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Die Rhetorik der netzbasierten Innovation

Eine skizzenhafte Diskursgeschichte des Internets

Titre: Die Rhetorik der netzbasierten Innovation

Thèse de Bachelor , 2007 , 31 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Fritz Gnad (Auteur)

Médias / Communication - Multimédia, Internet, Nouvelles Technologies
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Résumé Extrait Résumé des informations

„Die Rhetorik der netzbasierten Innovation“ leistet einen Beitrag zur Diskursgeschichte des Internets, indem die Rhetorik der netzbasierten Innovation beim Medium Internet untersucht wird. Dabei wird der Frage nachgegangen, welche Inhalte diesen Rhetoriken der Innovation zugrunde liegen und ob sich diese im Untersuchungszeitraum – von den 1940er Jahren bis Ende 2006 - verändern.
Der Ausdruck Rhetorik der Innovation bezieht sich dabei implizit auf das Begriffspaar „Apokalyptiker und Integrierte“ von Umberto Eco. Hierbei handelt es sich um eine Formulierung Ecos aus den 1960er Jahren, die zum damaligen Zeitpunkt darauf abzielte, zwei sich kontrastierende Standpunkte in der Wissenschaftsgemeinde hinsichtlich der Massenkultur auf den Punkt zu bringen.
Die „Apokalyptiker“ repräsentieren dabei eine skeptische und ablehnende Haltung gegenüber der Massenkultur. Sie verstehen technische Neuerungen als potenziell erfolgreiche Angriffe auf ihre eigenen kulturellen Werte und werden aus diesem Grund prinzipiell abgelehnt. Die „Integrierten“ hingegen zeichnen sich dadurch aus, dass sie eine optimistische Grundhaltung gegenüber Neuerungen an den Tag legen.
Ein ähnlich gespaltenes Meinungsspektrum lässt sich auch bei der akademischen Auseinandersetzung mit dem Internet feststellen: Vor allem die „Integrierten“ verfügen idealtypisch über einen großen Optimismus hinsichtlich der weiteren Entwicklung, der gesellschaftlichen Auswirkungen und den Folgen des Internets.
In dieser Arbeit werden besonders jene Diskursfragmente vorgestellt und untersucht, die dem Internet neue Nutzungspotenziale zuschreiben und deren gesellschaftliche Implikationen prognostizieren.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Fragestellung

1.2. Untersuchungsschritte

2. Geschichte des Internets und die Rhetorik der Innovation

2.1. Prätechnologische Diskurse

2.1.1. Vannevar Bush

2.1.2. J.C.R. Licklider

2.2. Das Internet entsteht

2.2.1. Howard Rheingold

2.3. Das WWW bringt gesellschaftliche Akzeptanz

2.3.1. Tim Berners-Lee

2.3.2. Nicholas Negroponte

2.3.3. Derrick de Kerckhove

2.4. Web 2.0

2.4.1. Tim O'Reilly

3. Aggregation

3.1. Wissensorganisation: Das Internet ersetzt andere Medien

3.2. Partizipation: Wissen und Publizieren

3.3. Externalisierung und Ausweitung des Gehirns

4. Konklusion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die „Rhetorik der Innovation“, die die Entwicklung des Internets von den 1940er Jahren bis zum frühen 21. Jahrhundert begleitet und beeinflusst hat. Ziel ist es, diskursgeschichtlich aufzuzeigen, welche utopischen Erwartungen und Prognosen den Erfolg des Mediums im gesellschaftlichen Diskurs ermöglicht haben.

