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Die Soziale Marktwirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland

Title: Die Soziale Marktwirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland

Term Paper , 1998 , 33 Pages , Grade: 1

Autor:in: M. A. Politikwissenschaft/Geschichte Kamran Khaliji (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Die in der BRD praktizierende Soziale Marktwirtschaft baut auf den schon längst existierenden neoliberalistischen Marktwirtschaftsgedanken auf, versucht jedoch die marktwirtschaftlichen Ziele mit sozialen Zwecken in Einklang zu bringen. Es wird also ein neuer Wirtschaftsstil angestrebt, wobei unter Stil die gemeinsame Prägung zu verstehen ist, die alle Gebiete der Wirtschaftspolitik und des sozialen Lebens bestimmt.
Vor diesem Hintergrund teilt sich die vorliegende Arbeit in vier Abschnitte. Der erste Abschnitt verschafft einen Überblick über die Konzeption sowie Ursprünge der Sozialen Marktwirtschaft. Der zweite Teil veranschaulicht ihre diversen Elemente und untersucht diese. Der dritte Teil geht dann auf die Probleme der Sozialen Marktwirtschaft ein und thematisiert diese anhand der vorhandenen Fakten.

Abschließen folgt eine Kritik an der Umsetzung und Konzeption der Sozialen Marktwirtschaft.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Der Sozialen Marktwirtschaft auf der Spur

1 Konzeption

2 Abgrenzung

3 Geschichtliche Einordnung

4 Alternative Konzepte für Soziale Marktwirtschaft

II. Elemente der Sozialen Marktwirtschaft

1 Wirtschaftsordnung

2 Sozialordnung

III. Probleme der Sozialen Marktwirtschaft

1 Finanzierung der Sozialen Marktwirtschaft

2 Arbeitslosigkeit

3 Ökologische Krise

IV. Kritik

1 Kritik an der aktuellen Umsetzung

2 Kritik an der Konzeption der Sozialen Marktwirtschaft

Schlußbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Soziale Marktwirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland, indem sie deren theoretische Grundlagen, ihre praktischen Elemente sowie aktuelle strukturelle Problemfelder kritisch beleuchtet und die Vereinbarkeit von Wirtschaftswachstum und sozialen Zielsetzungen hinterfragt.

  • Historische Herleitung und konzeptionelle Einordnung des Modells
  • Strukturelle Elemente der Wirtschafts- und Sozialordnung in der BRD
  • Finanzierungsproblematik sozialer Leistungen im Kontext von Produktivitätsfortschritt
  • Ursachen und Auswirkungen der anhaltenden Arbeitslosigkeit
  • Kritische Analyse von Zielkonflikten wie dem Wirtschaftswachstum und ökologischen Grenzen

Auszug aus dem Buch

1 Konzeption

Der Begriff Soziale Marktwirtschaft wurde 1946 von Alfred Müller-Armack eingeführt und bezeichnet eine Wirtschaftsordnung, die einen sogenannten „Dritten Weg“ wählt, der weder eine freie Marktwirtschaft ohne staatliche Eingriffe zuläßt, noch eine Zentralverwaltungswirtschaft unter staatlicher Lenkung anstrebt. Die Soziale Marktwirtschaft vertritt als wirtschaftspolitische Konzeption eine Synthese zwischen der rechtsstaatlich abgesicherten wirtschaftlichen Freiheit und den sozialstaatlichen Postulaten der sozialen Sicherheit und sozialen Gerechtigkeit (Pilz, 1974: 37). Ziel der Sozialen Marktwirtschaft im weitesten Sinne ist es also, in einem Zeitalter der Massengesellschaft und des Dirigismus ein freies Leistungssystem mit sozialen Aufgaben zu vereinigen (Müller-Armack, 1976: 254).

Zu der wirtschaftlichen Freiheit gehört die Freiheit der Eigentumsnutzung (auch der Produktionsmittel), die Konsumfreiheit, die Gewerbefreiheit, die Wettbewerbsfreiheit, die Produktions- und Handelsfreiheit und die Freiheit der Berufs- und Arbeitsplatzwahl.

