Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Psychology - Forensic Psychology and Penal System

Stalking bei Betroffenen türkischer Herkunft in Deutschland

Eine explorative Studie

Title: Stalking bei Betroffenen türkischer Herkunft in Deutschland

Diploma Thesis , 2006 , 257 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Diplom-Psychologin Fatima Özkaraaslan-Lehmann (Author)

Psychology - Forensic Psychology and Penal System
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Ziel dieser explorativen Studie war es, differenzierte Erkenntnisse bezüglich der Erfahrungen und Erlebnisse im Zusammenhang mit obsessiver Verfolgung und Belästigung (Stalking) bei Betroffenen türkischer Abstammung zu gewinnen. Zu diesem Zweck wurde hier erstmals eine exklusive Befragung dieser Betroffenen-Gruppe durchgeführt. Darüber hinaus wurde ein Vergleich der Ergebnisse zwischen deutschen und türkischen Stalking-Opfern vorgenommen. Im Rahmen der Untersuchung wurden die psychischen, physischen und sozialen Auswirkungen von Stalking auf die Opfer erhoben. Darüber hinaus wurde der Verlauf von Stalking erfasst sowie die Anlaufstellen, welche die Befragten in ihrem persönlichen Umfeld aufgesucht haben, und wie diese mit der Problematik umgegangen sind. Ferner wurden die von den Stalking-Opfern eingeleiteten Gegenmaßnahmen und deren Wirksamkeit erhoben sowie deren Erwartungen und Wünsche an Polizei und Justiz. Zum Zwecke der Befragung wurde ein Fragebogen für die Betroffenen von Stalking eingesetzt, bei dem es sich um die türkische Übersetzung jenes Fragebogens handelt, der in der Studienarbeit von Meinhard & Wondrak (2002) entwickelt wurde. Die vorliegende Diplomarbeit gliedert sich an die „Empirische Untersuchung zum Phänomen Stalking aus Sicht der Betroffenen“ (Meinhard & Wondrak, 2004) innerhalb der „Arbeitsgruppe Stalking“ an, bei der es bereits zu einer umfangreichen Befragung von deutschen Stalking-Betroffenen mit dem gleichen Fragebogen kam. Die Datenerhebung der vorliegenden Untersuchung erfolgte auf anonyme Weise über das Internet und über Frauenhäuser und andere soziale Einrichtungen sowie durch Kontakte zur Polizei. Ferner wurden Fragebögen auf persönlichem Wege verteilt. An der Studie nahmen 26 Personen teil.
Die türkischen Betroffenen waren vergleichsweise schwereren Formen von körperlichen Angriffen sowie häufiger sexuellen Belästigungen ausgesetzt als die deutschen. Beide Gruppen gaben in mehr als 90% der Fälle an, Angst während der Verfolgung gehabt zu haben. Nahezu die Gesamtheit der Betroffenen der deutschen Stichprobe leitete Maßnahmen gegen das Stalking ein, während die türkischen Betroffenen dies deutlich seltener taten (68%). Die Mehrheit beider Gruppen empfand die polizeilichen und gesetzlichen Möglichkeiten als unzureichend.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund

2.1 Definitionen

2.2 Prävalenz von Stalking

2.3 Opfer

2.3.1 Charakterisierung der Opfer und Beziehungskonstellationen

2.3.2 Auswirkungen von Stalking auf die Opfer

2.4 Typologie der Stalker

2.5 Stalking und häusliche Gewalt

2.6 Exkurs: Die türkische Gesellschaft

2.6.1 Die Ehre als Verhaltensmaßstab

2.6.2 Kollektivismus und seine Konsequenzen

2.6.3 Die Bedeutung der Ehe und Familie

2.6.3.1 Die arrangierte Ehe

3. Fragestellung

4. Methoden

4.1 Stichprobe

4.2 Messinstrument

4.2.1 Instruktion

4.2.2 Formen der Befragung

4.3 Inhalt des Fragebogens

4.3.1 Teil 1 - Allgemeiner Teil

4.3.2 Teil 2 - Beziehung zwischen Betroffenen und Stalkern

4.3.3 Teil 3 - Fortsetzung des allgemeinen Teils

4.4 Durchführung der Untersuchung

4.5 Statistische Auswertung

5. Ergebnisse

5.1 Die Beschreibung der Erfahrungen von Stalking-Opfern türkischer Herkunft

5.1.1 Demographische Daten der Betroffenen

5.1.1.1 Geschlecht und Alter der Betroffenen

5.1.1.2 Nationalität und Religion der Betroffenen

5.1.1.3 Berufe der Betroffenen

5.1.1.4 Schulabschluss der Betroffenen

5.1.1.5 Berufsgruppe der Betroffenen

5.1.2 Demographische Daten der Stalker

5.1.2.1 Geschlecht und Alter der Stalker

5.1.2.2 Nationalität und Religion der Stalker

5.1.2.3 Berufe der Stalker

5.1.3 Allgemeine Merkmale des Stalkings

5.1.3.1 Dauer des Stalkings bei fortbestehendem Stalking

5.1.3.2 Dauer der Verfolgung bei abgeschlossenem Stalking

5.1.3.3 Häufigkeit der versuchten Kontaktaufnahmen

5.1.3.4 Art und Weise der versuchten Kontaktaufnahme

5.1.3.5 Veränderungen des Stalking-Verlaufs

5.1.3.6 Schriftliche Zusendungen

5.1.3.7 Orte, an denen das Stalking stattfand

5.1.3.7.1 Anzahl der verschiedenen Orte, an denen Stalking auftrat

5.1.3.8 Körperliche Angriffe

5.1.3.8.1 Summe der erlebten körperlichen Angriffe

5.1.3.9 Sexuelle Andeutungen

5.1.3.10 Körperliche sexuelle Belästigungen bzw. Angriffe

5.1.3.11 Angst während der Verfolgung

5.1.3.12 Ausprägung der Angst

5.1.3.13 Angstempfinden nach Ende des Stalkings

5.1.3.14 Ausprägung der Angst nach Beendigung des Stalkings

5.1.3.15 Veränderung des Lebens aufgrund des Stalkings

5.1.3.16 Rufschädigung

5.1.3.16.1 Arten der Rufschädigung

5.1.3.16.2 Umgang mit der Rufschädigung

5.1.3.16.3 Gründe für das Unterlassen von Maßnahmen gegen Rufschädigung

5.1.3.16.4 Konsequenzen der Rufschädigung

5.1.4 Beziehungskonstellationen zwischen den Betroffenen und Stalkern

5.1.4.1 Der Stalker war der Ex-Partner der Betroffenen

5.1.4.1.1 Geschlechterverteilung

5.1.4.1.2 Status der Beziehung zum Ex-Partner

5.1.4.1.3 Gemeinsame Kinder

5.1.4.1.4 Verhaltensmuster der Stalker in der Beziehung

5.1.4.1.5 Eigenschaften der Ex-Partner-Stalker

5.1.4.1.6 Grund für das Scheitern der Beziehung

5.1.4.1.7 Dauer der Beziehung

5.1.4.1.8 Gründe für die Trennung der Beziehung

5.1.4.1.9 Gewalt während der Beziehung

5.1.4.1.9.1 Gewalt im Stalking-Verlauf durch den Ex-Partner

5.1.4.1.9.2 Gewalt während der Beziehung und innerhalb des Stalkings

5.1.4.1.10 Vermutete Gründe für das Stalking

5.1.4.1.11 Beginn des Stalkings

5.1.4.1.12 Verhaltensweisen der Stalker während der Beziehung

5.1.4.2 Der Stalker war ein Bekannter bzw. ein Freund

5.1.4.2.1 Geschlechterverteilung

5.1.4.2.2 Dauer der Bekanntschaft vor den ersten Stalking-Anzeichen

5.1.4.2.3 Auslösende Situation, Ereignis, o. Ä

5.1.4.2.4 Grad der Bekanntschaft

5.1.4.2.5 Vermutete Gründe für das Stalking

5.1.4.3 Der Stalker war ein Familienmitglied

5.1.4.3.1 Geschlechterverteilung

5.1.4.3.2 Art der Familienbeziehung

5.1.4.3.3 Auslösende Situation, Ereignis, o. Ä.

