Konversion umfaßt alle Aktivitäten, die das Ziel der Bewältigung der wirtschaftlichen, sozialen, räumlichen und ökologischen Folgen der Reduzierung von Streitkräften haben (Bsp.: Umstellung von Rüstungs- auf zivile Produktion) sowie der Wiedernutzung des vormals militärisch genutzten Geländes. In dieser Arbeit ist dabei nur der letzte Aspekte von Belang.
Inhaltsverzeichnis
1. Allgemeines zur Problematik „Konversion“
1.1 Begriffsklärung
1.2 Phasen der Konversion
1.3 Unterschiede zur „normalen“ Stadtplanung
1.4 Lage der Objekte
1.5 Umfang der Konversionsobjekte
1.6 weitere Anmerkungen zur Umeignung
1.7 Kosten und Potentiale
1.8 Restriktionen und Chancen bei der Wiedernutzung militärischer Liegenschaften und Gebäude
1.9 typische Nutzungsoptionen
1.10 Konflikttypen
1.11 zur Wertermittlung
1.12 zur Finanzierung
1.13 Altlasten
1.14 planungs-und baurechtlicher Status
1.15 planerische Vorgehensweisen
2. Regionale Betroffenheit in Rheinland-Pfalz (R-P) und Mecklenburg-Vorpommern (M-V)
2.1 Rheinland-Pfalz (R-P)
2.2 Mecklenburg-Vorpommern (M-V)
2.3 Spezifische Organisationsformen, Trägerschaften, Finanzierungen
2.3.1 Rheinland-Pfalz
2.3.2 Mecklenburg-Vorpommern
3. Beispiele vollzogener Konversion
3.1 Mainz-Layenhof
3.2 Ober-Olmer Wald
3.3 Flughafen Zweibrücken
3.4 Flughafen Büchenbeuren-Hahn
4. Literatur
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die Arbeit analysiert die städtebaulichen, wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen sowie die Vorgehensweisen bei der Konversion ehemaliger militärischer Liegenschaften in Deutschland. Ziel ist es, am Beispiel von Rheinland-Pfalz und Mecklenburg-Vorpommern zu untersuchen, wie Kommunen diesen Umnutzungsprozess gestalten und welche spezifischen Probleme wie Altlasten, Finanzierung und Interessenkonflikte dabei auftreten.
- Grundlagen, Phasen und planerische Besonderheiten der Konversion
- Vergleichende Analyse der Situation in den alten und neuen Bundesländern
- Institutionelle Rahmenbedingungen, Organisationsformen und Finanzierungsansätze
- Umgang mit Altlasten und rechtlichen Hürden bei der Umnutzung
- Detaillierte Fallbeispiele erfolgreicher Konversionsprojekte
Auszug aus dem Buch
1.3 Unterschiede zur „normalen“ Stadtplanung:
Normalerweise steht bei stadtplanerischen Tätigkeiten die nachgefragte bzw. anzubietende Nutzung im Mittelpunkt, zu der dann eine passende Fläche gesucht wird. Im Falle der Konversion verhält es sich genau andersherum: Zu Beginn steht eine zu verwertende Fläche, zu der daraufhin passende Nutzungen ermittelt werden.
Erschwerend kommt hinzu, daß Militärflächen (solange sie militärischer Nutzung unterliegen) planungsrechtlichen Sonderstatus genießen und aus der Planungshoheit der Gemeinde herausfallen. Auf Planungen und Entscheidungen, die Militärflächen betreffen, haben Kommunen kaum Einfluß, ihnen steht lediglich ein Anhörungsrecht zu.
Deshalb stehen Militärflächen oftmals in keinerlei baulichem Zusammenhang mit den sie umgebenden Siedlungen. Weiterhin ergibt sich eine oftmals unzusammenhängende bauliche und technische Entwicklung, da diese nicht von langfristigen Überlegungen geleitet ist, sondern sich am aktuellen Bedarf der Streitkräfte orientiert.
