Zielsetzung und Prognose:
Herrn E. vorrangiges Ziel ist es etwas für seine gesamte Fitness zu tun. Hierbei legt er besonderen Wert auf die Verbesserung seiner Beschwerden im Rückenbereich und eines Gesamtkörpertrainings zur Behebung muskulärer Dysbalancen. Er wünscht sich ein abwechslungsreiches Trainingsprogramm, um hier auch die Möglichkeit zu haben einen Gegenpol zur Stresssituation seiner Arbeit aufzubauen. Er ist bereit sich 2 x die Woche die Zeit zu nehmen um ins Studio zu kommen und dort sowohl im Ausdauer- (Herz-Kreislauf-Training) wie im Kraftbereich zu trainieren.
Herr E. ist aufgrund seiner jetzigen Situation hochmotiviert sein Training in Angriff zu nehmen, um seine Probleme mit dem Rücken und die Stressbelastung des Alltags zu bekämpfen. Als Probleme sehe ich seine hohe Stressbelastung und die wenige Zeit, die er neben der Tätigkeit am Theater (in wechselnden Schichten und mit Überstunden) in sein Training investieren können wird. Es ist davon
auszugehen, dass er zuerst maximal 2 x die Woche zum Training Zeit findet, was aber auch für einen Beginner eine moderate Anfangseinheit ist. Bei zunehmender Trainingsdauer und mit der Prognose seine Schmerzproblematik durch gezieltes Krafttraining in den Griff zu bekommen, wird seine Motivation steigen und auch
die Zeit zunehmen, die er ins Training (und letztlich in sich und seine Gesundheit) investieren wird.
Inhaltsverzeichnis
II. Trainingssteuerung/Trainingsplanung im Krafttraining nach der ILB-Methode
II.1 Allgemeines/Diagnose des Kunden
II.2 Zielsetzung/Prognose
II.3 Trainingsplanung nach der ILB-Methode
o allgemeine Erläuterung
o Makrozyklusdarstellung
o Mesozyklusdarstellung
o Mikrozyklusdarstellung
II.4 Analyse (Re-Test)
III. Allgemeine Trainingslehre
III.1 Allgemeine Trainingsprinzipien der Trainingslehre
III.2 Beschreibung der klassischen Krafttrainingsmethoden
III.3 Der Zusammenhang zwischen Belastung und Regeneration bei Leistungssteigerung durch Anpassung (Superkompensation)
III.4 Ziele und Inhalte des Aufwärmens (Ablauf/Schritte) im Fitnesstraining
III.5 Ziele und Inhalte des Abwärmens (Ablauf/Ziele) im Fitnesstraining
III.6 Ziele und Inhalte des ganzheitlichen Fitnesstrainings
IV. Übungsanalyse
IV.1 Oberschenkelstreckmuskulatur
o Übung, Gerät, Beschreibung der beteiligten Muskeln Bewegungsbeschreibung der Übung, Fotos
o Fehlerquellen und Korrekturmöglichkeiten
IV.2 Oberschenkelbeugemuskulatur
o Übung, Gerät, Beschreibung der beteiligten Muskeln Bewegungsbeschreibung der Übung, Fotos
o Fehlerquellen und Korrekturmöglichkeiten, Fotos
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Ziel der Arbeit ist die Erstellung eines individuellen Trainingsplans für einen Beginner unter Anwendung der ILB-Methode, um muskuläre Dysbalancen zu beheben und die allgemeine Fitness zu steigern.
- Analyse des Kundenstatus mittels Anamnese und Muskelfunktionstest
- Anwendung der ILB-Methode zur systematischen Belastungssteuerung
- Vermittlung allgemeiner trainingswissenschaftlicher Grundlagen
- Detaillierte Übungsanalyse von Kraftgeräten
Auszug aus dem Buch
III.3 Der Zusammenhang zwischen Belastung und Regeneration bei Leistungssteigerung durch Anpassung
Unsere Muskulatur ist in der Lage sich länger einwirkenden Reizen Anzupassen, es handelt sich hierbei um einen biologischen Vorgang bei dem z.B. durch Kraft – und Dehnübungen (die eine bestimmte Reizintensität haben) zentralnervöse und stoffwechselbedingte Umstellungen im und mit dem Muskel stattfinden. Es kommt beim Training nach Belastung zu einer Abnahme der sportlichen Leistungsfähigkeit und somit zu einer Ermüdung des Muskels. Die nachfolgende Pause dient nun zur Erholung des Muskels, in dem dieser sich regenerieren kann und sein Ausgangsniveau erreicht.
