Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Phänomen der Führung aus arbeits- und organisationspsychologischer Perspektive und stellt zunächst einige Grundlagen fest. Nach einem Vorschlag zur Führungsdefinition wird der Führungserfolg aus Sicht dieser Arbeit definiert und einige eindimensionale Theorien zu dessen Entstehung skizziert. Im dritten Kapitel wird das Modell von Vroom & Yetton vorgestellt, welche Führung als Interaktion zwischen Situation und Führungsverhalten auffassen, die praktische Relevanz verdeutlicht und dieser einer kritischen Würdigung unterzogen. Das Aufzeigen weiterer Entwicklungen des Modells schließt das Kapitel ab. Mit der folgenden Zusammenfassung und Schlußbermerkungen werden Perspektiven des Modells aufgezeigt und die vorliegende Arbeit beendet.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Zum Führungsbegriff
2.2 Führungserfolg und dessen Theorien
2.2.1 Führungseigenschaften
2.2.2 Führungsstil
2.2.4 Kontingenzsansätze
3 Das Modell von Vroom & Yetton
3.1 Grundhypothesen des Modells
3.2 Modellaufbau
3.2.1 Diagnostische Fragen des Entscheidungsbaums
3.2.2 Verhaltensempfehlungen
3.2.3 Entscheidungsbaum
3.3 Validität des Modells
3.4 Praktische Relevanz
3.5 Kritische Würdigung
3.6 Entwicklungen
4 Zusammenfassung und Schlussbemerkung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, Führung aus einer arbeits- und organisationspsychologischen Perspektive als komplexen Interaktionsprozess zu beleuchten und dabei eindimensionale Führungsansätze kritisch zu hinterfragen, um die Notwendigkeit situativer Modelle aufzuzeigen.
- Grundlagen der Führungsdefinition und des Führungserfolgs
- Kritik an eindimensionalen Führungsmodellen (Eigenschaften, Stile)
- Einführung in das situative Modell von Vroom & Yetton
- Methodik der situativen Entscheidungsfindung und Partizipation
- Validität, praktische Anwendbarkeit und Weiterentwicklungen des Modells
Auszug aus dem Buch
3.2.1 Diagnostische Fragen des Entscheidungsbaums
Die folgenden Fragen werden als „Problemmerkmale“ der Entscheidungssituation (Jago 1995, S. 1063) sukzessive im Modell mit „ja“ oder „nein“ beantwortet, wobei eine Antwort zum Entscheidungsknoten der folgenden Frage führt (nach Vroom & Yetton):
A Gibt es ein Qualitätserfordernis: Ist vermutlich eine Lösung sachlich besser als eine andere?
B Habe ich genügend Informationen, um eine qualitativ hochwertige Entscheidung selbst treffen zu können?
C Ist das Problem strukturiert?
D Ist die Akzeptanz der Entscheidung durch die Mitarbeiter für die effektive Ausführung wichtig?
E Wenn ich die Entscheidung selbst treffe, würde sie dann von den Mitarbeitern akzeptiert werden?
F Teilen die Mitarbeiter die Organisationsziele, die durch eine Lösung dieses Problems erreicht werden sollen?
G Wird es zwischen den Mitarbeitern vermutlich zu Konflikten kommen, welche Lösung zu bevorzugen ist?
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Phänomen der Führung in einer dynamischen Umwelt ein und erläutert die Notwendigkeit der Untersuchung von Führung als Interaktionsprozess.
2 Grundlagen: In diesem Kapitel werden der Führungsbegriff sowie Maße für den Führungserfolg definiert und verschiedene Theorien, wie die Eigenschaftstheorie und Führungsstilforschung, erläutert.
3 Das Modell von Vroom & Yetton: Das Hauptkapitel präsentiert das situative Modell von Vroom und Yetton, dessen Aufbau mittels Entscheidungsbaum, sowie dessen Validität und praktische Relevanz.
4 Zusammenfassung und Schlussbemerkung: Dieses Kapitel resümiert die Erkenntnisse der Arbeit und betont die Notwendigkeit einer flexiblen, situativen Anpassung des Führungsverhaltens.
Schlüsselwörter
Führung, Vroom und Yetton, Situationsansatz, Partizipation, Entscheidungsbaum, Führungserfolg, Organisationspsychologie, Kontingenzansatz, Mitarbeiterorientierung, Aufgabenorientierung, Validität, Führungsverhalten, Entscheidungsstrategie, Situationsanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit untersucht das Phänomen Führung als komplexen Prozess und Interaktion zwischen der Führungskraft und der jeweiligen Situation.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Neben den theoretischen Grundlagen der Führung und des Führungserfolgs steht das situative Modell von Vroom und Yetton im Zentrum der Betrachtung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Grenzen eindimensionaler Führungsmodelle aufzuzeigen und die Vorteile eines situativen, auf Partizipation basierenden Modells zu erläutern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse, um den Führungsbegriff, situative Theorien und das Modell von Vroom und Yetton darzustellen und kritisch zu würdigen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil widmet sich intensiv dem Modell von Vroom und Yetton, inklusive seiner Grundhypothesen, dem Aufbau des Entscheidungsbaums, seiner Validität und praktischen Anwendbarkeit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Führung, Situationsansatz, Partizipation, Entscheidungsbaum und Führungserfolg.
Was genau versteht das Modell unter „Partizipation“?
Partizipation wird als der Einfluss eines Mitarbeiters verstanden, den dieser durch eine aktive Teilnahme am Entscheidungsprozess ausübt.
Was ist der Kern der kritischen Würdigung des Modells?
Die Kritik fokussiert sich auf die Vereinfachung durch dichotome Fragen, die fehlende Unterscheidung zwischen Strategien und die Beschränkung auf sieben diagnostische Fragen, die nicht alle situativen Bedingungen abdecken.
- Quote paper
- Matthias Schrameier (Author), 2007, Führung als Interaktion zwischen Situation und Führungsverhalten am Modell von Vroom & Yetton, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/75008