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Ironie in Unternehmen

Eine Analyse ironischer Kommunikation im Rahmen formeller Organisation

Title: Ironie in Unternehmen

Seminar Paper , 2007 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Florian Schulz (Author)

Sociology - Work, Education, Organisation
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When talking about irony, we usually think of it in reference to private conversation or satirical topics in literature or television. But there are indeed many contexts which include irony as a form of communication we wouldn’t rather expect. This essay investigates irony in an entrepreneurial surrounding and thus takes a sociological look on the function irony is about to fulfil in different situations within an enterprise. Moreover it refers to Niklas Luhmann’s theory of formal organisation as theoretical background.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Zielsetzung und Aufbau dieser Arbeit

2. Das Unternehmen als formale Organisation

2.1. Die Entstehung formaler Organisation

2.2. Die Mitgliedsrolle in der Organisation

2.3. Zusammenfassung der theoretischen Annahmen

3. Ironie in unternehmensinternen Kontexten

3.1. Vorbemerkung zu meiner empirischen Vorgehensweise

3.1. Ironie im kollegialen Kontext

3.2. Ironie im Kontext asymmetrischer Konstellationen

3.3. Ironie in Konkurrenzsituationen

3.4. Ironie in Geschäftssituationen und zwischen Unternehmen

3.5. Die Ironisierung rationalistischer Formen

4. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die soziologische Funktion ironischer Kommunikation innerhalb formeller Organisationen und analysiert, wie Ironie trotz ökonomischer Rationalitätsprinzipien als Kommunikationsmittel in verschiedenen Unternehmenskontexten fungiert.

  • Soziologische Analyse von Kommunikation in formalen Organisationen
  • Die Rolle von Ironie an organisatorischen Schnittstellen
  • Einfluss von Machtkonstellationen auf ironische Ausdrucksformen
  • Distanzierung von rationalistischen Organisationsprinzipien
  • Empirische Untersuchung mittels qualitativer Interviews und Fragebögen

Auszug aus dem Buch

3.2.1. Ironie zwischen Vorgesetztem und Mitarbeiter

Ob Gehaltsverhandlungen oder geschäftliche Anweisungen – eines ist beiden gemein: Die Asymmetrie ihrer kommunikativen Ausgangsvoraussetzungen. In diesem Zusammenhang ist es hilfreich, sich noch einmal zu vergegenwärtigen, dass eine Rolle im Unternehmen einen bestimmten akzeptierten Erwartungshorizont voraussetzt, der individuelle Perspektiven im formalen Rahmen größtenteils ausblendet und eng mit den Bedingungen für eine fortbestehende Mitgliedschaft in der Organisation von Bedeutung ist, das heißt: Ein Mitarbeiter hat sich an bestimmte Regeln zu halten. Je straffer diese formellen Regeln sind, desto geringer ist der Kommunikationsspielraum, ohne eine Kündigung oder Abmahnung zu riskieren. Die Ironie bietet nun den „Vorteil“, „die ehrliche Meinung nicht klar kommunizieren zu müssen aus Angst vor der Konsequenz.“ (Geschäftsführerin, Interview 2)

Insofern muss man jedoch an dieser Stelle noch mal zwischen dem Grad der formellen Straffung innerhalb der Organisation unterscheiden: So gibt es, wie bereits erwähnt, Unternehmen, die individuelle Perspektiven größtenteils zulassen, während in anderen Unternehmen eine relativ starke formelle Struktur geformt ist, der sich die Mitarbeiter in einem durch die Beschaffenheit einer Organisation aufgezwungenen Konsens unterordnen müssen. Aus meinen Interviews ergab sich nach und nach das Bild, dass Ironie vor allem in den Kontexten verstärkt zur Verwendung kommt, die sich durch eine relativ starke Straffung auszeichnen. Zwar ist auch in „offeneren“ Unternehmen Ironie in asymmetrischen Situationen häufiges Stilmittel, doch unterscheidet sie sich in ihrer Art doch deutlich und hat hier eher die Funktion, Gemeinschaft durch einen gemeinsamen Erfahrungshorizont zu stiften, wie ich es bereits vorher im Bezug auf Gruppendynamiken angesprochen hatte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Zielsetzung und Aufbau dieser Arbeit: Einführung in das Thema Ironie in Unternehmen unter Berücksichtigung der systemtheoretischen Ansätze von Niklas Luhmann.

2. Das Unternehmen als formale Organisation: Theoretische Untersuchung der Entstehung formaler Organisationen und der Bedeutung der Mitgliedsrolle für die Stabilität von Handlungssystemen.

3. Ironie in unternehmensinternen Kontexten: Empirische Analyse verschiedener Kommunikationsbereiche wie kollegiale Zusammenarbeit, asymmetrische Machtverhältnisse und Wettbewerbssituationen.

4. Zusammenfassung und Ausblick: Kritische Reflexion der Ergebnisse und Plädoyer für eine kontextabhängige, soziologische Betrachtung von Ironie als dynamische Kommunikationsform.

Schlüsselwörter

Ironie, Soziologie, formale Organisation, Niklas Luhmann, Kommunikation, Unternehmensberatung, Machtkonstellation, Arbeitsalltag, Emotionalität, Rollenverhalten, Systemtheorie, empirische Sozialforschung, Geschäftssituationen, Rationalität, Gruppendynamik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die soziologische Funktion von ironischer Kommunikation innerhalb von Wirtschaftsunternehmen unter Rückgriff auf systemtheoretische Konzepte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die Rolle von Ironie im kollegialen Austausch, zwischen Hierarchieebenen sowie die kritische Distanzierung von rationalistischen Organisationsformen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Ironie trotz formaler Regelungen als Kommunikationsmittel existiert und welche funktionalen Aspekte sie in verschiedenen Unternehmenskontexten erfüllt.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Der Autor nutzte qualitative Methoden, insbesondere narrative Interviews mit Führungskräften sowie unstrukturierte Fragebögen bei Angestellten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur formalen Organisation und eine empirische Analyse der Anwendung von Ironie in unterschiedlichen betrieblichen Kommunikationssystemen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Ironie, formale Organisation, Kommunikation, Systemtheorie nach Luhmann und Machtkonstellationen geprägt.

Warum spielt das "Schutzschild" der Ironie eine Rolle?

Die Arbeit erläutert, dass Ironie es Mitarbeitern ermöglicht, individuelle Bedürfnisse oder Kritik zu äußern, ohne die Sanktionsrisiken einer direkten, formalen Kommunikation zu tragen.

Welche Bedeutung hat die Kritik an Luhmanns Theorie für diese Arbeit?

Der Autor empfindet Luhmanns theoretisches Bild teilweise als zu schematisch und betont, dass die dynamische Entstehung von Kommunikationssystemen in der empirischen Praxis eine flexiblere Betrachtungsweise erfordert.

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Details

Title
Ironie in Unternehmen
Subtitle
Eine Analyse ironischer Kommunikation im Rahmen formeller Organisation
College
LMU Munich  (Institut für Soziologie)
Course
Seminar: Ironie
Grade
1,0
Author
Florian Schulz (Author)
Publication Year
2007
Pages
21
Catalog Number
V75234
ISBN (eBook)
9783638737289
ISBN (Book)
9783638780124
Language
German
Tags
Ironie Unternehmen Seminar Ironie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Florian Schulz (Author), 2007, Ironie in Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/75234
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