Wir unterscheiden unterschiedliche Trainingsbelastungen/-reize :
Fehlender Trainingsreiz – man spricht von einem fehlenden Reiz, wenn die Funktion des Muskels durch äußere Einwirkung gestoppt wird, so dass der Muskel z.B. nach Beinbruch nicht mehr angesprochen werden kann oder eben nicht bewegt oder belastet werden darf; was zu einer Hypotrophie des Muskels führt. Auch ein Trainingsabbruch ist für den Muskel als fehlender kontinuierlicher Reiz ebenfalls im Maße eines Muskelabbaus zu spüren.
Unterschwelliger Trainingsreiz – ein zu unterschwelliger Reiz (also ein Reiz, der von der Muskulatur als zu gering empfunden wird), verschlechtert ebenfalls die Leistungsfähigkeit des Muskels. Der vorher auftrainierte Muskel würde sich bis auf sein ursprüngliches notwendiges Anforderungs-/Ausgangsniveau zurückbilden.
Normaler Trainingsreiz – ein normaler Reiz für die Muskulatur erreicht keine nennenswerte Steigerung der Leistungsfähigkeit des Muskels, es findet aber auch keine Verschlechterung statt.
Überschwelliger Trainingsreiz – der überschwellige Trainingsreiz sollte eingesetzt werden, um den Körper zu Anpassungsreaktionen anzuregen (z.B. Muskelaufbau), die dann zu einem Verbessern der Ausgangssituation führen (z.B. muskuläre Dysbalancen ausgleichen). Man sollte hier die Trainingsreize immer der Reizschwelle anpassen, stetig erhöhen und es muss zu einer ausreichend hohen Trainingsbelastung kommen, bevor der Körper mit Anpassungsreaktionen beginnt.
Zusammenfassung der Kapitel
II. Trainingssteuerung/Trainingsplanung im Krafttraining nach der ILB-Methode: Dieses Kapitel beschreibt die Anamnese des Kunden sowie die methodische Trainingsplanung mittels ILB-Methode inklusive Makro- und Mikrozyklusplanung.
III. Allgemeine Trainingslehre: Hier werden theoretische Grundlagen wie Trainingsprinzipien, klassische Methoden, Superkompensation sowie Aufwärm-, Abwärm- und ganzheitliche Trainingsinhalte erläutert.
IV. Übungsanalyse: Dieses Kapitel bietet eine detaillierte technische Analyse der Übungen für die Oberschenkelstreck- und beugemuskulatur inklusive Fehlerquellen und Korrekturen.
Schlüsselwörter
ILB-Methode, Krafttraining, Trainingssteuerung, Belastung, Regeneration, Superkompensation, Ganzkörpertraining, Muskeldysbalancen, Aufwärmen, Abwärmen, Trainingslehre, Übungsanalyse, Fitness, Trainingsplanung, Beginner
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dient als schriftliche Hausarbeit zur Erlangung der Fitnesstrainer-B-Lizenz und behandelt die praktische Trainingsplanung für einen Kunden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Trainingssteuerung nach der ILB-Methode, der allgemeinen Trainingslehre und der anatomischen Übungsanalyse.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Erstellung eines maßgeschneiderten Ganzkörper-Trainingsplans für einen Kunden mit Rücken- und Kniebeschwerden, um Dysbalancen auszugleichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird die ILB-Methode (Intensitäts-Leistungs-Bereiche) angewandt, um ein individuelles Belastungsprofil zu erstellen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst die Diagnose, die Trainingsplanung, die theoretischen Grundlagen der Trainingslehre sowie die Analyse spezifischer Kraftübungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind ILB-Methode, Krafttraining, Trainingssteuerung, Superkompensation und muskuläre Dysbalancen.
Warum ist ein Re-Test bei diesem Kunden wichtig?
Der Re-Test dient der Motivationserhaltung und der kontinuierlichen Anpassung des Trainingsplans an die Leistungsfortschritte des Kunden.
Welche Besonderheit weist die Übungsanalyse auf?
Die Analyse beinhaltet neben der biomechanischen Beschreibung auch konkrete Fehlerquellen und Korrekturmöglichkeiten für den Trainer.
- Quote paper
- Eva-Maria Diedrich (Author), 2002, Trainingssteuerung/Trainingsplanung im Krafttraining nach der ILB-Methode, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/7450