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Die Ertragsbesteuerung von Holdinggesellschaften im internationalen Konzern

Title: Die Ertragsbesteuerung von Holdinggesellschaften im internationalen Konzern

Diploma Thesis , 2007 , 98 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Dipl. oec. Patrik Egeler (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit wird aufgezeigt inwieweit Holdinggesellschaften in der Rechtsform von Kapitalgesellschaften in einem international tätigen Konzern mit dem Ziel der Steuerminimierung im Rahmen der Ertragsteuerplanung sinnvoll eingesetzt werden können. Hierzu werden zunächst begriffliche Grundlagen und Funktionen von Holdinggesellschaften erläutert sowie Ziele der internationalen Steuerplanung mit Holdinggesellschaften abgeleitet. Hieraus ergibt sich ein allgemeines Anforderungsprofil an internationale Holdingstandorte.

Im Hauptteil der Arbeit werden Möglichkeiten der Umsetzung von ausgewählten operationalen Gestaltungszielen im Rahmen der laufenden Ertragsbesteuerung dargestellt. Hierbei werden zwei verschiedene Strategien, zunächst reduziert auf ihre Grundformen und schließlich in Kombination, analysiert und jeweils in Bezug auf notwendige Voraussetzungen und mögliche Grenzen beurteilt. Diese Analyse ist überwiegend qualitativer Art, während im Anhang ergänzend hierzu passende quantitative Beispiele zu finden sind.
Darüber hinaus wird die aperiodische Ertragsbesteuerung von Holdinggesellschaften aufgezeigt, wobei eine Beschränkung auf die Errichtung und die Auflösung der Holdinggesellschaft stattfindet.
Da Gestaltungen mit Holdinggesellschaften nicht unbegrenzt möglich sind, wird zudem dargelegt welche grundsätzlichen Gefahren bestehen können und wie diese am besten minimiert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Holding im internationalen Konzern

