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Kirchliche Strukturen im Umbruch am Beispiel des Bistums Essen

Die Neustrukturierung im Generalvikariat

Titel: Kirchliche Strukturen im Umbruch am Beispiel des Bistums Essen

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2007 , 22 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Marcus Schumacher (Autor:in)

Theologie - Praktische Theologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In Zeiten rückläufiger Kirchenbesucherzahlen, immer geringerer Einnahmen durch die Kirchensteuer und einem spürbaren Priestermangel muss die katholische Kirche auf die Zeichen der Zeit reagieren. Da die katholische Kirche wirtschaftlich wie ein Unternehmen handeln, denken und rechnen muss, kommt auch sie nicht umher, Einsparungen vorzunehmen, Mittel zu kürzen oder gar ganz zu streichen, Einrichtungen zu schließen, Strukturen neu zu überdenken und selbst Mitarbeiter zu entlassen, damit das wirtschaftliche Überleben und Handeln der katholischen Kirche gesichert bleibt.
Im Bistum Essen wurden im Jahr 2005 die Sparmaßnahmen offiziell bekannt gegeben. Es sollte eine Um- und Neustrukturierung in drei Schritten durchgeführt werden. Den Anfang sollte das Generalvikariat bilden, gefolgt von den Gemeindeverbänden und als letzter Schritt eine Neugliederung der Pfarreien.
In dieser Hausarbeit soll der erste der drei Schritte, die Neustrukturierung im Generalvikariat, dargestellt werden. Im ersten Abschnitt wird kurz aufgezeigt, wie die rechtliche Verankerung einer Bistumsverwaltung im CIC behandelt wird. Den zweiten Abschnitt bildet die Darstellung des Generalvikariates vor der Neustrukturierung. Diesem folgt im dritten Abschnitt die Untersuchung der einzelnen Schritte in der Neustrukturierung, um dann im vierten und letzten Kapitel das Generalvikariat nach der Neustrukturierung vorzustellen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die gesetzliche Grundlage einer kirchlichen Verwaltung und deren Organe im CIC von 1983

2.1 Die Errichtung einer kirchlichen Verwaltungseinheit

2.2 Die Ernennung und das Amt des Generalvikars

2.3 Die Ernennung und das Amt eines Bischofsvikars

3 Die Struktur des Essener Generalvikariates vor der Neustrukturierung

3.1 Das Organigramm des Essener Generalvikariates vor der Neustrukturierung

4 Die Neustrukturierung

4.1 Der Haushaltsplan für das Jahr 2006

5 Die Durchführung der Neustrukturierung

5.1 Die neuen Strukturen und das neue Organigramm des Essener Generalvikariates

5.1.1 Der neue Zentralbereich des Bischofs und die Planstellen

5.1.2 Die neuen Zentralbereiche der Bischofsvikare und die Planstellen

5.1.3 Die Planstellen für den Generalvikar

5.1.4 Die Zentralabteilungen und deren Planstellen

5.1.5 Die neuen Dezernate und ihr Stellenplan

5.1.6 Weitere Einrichtungen

5.1.7 Das neue Organigramm

5.2 Der neue Stellenplan gesamt

5.3 Die Sozialauswahlkriterien

5.3.2 Die Datenermittlung

6 Inanspruchnahmen der Dienstvereinbarungen aus dem Gesamtsozialplan für das Bischöfliche Generalvikariat und die Einrichtungen

6.1 Vereinbarung über Anreize für in den Vorruhestand zu treten

6.2 Vereinbarungen über einen besonderen Anreiz zum freiwilligen Ausscheiden bis einschließlich Dezember

6.2.1 Die Transfergesellschaft PEAG

6.3 Vereinbarungen über einen Anreiz zur Altersteilzeit

6.4 Weitere Betriebswechsel und betriebsbedingte Kündigungen

7 Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht den Prozess der Neustrukturierung des Essener Generalvikariats, der aufgrund einer prekären Haushaltslage und rückläufiger Einnahmen notwendig wurde. Das primäre Ziel der Untersuchung ist die Darstellung, wie das Bistum Essen diese organisatorische Umgestaltung sowie den erforderlichen Stellenabbau unter Wahrung sozialverträglicher Kriterien und unter Berücksichtigung kirchenrechtlicher Vorgaben umgesetzt hat.

  • Rechtliche Grundlagen der Bistumsverwaltung nach dem CIC von 1983
  • Analyse der alten versus der neuen Struktur des Essener Generalvikariats
  • Details zur Umsetzung der Neustrukturierung und des neuen Stellenplans
  • Anwendung von Sozialauswahlkriterien beim Personalabbau
  • Inanspruchnahme von Maßnahmen aus dem Gesamtsozialplan, wie Vorruhestand, Altersteilzeit und Transfergesellschaften

Auszug aus dem Buch

5.1.5 Die neuen Dezernate und ihr Stellenplan

Alle Dezernate wurden aufgelöst und, wenn sie nicht als Zentralabteilungen ausgegliedert wurden, neu organisiert.

So wurde das Dezernat 1 (Pastoral) geschaffen. Dazu gehören die Kategorialseelsorge (z.B. Polizei oder Feuerwehrseelsorge) und die Projektentwicklung. Das Dezernat ist in zwei Abteilungen aufgeteilt, Abteilung I „Gemeinde und Lebensraum“ (z.B.: KFD) und die Abteilung II „Kinder und Jugend“ (z.B. Jugendsozialarbeit). Insgesamt steht diesem Dezernat ein BU von 18 BU zur Verfügung.

Das neu gegründete Dezernat II „Schule und Hochschule“ ist mit 4,5 BU veranschlagt.