5.1.4.3.4 Familiäre und häusliche Situation

5.1.4.3.5 Vermutete Gründe für das Stalking

5.1.4.4 Der Stalker fällt unter die Kategorie "Sonstige Person"

5.1.4.4.1 Geschlechterverteilung

5.1.4.4.2 Beziehung zur sonstigen Person

5.1.4.4.3 Erstes Wahrnehmen der Stalker

5.1.4.4.4 Ort der Wahrnehmung der Stalker

5.1.4.4.5 Auslösende Situation, Ereignis, o. Ä.

5.1.4.4.6 Vermutete Gründe für das Stalking

5.1.5 Gegenmaßnahmen und Auswirkungen von Stalking

5.1.5.1 Maßnahmen gegen Stalking

5.1.5.2 Eingeleitete Gegenmaßnahmen

5.1.5.2.1 Summe der Gegenmaßnahmen

5.1.5.3 Anzeige gegen Stalker

5.1.5.3.1 Anzeigeverhalten bei körperlichen Angriffen

5.1.5.4 Gründe für das Unterlassen der Anzeigeerstattung

5.1.5.5 Erfahrungen mit der Polizei

5.1.5.5.1 Schwierigkeiten bei der Verdeutlichung der Situation

5.1.5.5.2 Maßnahmen der Polizei

5.1.5.5.3 Bewertung der polizeilichen Maßnahmen

5.1.5.5.4 Wünsche bzw. Erwartungen an die Polizei

5.1.5.5.5 Tipps und Strategien der Polizei

5.1.5.6 Körperliche und seelische Auswirkungen

5.1.5.7 Krankschreibung aufgrund der Beschwerden

5.1.5.8 Fehltage

5.1.5.9 Professionelle Beratung bzw. Behandlung

5.1.5.10 Gründe, keine Beratung bzw. Behandlung zu beanspruchen

5.1.5.11 Reaktionen des privaten Umfelds

5.1.5.12 Unterstützung im sozialen Umfeld

5.1.5.13 Gespräche mit Stalkern durch Dritte

5.1.5.13.1 Geschlecht dieser dritten Person

5.1.5.13.2 Verhältnis der Betroffenen zur dritten Person

5.1.5.13.3 Maßnahmen der dritten Person

5.1.5.13.4 Einflussnahme der dritten Person auf Stalking-Verhalten

5.1.5.14 Maßnahmen, die Einfluss auf Stalking hatten

5.1.5.15 Angaben der Betroffenen, ob sie heute etwas anders machen würden

5.1.5.16 Einschätzung geeigneter Mittel gegen Stalking

5.1.5.17 Einschätzung der psychischen Verfassung des Stalkers

5.1.5.17.1 Einfluss dieser Einschätzung auf Wahl der Maßnahmen

5.1.5.17.2 Art der Einflussnahme

5.1.5.18 Unangenehmster bzw. schlimmster Vorfall mit dem Stalker

5.1.5.19 Beurteilung der gesetzlichen und polizeilichen Möglichkeiten

5.1.5.20 Erwartungen an Polizei und Gesetze im Umgang mit Stalking

5.1.5.21 Beurteilung der polizeilichen und rechtlichen Möglichkeiten im Ausland

5.1.5.22 Befragung zu den Wünschen der Betroffenen

5.1.6 Persönlichkeitsmerkmale der Betroffenen

5.1.7 Angaben zum Stalker bzw. zur Stalkerin

5.1.7.1 Arbeitslosigkeit der Stalker zu Beginn des Stalkings

5.1.7.2 Hat der Stalker vorher bereits eine andere Person verfolgt

5.1.7.2.1 Konsequenzen des vorherigen Stalkings für die Stalker

5.1.7.3 Psychiatrische Behandlung der Stalker

5.1.7.4 Vortrafen der Stalker

5.2 Vergleich der Erfahrungen von türkischen und deutschen Stalking-Opfern

5.2.1 Allgemeine Merkmale des Stalkings

5.2.2 Beziehungskonstellationen zwischen den Betroffenen und Stalkern

5.2.3 Gegenmaßnahmen und Auswirkungen von Stalking

5.3 Zusammenfassung der Ergebnisse

6. Diskussion

6.1 Diskussion der Methode

6.2 Diskussion der Ergebnisse

7. Ausblick

8. Literatur

9. Anhang

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit ist eine explorative Studie, die das primäre Ziel verfolgt, differenzierte Erkenntnisse über die Erfahrungen türkischstämmiger Stalking-Betroffener in Deutschland zu gewinnen. Die Forschungsfrage untersucht dabei nicht nur den Leidensdruck und die Auswirkungen der obsessiven Verfolgung auf das Leben der Betroffenen, sondern zielt auch auf einen interkulturellen Vergleich mit deutschen Stalking-Opfern ab, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Wahrnehmung und Bewältigung des Stalking-Phänomens zu identifizieren.

