Die vorliegende Hausarbeit zum Thema „Fach- und Wissenschaftskommunikation: intra- und interkulturell: Lehrbuchtexte kontrastiv“ beschreibt und erläutert eine vergleichende Untersuchung linguistischer Hochschullehrbücher in deutscher, englischer und spanischer Sprache. Ziel der Betrachtungen ist es, eventuelle kultur- und sprachspezifische Unterschiede der Vertextung von Wissen in diesem Bereich aufzuzeigen und gegebenenfalls zu erklären. Hierzu sollen einführend grundlegende Begriffe im Sinne ihrer Verwendung in dieser Arbeit expliziert und die diskutierte Textsorte „Lehrbuch“ in diesen und den wissenschaftlichen Kontext allgemein eingeordnet werden. Dem schließen sich Ausführungen zur Durchführung der Untersuchung selbst an, bevor die Ergebnisse präsentiert und schließlich interpretiert werden. Abschließende Bemerkungen geben Aufschluss über auftretende Auffälligkeiten während der Analyse des Textmaterials und einen Ausblick auf weitere Möglichkeiten und Fragestellungen für zukünftige Untersuchungen in diesem Bereich.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Kultur und Interkulturelle Kommunikation
2.2 Kommunikation in den Wissenschaften: Fach- und Wissenschaftssprache
2.3 Fachtext und Textsorte
2.3.1 Textsorte Lehrbuchtext
3. Die Untersuchung
3.1 Das Korpus
3.2 Die Methode
3.3 Die untersuchten Merkmale
3.4 Die Ergebnisse: Lehrbuchvergleich Deutsch-Englisch-Spanisch
3.4.1 Das Korpus
3.4.2 Die Makrostruktur
3.4.3 Gliederungssignale und Metakommunikation
3.4.4 Autorbezug, Leserbezug, Forschungsbezug
3.5 Auswertung
4. Schlussbetrachtungen und Bemerkungen
5. Literaturverzeichnis
Anhang:
Anhang 1a und b: Vergleich Deutsche Bücher
Anhang 2a und b: Vergleich Englische Bücher
Anhang 3a und b: Vergleich Spanische Bücher
Anhang 4a und b: Vergleich Deutsch-Englisch-Spanisch
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, kultur- und sprachspezifische Unterschiede bei der Vermittlung wissenschaftlichen Wissens in linguistischen Hochschullehrbüchern zu identifizieren. Durch einen kontrastiven Vergleich deutscher, englischer und spanischer Lehrbuchtexte soll untersucht werden, wie Autoren das Informationsgefälle zu den Studierenden überbrücken und welche metakommunikativen oder strukturellen Vertextungsstrategien dabei zum Einsatz kommen.
- Kontrastive Analyse linguistischer Fach- und Wissenschaftssprache.
- Untersuchung der Makro- und Mikrostruktur von Lehrbuchtexten.
- Rolle des Autor-, Leser- und Forschungsbezugs in didaktischen Texten.
- Einfluss soziokultureller Konventionen auf die Textgestaltung.
- Vergleich von Vertextungsstrategien wie Gliederungssignalen, Metakommunikation und Objektivität.
Auszug aus dem Buch
2.3.1 TEXTSORTE LEHRBUCHTEXT
Gläser bezeichnet Lehrbuchtext als „Sammelbegriff für didaktisch und methodisch gestaltete Texte, die im Lehrprozeß Verwendung finden und deren Fachlichkeitsgrad auf das Ausbildungsziel, das Alter und die fachlichen Vorkenntnisse der Lernenden abgestimmt ist“15. Die bereits erwähnten Mittel Cherubims zur möglichst verständlichen Weitergabe und Vermittlung wissenschaftlicher Inhalte an Studierende kommen in ihnen zum Tragen, besonders, wenn es sich (wie im vorliegenden Fall) um Einführungen in ein Fachgebiet handelt. Solche sind nach Kresta „sämtliche didaktisierende Fachtexte, die dazu dienen, eine systematische Einführung in das Kenntnissystem eines Faches (bzw. eines Teilgebietes davon) und die darin angewandten Untersuchungsmethoden zu bieten“16.
