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"Vorsicht, Fälschung!" - Ausmaße und Psychologie von Marken- und Produktpiraterie sowie Darstellung einer Präventivstrategie

Title: "Vorsicht, Fälschung!" -  Ausmaße und Psychologie von Marken- und Produktpiraterie sowie Darstellung einer Präventivstrategie

Term Paper , 2004 , 30 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Martin Meyer (Author)

Business economics - Offline Marketing and Online Marketing
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Erstmals gelang zum Ende der siebziger Jahre des letzen Jahrhunderts in größeren Mengen so genannte „Piratenware“ auf den Markt. Davon waren im Wesentlichen international renommierte Markenprodukte (wie z.B. von Adidas, Nike oder Reebok) und insbesondere Luxusartikel (wie z.B. von Boss-Anzüge oder Rolex-Uhren) betroffen.
Heute gilt die Marken- und Produktpiraterie als eines der größten Probleme der Weltwirtschaft. Gefälscht wird mittlerweile alles, vom Turnschuh über den Bremsbelag bis hin zur neuesten Software. Dabei machen die Fälscher vor nichts halt. Auch sensible Produkte wie Herzschrittmacher, Flugzeugersatzteile oder gar Medikamente und Lebensmittel werden kopiert – mit oft unabsehbaren Risiken für den Verwender.
Dabei haben die Fälscher die Hinterhöfe verlassen und agieren als globale Industrie und oft wird vermutet, dass diese Fälschungen in den gleichen Produktionsorten hergestellt werden, in denen auch die Originale vom Band laufen…
Ziel dieser Arbeit zum Thema Internationales Marketing ist es, die Motivation von Fälschern und Konsumenten gefälschter Produkte insbesondere aus dem Konsum- und Gebrauchsgüterbereich (wie z.B. Markenkleidung oder Elektromarkenartikel) aufzuzeigen. Das vorgestellte Unternehmen Ryohin Keikaku Company Limited – in westlichen Ländern unter „MUJI“ firmierend – stellt ein Unternehmen dar, das sich sehr erfolgreich mit seiner Unternehmensstrategie von qualitativ hochwertigen, jedoch nicht markierten Produkten an nahezu alle Konsumentenschichten richtet. Sein Vorgehen soll verdeutlicht werden und kann richtungweisend für unter Piraterie leidende westliche Unternehmen sein. Paradoxerweise ist Ryohin Keikaku Company Limited bzw. MUJI ein japanisches Unternehmen.
Folgend wird „MUJI“ als Synonym für Ryohin Keikaku Company Limited verwendet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Vorwort

2 Definitionen

2.1 Der Produktbegriff

2.2 Der Markenbegriff

2.3 Der Pirateriebegriff

3 Ausmaße von Piraterie

4 Die Psychologie der Piraterie

4.1 Gewinnmaximierung der markeninhabenden Unternehmen

4.2 Statusstreben der Konsumenten

4.3 Erklärungsansätze

4.3.1 Sozio-biologischer Ansatz

4.3.2 Lerntheorie

4.3.3 Entwicklungs- und Kulturtheorie

5 Ursachen für die weitere Zunahme von Marken- und Produkt-Piraterie

6 Konsequenzen der Piraterie

7 Vorstellung von MUJI

7.2 Der Auftritt in Europa

7.3 Die Produkte

7.4 Ähnliche Konzepte

7.3 Ausblick

8 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die globale Problematik der Marken- und Produktpiraterie, indem sie die psychologischen Hintergründe sowohl auf Hersteller- als auch auf Konsumentenseite analysiert und das japanische Unternehmen MUJI als ein erfolgreiches Beispiel für eine präventive Unternehmensstrategie präsentiert.

  • Psychologische Triebkräfte von Konsumenten und Fälschern
  • Ökonomische Auswirkungen und globale Gefahren der Fake-Industrie
  • Die Rolle von Markenimage versus Produktqualität
  • Analyse des "MUJI"-Unternehmenskonzepts als Gegenmodell zur Piraterie
  • Kulturelle Unterschiede in der Wahrnehmung geistigen Eigentums

Auszug aus dem Buch

4.2 Statusstreben der Konsumenten

Der bewusste Erwerb von gefälschten Produkten ist ebenfalls über ein Statusstreben der Konsumenten begründbar. Nicht nur Wohlhabende, sondern auch Verbraucher mit geringerem Einkommen haben das Bedürfnis durch demonstrativen Konsum Exklusivität, Lebensstil und überdurchschnittliche Leistungsfähigkeit zu demonstrieren. Dies lässt sich sogar soweit zuspitzen, dass Produktpiraterie erst aufgrund eines deutlich gewachsenen Markenbewusstseins möglich wurde. In diesem Zusammenhang ist Bewusstsein jedoch in einem oberflächlichen, zur Schau tragenden Sinn definiert.