Der temporäre Aspekt einer vorausschauenden, permanenten Planung aufgrund vorhandenen, prognostizierten oder gewünschten Bedarfs wird somit vernachlässigt. Nach der Ankündigung der Rückgabe verbleibt der Gemeinde oft nur wenige Monate Planungszeit, zudem besitzt sie keinen Einfluß darauf, in welcher Reihenfolge die Freigaben erfolgen. In der Regel verstreichen 1 ½ bis 2 ½ Jahre vom Freigabeentscheid bis zum vollständigen Freizug. Es kann aber auch zu sehr kurzfristig angesetzten Rückgaben kommen. Auf diese relativ kurzen Zeiträume zwischen Ankündigung und Wiedererlangung der Planungshoheit sind Planungsrecht, -methodik und -verfahren nicht ausgelegt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Allgemeines zur Problematik „Konversion“: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen, Phasen und stadtplanerischen Besonderheiten von Konversionsprozessen sowie zentrale Herausforderungen wie Altlasten und Finanzierung.
2. Regionale Betroffenheit in Rheinland-Pfalz (R-P) und Mecklenburg-Vorpommern (M-V): Hier werden die unterschiedlichen Konversionssituationen in den beiden Bundesländern verglichen und spezifische Verwaltungsstrukturen sowie Anlaufstellen zur Unterstützung der Kommunen untersucht.
3. Beispiele vollzogener Konversion: Anhand konkreter Fallbeispiele (Mainz-Layenhof, Ober-Olmer Wald, Flughafen Zweibrücken, Flughafen Büchenbeuren-Hahn) werden praktische Lösungsansätze, beteiligte Akteure und auftretende Probleme illustriert.
4. Literatur: Dieses Verzeichnis listet die für die Erstellung der Arbeit herangezogenen Quellen und Dokumente auf.
Schlüsselwörter
Konversion, Stadtplanung, Militärflächen, Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern, Altlasten, Wiedernutzung, Infrastruktur, Standortentwicklung, Flächennutzung, Truppenabbau, Immobilienverwertung, Siedlungsentwicklung, Planungshoheit, Investitionsförderung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen und Vorgehensweisen bei der Konversion, also der Umnutzung ehemaliger militärischer Liegenschaften für zivile Zwecke in Deutschland.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit fokussiert auf stadtplanerische, wirtschaftliche und ökologische Aspekte, den Umgang mit Altlasten, rechtliche Rahmenbedingungen sowie die Rolle verschiedener Akteure wie Bund, Land und Kommunen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, wie Kommunen den Konversionsprozess bewältigen und welche Lösungsstrategien sich unter Berücksichtigung spezifischer regionaler Bedingungen, insbesondere in Rheinland-Pfalz und Mecklenburg-Vorpommern, als effektiv erweisen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie den Vergleich von statistischen Daten und Rahmenbedingungen in den untersuchten Bundesländern. Zudem werden vier spezifische Fallbeispiele detailliert dargestellt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil erörtert zunächst die allgemeine Konversionsproblematik inklusive Phasen, Kosten, Finanzierung und Altlasten. Danach erfolgt ein Vergleich der regionalen Betroffenheit in Rheinland-Pfalz und Mecklenburg-Vorpommern sowie die Analyse von vier praktischen Fallbeispielen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Konversion, Stadtplanung, Militärflächen, Altlasten, Wiedernutzung, Standortentwicklung, Flächennutzung und Truppenabbau.
Welche spezifische Rolle nimmt Rheinland-Pfalz im Konversionsprozess ein?
Rheinland-Pfalz, das eine sehr hohe Truppendichte aufwies, gilt zusammen mit Brandenburg als Vorreiter im Umgang mit den Herausforderungen des Truppenabzugs und hat eigene Konversionsprogramme etabliert.
Warum ist die Konversion in den neuen Bundesländern besonders schwierig?
Neben der wirtschaftlichen Schwäche erschweren ungeklärte Eigentumsverhältnisse, ein deutlich schlechterer Zustand der Areale, die massive Belastung durch Altlasten sowie der Mangel an Vergleichswerten für die Wertermittlung den Prozess.
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- Albrecht Trübenbacher (Author), 1998, Konversion, Flächennutzung und Raumordnung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/7388