Mit welchen Mitteln sie dies tun und in welcher Weise sich die verschiedensprachigen Lehrbücher dabei unterscheiden, steht im folgenden Kapitel im Mittelpunkt des Interesses.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der interkulturellen Kommunikationsforschung für die Wissenschaftssprache ein und definiert das Ziel, die Vertextungsstrategien von Hochschullehrbüchern kontrastiv zu untersuchen.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert Konzepte der Kultur, der Fachsprache und der Textsorte Lehrbuch, um den theoretischen Rahmen für die anschließende Analyse zu bilden.
3. Die Untersuchung: Hier werden das Korpus, die Paralleltext-Methode sowie die spezifischen Merkmale (Makro- und Mikroebene) beschrieben, anhand derer die deutsche, englische und spanische Lehrbücher verglichen werden.
4. Schlussbetrachtungen und Bemerkungen: Die Autorin reflektiert die Ergebnisse, weist auf die Grenzen der Studie hinsichtlich des begrenzten Korpus hin und diskutiert die Herausforderungen der empirischen Analyse.
Schlüsselwörter
Interkulturelle Kommunikation, Wissenschaftssprache, Lehrbuchtext, Fachsprache, Textsorte, kontrastive Linguistik, Vertextungsstrategien, Makrostruktur, Mikrostruktur, didaktischer Funktionalstil, Metakommunikation, Sprachvergleich, Linguistik, Hochschullehre, Heckenausdrücke.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit untersucht linguistische Hochschullehrbücher in deutscher, englischer und spanischer Sprache, um Unterschiede in deren kommunikativen Vertextungsstrategien aufzudecken.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Themenfelder umfassen die interkulturelle Kommunikation, die Fach- und Wissenschaftssprache sowie die spezifische Textsorte „Lehrbuchtext“ im didaktischen Kontext.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, kultur- und sprachspezifische Unterschiede bei der Vermittlung von wissenschaftlichem Wissen aufzuzeigen und zu analysieren, wie die Autoren das Verhältnis zum Leser gestalten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt das Paralleltextverfahren, um die ausgewählten Lehrbücher in den drei Sprachen unter identischen Parametern vergleichbar zu machen.
Was steht im Hauptteil im Fokus?
Der Hauptteil analysiert die Makro- und Mikroebene der Texte, insbesondere hinsichtlich Gliederungssignalen, Autor- und Leserbezug sowie der Verwendung von Metadiskursverben und Heckenausdrücken.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie interkulturelle Kommunikation, Fachsprache, Lehrbuchtext und kontrastive Linguistik geprägt.
Warum wurden gerade Lehrbücher zur Syntax untersucht?
Um eine hohe Vergleichbarkeit der Themengebiete über alle 18 untersuchten Werke hinweg zu gewährleisten, wurde das Kapitel „Syntax“ als gemeinsames Analyseobjekt gewählt.
Welche Rolle spielen „heckenausdrücke“ in den untersuchten Büchern?
Heckenausdrücke wie Hedges dienen dazu, den Absolutheitsanspruch von Behauptungen zu relativieren oder Respekt gegenüber dem Leser zu zeigen, wobei das Englische hier die höchste Frequenz aufwies.
Zu welchem Ergebnis kommt die Autorin hinsichtlich der Objektivität?
Deutsche Texte zeichnen sich durch eine geringe Verbdichte und fehlende direkte Leseransprache aus, was als Bemühen um eine objektive wissenschaftliche Darstellung interpretiert werden kann.
- Quote paper
- Anja Wedekind (Author), 2007, Lehrbuchtexte kontrastiv: Eine Analyse deutscher, englischer und spanischer Lehrbücher, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/74650