  • Erfassung der psychischen, physischen und sozialen Auswirkungen von Stalking auf türkischstämmige Opfer.
  • Analyse der Beziehungskonstellationen zwischen Stalkern und Betroffenen (Ex-Partner, Bekannte, Familienmitglieder).
  • Untersuchung der Rolle soziokultureller Faktoren, insbesondere der Bedeutung von Ehre und Familie in der türkischen Gesellschaft.
  • Vergleichende Analyse der Bewältigungsstrategien und der Interaktion mit Polizei und Justiz zwischen türkischen und deutschen Betroffenen.

Auszug aus dem Buch

Die Bedeutung der Ehe und Familie

Die Ehe und die damit verbundene Familie besitzen in der Türkei einen großen Stellenwert. Dieser unterscheidet sich jedoch in der städtischen Türkei von den ländlichen Gebieten. Bei bäuerlichen Familien wird die Heirat als Zusammenschluss zwischen zwei Familien verstanden und nicht nur als Bündnis zwischen zwei Personen. Die Liebe zwischen zwei Menschen spielt dabei eine untergeordnete oder keine Rolle. In diesen Fällen kommt es meist zu einer frühen Verheiratung. Vor allem Väter von Töchtern sind daran interessiert, ihre Töchter möglichst schnell zu verheiraten, um damit die Verantwortung für die Ehre der Familie, die mit den Töchtern verbunden ist, an den Schwiegersohn abzugeben.

In den städtischen Gebieten hat die Liebesehe eine größere Bedeutung. Längere Freundschaften gehen der Eheschließung voraus. Das Heiratsalter ist vergleichsweise hoch, da die Kinder der Mittel- und Oberschicht im allgemeinen ein Studium absolvieren (Toprak, 2005).

Die an früherer Stelle beschriebenen Einstellungen und Werte innerhalb der türkischen Gesellschaft sind teilweise im früheren islamisch-osmanischen Familienrecht begründet, nach dem beispielsweise die Eheschließung an keine strengen, formalen Vorschriften gebunden war und die Männer bis zu vier Frauen heiraten durften. Das islamisch-osmanische Familienrecht wurde im Jahre 1926 durch die leicht veränderte Fassung des Schweizer Zivilrechts abgelöst wurde, das den Frauen Freiheit und Gleichberechtigung zubilligt. Obgleich dieses Gesetz nunmehr seit achtzig Jahren besteht, kann in der Realität jedoch keine deutliche Gleichberechtigung verzeichnet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Stalkings ein, erläutert die Relevanz des Themas und definiert den Forschungsrahmen dieser explorativen Studie im Kontext türkischstämmiger Betroffener in Deutschland.

2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel liefert einen umfassenden Überblick über Definitionen von Stalking, dessen Prävalenz, Täter-Typologien sowie soziokulturelle Hintergründe, insbesondere das türkische Konzept der Ehre.

3. Fragestellung: Die Fragestellung präzisiert das Ziel der Studie, durch eine exklusive Befragung ein differenziertes Bild der Stalking-Erfahrungen bei türkischstämmigen Betroffenen zu erhalten und diese mit deutschen Daten zu vergleichen.

4. Methoden: Hier wird das methodische Vorgehen beschrieben, insbesondere die Adaption und Verwendung des Fragebogens, die Rekrutierung der Stichprobe sowie der Einsatz statistischer Verfahren zur Datenauswertung.

5. Ergebnisse: In diesem Kapitel werden die empirischen Befunde zur türkischen Stichprobe detailliert dargestellt und anschließend im interkulturellen Vergleich den Daten deutscher Betroffener gegenübergestellt.

6. Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert, in den wissenschaftlichen Kontext eingeordnet und mögliche Schlussfolgerungen sowie Grenzen der Untersuchung erörtert.

7. Ausblick: Dieses abschließende Kapitel formuliert Empfehlungen für zukünftige Forschungen und unterstreicht die Notwendigkeit einer verstärkten Sensibilisierung und Unterstützung für Stalking-Betroffene.

8. Literatur: Das Literaturverzeichnis führt alle verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Studien auf, die für die theoretische Fundierung und den empirischen Vergleich herangezogen wurden.

9. Anhang: Der Anhang dokumentiert die eingesetzten Erhebungsinstrumente, wie den verwendeten Fragebogen in türkischer und deutscher Sprache sowie ergänzende Materialien.

