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Think Tanks in den USA und ihr Einfluss als Instrumente der Politikberatung

Titre: Think Tanks in den USA und ihr Einfluss als Instrumente der Politikberatung

Dossier / Travail de Séminaire , 2005 , 24 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Christoph Matthies (Auteur)

Politique - Région: Etats-Unis
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In Zeiten, in denen sich Politik immer mehr in den Medien abspielt, kurzfristige Erfolge langfristige Konzepte ersetzen und das politische Tagesgeschäft die Oberhand über Planung und Entwicklung vorausschauender Strategien gewinnt, erscheint es wichtiger denn je, dass sich Politiker, Parteien und Regierungen auf ein großes Kontingent von kompetenten Beratern stützen können, die mit ihrer Expertise die Entscheidungsfindung von Parlamentariern und Kabinettsmitgliedern beeinflussen und vereinfachen und somit die Entstehung und Umsetzung einer „vernünftigen“ Politik erleichtern.

Neben den klassischen Politikberatern in Parteien, Verbänden, Ausschüssen, Universitäten oder Lobbyvertretungen, die zumeist einer bestimmten politischen Richtung angehören oder ein konkretes Anliegen vertreten, existieren die professionellen Institute für Politikberatung, im Allgemeinen Think Tanks genannt. Diese Kultur der „Denkfabriken“, die ihren Ursprung in den USA haben, steckt in Deutschland noch in den Kinderschuhen: Anders als die parteinahen Organisationen wie die Konrad-Adenauer-Stiftung oder die Friedrich-Ebert-Stiftung, treten unabhängige Think Tanks wie die „Stiftung Wissenschaft und Politik“ (SWP) in der deutschen Öffentlichkeit kaum in Erscheinung. Anders verhält es sich in den USA, in denen Think Tanks kaum noch aus der politischen Landschaft Washingtons wegzudenken sind. Ob als Berater der Regierung, Sachverständige vor dem Parlament und in Ausschüssen oder als Experten, die den Medien zu aktuellen politischen Fragestellungen Rede und Antwort stehen, in vielen Facetten treten die Mitarbeiter von Think Tanks in Erscheinung.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Think-Tank-Landschaft in den USA

3. Wie üben Think Tanks Einfluss aus?

3.1 Durch eigene Publikationen

3.2 Über die Medien

3.3 Durch öffentliche Auftritte

3.4 Als Experten und Berater in der Politik

4. Statistiken über die Aktivität von Think Tanks

5. Wann haben Think Tanks konkret Einfluss ausgeübt?

5.1 Die Selbsteinschätzung der Brookings Institution

5.2 Das Council on FR und die US-Außenpolitik der Nachkriegszeit

5.3 Ronald Reagan, Heritage und das „Mandate for Leadership“

5.4 Heritage und der Dauerbrenner „Missile Defense“

5.5 Think Tanks und der Zusammenbruch des Ostblocks

6. Think Tanks als Personalpool der Politik

7. Think Tanks als Wahlkampfhelfer

8. Fazit: Wie ist der Einfluss von Think Tanks zu bewerten?

Zielsetzung und zentrale Themenfelder

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Think Tanks auf den politischen Entscheidungsprozess in den Vereinigten Staaten. Das primäre Ziel ist es, die Wirkungsweisen dieser Institutionen zu analysieren, ihre Bedeutung als Berater und Akteure in der US-Politik kritisch zu hinterfragen und anhand historischer Fallbeispiele zu verifizieren, inwieweit sie tatsächlich politischen Einfluss ausüben.

  • Historische Entwicklung und Typologie der amerikanischen Think-Tank-Landschaft.
  • Methoden der Einflussnahme durch Publikationen, Medienpräsenz und öffentliche Auftritte.
  • Statistische Erfassung und wissenschaftliche Messbarkeit von Think-Tank-Einfluss.
  • Die Rolle der Think Tanks als Personalpool für Regierungsämter und als Wahlkampfunterstützer.
  • Fallstudien zum Einfluss auf spezifische Politikfelder wie Außen- und Sicherheitspolitik.

Auszug aus dem Buch

5.3 Ronald Reagan, Heritage und das „Mandate for Leadership“

Ein Fallbeispiel, das wesentlich besser geeignet ist, die konkrete Beeinflussung und politische Mitgestaltung durch Think Tanks zu dokumentieren, ist das populäre „Mandate for Leadership“ der Heritage Foundation. Niemals seit dem Bestehen der Denkfabriken ließ sich der Einfluss eines Think Tanks auf das tatsächliche Programm einer amerikanischen Regierung so deutlich nachweisen wie in diesem Fall.

Bereits ein Jahr vor der US-Präsidentschaftswahl, im Herbst des Jahres 1979, begann Edwin Feulner, Präsident der Heritage Foundation, mit der Planung eines Programms, das bei einem – zu diesem Zeitpunkt bereits wahrscheinlichen – Wahlsieg der Republikaner zum Einsatz kommen und den Präsidenten, seine Kabinettsmitglieder und die republikanischen Abgeordneten mit ausgefeilten Strategien konservativer Politik – sowohl im Bereich der Innen- wie auch der Außenpolitik – versorgen sollte. Ein Expertenteam aus über 300 Personen, aufgeteilt in 20 Projektgruppen, schuf die 1100-Seiten starke und 2000 Vorschläge enthaltende Studie „Mandate for Leadership: Policy Management in a Conservative Administration“, die dem Leiter des Übergangsteams der Reagan-Regierung, Edwin Meese III, kurz nach dem Sieg der Republikaner in der Präsidentschaftswahl übergeben wurde. Meese zeigte sich beeindruckt von der anwendungsorientierten Denkschrift und war sofort überzeugt, dass sich Ronald Reagan und sein Kabinett in großem Umfang auf die im Heritage-Werk veröffentlichten Vorschläge und Strategien stützen werde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die wachsende Bedeutung von Think Tanks in der US-amerikanischen Politikberatung und definiert die Forschungsfrage bezüglich ihres tatsächlichen Einflusses auf politische Entscheidungsträger.

