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Entwicklung eines Früherkennungssystems mit Perspektive auf die Absatzmarktrisiken der werbefinanzierten Fernsehunternehmung

Title: Entwicklung eines Früherkennungssystems mit Perspektive auf die Absatzmarktrisiken der werbefinanzierten Fernsehunternehmung

Term Paper (Advanced seminar) , 2001 , 26 Pages , Grade: 1,4

Autor:in: Jon Basel (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Im Rahmen des am 1. Mai 1998 in Kraft getretenen Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) erfolgte unter anderem die Novellierung des § 91 Abs. 2 AktG. Danach ist der Vorstand einer AG verpflichtet, „ein Überwachungssystem einzurichten, damit den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen früh erkannt werden". Zudem wurde eine Erweiterung des § 289 Abs. 1 HGB vorgenommen, nach welcher Risiken der künftigen Geschäftsentwicklung im Lagebericht darzustellen sind.
Durch diese Gesetzesänderung ist auch bei deutschen Fernsehunternehmen die Diskussion um Früherkennungssysteme aktualisiert und in den Mittelpunkt der Fragen nach einem angemessenen Risikomanagement gerückt worden. Eine turbulente Unternehmensumwelt, bedingt durch dynamische Marktveränderungsprozesse und eine zunehmendende Wettbewerbsintensivierung in technischer, publizistischer wie wirtschaftlicher Hinsicht, sowie hohe Investitionen bei vergleichsweise geringen Renditen, machen vor dem Hintergrund politisch motivierter Anstrengungen zur Deregulierung der Medienmärkte eine frühzeitige Erkennung von Risiken als Grundlage adäquater Gegensteuerungsmaßnahmen für die Überlebensfähigkeit einer Fernsehunternehmung unabdingbar.
Intention der vorliegenden Arbeit ist es, die Gestaltungsmöglichkeiten und Probleme bei der Entwicklung eines Früherkennungssystems für die Absatzmarktrisiken der werbefinanzierten Fernsehunternehmung aufzuzeigen.
In Kapitel 2 wird zunächst eine allgemeine Einführung in die Theorie des Früherkennungssystems als ein vom Gesetzgeber erwünschtes Element des Risikomanagementprozesses gegeben. Darauf folgend wird in den Kapiteln 3 und 4 der Prozess der Früherkennung auf die spezifischen Anforderungen werbefinanzierter Fernsehunternehmen übertragen, wobei der Dichotomie des Fernsehabsatzmarktes in Rezipienten- und Werbemarkt durch eine zunächst getrennte Betrachtungsweise beider Absatzmärkte Rechnung getragen wird, bevor in Kapitel 5 die Risikointerdependenzen zwischen beiden Märkten und deren Beziehung zum Beschaffungs- bzw. Programmmarkt dargestellt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Früherkennungssystem

2.1 Entwicklung des Früherkennungssystems

2.2 Kennzahlen-/ hochrechnungsorientierte Früherkennung

2.3 Indikatororientierte Früherkennung

2.4 Strategische Früherkennung - Schwache Signale

3 Der Rezipientenmarkt

3.1 Risiken auf dem Rezipientenmarkt

3.2 Früherkennung auf dem Rezipientenmarkt

3.2.1 Kennzahlen-/ hochrechnungsorientierte Früherkennung

3.2.2 Indikatororientierte Früherkennung

3.2.3 Strategische Früherkennung

4 Der Werbmarkt

4.1 Risiken auf dem Werbemarkt

4.2 Früherkennung auf dem Werbemarkt

4.2.1 Kennzahlen-/hochrechnungsorientierte Früherkennung

4.2.2 Indikatororientierte Früherkennung

4.2.3 Strategische Früherkennung

5 Risikointerdependenzen des Absatzmarktes

6 FAZIT

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Gestaltungsmöglichkeiten und Herausforderungen bei der Entwicklung eines Früherkennungssystems zu analysieren, das speziell auf die Absatzmarktrisiken von werbefinanzierten Fernsehunternehmen zugeschnitten ist, um deren Überlebensfähigkeit in einem dynamischen Marktumfeld zu sichern.

  • Grundlagen und Generationen von Früherkennungssystemen im Kontext des Risikomanagements.
  • Analyse der spezifischen Risikofaktoren auf dem Rezipientenmarkt und dem Werbemarkt.
  • Methoden zur Früherkennung: Kennzahlen, Indikatoren und das Konzept der schwachen Signale.
  • Interdependenzen zwischen den Absatzmärkten und deren Bedeutung für die Unternehmenssteuerung.

