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Der Genozid an den Herero 1904-1908: Der erste deutsche Vernichtungskrieg

Título: Der Genozid an den Herero 1904-1908: Der erste deutsche Vernichtungskrieg

Trabajo , 2005 , 25 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Florian Beer (Autor)

Historia de Europa - Tiempos modernos, absolutismo, industrialización
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Im ersten Abschnitt der vorliegenden Arbeit soll versucht werden, zu einer Einschätzung der Ursachen des Krieges zu kommen. Hierbei soll zunächst auf die sozialen und wirtschaftlichen Umwälzungen innerhalb der Herero-Gesellschaft im ausgehenden 19. Jahrhundert eingegangen werden, um den Kontext des Kriegsentschlusses der Herero zu verdeutlichen. Anschließend werden die Auswirkungen der deutschen Kolonialpolitik auf die indigene Bevölkerung herausgearbeitet, um so nachzuweisen, warum sich weite Teile der Herero Anfang 1904 zum Krieg entschlossen. In einem zweiten Abschnitt wird verdeutlicht, dass der Krieg gegen die Herero 1904-1908 als Vernichtungskrieg zu charakterisieren ist. Dies lässt sich nicht nur durch Verlauf und Art der deutschen Kriegsführung belegen, sondern wird auch an Hand einer Analyse zeitgenössischer Publikationen zum Kolonialkrieg verdeutlicht.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Herero-Gesellschaft in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und die deutsche Kolonisation

3. Der erste deutsche Vernichtungskrieg

4. Die zeitgenössische Debatte

5. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen des Herero-Aufstandes im Jahr 1904 sowie den Verlauf des Krieges, um nachzuweisen, dass es sich hierbei um den ersten deutschen Vernichtungskrieg handelte. Dabei wird analysiert, wie zeitgenössische Diskurse diesen Prozess rechtfertigten.

  • Soziale und wirtschaftliche Umwälzungen in der Herero-Gesellschaft
  • Auswirkungen der deutschen Kolonialpolitik auf die indigene Bevölkerung
  • Analyse des Kriegsverlaufs als Vernichtungskrieg
  • Untersuchung zeitgenössischer Publikationen zur Kolonialkriegs-Debatte

Auszug aus dem Buch

3. Der erste deutsche Vernichtungskrieg

In welch militärisch starker Position sich die Herero befanden wird dadurch deutlich, dass es ihnen es binnen weniger Tage gelang, ganz Zentralnamibia mit Ausnahme der Militärstationen zu besetzen. Warum dieser Erfolg nicht genutzt wurde und ein anschließender Angriff auf die letzten befestigten Stellungen der Deutschen unterblieb, kann nur Gegenstand von Spekulationen sein, liegt vermutlich aber in der Hoffnung auf einen Verhandlungsfrieden begründet. Verhandlungen Samuel Mahareros mit Leutwein, die eine solche Interpretation nahe liegend erscheinen lassen, wurden jedoch von radikalen Teilen der Siedlerschaft bewusst unterlaufen. Eine den „Völkermord vorwegnehmende Rhetorik“, Massaker und Vergeltungsaktionen durch Schutztruppe und Siedler trieb in den folgenden Wochen auch die noch unbeteiligten Herero in den Krieg.

Nach einer Phase kleinerer Gefechte erfolgte die Weichenstellung in Richtung Völkermord Anfang Februar 1904 mit der Übernahme des Oberbefehls durch Großen Generalstab in Berlin, der entgegen operativer Vorschläge Leutweins sogleich mit Offensivbefehlen in das Kriegsgeschehen eingriff. Nachdem ihm zuvor schon die Kolonialabteilung des Auswärtigen Amtes befohlen hatte, keine Verhandlungen ohne ausdrückliche Genehmigung des Kaisers zu führen, wurde dem de facto ohnehin schon entmachteten Leutwein im April 1904 der militärische Oberbefehl entzogen. Sein Nachfolger wurde Generalleutnant v. Trotha, der glaubte, dass die indigene Bevölkerung „nur der Gewalt weichen“ würde und auch bereit war, diese Gewalt mit „krassem Terrorismus und selbst mit Grausamkeit“ auszuüben und die Einheimischen mit „Strömen von Blut und Geld“ zu vernichten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Ursachen des Krieges, die sozialen Umwälzungen der Herero-Gesellschaft und legt den Fokus auf die Charakterisierung des Konflikts als Vernichtungskrieg.

