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Literarische Gestaltung und Gattung - Die Apostelgeschichte als Geschichtswerk?

Title: Literarische Gestaltung und Gattung - Die Apostelgeschichte als Geschichtswerk?

Seminar Paper , 1994 , 20 Pages , Grade: 1,00

Autor:in: Markus Hartl (Author)

Theology - Biblical Theology
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Summary Excerpt Details

Inhaltsverzeichnis

A) Einleitung S. 3

B) Die literarische Gestaltung S. 4
1. Gliederung und Aufbau S. 4
2. Sprache, Stil und literarische Künste S. 5
a) Allgemeine Merkmale S. 5
b) Die Septuaginta-Mimesis S. 7
c) Archaismen S. 7
d) Die Summarien S. 7
3. Die Reden S. 8
4. Der dramatische Episodenstil S. 10
5. Die Wir-Berichte S. 11
6. Die Komposition S. 12

C) Die Apostelgeschichte - ein Geschichtswerk? S. 13
1. Die Frage nach der Gattung S. 13
2. Das Verhältnis zur hellenistischen Geschichtsschreibung S. 14
3. Der historische Quellenwert S. 15
4. Die Chronologie S. 16
5. Die Apostelgeschichte - aus damaliger Sicht ein Geschichtswerk S. 16

D) Zusammenfassung S. 18

E) Literaturverzeichnis S. 20

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A) Einleitung

B) Die literarische Gestaltung

1. Gliederung und Aufbau

2. Sprache, Stil und literarische Künste

a) Allgemeine Merkmale

b) Die Septuaginta-Mimesis

c) Archaismen

d) Die Summarien

3. Die Reden

4. Der dramatische Episodenstil

5. Die Wir-Berichte

6. Die Komposition

C) Die Apostelgeschichte - ein Geschichtswerk?

1. Die Frage nach der Gattung

2. Das Verhältnis zur hellenistischen Geschichtsschreibung

3. Der historische Quellenwert

4. Die Chronologie

5. Die Apostelgeschichte - aus damaliger Sicht ein Geschichtswerk

D) Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die Apostelgeschichte im Hinblick auf ihre literarische Struktur, ihre Gattung und ihren historischen Quellenwert, um zu klären, inwieweit das Werk nach damaligem Verständnis als Geschichtswerk klassifiziert werden kann.

  • Analyse der lukanischen Kompositionsweise und Gliederung
  • Untersuchung literarischer Stilmittel wie Summarien, Reden und des dramatischen Episodenstils
  • Einordnung der Apostelgeschichte in den Kontext der antiken Geschichtsschreibung
  • Diskussion des historischen Quellenwerts im Vergleich zu den paulinischen Briefen
  • Bewertung der theologischen Intention des Verfassers

Auszug aus dem Buch

3. Die Reden

Die Reden nehmen in der Apostelgeschichte einen großen Raum ein. Man findet 24 Reden, die etwa ein Drittel des Buchumfanges ausmachen. Petrus tritt achtmal als Redner in Aktion, Paulus neunmal, die restlichen sieben Redner (Jakobus, Stephanus und fünf Nichtchristen) nur je einmal . Nur vier Reden werden vor Christen gehalten, die restlichen sind Missions- und Verteidigungsreden vor Juden und Heiden. Eine Unterscheidung der Reden in diese beiden Gruppen (acht bzw. sechs Reden) nimmt Schneider vor. Daneben sieht er noch eine Abschiedsrede (Paulus in Milet). Außerdem stellt er fest: „Die Paulusreden konvergieren, wo sie wie bei den Missionsreden vergleichbar sind, offensichtlich mit der Predigt des Petrus.“23 Allerdings unterscheiden sich die Petrus- und Paulusreden im Vokabular. So läßt der Verfasser der Apostelgeschichte durch einige Semitismen24 bei Petrus (z.B. Apg 3,15: „ενωτισαστε τα ρηµατα“ begegnet als ganze Wendung auch in Hi 32,11) deutlich werden, daß Petrus aus Galiläa stammt. Paulus hingegen, als hellenistisch gebildeter Diaspora-Jude scheint des Griechischen besser mächtig. Damit erreicht der Autor eine gewisse Charakterisierung der Personen durch die Reden.

