Diese Arbeit ist in neun Kapitel gegliedert. Im ersten Teil werde ich um einen groben Überblick über die Vielfalt dieser Feste zu geben, den Begriff des Schulsportfestes allgemein definieren und die verschiedenen Arten der Schulsportfeste aufzeigen.
In den nachfolgenden vier Kapiteln wird ausnahmslos auf die Bundesjugendspiele mit deren Geschichte und Inhalte eingegangen. Exempel zur Durchführung der verschiedenen Wettkampf-, Wettbewerbs- und Mehrkampfteile in den drei Grundsportarten Leichtathletik, Gerätturnen und Schwimmen werden mit Übungsbeispielen näher gebracht. Auf die Möglichkeiten, aber auch Grenzen der alten und neuen Bundesjugendspiele aus der Sicht der Lehrer wird gesondert Bezug genommen.
Diese Betrachtung der Bundesjugendspiele, als auch das Kapitel 6 mit den Prinzipien zur Anfertigung eines Schulsportfestes und die Kapitel über die Möglichkeiten zur Gestaltung eines Schulsportfestes mit Umsetzungsbeispielen zweier regionaler Schulen und ein Teil über Grenzen und Probleme bilden die Grundlage für den letzten und praxisbezogenen Teil, die Erstellung eines Olympischen Schulsportfestes.
Inhaltsverzeichnis
1 Schulsportfest
1.1 Begriffserklärung
1.2 Schulsportfeste
1.2.1 „alte“ Bundesjugendspiele
1.2.2 „neue“ Bundesjugendspiele
1.2.3 Jugend trainiert für Olympia
1.2.4 Überblick der Schulsportfeste
2. Geschichte der Bundesjugendspiele
2.1 Die Anfänge der Bundesjugendspiele und ihr Hintergrund
2.2 Formale Kennzeichen der Bundesjugendspiele
2.2.1 Die Bundesjugendspiele als schulische Wettkampfveranstaltung
2.2.2 Die Bundesjugendspiele als Festveranstaltung
2.3 Die inhaltliche Entwicklung der Bundesjugendspiele
3. Die „alten“ Bundesjugendspiele
3.1 Allgemeine Erläuterungen
3.2 Inhalte
3.2.1 Leichtathletik
3.2.2 Gerätturnen
3.2.3 Schwimmen
4. Die „neuen“ Bundesjugendspiele
4.1 Allgemeine Erläuterungen
4.2 Inhalte
4.2.4 Wettbewerb – Leichtathletik
4.2.5 Wettbewerb – Turnen
4.2.6 Wettbewerb – Schwimmen
4.2.7 Mehrkampf
5. Bundesjugendspiele – ja oder nein?
5.1 Befürworter der bisherigen Bundesjugendspiele
5.2 Gegner der bisherigen Bundesjugendspiele
5.3 Verfechter der „neuen“ Bundesjugendspiele
5.4 Probleme der neuen Konzeption
6. Prinzipien zur Anfertigung eines Schulsportfestes
6.1 Traditionelle Verfahren der Resultatsfeststellung
6.2 Vorüberlegungen zur Durchführung eines Schulsportfestes
6.3 Planung eines Schulsportfestes
7. Möglichkeiten der Gestaltung eines Schulsportfestes
7.1 Grund- und Hauptschule Baienfurt
7.1.1 Spielstationen
7.1.2 „Achtalcup“
7.2 Realschule Weingarten
7.2.1 Turnierspiele
7.2.2 Staffelwettbewerbe
8. Grenzen bei der Entwicklung eines Schulsportfeste
9. Gestaltung eines Olympischen Schulsportfestes
9.1 Vorüberlegungen
9.2 Inhalte
9.2.1 Thematische Vorbereitung im Unterricht
9.2.2 Festlicher Rahmen
9.2.3 Stationen mit sportlichen und spielerischen Aufgaben
9.3 Aufgaben
9.4 Stadionübersicht der Aufgabenstationen
9.5 Gesamtwertung
9.6 Ablaufs- und Zeitplan
9.7 Erläuterungen zum Schulsportfest
9.7.1 Probleme bei der Durchführung
9.7.2 Bezug zum Bildungsplan 2004
Schlussbemerkung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen der Gestaltung von Schulsportfesten unter besonderer Berücksichtigung der Bundesjugendspiele, um Ansätze für eine pädagogisch wertvolle und schülernahe Umsetzung zu entwickeln.
- Historische und inhaltliche Analyse der Bundesjugendspiele ("alte" vs. "neue" Form).
- Diskussion von Befürwortern und Kritikern sowie Problematiken der Umsetzung.
- Darstellung von Prinzipien zur Konzeption eines eigenständigen Schulsportfestes.
- Praxisbeispiele regionaler Schulen zur Gestaltung von Sport- und Spieletagen.
- Entwurf eines praxisbezogenen Konzepts für ein "Olympisches Schulsportfest".
