/73792