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Das Zweikaiserproblem

Title: Das Zweikaiserproblem

Seminar Paper , 2005 , 26 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sandra Schonvogel (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Summary Excerpt Details

Meine Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie es am Anfang des 9. Jahrhunderts zu einem Doppelkaisertum kommen konnte. Dafür sollen im Folgenden die Ereignisse vor 800 und schließlich die Kaiserkrönung selbst geschildert werden, um möglichst genau den aufkommenden Konflikt zwischen Ost und West nachvollziehen zu können. Des Weiteren soll die Beziehung zwischen Ost und West in den Jahren nach der Krönung Thema sein, bis 812, wo es schließlich zu einem vorläufigen Ausgleich mit Byzanz kam. Am Ende möchte ich noch kurz auf die wechselseitigen Einflüsse, die dieser Konflikt zwischen Byzanz und dem Abendland mit sich brachte, eingehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Fragestellung

1.2 Forschungsstand

1.3 Quellen / Quellenkritik

2 Byzanz und das Frankenreich vor 800

2.1 Byzanz

2.2 Das Frankenreich

3 Der Weg zur Kaiserkrönung

3.1 Die Paritätsidee

3.2 Ikonoklasmus und Heiratsprojekte

3.3 Der römische Aufstand

4 Die Kaiserkrönung

4.1 Der Kaiserbegriff

5 Die Kaiserfrage von 800 bis 812

5.1 Die Ereignisse bis 802

5.2 Die Ereignisse bis 812

5.3 Der Ausgleich mit Byzanz

6 Die Bedeutung von Byzanz

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Entstehung und Entwicklung des Doppelkaisertums zu Beginn des 9. Jahrhunderts, insbesondere das Spannungsfeld zwischen der fränkischen Kaiserkrönung Karls des Großen und dem byzantinischen Herrschaftsanspruch, um den Weg zum vorläufigen Ausgleich im Jahr 812 nachzuvollziehen.

  • Politische Konstellationen zwischen Byzanz und dem Frankenreich vor 800
  • Die Rolle der Kurie und der päpstlich-fränkischen Beziehungen
  • Die Hintergründe und der Verlauf der Kaiserkrönung Karls des Großen
  • Die diplomatische Entwicklung und der Weg zum Anerkennungsfrieden von 812
  • Der Einfluss byzantinischer Vorbilder auf die fränkische Staatsstruktur

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Paritätsidee

Durch die Unterwerfung des Langobardenreiches im Jahre 774 verfestigte sich Karls Herrschaft vollends zu einer Vormachtsstellung im Westen. Seine Expansionspolitik nach Italien, Gallien und Germanien fügte das zersplitterte Reich wieder unter einer großen Monarchie zusammen, deren Ausdruck 774 die Krönung zum König der Franken und Langobarden war.

Das Vordringen in Italien brachte Karl unweigerlich in engeren Kontakt mit dem Papsttum, das, nunmehr befreit von der langobardischen Gefahr, die Möglichkeit sah, das byzantinische Kaisertum durch ein neues und besseres zu ersetzen. Die Annäherung an das Papsttum und der Kampf mit den Langobarden zogen die Franken in die große Weltpolitik hinein und zwangen sie, den Blick nach Osten zu wenden, wo der byzantinische Kaiser nach wie vor an seinem ererbten Universalitätsanspruch festhielt.

Karl war sich seiner Vormachtsstellung im Westen bewusst und verlangte Gleichberechtigung, demnach eine Anerkennung seines fränkischen Reiches als gleichwertiges Königreich durch die byzantinische Seite. Er forderte die Parität des Westens und wollte sich keiner anderen staatlichen Macht, insbesondere Byzanz, unterordnen, nicht zuletzt aufgrund der Größe seines Reiches, das, wie schon erwähnt, große Teile des ehemaligen römischen Reiches umfasste. Hinzu kam, dass er den Kaiser am Bosporus, wohl aufgrund „…der Hellhörigkeit des politisch ehrgeizigen, mit der antiken Tradition nicht belasteten Germanen…“, in der Welthierarchie nicht höher einstufte als sich selbst und den byzantinischen Universalitätsanspruch als Überheblichkeit empfand. Ohnsorge betont, dass der Totalitätsanspruch des oströmischen Kaisers gerade für das germanische Denken absolut unverständlich war.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Fragestellung nach der Entstehung des Doppelkaisertums und gibt einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand sowie die verwendete Quellenlage.