Auszug aus dem Buch
3. Station: Wurfchaos
Die Speere werden in einem Rechteck von ca. 2x4m kreuz und quer in den Boden gesteckt, so dass die Spitzen in verschiedenen Höhen in verschiedene Richtungen zeigen. Der Werfer hat nun zwei Versuche aus ca. 7m Entfernung mit dem Reifen aus der Körperdrehung auf die Speerspitzen zu werfen. Ziel ist es, den Reifen um einen Speer zu werfen. Es kann auch ein Reifen mehrere Speere gleichzeitig treffen.
Wird der Reifen um einen Speer geworfen, d.h. aufgespießt, gibt es einen Punkt. Auch wenn ein Reifen mehrere Speere gleichzeitig trifft, gibt es nur einen Punkt.
Bei den Bundesjugendspielen gibt es lediglich im Bereich „weit werfen/stoßen“ den gedrehten Wurf auf Zonen, die wiederum verschiedene Punktzahlen geben.
Ich habe mich für diese Art des Werfens entschieden, da dies etwas völlig anderes ist, die Kinder so zusätzlich motiviert werden und trotzdem aus der Drehung geworfen wird, das für das Schleuderballwerfen und den Diskuswurf wichtig ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Schulsportfest: Definiert den Begriff des Schulsportfestes und gibt einen Überblick über verschiedene Veranstaltungsarten und deren Abgrenzung.
2. Geschichte der Bundesjugendspiele: Beleuchtet den historischen Hintergrund und die formale sowie inhaltliche Entwicklung der Bundesjugendspiele seit 1951.
3. Die „alten“ Bundesjugendspiele: Beschreibt die traditionellen Wettkampfstrukturen in den Disziplinen Leichtathletik, Gerätturnen und Schwimmen.
4. Die „neuen“ Bundesjugendspiele: Analysiert das neue Konzept, welches seit 2001/2002 als Regelangebot gilt und den Fokus auf Vielfältigkeit legt.
5. Bundesjugendspiele – ja oder nein?: Setzt sich kritisch mit den Argumenten der Befürworter und Gegner sowie den Problemen der neuen Konzeption auseinander.
6. Prinzipien zur Anfertigung eines Schulsportfestes: Erläutert theoretische Grundlagen und Bauprinzipien für die eigenständige Planung von Schulsportveranstaltungen.
7. Möglichkeiten der Gestaltung eines Schulsportfestes: Präsentiert konkrete Praxisbeispiele der Umsetzung an zwei regionalen Schulen (Grund- und Hauptschule Baienfurt sowie Realschule Weingarten).
8. Grenzen bei der Entwicklung eines Schulsportfeste: Diskutiert organisatorische, zeitliche und personelle Herausforderungen bei der Durchführung von Schulsportfesten.
9. Gestaltung eines Olympischen Schulsportfestes: Entwirft ein praxisorientiertes Konzept unter Berücksichtigung pädagogischer Leitlinien für die Klassen 5 und 6.
Schlüsselwörter
Bundesjugendspiele, Schulsportfest, Schulsport, Leichtathletik, Gerätturnen, Schwimmen, Sportpädagogik, Olympische Erziehung, Wettkampf, Kooperation, Bewegungsfest, Leistungsbewertung, Schulsportwettbewerbe, Praxisbeispiele, Sportunterricht.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Hausarbeit?
Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten und Grenzen bei der Gestaltung von Schulsportfesten und bezieht dabei insbesondere die Bundesjugendspiele als traditionelles Element in die Betrachtung mit ein.
Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?
Im Zentrum stehen die historischen und formalen Aspekte der Bundesjugendspiele, die didaktische Diskussion über Sinn und Umsetzung von Schulsportfesten sowie praxisnahe Gestaltungsmöglichkeiten für Schulen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, den Nutzen von Schulsportfesten als pädagogisches Instrument aufzuzeigen und ein konkretes, praxisbezogenes Konzept für ein "Olympisches Schulsportfest" zu erarbeiten.
Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu sportpädagogischen Prinzipien sowie der Auswertung von Konzepten und praktischen Beispielen aus dem Schulsportalltag.
Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Bundesjugendspiele (alt und neu), eine Erörterung der Prinzipien zur Anfertigung von Sportfesten und die Vorstellung konkreter Beispiele aus dem Schulalltag.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Kernbegriffe umfassen Bundesjugendspiele, Schulsportfeste, Sportpädagogik, Wettkampf versus Wettbewerb und die praxisnahe Planung von Bewegungsevents.
Warum wird das Konzept des "Olympischen Schulsportfestes" in Kapitel 9 eingeführt?
Es dient als praxisorientierte Anwendung der theoretisch erarbeiteten Prinzipien und soll Lehrkräften konkrete Anregungen bieten, wie sportliche, spielerische und pädagogische Ziele im Unterricht verknüpft werden können.
Welche spezifische Rolle spielt der Bereich "Kooperation" in den Entwürfen der Autorin?
Die Autorin hebt Kooperation als zentrales Element hervor, um den Fokus vom reinen Gegeneinander auf die Förderung sozialer Kompetenzen, wie Fairness und Rücksichtnahme, zu verschieben.
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- Ramona Faiß (Author), 2006, Schulsportfest. Möglichkeiten und Grenzen bei der Gestaltung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/75175