In der Arbeit geht es um die Bilanzierung von Marken innerhalb des Rahmengerüstes des HGB, IFRS und der US-Gaap.
Unter welchen Bedingungen können Marken angesetzt werden, inwieweit abgeschrieben werden und welche Hintergründe liegen den Vorgehensweisen zugrunde.
Inhaltsverzeichnis
1. Bilanzierung nach dem Handelsgesetzbuch
1.1. Marken, Markenrechte und Markenwerte – begriffliche Grundlagen
1.2. Ansatzvorschriften für Marken nach HGB
1.2.1. Ansatz als immaterielle Vermögenswerte
1.2.2. Ansatz von Aufwendungen für Marken als Bilanzierungshilfe
1.3. Erstbewertung von Marken nach HGB
1.4. Folgebewertung von Marken nach HGB
2. Bilanzierung nach IFRS/IAS
2.1. IFRS, IAS – begriffliche Grundlagen
2.2. Ansatzvorschriften für Marken nach IFRS
2.3. Erstbewertung von Marken nach IFRS
2.4. Folgebewertung von Marken nach IFRS
2.4.1. Marken mit unbegrenzter Nutzungsdauer
2.4.2. Marken mit begrenzter Nutzungsdauer
2.4.3. Markenwerte im Goodwill
3. Bilanzierung nach US-GAAP
3.1. US-GAAP und Markenrecht - begriffliche Grundlagen
3.3. Erstbewertung von Marken nach US-GAAP
3.4. Folgebewertung für Marken nach US-GAAP
3.4.1. Marken mit begrenzter Nutzungsdauer
3.4.2. Marken mit unbegrenzter Nutzungsdauer
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die unterschiedlichen Möglichkeiten der Bilanzierung von Markenwerten in Jahresabschlüssen unter Anwendung der Rechnungslegungsstandards HGB, IFRS/IAS sowie US-GAAP. Ziel ist es, die spezifischen Ansatz- und Bewertungsvorschriften für Marken gegenüberzustellen und die Unterschiede bei der Behandlung dieser immateriellen Vermögenswerte zu verdeutlichen.
- Vergleich der Bilanzierungsvorschriften zwischen HGB, IFRS/IAS und US-GAAP.
- Analyse der Ansatzvoraussetzungen für selbst erstellte und entgeltlich erworbene Marken.
- Unterscheidung zwischen begrenzter und unbegrenzter Nutzungsdauer bei Marken.
- Betrachtung der Behandlung von Markenwerten im Zusammenhang mit Firmenwerten (Goodwill).
- Identifikation von Bilanzierungshilfen und Bewertungsmethoden.
Auszug aus dem Buch
1.1. Marken, Markenrechte und Markenwerte – begriffliche Grundlagen
Marken sind Kennzeichen, die einer Ware oder einer Dienstleistung zur Unterscheidung von Waren oder Dienstleistungen anderer Unternehmen beigegeben werden (vgl. § 3 MarkenG; Gathen 2001, S.14). Die Grundlage für eine gesonderte bilanzielle Erfassung von Marken in der deutschen Rechnungslegung wurde mit der Änderung des § 8 WZG zum 1.5.1992 begründet (vgl. Baetge et al. 2002, S.124 ff.). Fortan waren Warenzeichen nicht weiter rechtlich an den Geschäftsbetrieb eines Unternehmens gebunden und ihnen wurde durch Eintragung in das Markenregister ein selbständiges Vermögensrecht eingeräumt. Diese Regelung wurde von dem am 1.1. 1995 in Kraft tretenden „Gesetz über den Schutz von Marken und sonstigen Kennzeichen“ übernommen. (vgl. § 27 Abs.1 MarkenG). Es soll festgestellt werden, dass die im weiteren Verlauf der Arbeit erörterten Bilanzierungsmöglichkeiten eine Verwendung des Begriffes „Markenwert“ unumgänglich machen. Hierbei soll der betriebswirtschaftliche Wert einer Marke (engl. „Brand Equity“ oder „Brand Value“) gemeint sein. Er entspricht der „Quantifizierung des Nutzen einer Marke für den Markenführer“ (Homburg / Krohmer 2003, S. 538) und hat seinen Ursprung in der als Markenstärke bezeichneten subjektiven Wertschätzung der Markierung durch die Konsumenten (vgl. Havenstein 2003, S. 1272).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Bilanzierung nach dem Handelsgesetzbuch: Dieses Kapitel erläutert die deutsche Rechnungslegungspraxis für Marken, wobei insbesondere zwischen selbst erstellten und entgeltlich erworbenen Marken unterschieden und auf das Aktivierungsverbot sowie mögliche Bilanzierungshilfen eingegangen wird.
