This paper aims at putting the involvement concept into the context of reception of job ads with focus on pictures. A body of literature is used to answer the question whether it is helpful to consider the recipients’ involvement when designing a job ad – concentrating on the impact of pictures. After outlining what the current understanding of involvement is, job ads and picture effects are sketched. That knowledge is the basis for the following argumentation that involvement is indeed an important mediator in the reception of job ads. Later several design recommendations (again focusing on the usage of pictures) are derived.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Involvement
2.1. Modell der Wirkungspfade
2.1.1. Wirkungskomponenten
2.1.1.1. Emotionale Prozesse: Emotion und Motivation
2.1.1.2. Kognitive Prozesse
2.1.1.3. Einstellung und Kaufabsicht
2.1.1.4. Aufmerksamkeit
2.1.1.5. Werbekontakt und Verhalten
2.1.2. Wirkungsdeterminanten
2.2. Definition Involvement
2.3. Dimensionen
2.3.1. Persönliches Involvement
2.3.2. Situationsinvolvement
2.3.3. Produktinvolvement
2.4. Intensität
2.4.1. Hohes Involvement
2.4.2. Niedriges Involvement
2.5. Messung
2.5.1. Product Involvement Inventory
2.5.2. Consumer Involvement Profile
3. Personalanzeige
3.1. Aufgaben
3.1.1. Akquisition
3.1.2. Employer Branding
3.1.3. Unternehmensimage
3.2. Arten
3.3. Ausprägungen
4. Bilder
4.1. Dominanz des Bildes
4.2. Definition
4.3. Zielsetzungen von Bildern in der Werbung
4.3.1. Bildwirkung: Aktivierung
4.3.2. Bildwirkung: Information
4.3.3. Bildwirkung: Emotion
4.4. Verarbeitung bildlicher Informationen
4.5. Beeinflussung von Einstellung und Verhalten
5. Involvement bei Personalanzeigen
5.1. Anwendbarkeit des Konstrukts
5.1.1. Vergleich Personalanzeige – Werbeanzeige
5.1.2. Zwischenbilanz: Involvement berücksichtigen!
5.2. Kategorisierungen
5.2.1. Kategorisierung der Rezipienten
5.2.1.1. Rezipienten mit hohem Involvement
5.2.1.2. Rezipienten mit niedrigem Involvement
5.2.2. Kategorisierung der Personalanzeigen
5.3. Wirkungsmuster- Matrix
5.3.1. Wirkungsmuster A, B, C und D
5.3.2. Anwendung auf Personalanzeigen
5.4. Folgerungen für die Bildgestaltung
5.4.1. Generelle Gestaltungsempfehlungen
5.4.2. Bildgestaltung für hoch involvierte Rezipienten
5.4.2.1. Stellenanzeigen
5.4.2.2. Imageanzeigen
5.4.3. Bildgestaltung für niedrig involvierte Rezipienten
6. Schlussfolgerungen
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den Einfluss des Rezipienteninvolvements auf die bildliche Gestaltung von Personalanzeigen. Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Konsumentenforschung auf den Kontext der Personalwerbung zu übertragen, um fundierte Gestaltungsempfehlungen für die Praxis abzuleiten.
- Rezipienten-Involvement als zentraler Mediator
- Anwendung des Modells der Wirkungspfade auf Personalanzeigen
- Kategorisierung von Stellen- und Imageanzeigen
- Bildwirkung in Abhängigkeit vom Involvement-Grad
- Gestaltungsempfehlungen für hoch und niedrig involvierte Zielgruppen
Auszug aus dem Buch
4.3.1. Bildwirkung: Aktivierung
Die Sozialtechnik beschreibt eine Reihe bewährter Regeln zur Aktivierung des Rezipienten. KROEBER-RIEL systematisiert Aktivierungstechniken folgendermaßen: Physisch intensive Reize, Emotionale Reize, Überraschende Reize.
Zu den physisch intensiven Reizen gehören insbesondere Farbe und Größe. Dabei ist Farbe nicht mit Buntheit gleichzusetzen. Es sollen vielmehr Kontrasteffekte erzielt werden, durch die das Bild die Anzeige von der Anzeigenumgebung abheben kann. Farben steigern also die Aufmerksamkeit in ihrer Eigenschaft als Förderer von Kontrasten. Mit Verdoppelung der Größe der Anzeige nimmt man für den Effekt der Aufmerksamkeitssteigerung einen Faktor von 1,4 an. Auch die Aktivierungsstärke der Anzeigengröße ist immer relativ zu den anderen im Werbeträger geschalteten Anzeigen zu sehen. Und MEYER-HENTSCHEL betont, dass je größer die Abbildung im Verhältnis zum Text, desto größer das Aktivierungspotenzial.