2.1 Der Konzernbegriff

2.2 Begriff und Funktionen der Holding

2.3 Die Holdingstruktur aus betriebswirtschaftlicher Sicht

2.4 Ziele der internationalen Steuerplanung mit Holdingstrukturen

2.5 Steuerliche Anforderungen an den internationalen Holdingstandort

3 Die laufende Ertragsbesteuerung von Holdinggesellschaften

3.1 Gestaltungsziele beim Einsatz von Repatriierungsstrategien

3.1.1 Inhalt und Technik der Repatriierungsstrategien

3.1.2 Minimierung von Quellensteuern

3.1.3 Nutzung der Freistellungsmethode bei Gewinnausschüttungen

3.1.4 Vermeidung von Anrechnungsüberhängen

3.1.5 Nutzung von Körperschaftsteuer-Gutschriften

3.1.6 Generierung von Erträgen in niedrig besteuerten Ländern

3.1.7 Temporäre Abschirmung von Erträgen

3.2 Gestaltungsziele beim Einsatz von Allokationsstrategien

3.2.1 Inhalt und Technik der Allokationsstrategien

3.2.2 Steuerwirksame (grenzüberschreitende) Ergebniskonsolidierung

3.2.3 Steuerliche Optimierung konzerninterner Finanzierungsstrukturen

3.2.3.1 Sicherstellung der Abzugsfähigkeit von Aufwand im Rahmen der Gesellschafter-Fremdfinanzierung

3.2.3.2 Steueroptimierte Finanzierung von Akquisitionen

3.2.4 Steuerliche Optimierung von Beteiligungsstrukturen

3.2.4.1 Nutzung der Freistellungsmethode für Veräußerungs- und Liquidationsgewinne.

3.2.4.2 Steuerwirksame Realisierung von Veräußerungs- und Liquidationsverlusten

3.3 Mögliche Strategiekombinationen

3.3.1 Praktische Bedeutung

3.3.2 Kombination aus Abschirmung und Umformung von Einkünften

3.3.3 Kombination aus Verlagerung und Umformung von Einkünften

4 Die aperiodische Ertragsbesteuerung von Holdinggesellschaften

4.1 Errichtung der Holdinggesellschaft

4.2 Auflösung der Holdinggesellschaft

5 Grenzen der Einschaltung von Holdinggesellschaften

5.1 Gründe für Beschränkungen der internationalen Steuerplanung

5.2 Mögliche Abwehrmaßnahmen der Domizilstaaten von Spitzeneinheiten

5.2.1 Ort der Geschäftsleitung und Gestaltungsmissbrauch

5.2.2 Missbrauchsregelungen in bilateralen Abkommen

5.2.3 Hinzurechnungsbesteuerung

5.3 Mögliche Abwehrmaßnahmen der Domizilstaaten von Grundeinheiten

6 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Diplomarbeit untersucht, inwieweit Holdinggesellschaften in der Rechtsform von Kapitalgesellschaften als Instrument zur Ertragsteuerplanung in international tätigen Konzernen eingesetzt werden können, um die gesamte Steuerbelastung des Konzerns im Sinne einer relativen Steuerminimierung zu optimieren.

  • Grundlagen und Funktionen von Holdinggesellschaften
  • Repatriierungsstrategien zur Rückführung von Gewinnen
  • Allokationsstrategien zur gezielten Einkünfteverlagerung
  • Möglichkeiten der Strategiekombinationen
  • Grenzen der steuerlichen Gestaltung und Abwehrmaßnahmen

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Minimierung von Quellensteuern

Ausgangslage: Bei einem zweistufigen internationalen Konzernaufbau führt die Spitzeneinheit eine Investition im anderen Staat mittels einer Tochterkapitalgesellschaft durch. Die Erträge, die bei der Tochterkapitalgesellschaft erwirtschaftet werden, gelangen üblicherweise in Form einer Gewinnausschüttung der Tochter zurück zur Spitzeneinheit. Aufgrund der international üblichen Anwendung des Quellenprinzips wird die Spitzeneinheit im Ansässigkeitsstaat der Tochterkapitalgesellschaft beschränkt steuerpflichtig. Der Quellenstaat erhebt Quellensteuer auf die Ausschüttung. Hinzu kommt, dass der Gewinn der Tochtergesellschaft zuvor bereits der Körperschaftsteuer unterlegen hat. Letztlich hat die Spitzeneinheit die erhaltene Gewinnausschüttung aufgrund des Welteinkommensprinzips in ihrem Ansässigkeitsstaat noch einmal zu versteuern. Die Doppelbesteuerung kann grundsätzlich auf verschiedenen Wegen vermindert oder beseitigt werden, an dieser Stelle steht lediglich die Minimierung der Quellensteuer mit Hilfe der Holdingstruktur im Vordergrund. Durch die Zwischenschaltung einer Holdinggesellschaft mit entsprechender Umleitung des Zahlungsstroms kann die Quellenbesteuerung wie folgt minimiert werden.

Bsp. 1: Eine in Land A (außerhalb der EU) ansässige natürliche Person hält alle Anteile an der deutschen X-AG. Zwischen Land A und Deutschland besteht kein Doppelbesteuerungsabkommen, das die deutsche Quellenbesteuerung von Dividenden begrenzen könnte. Bei einer Gewinnausschüttung der X-AG wären somit gemäß § 43a Abs. 1 Nr. 1 EStG 20 % Kapitalertragsteuer an den deutschen Fiskus abzuführen. Bringt der Anteilseigner die gesamte Beteiligung an der X-AG stattdessen in eine Holdinggesellschaft ein, deren Sitz in einem Drittstaat liegt, der mit Deutschland ein DBA auf der Grundlage des OECD-MA abgeschlossen hat, wird die Kapitalertragsteuer durch das DBA regelmäßig auf 5 % reduziert. Hierbei muss allerdings eine missbräuchliche Gestaltung vermieden werden, da ansonsten die Quellensteuerreduzierung nicht erfolgt (siehe GP 5.3).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die zunehmende Bedeutung internationaler Unternehmenstätigkeit und stellt die Rolle der Holding als zentrales Gestaltungsinstrument zur Steuerminimierung vor.