Im Rahmen der anstehenden Neustrukturierungen auf Pfarrebene wurde im Generalvikariat ein eigens dafür zuständiges Dezernat III geschaffen, das Dezernat Kirchengemeinden. Hier findet sich unter anderem auch das Koordinierungsbüro für die neuen Pfarreien. Aber auch für Bauangelegenheiten und Liegenschaften ist dieses Dezernat zuständig. Die Planstellen betragen hier 14 BU, zuzüglich 2,5 BU überplanmäßig sind.

Das neue Dezernat 4 (Personal) gab es auch schon im alten Organigramm. Allerdings ist es in der neuen Struktur aufgeteilt in 4.1 Personal/Pastoral mit 4 BU und in 4.2 Personal/Verwaltung, mit den Abteilungen I Personalverwaltung Personal/Verwaltung und Abteilung II Personalverwaltung Schulen. Hier sind 16 BU vorgesehen.

Das fünfte und letzte der neue Dezernate bildet das Dezernat Finanzen und Bischöfliche Liegenschaften, mit den Abteilungen: I Kämmerei, II Bauangelegenheiten und III Finanzbuchhaltung. Insgesamt kommt es in diesem Dezernat zu 16,5 BU.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung erläutert den finanziellen Druck auf das Bistum Essen und skizziert den dreistufigen Umstrukturierungsprozess, beginnend mit dem Generalvikariat.

2 Die gesetzliche Grundlage einer kirchlichen Verwaltung und deren Organe im CIC von 1983: Dieses Kapitel legt die kirchenrechtlichen Anforderungen an die Bistumsverwaltung und die spezifischen Rollen von Generalvikar und Bischofsvikar dar.

3 Die Struktur des Essener Generalvikariates vor der Neustrukturierung: Hier wird der Status quo des Generalvikariats vor Ende 2005 hinsichtlich Personalstärke und Aufbauorganisation analysiert.

4 Die Neustrukturierung: Das Kapitel beschreibt den politischen Beschluss zur Sparmaßnahme sowie den darauf basierenden Haushaltsplan für 2006.

5 Die Durchführung der Neustrukturierung: Der Hauptteil detailliert die operative Umgestaltung des Verwaltungsapparats, einschließlich neuer Stellenpläne und Organigramme.

6 Inanspruchnahmen der Dienstvereinbarungen aus dem Gesamtsozialplan für das Bischöfliche Generalvikariat und die Einrichtungen: Dieses Kapitel beleuchtet die konkreten Instrumente zur sozialverträglichen Personalreduzierung.

7 Fazit: Das Fazit bewertet die Neustrukturierung als gelungenen, sozialverträglichen Prozess, der durch eine enge Zusammenarbeit mit der Mitarbeitervertretung ermöglicht wurde.

Schlüsselwörter

Generalvikariat, Bistum Essen, Neustrukturierung, Kirchenrecht, CIC 1983, Stellenplan, Personalabbau, Sozialplan, Vorruhestand, Altersteilzeit, Transfergesellschaft, PEAG, Haushaltskonsolidierung, Organisationsentwicklung, Pastoral

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die organisatorische Neustrukturierung des Essener Generalvikariats als Reaktion auf eine angespannte Finanzsituation des Bistums.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der kirchenrechtlichen Struktur einer Diözesanverwaltung, dem Management von Veränderungsprozessen in kirchlichen Einrichtungen sowie der praktischen Umsetzung eines sozialverträglichen Personalabbaus.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, den Transformationsprozess des Generalvikariats darzustellen, insbesondere im Hinblick auf die Einsparungen, die neue Organisationsstruktur und den Schutz der betroffenen Mitarbeiter.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine Kombination aus kirchenrechtlicher Analyse, der Auswertung interner Dokumente (Handouts, Briefe, Haushaltspläne) und Experteninterviews mit Mitarbeitern des Generalvikariats.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der rechtlichen Verankerung der Verwaltung, dem alten versus dem neuen Organigramm, dem detaillierten Stellenplan sowie den verschiedenen Abfindungs- und Übergangsmodellen aus dem Gesamtsozialplan.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Neustrukturierung, Bistum Essen, Personalabbau, Sozialverträglichkeit, Generalvikar, Transfergesellschaft und kirchliche Verwaltung.

Wie unterschied sich die tatsächliche neue Struktur von den ursprünglichen Ankündigungen?

Entgegen der ersten Ankündigung, das Generalvikariat auf vier Dezernate zu reduzieren, wurden in der finalen Umsetzung fünf neue Dezernate geschaffen, um den Aufgaben effizienter gerecht zu werden.

Welche Rolle spielt die Transfergesellschaft PEAG in diesem Prozess?

Die PEAG fungierte als externe Unterstützung, um Mitarbeitern, die aus dem Bistumsdienst ausschieden, bei der beruflichen Neuorientierung und Vermittlung in neue Arbeitsverhältnisse zu helfen.

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Details

Titel
Kirchliche Strukturen im Umbruch am Beispiel des Bistums Essen
Untertitel
Die Neustrukturierung im Generalvikariat
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Institut für Kirchenrecht, katholische Fakultät)
Veranstaltung
Hauptseminar
Note
1,7
Autor
Marcus Schumacher (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
22
Katalognummer
V75186
ISBN (eBook)
9783638785549
ISBN (Buch)
9783638795425
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kirchliche Strukturen Umbruch Beispiel Bistums Essen Hauptseminar
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marcus Schumacher (Autor:in), 2007, Kirchliche Strukturen im Umbruch am Beispiel des Bistums Essen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/75186
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Leseprobe aus  22  Seiten
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