  • Diskursgeschichte von Innovationen im Kontext des Internets
  • Analyse prätechnologischer Visionen (Vannevar Bush, J.C.R. Licklider)
  • Die Rolle der „Integrierten“ und ihre euphorische Rhetorik
  • Thematische Schwerpunkte: Wissensorganisation, Partizipation und Externalisierung

Auszug aus dem Buch

2.1.1. Vannevar Bush

Am Anfang von As We May Think beschreibt Bush die Problemlage, durch die der gesamte Wissenschaftsapparat in seinen Augen substantiell behindert werde:

„There is a growing mountain of research. But there is increased evidence that we are being bogged down today as specialization extends. The investigator is staggered by the findings and conclusions of thousands workers - conclusions which he cannot find time to grasp, much less to remember, as they appear.“

Der stetige Wissenszuwachs sei mit den bisherigen Speicherverfahren, also den Büchern in Bibliotheken, nicht mehr zu ausreichend zu verarbeiten und zu überschauen, so dass ein Großteil der durchgeführten Forschung dadurch verloren ginge. Die Werkzeuge zur Selektion und zum Zugriff auf vorhandene Wissensinhalte seien anachronistisch und verhinderten eine Nutzbarmachung der jeweils vorangehenden Forschungsergebnisse.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die diskursanalytische Perspektive auf die Mediengeschichte und Definition des Begriffs der Rhetorik der Innovation.

2. Geschichte des Internets und die Rhetorik der Innovation: Skizzenhafter Abriss der Internetgeschichte durch die Vorstellung prägender Akteure und deren spezifischer Erwartungshaltungen.

3. Aggregation: Systematische Zusammenführung der identifizierten Rhetoriken in die drei zentralen Themenblöcke Wissensorganisation, Partizipation und Externalisierung.

4. Konklusion: Synthese der Erkenntnisse und Einordnung der beständigen Rhetorikmuster über den gesamten Untersuchungszeitraum hinweg.

Schlüsselwörter

Internet, Rhetorik der Innovation, Diskursanalyse, Wissensorganisation, Partizipation, Externalisierung, Web 2.0, Memex, Computer, Medienwandel, Cyber-Space, Kollektive Intelligenz, Apokalyptiker, Integrierte, Digitalisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die „Rhetorik der Innovation“ rund um das Internet und wie diskursive Visionen die gesellschaftliche Akzeptanz und Entwicklung des Mediums beeinflusst haben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit fokussiert sich auf die drei Hauptthemen: die Organisation von Wissen, Möglichkeiten der gesellschaftlichen Partizipation und die Vorstellung der Externalisierung mentaler Funktionen durch das Internet.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab, die Inhalte der Rhetoriken der Innovation zu identifizieren und zu analysieren, ob sich diese im Untersuchungszeitraum zwischen 1945 und 2006 substantiell verändert haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer diskursgeschichtlichen Analyse, in der ausgewählte theoretische Texte und Rhetoriken einflussreicher Akteure untersucht und in ihren geschichtlichen Kontext eingeordnet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine chronologische Darstellung der Internetgeschichte anhand von Schlüsselfiguren wie Vannevar Bush, Tim Berners-Lee oder Tim O'Reilly und eine thematische Zusammenführung der zentralen Argumentationsmuster.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Diskursanalyse, Rhetorik der Innovation, Wissensorganisation, Partizipation und Externalisierung mentaler Funktionen charakterisiert.

Wer war Vannevar Bush und warum ist er für die Analyse wichtig?

Vannevar Bush gilt als Vordenker, dessen 1945 veröffentlichter Artikel „As We May Think“ die theoretische Basis für spätere Innovationen legte, insbesondere durch die Idee des „Memex“ als Wissenswerkzeug.

Welche Rolle spielt der Begriff „Web 2.0“ in der Argumentation?

Der Begriff Web 2.0 markiert für den Autor Tim O'Reilly einen Wendepunkt, an dem die kollektive Intelligenz der Nutzer durch Vernetzung aktiv zur Wissensbildung beitragen kann.

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Résumé des informations

Titre
Die Rhetorik der netzbasierten Innovation
Sous-titre
Eine skizzenhafte Diskursgeschichte des Internets
Université
Ruhr-University of Bochum  (Institut für Medienwissenschaft)
Cours
Abschlussarbeit
Note
1,7
Auteur
Fritz Gnad (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
31
N° de catalogue
V75347
ISBN (ebook)
9783638716383
ISBN (Livre)
9783638718660
Langue
allemand
mots-clé
Rhetorik Innovation Abschlussarbeit
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Fritz Gnad (Auteur), 2007, Die Rhetorik der netzbasierten Innovation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/75347
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Extrait de  31  pages
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