2. Die Herero-Gesellschaft in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und die deutsche Kolonisation: Das Kapitel analysiert die vorkoloniale Gesellschaftsstruktur, die Auswirkungen der Rinderpest und den wachsenden Druck durch die deutsche Kolonialmacht, die den Konflikt forcierten.

3. Der erste deutsche Vernichtungskrieg: Hier wird der strategische Wechsel unter General von Trotha hin zur bewussten Vernichtungspolitik und die damit einhergehende militärische und ideologische Radikalisierung beschrieben.

4. Die zeitgenössische Debatte: Dieses Kapitel zeigt auf, wie der Vernichtungskrieg in zeitgenössischen Publikationen und durch rassistische Diskurse als notwendiger Prozess gerechtfertigt wurde.

5. Fazit: Das Fazit stellt fest, dass die deutsche Öffentlichkeit über den Vernichtungscharakter des Krieges informiert war und dieser ideologisch breit akzeptiert wurde.

Schlüsselwörter

Herero, Genozid, Vernichtungskrieg, deutsche Kolonialgeschichte, Deutsch-Südwestafrika, Samuel Maharero, Theodor Leutwein, Lothar von Trotha, Kolonialismus, Rassenkrieg, Vernichtungsrhetorik, Konzentrationslager, Rassismus, Siedlerkolonialismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit dem Genozid an den Herero in Deutsch-Südwestafrika zwischen 1904 und 1908 und arbeitet dessen Charakter als ersten deutschen Vernichtungskrieg heraus.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentrale Themen sind die sozialen Umwälzungen der Herero-Gesellschaft vor dem Krieg, die eskalierende deutsche Kolonialpolitik und die zeitgenössische ideologische Rechtfertigung von Gewalt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, historisch zu belegen, dass die Auseinandersetzung kein spontaner Aufstand war, sondern ein gezielt geplanter und als solcher von der Öffentlichkeit wahrgenommener Vernichtungskrieg.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor stützt sich auf eine tiefgehende Analyse von zeitgenössischen Publikationen, kolonialen Quellen und aktueller geschichtswissenschaftlicher Literatur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung des Konflikts, den militärischen Übergang zur Vernichtungsstrategie unter von Trotha sowie die diskursive Konstruktion von Überlegenheit im zeitgenössischen Kolonialschrifttum.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Vernichtungskrieg, koloniale Herrschaftsstrukturen, rassistische Ideologien und den Genozidbegriff maßgeblich definiert.

Wie bewertet der Autor den Befehl von General von Trotha?

Der Autor ordnet diesen als bewusste Entscheidung zur vollständigen Vernichtung ein, die nicht auf militärischer Notwendigkeit, sondern auf einer rassistisch motivierten Vernichtungsideologie beruhte.

Welche Rolle spielten zeitgenössische Publikationen bei der Legitimation des Krieges?

Publikationen wie Frenssens „Peter Moors Fahrt nach Südwest“ dienten dazu, die Vernichtung der indigenen Bevölkerung als logischen Beitrag zur Entwicklung einer „Weltkultur“ darzustellen und in der deutschen Gesellschaft anschlussfähig zu machen.

Final del extracto de 25 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Genozid an den Herero 1904-1908: Der erste deutsche Vernichtungskrieg
Universidad
Bielefeld University
Curso
Seminar: Krieg, Gewalt, Geschlecht im 19. und 20. Jahrhundert
Calificación
1,3
Autor
Florian Beer (Autor)
Año de publicación
2005
Páginas
25
No. de catálogo
V74326
ISBN (Ebook)
9783638712835
ISBN (Libro)
9783638727549
Idioma
Alemán
Etiqueta
Genozid Herero Vernichtungskrieg Seminar Krieg Gewalt Geschlecht Jahrhundert Deutsch-Südwestafrika Kolonialismus Trotha Waterberg Namibia
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Florian Beer (Autor), 2005, Der Genozid an den Herero 1904-1908: Der erste deutsche Vernichtungskrieg, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/74326
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