Außerdem benutzt er die Reden nach antikem Vorbild, „um Höhe- und Wendepunkte der Geschichte zu markieren.“25 Daraus ergibt sich eine Analogie zu den Historikern der griechisch-römischen Antike, u.a. bei Livius26, die die Reden ebenfalls an diesen Stellen einsetzten. Man trifft aber auch auf Unterschiede zu den Reden in der griechisch-römischen Geschichtsschreibung. Auffallend ist vor allem die Kürze der Reden in der Apostelgeschichte, zu dem werden keine gegensätzlichen Meinungen vertreten und der Redner wird auch nicht besonders charakterisiert. Gemeinsam ist jedoch, daß die Szenen, in denen die Reden gehalten werden, durch die direkte Rede lebendiger wirken, allerdings sind sie „nicht an den Hörer der vorausgesetzten Situation gerichtet, sondern von Lukas an die Leser seines Werkes“27gerichtet. Schneider begründet dies damit, „daß die Reden untereinander in einer sich ergänzenden Abhängigkeit stehen.“28

Zusammenfassung der Kapitel

A) Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Sonderstellung der Apostelgeschichte im Neuen Testament und definiert den Gattungsbegriff als Grundlage für die Untersuchung.

B) Die literarische Gestaltung: Dieses Kapitel analysiert formale Aspekte wie den Aufbau, den Erzählstil und die Verwendung von Summarien, Reden und Wir-Berichten als lukanische Mittel.

C) Die Apostelgeschichte - ein Geschichtswerk?: Hier wird die schwierige gattungstheoretische Einordnung diskutiert und die Arbeit als heilsgeschichtlich orientierte Missionschronik gedeutet.

D) Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese, die die Apostelgeschichte trotz ihrer theologischen Tendenz als ein Werk der antiken Histographie bestätigt.

Schlüsselwörter

Apostelgeschichte, Lukas, Literaturgattung, Geschichtsschreibung, Antike, heilsgeschichtlich, Missionsreden, Summarien, Wir-Berichte, Paulus, Quellenwert, Tendenzkritik, Dramatischer Episodenstil, Septuaginta-Mimesis, Theologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, ob und in welcher Weise die Apostelgeschichte unter Berücksichtigung ihrer literarischen Gestaltung als antikes Geschichtswerk klassifiziert werden kann.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die literarische Struktur, der Erzählstil, die Gattungsfrage sowie der historische Quellenwert der Apostelgeschichte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, durch eine literarische und historische Analyse zu klären, wie der Anspruch des Werkes, als Geschichtswerk zu gelten, mit der theologischen Intention des Autors in Einklang gebracht werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse angewandt, die das Werk mit zeitgenössischen antiken Geschichtswerken vergleicht und Forschungsmeinungen verschiedener Exegeten diskutiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der literarischen Gestaltung (z.B. Gliederung, Reden, Summarien, Wir-Berichte) und die anschließende kritische Prüfung des Geschichtswerk-Charakters sowie des historischen Quellenwerts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Apostelgeschichte, Literaturgattung, antike Geschichtsschreibung, heilsgeschichtliche Tendenz und historische Quellenkritik charakterisiert.

Warum spielt die Septuaginta-Mimesis in der Argumentation des Autors eine wichtige Rolle?

Sie dient als stilistisches Mittel, um den Aposteln durch Anklänge an die Heilige Schrift eine höhere Autorität zu verleihen und das Werk in eine ältere Tradition zu rücken.

Welchen Stellenwert haben die "Wir-Berichte" für die Interpretation als Geschichtswerk?

Sie werden als literarisches Stilmittel interpretiert, das dem Verfasser ermöglicht, den Anschein eines Augenzeugenberichts oder eines weitgereisten Historikers zu erwecken, was nach antiken Maßstäben für einen Geschichtsschreiber von Bedeutung war.

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Details

Title
Literarische Gestaltung und Gattung - Die Apostelgeschichte als Geschichtswerk?
College
University of Regensburg  (Katholisch-Theologische Fakultätä - Lehrstuhl für Biblische Theologie )
Course
Der „neue“ Weg. Literarische, historische und theologische Anfragen an die Apostelgeschichte.
Grade
1,00
Author
Markus Hartl (Author)
Publication Year
1994
Pages
20
Catalog Number
V75226
ISBN (eBook)
9783638797849
ISBN (Book)
9783638866903
Language
German
Tags
Literarische Gestaltung Gattung Apostelgeschichte Geschichtswerk Literarische Anfragen Apostelgeschichte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Hartl (Author), 1994, Literarische Gestaltung und Gattung - Die Apostelgeschichte als Geschichtswerk?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/75226
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