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Eheschließung und Ehescheidung

Title: Eheschließung und Ehescheidung

Seminar Paper , 2002 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: M.A. Petra Richter (Author)

Sociology - Relationships and Family
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Diese Seminararbeit behandelt das Thema Eheschließung und Ehescheidung.
Zuerst soll auf die Eheschließung eingegangen werden. Hierbei steht die Frage im Mittelpunkt aus welchen Gründen die Menschen heiraten und welche Erwartungen haben sie an die Ehe? Hierbei steht die „Kindorientierte Eheschließung“ im Vordergrund, da auch heute noch die Heirat mit dem Kinderwunsch eng verknüpft ist. Aber es soll auch kurz auf die Eheschließung ohne Kindorientierung eingegangen werden. Des Weiteren soll der Entscheidungsprozess hin zur Ehe verdeutlicht werden und am Ende des Kapitels erfolgt ein Versuch der Kategorisierung in Ehetypen. Das Kapitel der Eheschließung stützt sich vor allem auf die Untersuchungen von Heike Matthias-Bleck „Warum noch Ehe?“ und Heike Matthias, „Eheschließung: Bedeutung, Gründe und Typologien“2. Im Folgenden soll dann auf die Ehescheidung eingegangen werden. Hier soll zunächst die Entwicklung der Scheidungsrate in den letzten 100 Jahren beleuchtet werden. Anschließend sollen die Gründe für eine Scheidung erläutert werden. Dabei spielen sowohl soziodemographische Faktoren als auch subjektive Scheidungsgründe eine Rolle. Es stellt sich die Frage, woran Partnerschaften scheitern. Anschließend sollen die Folgen einer Scheidung dargelegt werden. Vor allem für Kinder stellt die Scheidung ein einschneidendes Erlebnis in ihrer Biographie dar, aber es soll auch auf die ökonomischen Folgen eingegangen werden, die für die Frau gravierender sind als für den Mann.
Am Ende des Kapitels zur Scheidung soll noch ein Blick auf die Forschung geworfen werden. Diesem Kapitel lag vor allem die Untersuchung von Margret Rottleuthner-Lutter, „Ehescheidung“ zugrunde. Des Weiteren wurden die Untersuchungen von Doris Rosenkranz und Harald Rost „ Welche Partnerschaften scheitern? Prädikatoren der Instabilität von Ehen“ und von Norbert F. Schneider „Woran scheitern Partnerschaften“ herangezogen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Eheschließung

2.1. Die „kindorientierte Eheschließung“

2.2. Die Eheschließung als „rite de confirmation“

2.3. Die Eheschließung als Abgrenzungssymbol für die Systembildung „Ehe“

2.4. Die Kopplung traditioneller Eheschließungsgründe mit der „kindorientierten Eheschließung“

2.4.1. Die Ehe als materielle Versorgungsinstitution bei Familiengründung

2.5. Der Entscheidungsprozeß bis zur Eheschließung

2.6. Eheschließung ohne Kindorientierung

2.7. Die idealtypische Bedeutung von Ehe aus der Sicht der Eheschließenden

2.7.1. Typus 1: Die Ehe als ökonomische Absicherung

2.7.2. Typus 2: Die Ehe als legale Absicherung

2.7.3. Typus 3: Die Ehe als kulturell-normatives Selbstverständnis

2.7.4. Typus 4: Die Ehe als Abgrenzungssymbol

3. Ehescheidung

3.1. Die Entwicklung der Scheidungsrate in den letzten 100 Jahren

3.2. Scheidungsgründe

3.2.1. Sozialdemographische Gründe

3.2.2. Subjektive Scheidungsgründe

3.3. Scheidungsfolgen

3.3.1. Scheidungsfolgen für die Kinder

3.3.2. Ökonomische Folgen

3.4. Der Stand der Forschung

3.4.1. Soziologischer Ansatz

3.4.1.1. Modernisierungstheorie

3.4.1.2. Transmissionshypothese

3.4.1.3. Homogamie und Endogamie in der Partnerschaft

3.4.2 Psychologischer Ansatz

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die soziologischen Hintergründe von Eheschließungen und Ehescheidungen, um die Motive für die Heirat, den Entscheidungsprozess sowie die Ursachen und Folgen des Scheiterns von Ehen zu ergründen.

  • Kindorientierte versus nicht kindorientierte Eheschließung
  • Typologien der Ehemotivation (ökonomisch, rechtlich, kulturell, symbolisch)
  • Historische Entwicklung und Einflussfaktoren von Scheidungsraten
  • Soziodemographische und psychologische Scheidungsgründe
  • Langfristige Folgen einer Scheidung für Kinder und die ökonomische Situation von Frauen

Auszug aus dem Buch

2.5. Der Entscheidungsprozeß bis zur Eheschließung

Die Heirat stellt einen wichtigen Punkt in der Biographie dar und deshalb wird der Entscheidungsprozeß hin zur Ehe häufig von Ambivalenzen und Widersprüchen bestimmt.