2. Bilanzierung nach IFRS/IAS: Hier werden die internationalen Standards analysiert, die Marken als immaterielle Vermögenswerte klassifizieren und strenge Anforderungen an Identifizierbarkeit sowie zukünftigen Nutzenzufluss stellen.
3. Bilanzierung nach US-GAAP: Dieses Kapitel beleuchtet das US-amerikanische Regelwerk, welches sich durch spezifische Vorgaben für die Bilanzierung bei Unternehmensakquisitionen auszeichnet und zwischen verschiedenen Markenarten sowie Nutzungsdauern differenziert.
Schlüsselwörter
Markenbilanzierung, HGB, IFRS, US-GAAP, immaterielle Vermögenswerte, Markenwert, Goodwill, Aktivierungsverbot, Erstbewertung, Folgebewertung, Nutzungsdauer, Wertminderungstest, Impairment-Test, Markenrecht, Rechnungslegung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine Bestandsaufnahme und einen rechtsvergleichenden Überblick darüber, wie Marken als immaterielle Vermögenswerte in Jahresabschlüssen nach HGB, IFRS/IAS und US-GAAP bilanziert werden.
Welche Themenfelder sind zentral?
Zentral sind die Ansatzkriterien, die Erstbewertung, die Folgebewertung sowie der Umgang mit Abschreibungen und Wertminderungstests (Impairment-Tests) für Marken.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, die Bilanzierungsmöglichkeiten für Marken auf dem Boden verschiedener Rechnungslegungsvorschriften systematisch darzustellen und die Unterschiede in der Behandlung dieser Werte aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und einen Rechtsvergleich der bestehenden Bilanzierungsstandards (HGB, IAS/IFRS, US-GAAP).
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in drei Abschnitte, die nacheinander die Ansatz- und Bewertungsvorschriften nach dem deutschen HGB, den internationalen IFRS/IAS sowie dem US-amerikanischen US-GAAP behandeln.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Markenbilanzierung, Rechnungslegungsstandards (HGB, IFRS, US-GAAP), immaterielle Vermögenswerte, Goodwill und Nutzungsdauer.
Welchen Vorteil bietet das HGB bei der Markenbilanzierung im Vergleich?
Das HGB bietet im Vergleich zu den anderen Standards den Vorteil einer Bilanzierungshilfe, die es erlaubt, wesentliche Aufwendungen für Markenneueinführungen unter bestimmten Voraussetzungen in der Bilanz anzusetzen.
Wie unterscheidet sich die Behandlung des Goodwills nach IFRS gegenüber dem HGB?
Nach IFRS ist eine planmäßige Abschreibung des Goodwills nicht erlaubt; er wird stattdessen jährlich einem Impairment-Test unterzogen, während im HGB eine planmäßige oder pauschale Abschreibung erfolgt.
Warum ist die Bestimmung des Fair Value für Marken oft schwierig?
Da für die meisten Marken keine aktiven Märkte mit vergleichbaren Marktpreisen existieren, ist die Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes (Fair Value) oft mit hohen Unsicherheiten behaftet und erfordert theoretische Bewertungskonstrukte.
- Citar trabajo
- Sascha Flemming (Autor), 2007, Bilanzierung von Marken, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/75096