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Die Föderalismusdebatte der Lega Nord in den 90er Jahren

Título: Die Föderalismusdebatte der Lega Nord in den 90er Jahren

Trabajo de Seminario , 2007 , 20 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Stefan Prosch (Autor)

Política - Región: Europa Occidental
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Die Lega Nord als politische Partei entstand auf den Grundlagen des norditalienischen „Leghismo“ in einer Zeit der Auflösung der traditionellen politischen Parteiensysteme und trug dabei wesentlich zu deren Niedergang bei.
In der folgenden Arbeit soll besonders die Position und die Bedeutung der Lega Nord in der Föderalismusdebatte in den 90er Jahren näher betrachtet werden.
Die Lega Nord hat dabei verschiedene Entwicklungsstufen durchlaufen, wobei diese von der Forderung nach Föderalismus bis hin zur Sezession gegangen sind. Gleichzeitig hat sich auch mehrmals ihre politische Identität von einer rein regionalen hin zu einer rechtspopulistischen Bewegung geändert.
Trotz aller Veränderungen und Transformationen weist sie aber auch eine Kontinuität im Streben nach der Konstruktion einer Identität des Nordens auf, wobei auch die Erfindung „Padaniens“ darunter fällt.

Extracto


Struktur der Arbeit

1. Einleitung

2. Ursprung der Lega Nord

2.1 Die Anfänge der „Leghe“ und die gemeinsamen Grundlagen

2.1.1 Die regionalen Leghe-Bewegungen

2.1.2 Die gemeinsamen Grundlagen der Leghe

2.2 Abgrenzung zwischen traditionellen und modernen ethnoregionalistischen Bewegungen

2.3 Gründung der „Lega Nord“

3. Institutionelle Reformen

3.1 Föderalismuskonzeption der „Lega Lombarda“ als Vorläufer der Lega Nord

3.2 Integraler Föderalismus mit Makro-Regionen

3.3 Föderalismus und Sezessionsstrategie

4. Resümee

Zielsetzung & Themen der Publikation

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle, Position und inhaltliche Entwicklung der Lega Nord im Kontext der italienischen Föderalismusdebatte der 1990er Jahre und analysiert dabei die Transformation der Bewegung von regionalistischen Anfängen hin zu einem rechtspopulistischen Akteur.

  • Historische Entstehung und ideologische Grundlagen der Lega-Bewegungen in Norditalien.
  • Differenzierung zwischen traditionellen ethnoregionalistischen Bewegungen und den modernen Ansätzen der Lega.
  • Analyse der verschiedenen Föderalismus- und Neoföderalismuskonzepte (einschließlich Makro-Regionen).
  • Untersuchung der Sezessionsstrategie als politisches Instrumentarium im Wandel der 90er Jahre.
  • Die Rolle von Mythen, Symbolen und Identitätskonstruktionen ("Padanien") für den politischen Erfolg.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Die regionalen Leghe-Bewegungen

Die Regionalbewegungen entstanden in einer Zeit als der zuvor lang anhaltende Aufschwung der sechziger und siebziger Jahre sein Ende fand. Unzählige Kleinunternehmer Norditaliens hatten von der guten Konjunktur profitiert und sich ihren Wohlstand erarbeitet. Der Säkularisierungsprozess war in dieser Zeit bereits weit fortgeschritten. In der aufkommenden Krise versuchten die Betroffenen, in einem abgeschlossenen Umfeld Halt zu finden, was in einer zunehmend unüberschaubaren Welt immer schwieriger wurde. Sie zogen sie sich als logische Folge immer weiter zurück und schufen ihren überschaubaren Mikrokosmos, wobei sie sich auf ihre historische und regionale Identität beriefen. Die Lega-Anhänger der ersten Stunde stammten dabei aus sozialen Randgruppen und waren einfache Leute auf dem Land und in Kleinstädten, zumeist männlich.