2 Die Holding im internationalen Konzern: Dieses Kapitel definiert begriffliche Grundlagen der Holding, klassifiziert Holdingtypen und leitet das Anforderungsprofil an einen internationalen Holdingstandort ab.

3 Die laufende Ertragsbesteuerung von Holdinggesellschaften: Der Hauptteil analysiert detailliert Repatriierungs- und Allokationsstrategien zur Senkung der Steuerlast sowie deren Kombination und operative Umsetzung.

4 Die aperiodische Ertragsbesteuerung von Holdinggesellschaften: Dieses Kapitel betrachtet die steuerlichen Aspekte bei der Errichtung und Auflösung einer Holdinggesellschaft.

5 Grenzen der Einschaltung von Holdinggesellschaften: Das Kapitel beleuchtet die gesetzlichen Schranken der Steuerplanung sowie mögliche Abwehrmaßnahmen der betroffenen Staaten gegen Gestaltungsmissbrauch.

6 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die zukünftige Attraktivität von Holdingstrukturen im Kontext des internationalen Steuerwettbewerbs.

Schlüsselwörter

Holdinggesellschaft, internationale Steuerplanung, Ertragsbesteuerung, Repatriierungsstrategien, Allokationsstrategien, Quellensteuer, Schachtelprivileg, Doppelbesteuerungsabkommen, Konzern, Steuerminimierung, Gesellschafter-Fremdfinanzierung, Hinzurechnungsbesteuerung, CFC-rules, Gruppenbesteuerung, Organschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten, Holdinggesellschaften zur Optimierung der laufenden Ertragsbesteuerung in internationalen Konzernen einzusetzen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Fokus stehen die Bereiche Repatriierungsstrategien, Allokationsstrategien, Finanzierungsstrukturen sowie die steuerliche Behandlung von Veräußerungs- und Liquidationsvorgängen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist die relative Steuerminimierung im internationalen Konzern unter Berücksichtigung verschiedener steuerrechtlicher Rahmenbedingungen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer überwiegend qualitativen Analyse, ergänzt durch quantitative Beispiele im Anhang, die die steuerlichen Wirkungen der dargestellten Gestaltungen verdeutlichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die praktische Umsetzung von Gestaltungszielen, wobei insbesondere Strategien wie "Treaty Shopping" oder "Mixer-Gesellschaften" zur Anwendung kommen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Holdingstruktur, Steuerminimierung, Doppelbesteuerungsabkommen, Quellensteuer und Konzernbesteuerung sind die zentralen Schlagworte.

Wie werden die Abwehrmaßnahmen von Staaten beschrieben?

Staaten schützen ihr Steueraufkommen durch Konzepte wie die Hinzurechnungsbesteuerung oder durch Missbrauchsvorbehalte in Doppelbesteuerungsabkommen, wenn keine wirtschaftliche Substanz vorhanden ist.

Welche Rolle spielt die Gruppenbesteuerung für die Steueroptimierung?

Die Gruppenbesteuerung ermöglicht die steuerwirksame Ergebniskonsolidierung, indem Gewinne und Verluste innerhalb einer Unternehmensgruppe verrechnet werden können, was die steuerliche Belastung deutlich senkt.

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Details

Title
Die Ertragsbesteuerung von Holdinggesellschaften im internationalen Konzern
College
University of Hohenheim  (Institut für Betriebswirtschaftslehre)
Grade
2,3
Author
Dipl. oec. Patrik Egeler (Author)
Publication Year
2007
Pages
98
Catalog Number
V75193
ISBN (eBook)
9783638695862
ISBN (Book)
9783638718639
Language
German
Tags
Ertragsbesteuerung Holdinggesellschaften Konzern Konzernsteuerbelastung Unternehmensbesteuerung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. oec. Patrik Egeler (Author), 2007, Die Ertragsbesteuerung von Holdinggesellschaften im internationalen Konzern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/75193
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