Dieser Entscheidungsprozeß ist meist langandauernd und ist daher oft mit einem Reflexionsprozess verbunden. In den vergangenen Jahren hat sich dieser Entscheidungsprozeß jedoch gewandelt. Früher gab es traditionsgemäß drei Bedingungen, die eine Heirat auslösten: Abschluss der Ausbildung oder ähnliches, Schwangerschaft oder Wunsch nach einem Kind, günstige und annehmbare Wohnungsangebote. Heute ist es eher schwierig, solche auslösenden Ereignisse noch zu finden. Es hängt vielmehr von dem Paar selbst ab, wann für sie persönlich der Zeitpunkt gekommen ist, zu heiraten. Man kann jedoch die Schritte, die für gewöhnlich zu einer Heirat führen, in vier Entscheidungsschritte untergliedern.

Der erste Entscheidungsschritt hin zur Ehe ist die Bildung einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft. Sie bildet eine Art Testphase, in der das Zusammenleben geprobt werden kann. Sie kann eine Vorstufe für die Ehe bilden mit dem Ziel der Heirat eine Art Ehe auf Probe, jedoch nicht jeder, der mit seinem Partner zusammenzieht, hat das Ziel Ehe vor Augen.

Den zweiten Entscheidungsschritt bildet der Heiratsantrag und die damit verbundene Verlobung. Trotz des Bedeutungsrückgangs des Heiratsantrags wird er heute doch noch gewünscht und wird meist immer noch von den Männern gestellt. Er stellt eine Absichtserklärung beziehungsweise eine Willensbekundung dar und besonders Frauen sehen in ihm eine emotionale Bestätigung, wohingegen Männer ihn eher als eine Art Pflichterfüllung ansehen. Dem Heiratsantrag folgt in der Regel die Verlobung. Sie steht, genauso wie der Heiratsantrag für eine Absichtserklärung, ein Heiratsversprechen, welches diesmal öffentlich abgegeben wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Arbeit führt in die Themenfelder der Eheschließung und Ehescheidung ein, definiert den Fokus auf die kindorientierte Ehe sowie Scheidungsfolgen und skizziert die methodische Grundlage durch verschiedene soziologische Studien.

2. Eheschließung: Das Kapitel analysiert die Beweggründe für eine Heirat, differenziert zwischen verschiedenen Ehetypen und beschreibt den Entscheidungsprozess als einen durch Ambivalenzen geprägten Übergang von der nichtehelichen Lebensgemeinschaft zum Eheschließungsritual.

3. Ehescheidung: Es wird die Entwicklung der Scheidungsraten seit 1888 beleuchtet, die soziologischen sowie psychologischen Ursachen für das Scheitern von Ehen analysiert und die gravierenden Folgen für Kinder sowie die ökonomische Benachteiligung von Frauen nach der Trennung hervorgehoben.

Schlüsselwörter

Eheschließung, Ehescheidung, kindorientierte Eheschließung, Partnerschaft, Scheidungsrate, Familiengründung, Ehetypen, ökonomische Absicherung, Scheidungsfolgen, Sozialisation, Modernisierungstheorie, Transmissionshypothese, Homogamie, psychologische Interaktion, Familiensoziologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Seminararbeit behandelt die soziologischen Aspekte von Eheschließung und Ehescheidung in der modernen Gesellschaft unter besonderer Berücksichtigung von Motiven und Folgen.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentrale Themen sind die kindorientierte Heirat, die Kategorisierung in verschiedene Ehetypen, die Entwicklung von Scheidungsraten sowie die Auswirkungen einer Scheidung auf Kinder und die ökonomische Lage der Frau.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, warum Menschen heiraten, welche Erwartungen an die Ehe gestellt werden und woran Partnerschaften scheitern, wobei die kindorientierte Eheschließung als besonderer Fokus dient.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der existierende soziologische und psychologische Untersuchungen zu Ehe und Scheidung (u.a. von Matthias-Bleck, Rottleuthner-Lutter und Schneider) ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in den Eheschließungsprozess mit seiner Typologisierung und den Ehescheidungsprozess, der historisch beleuchtet wird und die soziologischen sowie ökonomischen Konsequenzen diskutiert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie kindorientierte Eheschließung, Scheidungsfolgen, ökonomische Absicherung, moderne Eheformen und die soziologische Modernisierungstheorie definiert.

Wie unterscheidet sich die kindorientierte Eheschließung von anderen Typen?

Sie ist primär an den Kinderwunsch und die familiäre Versorgung gekoppelt, während andere Typen (wie die Ehe als Abgrenzungssymbol) eher auf die Dokumentation der Paarbeziehung nach außen ausgerichtet sind.

Was besagt die Transmissionshypothese bezüglich der Scheidung?

Die Hypothese geht davon aus, dass das Ehescheidungsrisiko intergenerational von den Eltern auf die Kinder übertragen wird, wobei soziale Lernprozesse und ökonomische Faktoren eine Rolle spielen.

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Details

Title
Eheschließung und Ehescheidung
College
University of Tubingen  (Soziologisches Institut Tübingen)
Grade
1,3
Author
M.A. Petra Richter (Author)
Publication Year
2002
Pages
19
Catalog Number
V74230
ISBN (eBook)
9783638686365
Language
German
Tags
Eheschließung Ehescheidung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Petra Richter (Author), 2002, Eheschließung und Ehescheidung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/74230
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