In einer Marktwirtschaft wird für Gerechtigkeit oft das Prinzip „Gleiches sei gleich und Ungleiches ungleich zu behandeln“ angegeben (Zinn, 1992: 29). Probleme ergeben sich durch diese einfache Formel allerdings bei der Konkretisierung. Für die Soziale Marktwirtschaft ist Gerechtigkeit vor allem als Verteilungsgerechtigkeit wichtig, denn mit der Verteilung des Geldes ist auch die Machtverteilung verbunden. Es soll hier betont werden, daß der Begriff Gerechtigkeit nicht aus ökonomischen Überlegungen definiert werden kann, sondern vielmehr normativen Werten unterliegt. Die soziale Gerechtigkeit soll dadurch erreicht werden, daß einerseits eine so konzipierte Marktwirtschaft „Wohlstand für alle“ schafft, andererseits die Marktfreiheit aus sozialen Gründen durch staatliche Eingriffe beschränkt werden kann, wenn sie zu unerwünschte Folgen führen würde. Insbesondere wird eine antizyklische Wirtschaftsintervention praktiziert, die die Konjukturschwankungen glätten soll. Wirtschaftlicher Erfolg und Rationalisierungsmaßnahmen sollen den Konsumenten nutzen, also dem ganzen Volk. Das Ziel der Verteilungsgerechtigkeit erfordert deshalb eine aktive Wirtschaftspolitik. Die soziale Sicherheit beruht auf einem Prinzip an Pflichtversicherungen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einleitung definiert die grundlegenden Mechanismen der Marktwirtschaft, wie Angebot, Nachfrage und Wettbewerb, und stellt den Übergang zum spezifisch deutschen Modell der Sozialen Marktwirtschaft dar.

I. Der Sozialen Marktwirtschaft auf der Spur: Dieses Kapitel exploriert die neoliberalen Wurzeln des Konzepts und grenzt die Soziale Marktwirtschaft von anderen Wirtschaftsmodellen historisch und ideell ab.

II. Elemente der Sozialen Marktwirtschaft: Der Abschnitt erläutert die gesetzlichen und strukturellen Pfeiler der Wirtschafts- und Sozialordnung in der Bundesrepublik, einschließlich Mitbestimmungsrechten und Sozialversicherungen.

III. Probleme der Sozialen Marktwirtschaft: Hier werden die zentralen Herausforderungen analysiert, insbesondere die Finanzierung der Sozialsysteme, die anhaltende Arbeitslosigkeit sowie die ökologischen Grenzen des Wachstums.

IV. Kritik: Das Kapitel bietet eine kritische Auseinandersetzung sowohl mit der praktischen Umsetzung des Modells als auch mit den konzeptionellen Annahmen über Wirtschaftswachstum und Verteilung.

Schlußbetrachtung: Die abschließende Betrachtung fasst die Zielkonflikte des Modells zusammen und wirft die offene Frage nach der Zukunftsfähigkeit ohne ständiges Wirtschaftswachstum auf.

Schlüsselwörter

Soziale Marktwirtschaft, Wirtschaftsordnung, Sozialordnung, Wettbewerb, Verteilungsgerechtigkeit, Neoliberalismus, Arbeitslosigkeit, Sozialversicherung, Wirtschaftswachstum, Staatliche Eingriffe, Kapitalakkumulation, Beschäftigungspolitik, Produktivität, Ressourcenlimitierung, Industrielle Beziehungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Konzeption, den praktischen Elementen und den aktuellen Herausforderungen der Sozialen Marktwirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Wettbewerbsordnung, die soziale Sicherung durch den Staat, die Probleme der Arbeitslosigkeit, Finanzierungsfragen und die ökologischen Grenzen des Wachstums.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, wie die Soziale Marktwirtschaft wirtschaftliche Freiheit und soziale Gerechtigkeit synthetisiert und welche strukturellen Probleme sich aus dieser Verbindung in der Realität ergeben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, um das Konzept der Sozialen Marktwirtschaft theoretisch zu durchdringen und anhand von Fakten und aktuellen gesellschaftspolitischen Debatten auf seine Praxistauglichkeit hin zu überprüfen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Elemente des Modells (Wirtschafts- und Sozialordnung), eine Problemanalyse (Finanzierung, Arbeitslosigkeit, Ökologie) sowie eine kritische Prüfung der Umsetzung und Konzeption.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Soziale Marktwirtschaft, Verteilungsgerechtigkeit, Wettbewerbsordnung, Sozialstaat, Beschäftigungspolitik und ökologische Krise.

Wie unterscheidet sich die Soziale Marktwirtschaft laut Arbeit von einer reinen Planwirtschaft?

Die Soziale Marktwirtschaft behält das marktwirtschaftliche Prinzip der Preisbildung und dezentralen Entscheidungsbefugnisse bei, während sie staatliche Eingriffe nur zur Sicherung sozialer und ordnungspolitischer Ziele einsetzt, statt die Produktion zentral zu lenken.

Welches Fazit zieht der Autor zur Abhängigkeit vom Wirtschaftswachstum?

Der Autor stellt fest, dass die Soziale Marktwirtschaft stark vom Wirtschaftswachstum abhängig ist, was angesichts ökologischer und finanzieller Probleme das System grundsätzlich in Frage stellt.

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Details

Title
Die Soziale Marktwirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland
College
University of Osnabrück
Grade
1
Author
M. A. Politikwissenschaft/Geschichte Kamran Khaliji (Author)
Publication Year
1998
Pages
33
Catalog Number
V74820
ISBN (eBook)
9783638726214
Language
German
Tags
Soziale Marktwirtschaft Bundesrepublik Deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M. A. Politikwissenschaft/Geschichte Kamran Khaliji (Author), 1998, Die Soziale Marktwirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/74820
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