Diese Haltung verdeutlicht folgender Ausschnitt eines Presseartikels der Süddeutschen Zeitung aus dem Jahr 2000:

„Fliegende Straßenhändler dürfen in Italien nach einem Urteil des höchsten Gerichtes des Landes Markenfälschungen verkaufen. Das Kassationsgericht in Rom begründete sein Urteil mit dem Hinweis, die Kunden wüssten sehr gut, dass es sich bei den Taschen, Ledergürteln und Uhren der Straßenhändler um Imitate von Luxusprodukten handele. Voraussetzung sei allerdings, dass die angebotenen Fälschungen deutlich billiger als die Originale und nicht perfekt imitiert sind. ...“

Die Bereitschaft zum Kauf von gefälschten Produkten steigt umso mehr an, je schwerer Außenstehende die Imitate von den Originalen unterscheiden können. So genügt offenbar vielen Käufern der pure Anschein, im Besitz eines renommierten Markenartikels zu sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Vorwort: Einführung in die Problematik der Marken- und Produktpiraterie als globales Wirtschaftsphänomen und Zielsetzung der Arbeit.

2 Definitionen: Abgrenzung zentraler Begriffe wie Produktbegriff, Markenbegriff und Pirateriebegriff im betriebswirtschaftlichen Kontext.

3 Ausmaße von Piraterie: Darstellung der weltweiten Dimensionen der Fake-Branche anhand konkreter Beispiele von Arzneimitteln bis hin zu Flugzeugteilen.

4 Die Psychologie der Piraterie: Untersuchung der Motive für den Kauf von Fälschungen, einschließlich Gewinnmaximierungsstrategien und dem Statusstreben von Konsumenten.

5 Ursachen für die weitere Zunahme von Marken- und Produkt-Piraterie: Analyse der Treiber hinter dem Wachstum der Piraterie, wie offene Grenzen und Standortverlagerungen.

6 Konsequenzen der Piraterie: Erörterung der volkswirtschaftlichen, sicherheitsrelevanten und ethischen Folgen für Unternehmen und Verbraucher.

7 Vorstellung von MUJI: Unternehmensanalyse von MUJI als Beispiel für eine erfolgreiche Strategie gegen den Markendruck.

8 Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Piraterie-Problematik und Ableitung von Strategien für westliche Unternehmen.

Schlüsselwörter

Markenpiraterie, Produktpiraterie, Markenimage, Konsumentenpsychologie, Fälschung, MUJI, Globalisierung, Markenbewusstsein, Produktqualität, Imitate, Wirtschaftsdelikte, Markenmanagement, Plagiate.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert die weltweite Zunahme der Marken- und Produktpiraterie, beleuchtet die zugrunde liegende Konsumentenpsychologie und zeigt mit MUJI ein Gegenmodell auf.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten zählen die Definition von Marken und Produkten, die psychologischen Motive der Käufer, die ökonomischen Schadensbilder sowie der Vergleich kultureller Sichtweisen auf geistiges Eigentum.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das Motivationsgeflecht von Fälschern und Konsumenten zu durchdringen und zu zeigen, wie Unternehmen durch eine Fokussierung auf Qualität anstatt auf reines Markenimage präventiv wirken können.

Welche wissenschaftliche Methode liegt zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Fachliteratur und Marketing-Lexika, ergänzt durch eine Fallstudienanalyse des japanischen Unternehmens MUJI.

Was deckt der Hauptteil der Arbeit ab?

Der Hauptteil spannt den Bogen von der Definition der Begriffe über die quantitativen und qualitativen Ausmaße der Piraterie bis hin zu einer tiefen psychologischen Analyse der Käufermotive.

Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit charakterisiert?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Markenimage, demonstrativer Konsum, Produktpiraterie, Gewinnmaximierung und die Strategie der "Anti-Marken-Marke".

Warum spielt das japanische Unternehmen MUJI eine so zentrale Rolle?

MUJI dient als Paradebeispiel dafür, wie ein Unternehmen durch "markenlose", aber qualitativ hochwertige Produkte eine Präventivstrategie gegen die Fälschungsanfälligkeit etabliert, die für westliche Firmen richtungsweisend sein kann.

Welchen Einfluss hat die Kultur auf das Piraterieverhalten laut der Arbeit?

Die Arbeit stellt heraus, dass das Kopieren im asiatischen Kulturkreis traditionell anders bewertet wird als im westlichen, individualistisch geprägten System, was den Umgang mit geistigem Eigentum massiv beeinflusst.

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Details

Title
"Vorsicht, Fälschung!" - Ausmaße und Psychologie von Marken- und Produktpiraterie sowie Darstellung einer Präventivstrategie
College
University of Applied Sciences Flensburg
Course
Internationales Marketing
Grade
1,0
Author
Martin Meyer (Author)
Publication Year
2004
Pages
30
Catalog Number
V74207
ISBN (eBook)
9783638686181
ISBN (Book)
9783638831673
Language
German
Tags
Vorsicht Fälschung Ausmaße Psychologie Marken- Produktpiraterie Darstellung Präventivstrategie Internationales Marketing
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Meyer (Author), 2004, "Vorsicht, Fälschung!" - Ausmaße und Psychologie von Marken- und Produktpiraterie sowie Darstellung einer Präventivstrategie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/74207
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