In ihren Augen hatten die vielen Süditaliener, die in Boom-Zeiten im Norden Arbeit gefunden hatten, die regionale Identität gestört. Außerdem behauptete man, dass von Rom, dem Schauplatz der politischen Kämpfe und Produktionsstätte der TV- und Kino Massenkultur, ein schlechter Einfluss ausgehe, der die traditionellen Familien und die religiösen Werte untergrabe. Das venetische Volk solle als Folge dieser Entwicklungen sein Heil in der autonomen venetischen Nation suchen.

Die Liga Veneta (LV) debütierte dabei bereits im Jahre 1979 auf einer Sammelliste für ethnoregionalistische Gruppierungen Norditaliens für die Europaratswahlen und konnte auf Anhieb ohne jegliche politische Propaganda ein beachtliches Ergebnis erzielen. Ziel dieser neugegründeten Bewegung war es, die vermeintlich vorhandene ethnische Regionalidentität auf politischer Ebene zu repräsentieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert den Aufstieg der Lega Nord als Reaktion auf die Krise der traditionellen Parteiensysteme und definiert den Fokus auf ihre Föderalismusforderungen in den 90er Jahren.

2. Ursprung der Lega Nord: Dieses Kapitel behandelt die Entstehung der regionalen Leghe aus wirtschaftlicher Unsicherheit heraus und analysiert den Prozess der Identitätskonstruktion und Abgrenzung gegenüber dem Zentralstaat.

3. Institutionelle Reformen: Hier werden die verschiedenen Konzepte der Partei von der lokalen Lombardei-Autonomie über den integralen Föderalismus bis hin zur taktischen Sezessionsstrategie detailliert analysiert.

4. Resümee: Das Resümee bewertet den Einfluss der Lega Nord auf die politische Erneuerung Italiens und unterstreicht ihren Erfolg, den Föderalismus dauerhaft auf die nationale Agenda gesetzt zu haben.

Schlüsselwörter

Lega Nord, Föderalismus, Padanien, Regionalismus, Umberto Bossi, Neoföderalismus, Sezession, Norditalien, Identitätskonstruktion, politische Partizipation, Ethnoregionalismus, Parteiensystem, Lega Lombarda, politische Reform, Protestbewegung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die politische Entwicklung der italienischen Partei Lega Nord in den 1990er Jahren mit einem Schwerpunkt auf ihren föderalistischen Forderungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Entstehung der Partei, die Konstruktion einer norditalienischen Identität sowie die verschiedenen institutionellen Reformmodelle der Lega.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Bedeutung der Lega Nord in der Föderalismusdebatte der 90er Jahre zu ergründen und die Wandlungen ihrer politischen Identität nachzuzeichnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Untersuchung, die auf der Analyse von Parteiprogrammen, historischer Literatur und zeitgenössischen politischen Diskursen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Ursprungs der Bewegung (Kapitel 2) und die detaillierte Darstellung ihrer institutionellen Reformkonzepte (Kapitel 3).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentral sind Begriffe wie Föderalismus, Padanien, Regionalismus, Lega Nord, Sezession und institutionelle Reformen.

Warum spielt das Konzept "Padanien" eine wichtige Rolle für die Lega Nord?

Padanien dient als künstlich konstruierte kulturelle Identität, um sich gegen das als ineffizient wahrgenommene, zentralistische Rom abzugrenzen und die Forderung nach Autonomie historisch zu legitimieren.

Wie änderte sich die Föderalismuskonzeption der Partei im Zeitverlauf?

Die Konzepte reichten von einer frühen regionalen Autonomie der Lombardei über einen integralen Föderalismus mit Makro-Regionen bis hin zur (teils taktisch motivierten) Sezessionsforderung nach 1996.

Final del extracto de 20 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Föderalismusdebatte der Lega Nord in den 90er Jahren
Universidad
University of Innsbruck  (Politikwissenschaft)
Curso
Italiens Verfassungsreform
Calificación
2,0
Autor
Stefan Prosch (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
20
No. de catálogo
V74373
ISBN (Ebook)
9783638681476
ISBN (Libro)
9783638797283
Idioma
Alemán
Etiqueta
Föderalismusdebatte Lega Nord Jahren Italiens Verfassungsreform
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Stefan Prosch (Autor), 2007, Die Föderalismusdebatte der Lega Nord in den 90er Jahren, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/74373
Leer eBook
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