Biologisch vorprogrammierten Schlüsselreizen, Reizen mit verfestigter kultureller Bedeutung sowie Personenabbildungen (ganz besonders den Augen) wird eine herausragende emotionale Funktion zugeschrieben. Genauso wichtige emotionale Reize sind Erotik und Schemabilder.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beleuchtet die wachsende Bedeutung des Personalmanagements und der Personalanzeige als zentrales Instrument für die Gewinnung von High Potentials in einem zunehmend kompetitiven Umfeld.
2. Involvement: Führt das Involvement-Konzept als Schlüsselkonstrukt ein und beschreibt das Modell der Wirkungspfade sowie Dimensionen und Messverfahren, die das Konsumentenverhalten determinieren.
3. Personalanzeige: Beschreibt die Aufgaben der Personalanzeige wie Akquisition, Employer Branding und Imagetransfer sowie deren verschiedene Arten und Ausprägungen.
4. Bilder: Analysiert die Dominanz visueller Kommunikation, deren Definition in der Werbung sowie die spezifischen Wirkungen auf Aktivierung, Information und Emotion.
5. Involvement bei Personalanzeigen: Überträgt die theoretischen Erkenntnisse auf den Kontext der Personalwerbung, entwickelt eine Wirkungsmuster-Matrix und leitet konkrete Gestaltungsempfehlungen ab.
6. Schlussfolgerungen: Fasst die Kernergebnisse zusammen, reflektiert den Erkenntnisgewinn und diskutiert die Reichweite der abgeleiteten Empfehlungen kritisch.
Schlüsselwörter
Personalanzeige, Involvement, Konsumentenforschung, Modell der Wirkungspfade, Bildwirkung, Bildgestaltung, Akquisition, Employer Branding, Stellenanzeige, Imageanzeige, Aktivierung, Konditionierung, High Potentials, Werbewirkung, Personalmarketing
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie das Involvement (die innere Beteiligung) von Lesern von Personalanzeigen deren Wahrnehmung beeinflusst und welche Rolle Bilder bei der Gestaltung dieser Anzeigen spielen sollten.
Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Themen sind das Involvement-Konzept der Psychologie, die Werbewirkungsforschung, die spezifischen Funktionen von Personalanzeigen (wie Employer Branding) und die psychologische Wirkung von Bildern auf die Zielgruppe.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Hauptziel besteht darin, die Kernfrage zu klären, ob das Involvement der Rezipienten bei der bildlichen Gestaltung von Personalanzeigen berücksichtigt werden sollte – und wenn ja, welche konkreten Gestaltungsmethoden daraus resultieren.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch das Modell der Wirkungspfade von Kroeber-Riel, auf das Erkenntnisse aus der Konsumentenforschung sowie Metaanalysen zur Bildkommunikation angewendet werden.
Was wird inhaltlich im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst das Involvement-Konzept und die Personalanzeige detailliert beschrieben, bevor eine Wirkungsmuster-Matrix entwickelt wird, die als Basis für spezifische Gestaltungsempfehlungen für Stellen- und Imageanzeigen dient.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Involvement, Personalanzeige, Bildwirkung, Employer Branding, Wirkungsmuster und Ikonizität.
Warum spielt die Unterscheidung zwischen hohen und niedrigem Involvement eine so große Rolle für die Gestaltung?
Weil hoch involvierte Personen eher nach sachlichen Informationen suchen und kognitive Prozesse durchlaufen, während niedrig involvierte Personen stärker emotional und über periphere Hinweisreize (wie ästhetische Bilder) erreicht werden müssen.
Welche Rolle spielt die Ikonizität für die Bildgestaltung in Personalanzeigen?
Ein hoher Ikonizitätsgrad – also eine realitätsnahe Darstellung – erhöht die Relevanzwahrnehmung bei hoch involvierten Betrachtern und verstärkt die emotionale Ansprache sowie das Gefallen bei niedrig involvierten Zielgruppen.
Welche Empfehlung gibt der Autor für die Positionierung von Bildern auf Anzeigen?
Bei einer doppelseitigen Anzeige sollte das Bild idealerweise auf der rechten Seite platziert werden; innerhalb der Anzeige selbst wird für eine bessere Aufmerksamkeit eine Positionierung des Bildes auf der linken Seite empfohlen.
- Citar trabajo
- Volker Breuer (Autor), 2002, Der Einfluss des Rezipienteninvolvements auf die bildliche Gestaltung von Personalanzeigen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/75328