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Einteilung und Relevanz von Realoptionen

Title: Einteilung und Relevanz von Realoptionen

Seminar Paper , 2005 , 33 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Diplom Betriebswirtin (FH) Evi Palma (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Herkömmliche Bewertungsverfahren wie die in Deutschland am häufigsten angewandte Kapitalwertmethode stoßen öfter an ihre Grenzen, da sie Handlungsmöglichkeiten des Managements bei der Bewertung von Investitionen nicht berücksichtigen. Letztere sind gerade in einer immer unstabileren und kurzlebigeren Unternehmensumwelt von großer Bedeutung und großem Wert und müssen daher bei Investitionsentscheidungen berücksichtigt werden, da es andernfalls zu systematischen Unterbewertungen und Ablehnungen von Investitionen kommt, die auf lange Sicht aufgrund der implizierten Handlungsmöglichkeiten rentabel gewesen wären. Ein Bewertungsverfahren, das genau diese, in Investitionen inhärenten Handlungsoptionen in der Bewertung berücksichtigt, gewinnen zunehmend an Bedeutung.
Auch in Deutschland hat man die Notwendigkeit von derartigen Bewertungsmethoden erkannt: Schlagzeilen wie „Die New Economy braucht neue Bewertungsverfahren“ oder „Der Realoptionsansatz wird bald Standard sein“ fordern ein Umdenken der Manager hinsichtlich der traditionellen Bewertungsverfahren.
Ziel dieser Arbeit ist es den Realoptionsansatz als Möglichkeit der Berücksichtigung von Handlungsspielräumen in der Bewertung von Investitionen zu erläutern. Einleitend werden aufgrund der teilweise vorhandenen Analogie zwischen Finanz- und Realoptionen zum Verständnis der Realoptionen beitragende Basisinformationen zu der allgemeinen Optionstheorie gegeben. Anschließend folgt der Versuch einer Definition von Realoptionen und deren, in der Fachliteratur übliche Einteilung. Darauf folgt ein Kapitel über die Relevanz von Realoptionen im Zuge der Investitionsbewertung, in dem der Realoptionsansatz den traditionellen Verfahren der Kapitalwertmethode und dem Entscheidungsbaumverfahren gegenübergestellt wird. Im Licht dieser Gegenüberstellung werden die Vorzüge und Nachteile der jeweiligen Methode erläutert.
In dieser Arbeit wird aufgrund der Weitläufigkeit dieses Themas nicht auf die Bewertung von Optionen und Realoptionen eingegangen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition

2.1 Definition des Begriffes „Option“

2.2 Merkmale von Optionen

2.2.1 Optionstyp

2.2.2 Zugrundeliegender Basiswert

2.2.3 Verfalldatum

2.2.4 Basispreis

2.2.5 Ausübungsmodus

2.3 Ausübung von Optionen

2.4 Realoptionen

2.4.1 Entstehung

2.4.2 Anwendungsbereich

2.5 Abgrenzung Finanz- und Realoptionen

3 Einteilung von Realoptionen

3.1 Wachstumsoptionen

3.2 Lernoptionen

3.3 Versicherungsoptionen

3.3.1 Einschränkungsoption

3.3.2 Switch – Option

3.3.3 Abbruchoption

4 Relevanz von Realoptionen als Entscheidungskriterium für Investitionsentscheidungen

4.1 Die Kapitalwertmethoden

4.1.1 Kapitalwertmethoden zur Beurteilung von Investitionsentscheidungen unter Sicherheit

4.1.2 Kapitalwertmethode zur Beurteilung von Investitionsentscheidungen unter Unsicherheit

4.2 Entscheidungsbaumverfahren

4.3 Realoptionsansatz

4.4 Kritischer Vergleich der Realoptionstheorie mit der Kapitalwertmethode und dem Entscheidungsbaumverfahren

5 Fazit

6 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist es, den Realoptionsansatz als Möglichkeit zur Berücksichtigung von Handlungsspielräumen bei der Bewertung von Investitionen zu erläutern und ihn gegenüber traditionellen Verfahren wie der Kapitalwertmethode und dem Entscheidungsbaumverfahren abzugrenzen.

  • Grundlagen der allgemeinen Optionstheorie
  • Definition und Einteilung von Realoptionen
  • Vergleich von Finanz- und Realoptionen
  • Analyse der Relevanz für Investitionsentscheidungen
  • Kritische Würdigung der Bewertungsmethoden

Auszug aus dem Buch

2.4 Realoptionen

Realoptionen werden in der Literatur nicht einheitlich definiert. Der Begriff der Realoptionen wurde zum ersten Mal von Myers verwendet, der damit den aus dem Besitz bestimmter Vermögensgegenstände resultierenden Wachstumsspielraum von Unternehmen beschreibt. Christian Koch verwendet folgende Definition: „Realoptionen stellen Handlungsmöglichkeiten dar, die den Optionsinhaber mit einem unmittelbaren Recht ausstatten, im Rahmen einer (unbestimmten) Transaktion den Wert der Zahlungsströme eines Basisobjekts gegen den Wert der Zahlungsströme eines Ausübungsprojekts zu tauschen.“ Vereinfachend kann man auch sagen, Realoptionen sind Handlungsspielräume, die durch Investitionen in „reale“ Güter entstehen. Oder anders: Realoptionen sind Optionen, deren Underlying Asset kein Wertpapier sondern ein reales Gut ist.

Um das Verständnis von Realoptionen zu verbessern folgt ein fiktives Beispiel einer Realoption: Ein Unternehmen hat ein neues Produkt entwickelt und überlegt, ob dieses Produkt ausschließlich in einem Werk im Inland gefertigt werden soll oder ob ein zusätzliches Werk für die Produktion dieses Produktes im Ausland erstellt werden sollte. Auf den ersten Blick bringt ein zusätzliches Werk höhere Anfangsinvestitionen mit sich, doch genau dieses zusätzliche Werk im Ausland birgt Realoptionen für das Unternehmen, wie z.B. den erleichterten Absatz des Produktes im Ausland oder die flexible Verlagerung der Produktion zwischen den Werken je nach Produktionskosten in den einzelnen Ländern. Der Wert dieser Optionen, die das Unternehmen mit der Errichtung des zusätzlichen Werkes im Ausland erhält, könnten die Kosten der Anfangsinvestition übertreffen und damit die Investition in dieses zusätzliche Werk rentabel und damit ratsam machen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Darstellung der Problematik herkömmlicher Investitionsbewertung und Erläuterung des Zieles, den Realoptionsansatz als flexiblere Alternative vorzustellen.

2 Definition: Theoretische Herleitung der Optionsgrundlagen sowie Übertragung des Begriffs auf reale Vermögensgegenstände (Realoptionen).

3 Einteilung von Realoptionen: Klassifizierung verschiedener Realoptionstypen wie Wachstums-, Lern- und Versicherungsoptionen zur präzisen Einordnung von Handlungsspielräumen.

4 Relevanz von Realoptionen als Entscheidungskriterium für Investitionsentscheidungen: Analyse und Vergleich des Realoptionsansatzes mit der klassischen Kapitalwertmethode und Entscheidungsbaumverfahren in Bezug auf deren Eignung unter Unsicherheit.

5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung des Realoptionsansatzes als sinnvolle, wenn auch aufwändige Ergänzung zu traditionellen Bewertungsverfahren.

Schlüsselwörter

Realoptionen, Investitionsbewertung, Kapitalwertmethode, Handlungsspielräume, Managementflexibilität, Unsicherheit, Optionstheorie, Investitionsentscheidung, Entscheidungsbaumverfahren, Wachstumsoptionen, Lernoptionen, Versicherungsoptionen, Abbruchoption, Finanzoptionen, Risikoverteilung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Realoptionsansatz als ein modernes Instrument zur Investitionsbewertung, das die begrenzte Aussagekraft klassischer, statischer Methoden bei unsicheren Umfeldbedingungen verbessern soll.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Grundlagen der Optionstheorie, die Definition und Einteilung von Realoptionen, deren Abgrenzung zu Finanzoptionen sowie deren Anwendung als Kriterium bei Investitionsentscheidungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, zu erläutern, wie der Realoptionsansatz durch die Einbeziehung unternehmerischer Handlungsspielräume zu einer realistischeren Bewertung von Investitionsprojekten beitragen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung der Realoptionstheorie und stellt diese den klassischen Verfahren wie der Kapitalwertmethode und Entscheidungsbaumverfahren kritisch gegenüber.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition der Realoptionen, ihre systematische Unterteilung, die Diskussion ihrer Relevanz gegenüber der Kapitalwertmethode sowie einen kritischen Vergleich der verschiedenen Bewertungsansätze.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen gehören Realoptionen, Kapitalwertmethode, Handlungsflexibilität, Unsicherheit, Investitionsbewertung sowie das asymmetrische Risikoprofil.

Warum wird die klassische Kapitalwertmethode in der Arbeit kritisiert?

Die Methode wird als „statisch“ bezeichnet, da sie Flexibilitätsoptionen des Managements während der Laufzeit eines Projektes nicht berücksichtigt und somit zu einer systematischen Unterbewertung führen kann.

Welche Herausforderungen sind mit der Bewertung von Realoptionen verbunden?

Die Bewertung ist laut Autorin komplex, oft auf Schätzwerte angewiesen und erfordert eine Marktstruktur, die Exklusivität und Handelbarkeit garantiert, was in der Realität nicht immer gegeben ist.

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Details

Title
Einteilung und Relevanz von Realoptionen
College
Munich Business School University of Applied Sciences
Grade
1,3
Author
Diplom Betriebswirtin (FH) Evi Palma (Author)
Publication Year
2005
Pages
33
Catalog Number
V74896
ISBN (eBook)
9783638741644
ISBN (Book)
9783638742368
Language
German
Tags
Einteilung Relevanz Realoptionen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom Betriebswirtin (FH) Evi Palma (Author), 2005, Einteilung und Relevanz von Realoptionen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/74896
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