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Indikatororientierte Früherkennung

Bei der Ermittlung relevanter Früherkennungsindikatoren für Risiken des Rezipientenmarktes werbefinanzierter Fernsehunternehmen lassen sich zunächst politisch-rechtliche Entwicklungen als Hinweise zukünftiger Chancen und Gefahren identifizieren. Diese können sich in einer Veränderung programmlicher Anforderungen oder der Regeln zur Sicherung der Meinungsvielfalt äußern. So könnte eine Gesetzesänderungen im Rahmen der EU-Fernsehrichtlinie z.B. bezüglich einer Erhöhung der Pogrammquoten für europäische Produktionen vor dem Hintergrund einer zunehmenden Konkurrenz durch amerikanische Produktionen eine Einschränkung bei einer zielgruppenorientierten Programmgestaltung privater Fernsehunternehmen bedeuten und Reichweitenverluste nach sich ziehen. Im Kontext einer zunehmenden Medienkonzentration, könnte die Sicherung der Meinungsvielfalt durch eine Ausweitung der im Rundfunkstaatsvertrag festgelegten Sendezeit für "unabhängige Dritte" bzw. "Fensterprogramme" zu Bruchstellen im Audience Flow führen und erhebliche Zuschauereinbußen nach sich ziehen. Auch können soziale Entwicklungen, wie ein Veränderung der Zahl der Haushalte, der Wochenarbeitszeiten sowie des Medienkonsums und der Sehgewohnheiten als Indikatoren für eine zu- oder abnehmende Nachfrage nach Fernsehprogrammen gesehen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die gesetzlichen Anforderungen (KonTraG) und die Notwendigkeit eines Risikomanagements für Fernsehunternehmen in einem volatilen Wettbewerbsumfeld ein.

2 Das Früherkennungssystem: Es werden die theoretischen Grundlagen und die drei Generationen von Früherkennungssystemen erläutert, von operativen Kennzahlen-Methoden bis hin zur strategischen Früherkennung.

3 Der Rezipientenmarkt: Dieses Kapitel analysiert die spezifischen Marktrisiken durch das Zuschauerverhalten und den Wettbewerb sowie die Anwendung von Früherkennungsverfahren auf Rezipientenmärkten.

4 Der Werbmarkt: Fokus dieses Kapitels ist die Risikobetrachtung im Werbegeschäft, inklusive der Anwendung von Yield Management und der Überwachung von Konjunktur- sowie Branchenindikatoren.

5 Risikointerdependenzen des Absatzmarktes: Hier wird der komplexe Kreislauf zwischen Rezipienten- und Werbemarkt beleuchtet, bei dem sinkende Reichweiten direkt zu sinkenden Werbeeinnahmen und gefährdeten Budgets führen.

6 FAZIT: Das Fazit betont den hohen Stellenwert der Früherkennung für das Überleben und fordert eine unternehmensweite Sensibilität sowie den weiteren Ausbau effizienter Früherkennungssysteme.

Schlüsselwörter

Früherkennungssystem, Risikomanagement, Absatzmarktrisiken, werbefinanziertes Fernsehen, KonTraG, Rezipientenmarkt, Werbemarkt, Audience Flow, Indikatoren, schwache Signale, Yield Management, Marktanteil, Wettbewerbsintensivierung, Medienökonomie, Risikokatalog.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Entwicklung und Bedeutung von Früherkennungssystemen, um spezifische Absatzmarktrisiken für werbefinanzierte Fernsehunternehmen frühzeitig zu identifizieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Risikomanagement, die Dynamik von Rezipienten- und Werbemärkten sowie die methodische Umsetzung von Früherkennung durch Kennzahlen, Indikatoren und strategische Beobachtung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, Gestaltungsmöglichkeiten und Probleme bei der Entwicklung eines Früherkennungssystems aufzuzeigen, das die Überlebensfähigkeit von Fernsehunternehmen in einem turbulenten Marktumfeld absichert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine theoretische Einordnung von Früherkennungssystemen, kombiniert mit einer Analyse branchenspezifischer Risikofaktoren auf den Absatzmärkten unter Anwendung von Controlling- und Risikomanagementkonzepten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die operative und strategische Früherkennung, differenziert nach den Spezifika des Rezipientenmarktes und des Werbemarktes, inklusive der Risikointerdependenzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Früherkennungssystem, Risikomanagement, Absatzmarktrisiken, werbefinanziertes Fernsehen, Audience Flow und schwache Signale.

Was versteht man in diesem Kontext unter schwachen Signalen?

Schwache Signale sind frühe, oft fragmentarische Hinweise auf Trendbrüche oder zukünftige Marktveränderungen, die noch keine konkreten Risiken darstellen, aber als Vorahnung für strategische Entscheidungen dienen.

Was besagt das Konzept des "Dreieckstausches" im Fernsehen?

Der Dreieckstausch beschreibt das Abhängigkeitsverhältnis zwischen Rundfunkveranstaltern, Rezipienten und werbetreibender Wirtschaft, bei dem der Sender Reichweiten gegen Aufmerksamkeit tauscht, um diese wiederum an Werbekunden zu verkaufen.

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Details

Title
Entwicklung eines Früherkennungssystems mit Perspektive auf die Absatzmarktrisiken der werbefinanzierten Fernsehunternehmung
College
Technical University of Ilmenau  (Institut für Betriebswirtschaft)
Course
Hauptseminar Controlling
Grade
1,4
Author
Jon Basel (Author)
Publication Year
2001
Pages
26
Catalog Number
V7467
ISBN (eBook)
9783638147279
Language
German
Tags
Fernsehen Controlling Medien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jon Basel (Author), 2001, Entwicklung eines Früherkennungssystems mit Perspektive auf die Absatzmarktrisiken der werbefinanzierten Fernsehunternehmung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/7467
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