Diese Arbeit ist die schriftliche Ausarbeitung des Referats, das ich am 08.02.2005 im Rahmen des Seminars „Aktuelle Herausforderungen der Erwachsenenbildung“ gehalten habe. Die schriftliche Ausarbeitung folgt dem Verlauf des Referats.
Im ersten Teil widme ich mich den theoretischen Grundlagen der verschiedenen Formen, mit dem Computer zu lernen. Im zweiten Teil betrachte ich die Arten und Weisen, in denen computergestütztes Lernen in der Erwachsenenbildung vorkommt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlagenwissen und lernpsychologische Grundlagen
2.1. Lernen – Was ist das überhaupt?
2.2. Behaviorismus und Konstruktivismus
2.3. Programmierter Unterricht
2.4. Computer Based Training / Computergestützter Unterricht
2.5. Hypermedia
3. Formen computeranimierten Lernens in der Erwachsenenbildung / Weiterbildung
3.1. Institutionelle Bildungsarbeit
3.2. Bildungsauftrag: Medienkompetenz
3.3. Computereinsatz in der EB
3.4. Vom Dozenten zum Navigator
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Stellenwert und die Formen des computergestützten Lernens im Kontext der Erwachsenenbildung. Dabei wird analysiert, wie sich theoretische lerntheoretische Ansätze in verschiedenen digitalen Lernformen niederschlagen und welche Herausforderungen sich daraus für Bildungsinstitutionen sowie Lehrende in der modernen Informationsgesellschaft ergeben.
- Lerntheoretische Grundlagen des computergestützten Lernens
- Historische Entwicklung von Lernsoftware (vom behavioristischen Ansatz bis Hypermedia)
- Status quo der Mediennutzung in der institutionellen Erwachsenenbildung
- Vermittlung von Medienkompetenz als zentraler Bildungsauftrag
- Wandel der Dozentenrolle hin zum Navigator und Coach
Auszug aus dem Buch
3.4. Vom Dozenten zum Navigator
Der Einsatz computeranimierter Methoden stellt an den Erwachsenenbildner neue Anforderungen und verlangt ein verändertes Selbstbild und Profil.
Das „alte“ Bild des Lehrenden ist ein gewissermaßen „allwissender Dozent“, er ist ein didaktischer Leiter, der die richtigen Informationen vermittelt. Heute hat sich unter dem Leitgedanken des Konstruktivismus dieses Bild gewandelt. Der Dozent wird „Navigator“.
Nicht der Lehrende steht mit seinem Stoff im Mittelpunkt des Betrachters, sondern die Lernenden und ihre individuellen Bedürfnisse selbst. Sie werden jetzt nicht mehr als passiv und rezeptiv verstanden. Der Erwachsenenbildner bekommt die Rolle eines Coaches, eines persönlichen Lernberaters und -trainers, der durch die Vielfalt der Informationen navigiert und leitet.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Entstehung der Arbeit aus einem Seminarreferat und gibt einen Überblick über die zweigeteilte Struktur der Untersuchung.
2. Grundlagenwissen und lernpsychologische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert den Lernbegriff und stellt behavioristische sowie konstruktivistische Lerntheorien als Basis für verschiedene Formen des computergestützten Lernens dar.
3. Formen computeranimierten Lernens in der Erwachsenenbildung / Weiterbildung: Das Kapitel untersucht den praktischen Einsatz von Computern in Bildungseinrichtungen, thematisiert die Notwendigkeit von Medienkompetenz und beschreibt die Rollenveränderung des Lehrenden.
Schlüsselwörter
Erwachsenenbildung, Weiterbildung, computergestütztes Lernen, Behaviorismus, Konstruktivismus, Programmierter Unterricht, Computer Based Training, Hypermedia, Medienkompetenz, Informationsgesellschaft, Navigator, E-Learning, lebenslanges Lernen, Lehr-Lern-Prozess
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Integration des Computers als Werkzeug und Medium in den Bereich der Erwachsenenbildung und Weiterbildung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die theoretischen lerntheoretischen Grundlagen des Computerlernens, die historische Entwicklung von Lernsoftware sowie die praktische Umsetzung und didaktische Rollenverteilung in der Erwachsenenbildung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist eine Bestandsaufnahme der verschiedenen Formen computeranimierten Lernens und eine Untersuchung der Herausforderungen, die sich für Weiterbildner in der Informationsgesellschaft ergeben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung und Systematisierung bestehender Ansätze sowie einer Analyse aktueller Anforderungen an Bildungseinrichtungen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil erörtert lerntheoretische Hintergründe, analysiert die historische Entwicklung vom programmierten Unterricht über CBT bis zu Hypermedia und diskutiert die institutionellen sowie persönlichen Konsequenzen für die Erwachsenenbildung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Erwachsenenbildung, Behaviorismus, Konstruktivismus, Medienkompetenz und die Rolle des Dozenten als Navigator.
Warum wird der Behaviorismus als Ausgangspunkt für den "Programmierten Unterricht" genannt?
Der Behaviorismus bildet das lerntheoretische Fundament für frühe Computerprogramme, da hier Lernen als Reaktion auf Stimuli verstanden und durch Belohnung bzw. Verstärkung gesteuert wurde.
Inwiefern hat sich die Rolle des Dozenten verändert?
Vom traditionell "allwissenden" Vermittler hat sich die Rolle unter konstruktivistischen Aspekten hin zu einem Navigator oder Coach gewandelt, der den Lernenden beim eigenständigen Wissenserwerb unterstützt.
- Citation du texte
- Christian Schumann (Auteur), 2005, Lernen mit dem Computer im Bereich der Erwachsenenbildung / Weiterbildung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/74621