2. Die Think-Tank-Landschaft in den USA: Dieses Kapitel gibt einen historischen Abriss über die Entstehung der ersten Denkfabriken in den USA und beschreibt die strukturellen Rahmenbedingungen, die ihre heutige Dominanz begünstigen.

3. Wie üben Think Tanks Einfluss aus?: Es werden die verschiedenen Mechanismen der Einflussnahme analysiert, angefangen bei eigenen Publikationen und Medienarbeit bis hin zur direkten Beratung in politischen Entscheidungsgremien.

4. Statistiken über die Aktivität von Think Tanks: Das Kapitel untersucht Ansätze der Politikwissenschaft, den Einfluss von Think Tanks durch empirische Daten wie Medienpräsenz oder Expertenanhörungen messbar zu machen.

5. Wann haben Think Tanks konkret Einfluss ausgeübt?: Anhand prominenter Fallbeispiele wie der Brookings Institution oder der Heritage Foundation wird untersucht, in welchen historischen Phasen Think Tanks nachweislich auf die politische Agenda einwirkten.

6. Think Tanks als Personalpool der Politik: Das Kapitel beleuchtet den personellen Austausch zwischen Denkfabriken und Regierungsapparat sowie die Funktion von Experten als Berater in verantwortlichen Positionen.

7. Think Tanks als Wahlkampfhelfer: Es wird die Rolle der Think Tanks in Präsidentschaftswahlkämpfen analysiert, wobei besonders die Unterstützung der Kandidaten durch strategische Konzepte und Netzwerkarbeit hervorgehoben wird.

8. Fazit: Wie ist der Einfluss von Think Tanks zu bewerten?: Das Fazit fasst zusammen, dass Think Tanks zwar ihre Macht über Öffentlichkeit und direkte Beratung ausbauen, ihr tatsächlicher politischer Einfluss jedoch aufgrund der Komplexität politischer Prozesse nur schwer präzise quantifizierbar ist.

Schlüsselwörter

Think Tanks, Politikberatung, USA, Politikanalyse, Heritage Foundation, Brookings Institution, Regierungsberatung, Außenpolitik, Medienpräsenz, Politische Entscheidungsprozesse, Wahlkampfhilfe, Denkfabriken, Lobbyismus, Expertenberatung, Macht in der Politik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle und dem Einfluss der sogenannten „Think Tanks“ in den USA und untersucht, wie diese Institutionen als Instrumente der Politikberatung fungieren.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus der Untersuchung?

Zu den Schwerpunkten gehören die historische Entwicklung der Denkfabriken, ihre Methoden der Kommunikation, ihre Funktion als Personalpool für die Regierung sowie ihr Einfluss auf Wahlkämpfe und spezifische Politikbereiche.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Das Ziel ist es, das Ausmaß und die tatsächliche Wirksamkeit der Einflussnahme von Think Tanks auf die amerikanische Politik kritisch zu bewerten und die Schwierigkeiten bei deren Messbarkeit aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methodik wird in der Arbeit verwendet?

Der Autor nutzt eine Kombination aus einer historischen Analyse der Think-Tank-Landschaft, einer Auswertung bestehender Umfragen und Studien (u.a. von Weaver und Rich) sowie der Untersuchung konkreter Fallstudien.

Was sind die wesentlichen Inhalte des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Analyse der Einflusskanäle (Medien, Personal, direkte Beratung) und eine detaillierte Betrachtung historischer Beispiele wie der Reagan-Administration oder der NATO-Osterweiterung.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem „advokatischer Think Tank“, „Mediokratie“, „Policy Briefs“, „Personalreservoir“ und „Politikberatung“.

Warum wird die Heritage Foundation im Text besonders hervorgehoben?

Die Heritage Foundation dient als Paradebeispiel für einen advokatischen Think Tank, dessen Einfluss insbesondere durch das „Mandate for Leadership“ in der Ära Reagan historisch belegbar ist.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor zur zukünftigen Rolle von Think Tanks?

Der Autor schließt, dass in Zukunft vor allem advokatische Think Tanks, die ihre Ideen offensiv vermarkten, den größten Einfluss auf politische Entscheidungsträger ausüben werden.

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Résumé des informations

Titre
Think Tanks in den USA und ihr Einfluss als Instrumente der Politikberatung
Université
Technical University of Braunschweig
Cours
Hauptseminar
Note
2,0
Auteur
Christoph Matthies (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
24
N° de catalogue
V75365
ISBN (ebook)
9783638738095
ISBN (Livre)
9783638795463
Langue
allemand
mots-clé
Think Tanks Einfluss Instrumente Politikberatung Hauptseminar
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Citation du texte
Christoph Matthies (Auteur), 2005, Think Tanks in den USA und ihr Einfluss als Instrumente der Politikberatung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/75365
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