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Christine de Pisan - eine Autorin im Mittelalter

Title: Christine de Pisan - eine Autorin im Mittelalter

Term Paper , 2002 , 27 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Tobias Voller (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über das Leben und Wirken der Christine de Pisan, die sich durch das Verfassen zahlreicher Texte zu politischen und gesellschaftlichen Fragen ihrer Zeit, den Ruf einer Autorin im Spätmittelalter erworben hat. Dabei wird auf die Probleme aufmerksam gemacht, denen sich Christine de Pisan bei dem Erwerb von Bildung, einem im Spätmittelalter vorwiegend männlichen Privileg, und ihrer sozialen Stellung als Witwe gegenüber sah. Die Arbeit zeigt auf, wie es Christine de Pisan gelang, ihre soziale Stellung durch geistreiche Texte und die geschickte Pflege eines komplizierten Beziehungsgeflechtes zu einflussreichen Persönlichkeiten ihrer Zeit zu verbessern und ihren Namen zu einem Qualitätssiegel zu machen. Bei einem Überblick über die Werke Christine de Pisans, wird u.a. auf den von ihr selbst entfachten Gelehrtenstreit um den Roman de la Rose eingegangen; einem beliebten und viel zitierten Werk höfischer Dichtung, das Christine de Pisan aufgrund zahlreicher frauenfeindlicher Äußerungen hart attackiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Biographie

Inhalte und Themen der Schriften Christine de Pisans

Christines Bildungsweg

Soziale Stellung

Christine als Autorin

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit gibt einen fundierten Überblick über das Leben und Werk von Christine de Pisan und analysiert, wie sie trotz der sozialen Restriktionen einer Witwe im Spätmittelalter durch ihre literarische Tätigkeit den Status einer angesehenen Autorin und Gelehrten erlangte.

  • Biographischer Werdegang im Kontext des französischen Hoflebens
  • Herausforderungen einer Frau beim Erwerb von Bildung im Spätmittelalter
  • Analyse der sozialen Stellung und der rechtlichen Schwierigkeiten als Witwe
  • Die Rolle Christine de Pisans im Gelehrtenstreit um den Roman de la Rose
  • Strategien zur Etablierung als anerkannte Autorin durch Widmungen und Vernetzung

Auszug aus dem Buch

Christine als Autorin

Christines dichterische Begabung machte sich zuerst in ihrem bereits erwähnten Gedicht an die junge Marie von Berry bemerkbar und später in einer Ballade, in der sie sich über die Schwierigkeiten beschwert, mit denen sie als Witwe konfrontiert wird (McLeod, S. 39). Freunde ermutigen sie schließlich mit dem Schreiben fortzufahren, und so entstehen Ende des Jahrhunderts in einem Zeitraum von sechs Jahren die Cent Ballades; hundert voneinander unabhängige Liebesgedichte. In den ersten zwanzig dieser Gedichte behandelt Christine den Trennungsschmerz, der ihr durch den Verlust ihres Ehemannes entstand, während sie in den anderen weitere Ängste und Nöte, aber auch Freuden von Liebenden ausmalt (McLeod, S. 39).

Die Gefühle, die sie in diesen imaginären Liebesbeziehungen beschreibt, übrigens nicht nur aus der weiblichen, sondern auch aus der männlichen Sicht, wirken auf ihre Freunde so echt, dass sie vermuten, Christine könnte sich neu verliebt haben. Aufgrund eines Gedichtes in dem das lyrische Ich beklagt, ihr Geliebter wäre nach England gegangen und sie wüsste nicht, wann er wieder käme, vermutet man, es könnte sich hier um den Earl von Salisbury (Sir John Montagu) handeln, der sich 1397 in Paris aufhielt, um dort vermutlich Angelegenheiten zu regeln, die die erst kürzlich vollzogene Heirat König Richards II. mit der siebenjährigen Tochter Karls VI. betrafen (McLeod, S. 40).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Leben und Wirken von Christine de Pisan ein und umreißt ihre Bedeutung als Autorin sowie den von ihr geführten Gelehrtenstreit.

Biographie: Hier wird der Lebensweg Christine de Pisans von ihrer Herkunft aus Venedig bis hin zum späten Lebensabschnitt und den familiären Schicksalsschlägen nachgezeichnet.

Inhalte und Themen der Schriften Christine de Pisans: Das Kapitel beleuchtet ihre Auseinandersetzung mit höfischen Idealen, ihr Engagement für ein respektvolles Frauenbild und die zeitpolitischen Themen ihrer späteren Werke.

Christines Bildungsweg: Diese Sektion beschreibt die prägenden Einflüsse ihres Vaters und Ehemannes auf ihre Bildung und erläutert, wie sie sich trotz gesellschaftlicher Hürden systematisches Wissen aneignete.

Soziale Stellung: Hier wird die prekäre Lage Christine de Pisans als Witwe und ihr Kampf um finanzielle Absicherung und Anerkennung innerhalb der sozialen Hierarchie untersucht.

Christine als Autorin: Dieses Kapitel analysiert ihre Entwicklung zur erfolgreichen Autorin, den gezielten Einsatz von Widmungen sowie ihre aktive Rolle im literarischen und gesellschaftlichen Diskurs ihrer Zeit.

Schlüsselwörter

Christine de Pisan, Spätmittelalter, Literaturgeschichte, Roman de la Rose, höfische Liebe, Frauenrolle, Bildungsgeschichte, Witwenstatus, Gelehrtenstreit, Boethius, Paris, französische Literatur, Lyrik, politische Schriften, Wissensvermittlung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet einen Überblick über das Leben und Schaffen der mittelalterlichen Autorin Christine de Pisan, eingebettet in den gesellschaftlichen Kontext ihrer Zeit.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Zentral sind der Bildungszugang für Frauen, die schwierige soziale Situation von Witwen sowie die literarische Auseinandersetzung mit frauenfeindlichen Topoi des Spätmittelalters.

Was ist das primäre Ziel dieser Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Christine de Pisan durch literarische Exzellenz und strategische Vernetzung ihren Status als Frau im männlich dominierten Gelehrtenwesen verbessern konnte.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine historiographische Analyse biographischer Daten und die Auswertung von Christines literarischem Gesamtwerk sowie zeitgenössischer Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Biographie, Bildungszugang, soziale Stellung als Witwe und die detaillierte Untersuchung ihrer Rolle als produktive Autorin.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Christine de Pisan, Spätmittelalter, Roman de la Rose, Autorin, Witwenstatus und Bildungsgeschichte geprägt.

Welche Bedeutung hatte der Roman de la Rose für ihre Karriere?

Der Gelehrtenstreit um dieses Werk markierte einen Wendepunkt, da Christine durch ihren mutigen Einsatz gegen dessen frauenfeindliche Tendenzen an öffentlicher Bekanntheit und intellektuellem Ansehen gewann.

Wie gelang es Christine de Pisan, ihre soziale Stellung trotz Armut zu verbessern?

Durch unermüdliche Schreibarbeit, die Etablierung eines "Qualitätssiegels" für ihre Texte und die strategische Widmung ihrer Werke an einflussreiche adlige Gönner sicherte sie sich materielle und soziale Unterstützung.

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Details

Title
Christine de Pisan - eine Autorin im Mittelalter
College
University of Bremen
Grade
1,0
Author
Tobias Voller (Author)
Publication Year
2002
Pages
27
Catalog Number
V74867
ISBN (eBook)
9783638729314
Language
German
Tags
Christine Pisan Autorin Mittelalter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Voller (Author), 2002, Christine de Pisan - eine Autorin im Mittelalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/74867
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