2 Byzanz und das Frankenreich vor 800: Hier werden die unterschiedlichen Ausgangslagen und Machtstrukturen beider Reiche vor der Kaiserkrönung analysiert.

3 Der Weg zur Kaiserkrönung: Dieses Kapitel behandelt die Paritätsbestrebungen Karls, diplomatische Annäherungsversuche durch Heiratsprojekte sowie den römischen Aufstand gegen Papst Leo III.

4 Die Kaiserkrönung: Die Darstellung des tatsächlichen Krönungsaktes in Rom und die anschließende historische sowie forschungsbezogene Debatte um den Kaiserbegriff stehen im Mittelpunkt.

5 Die Kaiserfrage von 800 bis 812: Dieses Kapitel analysiert die diplomatischen Reaktionen Byzanz’ auf die Kaiserkrönung und den Weg zum endgültigen Friedensabschluss im Jahr 812.

6 Die Bedeutung von Byzanz: Es wird erörtert, wie Byzanz als politisches und ideelles Vorbild für die Entwicklung des fränkischen Staates fungierte.

7 Fazit: Das Fazit fasst die Konfliktlinien zusammen und bewertet die Bedeutung der Epoche für die europäische Staatenwelt.

Schlüsselwörter

Karl der Große, Byzanz, Kaiserkrönung, Doppelkaisertum, Papsttum, Irene, Paritätsidee, Frankenreich, Imperium Romanum, Ikonoklasmus, 800, Diplomatie, Quellenkritik, Mittelalter, Kaiserbegriff.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Entstehen des Doppelkaisertums im frühen 9. Jahrhundert und die daraus resultierenden Spannungen zwischen dem Frankenreich und Byzanz.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die politische Entwicklung in Rom, der Konflikt um den Kaisertitel, die päpstlich-fränkische Allianz sowie die Rolle der byzantinischen Kaiserin Irene.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt danach, wie es zur Etablierung eines Doppelkaisertums kommen konnte und wie sich die Beziehung zwischen dem lateinischen Westen und dem oströmischen Reich nach der Krönung gestaltete.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine kritische Auswertung historischer Quellen sowie die Auseinandersetzung mit der einschlägigen fachwissenschaftlichen Literatur, insbesondere der Byzantistik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Ereignisse chronologisch, von den Verhältnissen vor 800 über den Aufstand gegen Leo III. und die Krönung selbst, bis hin zum Ausgleich mit Byzanz im Jahr 812.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind das Zweikaiserproblem, die Paritätsidee, der universale Herrschaftsanspruch und der Transformationsprozess vom römischen Erbe zum fränkisch-christlichen Kaisertum.

Welche Rolle spielte der Papst bei der Krönung?

Papst Leo III. agierte laut der Arbeit als Katalysator, der durch die Kaiserkrönung sowohl seine eigene Position festigen als auch ein neues westliches Gegengewicht zum byzantinischen Osten schaffen wollte.

Wie reagierte Byzanz auf den neuen westlichen Kaiser?

Byzanz empfand die Krönung Karls als Provokation und Usurpation, da die byzantinischen Kaiser sich weiterhin als alleinige rechtmäßige Nachfolger des römischen Reiches betrachteten.

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Details

Title
Das Zweikaiserproblem
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Philosophische Fakultät)
Course
Das Reich der Karolinger
Grade
1,0
Author
Sandra Schonvogel (Author)
Publication Year
2005
Pages
26
Catalog Number
V74210
ISBN (eBook)
9783638686211
Language
German
Tags
Zweikaiserproblem Reich Karolinger
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sandra Schonvogel (Author), 2005, Das Zweikaiserproblem, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/74210
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