Schlüsselwörter

Stalking, Obsessive Verfolgung, Türkische Gesellschaft, Ehre, Namus, Häusliche Gewalt, Interkultureller Vergleich, Opferpsychologie, Psychische Belastung, Sozialer Rückzug, Bewältigungsstrategien, Frauenhaus, Beziehungsstörung, Polizeiliche Intervention, Opfer-Täter-Beziehung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit widmet sich dem Phänomen des Stalkings, speziell bei Personen türkischer Herkunft, die in Deutschland leben. Dabei werden sowohl die Erlebnisse und Auswirkungen für die Betroffenen erfasst als auch ein Vergleich zu deutschen Stalking-Opfern gezogen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Zu den Schwerpunkten zählen die psychischen und sozialen Auswirkungen von Stalking, die verschiedenen Beziehungskonstellationen zwischen Opfer und Stalker, polizeiliche und rechtliche Hilfsmöglichkeiten sowie soziokulturelle Einflüsse wie das traditionelle türkische Ehrkonzept.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, durch eine explorative Studie exklusive Daten über die Lebensrealität türkischstämmiger Stalking-Opfer zu erheben und aufzuzeigen, wie sich kulturelle Normen auf den Verlauf und die Bewältigung des Stalkings auswirken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine explorative empirische Studie. Die Datengewinnung erfolgte mittels eines standardisierten, in die türkische Sprache übersetzten Fragebogens, der sowohl geschlossene als auch offene Fragen enthielt. Die Auswertung erfolgte statistisch (SPSS) und vergleichend mittels Chi-Quadrat-Tests.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Ergebnisse der türkischen Stichprobe und den anschließenden Vergleich dieser mit den Daten einer deutschen Vergleichsgruppe. Themen sind hierbei Stalking-Merkmale, Täterprofile, Rufschädigung, polizeiliche Interventionen und gesundheitliche Folgen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Stalking, obsessive Verfolgung, türkische Ehre (Namus), häusliche Gewalt, Opfer-Täter-Beziehung, interkultureller Vergleich sowie psychische und physische Auswirkungen auf die Betroffenen.

Warum ist das Thema "Ehre" für diese Studie so relevant?

Das Konzept der Ehre (Namus) spielt in der türkischen Gesellschaft eine maßgebliche Rolle bei der Rollenverteilung zwischen Mann und Frau. Die Arbeit beleuchtet, wie dieses Konzept als Motiv für Stalking dienen kann, wenn Frauen versuchen, gesellschaftliche oder familiäre Normen zu hinterfragen oder sich zu emanzipieren.

Welche Schwierigkeiten ergaben sich bei der Datengewinnung?

Die Datengewinnung gestaltete sich als schwierig, da viele Betroffene sich in einer akuten Verfolgungssituation befanden, Angst vor Entdeckung hatten oder aufgrund kulturspezifischer Tabus zögerten, sich zu öffnen.

Wie unterscheidet sich die türkische Stichprobe von der deutschen in Bezug auf die Gewalt?

Die Studie ergab, dass türkische Betroffene signifikant häufiger schweren körperlichen Angriffen und sexuellen Belästigungen ausgesetzt waren als deutsche Betroffene in der Vergleichsgruppe.

Welche Rolle spielt die Polizei bei der Bewältigung des Stalkings?

Die Mehrheit der befragten Opfer beider Nationalitäten empfand die polizeilichen und rechtlichen Möglichkeiten in Deutschland als unzureichend. Die Betroffenen wünschen sich ein schnelleres, unbürokratischeres Vorgehen und konsequentere Sanktionen gegenüber den Stalkern.

Excerpt out of 257 pages  - scroll top

Details

Title
Stalking bei Betroffenen türkischer Herkunft in Deutschland
Subtitle
Eine explorative Studie
College
Technical University of Darmstadt  (Institut für Psychologie / Humanwissenschaften)
Grade
1,3
Author
Diplom-Psychologin Fatima Özkaraaslan-Lehmann (Author)
Publication Year
2006
Pages
257
Catalog Number
V74251
ISBN (eBook)
9783638741132
Language
German
Tags
Stalking Betroffenen Herkunft Deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Psychologin Fatima Özkaraaslan-Lehmann (Author), 2006, Stalking bei Betroffenen türkischer Herkunft in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/74251
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  257  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint