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Die Grundfreiheiten als Diskriminierungs- und Beschränkungsverbote

Titre: Die Grundfreiheiten als Diskriminierungs- und Beschränkungsverbote

Dossier / Travail , 2007 , 47 Pages , Note: Vollbefriedigend, 11 Punkte

Autor:in: Lisa-Marie Rohrdantz (Auteur)

Droit - Droit public / Autres
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Die Grundfreiheiten der EG bilden einen essentiellen Teil der Verpflichtungen der Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU), die im EG-Vertrag geregelt sind . Die Europäische Gemeinschaft sollte ursprünglich vorrangig eine Wirtschaftseinheit sichern, deren Ziel es war, innerhalb der Europäischen Gemeinschaft „Frieden und Freiheit zu wahren und zu festigen“. Die Grundfreiheiten gewinnen vor allem durch den Hintergrund des angestrebten Binnenmarktes i.S.v. Art. 14 Abs. 2 EG, der sowohl Marktfreiheit als auch Marktgleichheit fordert, an Bedeutung und stellen zudem ein „Grundgerüst“ für die Verwirklichung dieser Idee dar. Das Gewicht der Grundfreiheiten wird infolgedessen in der juristischen Literatur sehr hoch eingeschätzt.
Diese Arbeit widmet sich dieser Schlüsselrolle der Grundfreiheiten in der EG, und soll zeigen, dass diese einen wesentlichen Bestandteil in der europäischen Integration einnehmen . Dabei wird auch auf die Problematik einer fehlenden Dogmatik der Grundfreiheiten eingegangen. Nach einer allgemeinen Vorstellung der Auslegung der Grundfreiheiten, wie sie aus der Rechtsprechung des EuGH hervorgeht, wobei insbesondere gezeigt werden soll, in wie weit sich die Grundfreiheiten in der EG als Diskriminierungs- bzw. Beschränkungsverbote beschreiben lassen, soll die Veränderung ihrer Bedeutung betrachtet werden, die sich aufgrund einer abweichenden Rechtsprechung des EuGH ab Mitte der 90er Jahre ergab . Die Veränderungen, die in dem Bereich der Grundfreiheiten in der Rechtsprechung des EuGH stattgefunden haben, lösten Prozesse aus, die bis dato keineswegs abgeschlossen sind. So kam es zu einer Ausweitung der Grundfreiheiten als Verbote von offenen, unmittelbaren Diskriminierungen auf Verbote, welche ebenfalls versteckte, mittelbare Diskriminierungen untersagen und mittlerweile darüber hinaus als allgemeine oder spezifische Beschränkungsverbote ausgelegt werden . Im Weiteren soll im Rahmen dieser Arbeit diskutiert werden, in wie weit ein einheitliches System der Grundfreiheiten verwirklicht werden konnte und in diesem Zusammenhang von einer zunehmenden „Konvergenz der Grundfreiheiten“ gesprochen werden kann. In der Schlussbetrachtung wird abschließend die Bedeutung der Grundfreiheiten im 21. Jahrhundert erläutert sowie ihr Verhältnis zu den EU-Grundrechten beschrieben.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

A Einleitung: Die Grundfreiheiten der Europäischen Gemeinschaft (EG)

B Die Grundfreiheiten als Diskriminierungs- und Beschränkungsverbote

I Die Grundfreiheiten im Überblick

1. Die fehlende Dogmatik der Grundfreiheiten

2. Anwendung und Funktion der Grundfreiheiten

2.1 Unmittelbare Geltung und Anwendbarkeit

2.2 Der Vorrang der Grundfreiheiten

2.3 Das grenzüberschreitende Element und die Inländerdiskriminierung

2.4 Drittwirkung der Grundfreiheiten

2.6 Die Grundfreiheiten und das allgemeine Diskriminierungsverbot des Art. 12 EG

3. Die Grundfreiheiten

3.1 Die Freiheit des Warenverkehrs (Art. 23-31 EG)

3.2.2 Die Niederlassungsfreiheit (Art. 43-48 EG)

3.3 Die Dienstleistungsfreiheit (Art. 49-55 EG)

3.4 Der freie Kapital- und Zahlungsverkehr (Art. 56-60 EG)

4. Zusammenfassung: Die Grundfreiheiten als Diskriminierungs- und Beschränkungsverbote

II Veränderungen in der Auslegung der Grundfreiheiten in den 90er Jahren

1. Die analoge Anwendung der Keck-Rechtsprechung auf sämtliche Grundfreiheiten

2. Die Rechtfertigung von sonstigen Beschränkungen der Grundfreiheiten im Sinne der Cassis-Formel

III Auswirkungen auf die Dogmatik der Grundfreiheiten

A. Persönlicher und sachlicher Anwendungsbereich

B. Eingriffsverbote (Schutzumfang)

C. Eingriffsmöglichkeiten (Schranken)

D. Schlussbetrachtung und Ausblick: Die Grundfreiheiten im System der Gemeinschaftsgrundrechte

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die Entwicklung der Grundfreiheiten innerhalb der Europäischen Gemeinschaft von ihrer ursprünglichen Rolle als Diskriminierungsverbote hin zu ihrer heutigen Bedeutung als allgemeine Beschränkungsverbote. Dabei wird insbesondere analysiert, inwieweit eine einheitliche Dogmatik und Konvergenz der verschiedenen Grundfreiheiten durch die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) erreicht werden konnte.

  • Die dogmatische Einordnung der Grundfreiheiten im europäischen Rechtssystem.
  • Die Unterscheidung zwischen Diskriminierungs- und Beschränkungsverboten.
  • Die Bedeutung der Keck-Rechtsprechung für den Schutzbereich der Grundfreiheiten.
  • Die Rolle der Cassis-Formel und zwingender Erfordernisse bei der Rechtfertigung von Eingriffen.
  • Die Entwicklung von wirtschaftlichen Freiheitsrechten und ihr Verhältnis zu Gemeinschaftsgrundrechten.

Auszug aus dem Buch

Die Keck-Entscheidung – das spezifische Beschränkungsverbot

Als weiterer Meilenstein in der Geschichte der Auslegung der Maßnahmen gleicher Wirkung soll nun die Keck-Entscheidung genannt und erläutert werden. Aufgrund der außergewöhnlichen Weite der Definition des Begriffes der Maßnahmen gleicher Wirkung, die auch nach dem Cassis-de-Dijon-Urteil fortbestand, sprach der EuGH mit seiner Keck-Entscheidung eine wesentliche Begrenzung des Schutzbereiches von Art. 28 EG aus.

Die „Keck-Formel“ legt fest, dass „nicht-diskriminierende Verkaufsmodalitäten, die sich auf inländische und ausländische Produkte gleichermaßen auswirken nicht geeignet sind, den Handel im Sinne der Dassonville-Formel zu behindern.“ Die Ausgestaltung des nationalen Marktes soll demnach weiterhin den einzelnen Mitgliedstaaten überlassen werden. Verkaufsmodalitäten, die nicht auf das Produkt, dessen Produktion oder den Marktzugang einwirken, werden in dieser Rechtsprechung klar abgegrenzt von produktbezogenen Regelungen, wobei einzig produktbezogene Regelungen weiterhin in den Schutzbereich des Art. 28 EG fallen sollen. Somit wird eine „echte Tatbestandsausnahme“ festgesetzt und zugleich das umfassende Beschränkungsverbot des Art. 28 EG auf ein spezifisches verengt.

Zusammenfassung der Kapitel

A Einleitung: Die Grundfreiheiten der Europäischen Gemeinschaft (EG): Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Grundfreiheiten für den europäischen Binnenmarkt ein und skizziert die Fragestellung nach der dogmatischen Einordnung als Diskriminierungs- oder Beschränkungsverbote.

B Die Grundfreiheiten als Diskriminierungs- und Beschränkungsverbote: Dieses Kapitel erläutert die Anwendbarkeit, den Vorrang und die Funktion der Grundfreiheiten sowie ihre Abgrenzung zu anderen Rechtsnormen des Gemeinschaftsrechts.

I Die Grundfreiheiten im Überblick: Hier werden die fehlende Dogmatik der Grundfreiheiten thematisiert sowie deren grundsätzliche Anwendung durch den EuGH dargestellt.

3. Die Grundfreiheiten: Dieses Kapitel widmet sich detailliert den vier Grundfreiheiten – Warenverkehr, Niederlassung, Dienstleistungen sowie Kapital- und Zahlungsverkehr – und analysiert deren spezifische Ausgestaltungen.

II Veränderungen in der Auslegung der Grundfreiheiten in den 90er Jahren: Hier wird der Wandel der Rechtsprechung seit den 90er Jahren analysiert, insbesondere durch die Anwendung der Keck-Rechtsprechung und die Rechtfertigungsmöglichkeiten gemäß der Cassis-Formel.

III Auswirkungen auf die Dogmatik der Grundfreiheiten: Dieses Kapitel zieht ein Fazit zu den Auswirkungen der vereinheitlichenden Rechtsprechung und entwickelt ein allgemeines Prüfungsschema für die Grundfreiheiten.

Schlüsselwörter

Grundfreiheiten, Europäische Gemeinschaft, EuGH, Diskriminierungsverbot, Beschränkungsverbot, Binnenmarkt, Warenverkehrsfreiheit, Niederlassungsfreiheit, Dienstleistungsfreiheit, Kapitalverkehrsfreiheit, Keck-Formel, Cassis-Formel, Konvergenz, Dogmatik, Gemeinschaftsgrundrechte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die juristische Natur und Entwicklung der europäischen Grundfreiheiten, insbesondere deren Wandel von reinen Diskriminierungsverboten zu umfassenden Beschränkungsverboten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Rechtsprechung des EuGH, die Konvergenz der Grundfreiheiten, die Abgrenzung von Verkaufsmodalitäten zu produktbezogenen Regelungen sowie die Rechtfertigung von Eingriffen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, den Transformationsprozess in der Rechtsprechung zu verstehen und aufzuzeigen, wie ein einheitlicheres, dogmatisches System für alle Grundfreiheiten entwickelt wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine rechtswissenschaftliche Arbeit, die schwerpunktmäßig auf der Analyse der Rechtsprechung des EuGH und der einschlägigen juristischen Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die einzelnen Grundfreiheiten im Detail analysiert, sowie die historische Entwicklung durch wegweisende Urteile wie Dassonville, Cassis-de-Dijon, Keck, Bosman und Gebhard diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Diskriminierungsverbote, Beschränkungsverbote, die Keck-Formel, Cassis-Formel sowie die stetige Konvergenz und Dogmatisierung der Grundfreiheiten.

Welche Rolle spielt die Keck-Entscheidung in dieser Arbeit?

Die Keck-Entscheidung wird als entscheidender Wendepunkt dargestellt, der zur Modifikation des Schutzbereichs führte, indem er eine klare Abgrenzung von "Verkaufsmodalitäten" vornahm.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen "offenen" und "versteckten" Diskriminierungen?

Offene Diskriminierungen beziehen sich direkt auf die Staatsangehörigkeit, während versteckte Diskriminierungen andere Merkmale nutzen, die jedoch in der Praxis faktisch zu einer Ungleichbehandlung führen.

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Résumé des informations

Titre
Die Grundfreiheiten als Diskriminierungs- und Beschränkungsverbote
Université
University of Cologne  (Seminar im Europa-, Völker- und Öffentlichen Recht)
Note
Vollbefriedigend, 11 Punkte
Auteur
Lisa-Marie Rohrdantz (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
47
N° de catalogue
V75010
ISBN (ebook)
9783638743280
ISBN (Livre)
9783638770194
Langue
allemand
mots-clé
Grundfreiheiten Diskriminierungs- Beschränkungsverbote
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Lisa-Marie Rohrdantz (Auteur), 2007, Die Grundfreiheiten als Diskriminierungs- und Beschränkungsverbote, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/75010
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Extrait de  47  pages
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