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Die Ukraine im Kontext externer wirtschaftlicher und sicherheitspolitischer Interessen

Einflüsse und Interessenlagen Russlands und der Europäischen Union vor dem Hintergrund der historischen Entwicklung seit 1994/ 1999

Title: Die Ukraine im Kontext externer wirtschaftlicher und sicherheitspolitischer Interessen

Seminar Paper , 2005 , 47 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: M.A. Michael Kunze (Author)

Politics - Region: Eastern Europe
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Seit einiger Zeit „bewegt“ die Ukraine nicht nur sich selbst, sondern auch Scharen von Politikern und Journalisten weltweit, zum Jahreswechsel 2004/ 2005 besonders viele. Gründe dafür ließen sich vielfältig anführen. Der herausragendste ist sicherlich die Neuwahl des Präsidenten, die mit dem ersten Wahlgang im Oktober 2004 anstand. Die beiden aussichtsreichsten Bewerber für das höchste Amt in der Ukraine, Viktor Juschtschenko und Wiktor Janukowytsch, könnten unterschiedlicher nicht sein. Ersterer verkörpert den Wunsch nach einem demokratischen Neuanfang in großen Teilen der Bevölkerung und letzterer wird als Vertreter der „alten“ Nomenklatur nicht von ungefähr als Protegé Moskaus und der ostukrainischen Oligarchen bezeichnet. Unabhängig von dieser Thematik stellt die Ukraine ein wichtiges Bindeglied zwischen Russland, der EU sowie westasiatischen und südosteuropäischen Staaten und Staatensystemen dar, ohne bereits selbst ihren Platz darin gefunden zu haben.
Mit der vorliegenden Arbeit versucht der Autor sich der Frage zu nähern, ob – und wenn ja – warum die Ukraine sowohl für den Westen, hier repräsentiert durch die EU, als auch den Osten, vornehmlich verkörpert durch Russland, zu Beginn des 21. Jahrhunderts eine solch hohe Bedeutung auf unterschiedlichen Politikfeldern genießt. Weshalb ist einerseits die EU an einer weiterführenden Demokratisierung und wirtschaftlichen Modernisierung des südosteuropäischen Landes interessiert, Russland an einer engeren sicherheits- und wirtschafts-, ja nicht zuletzt allgemeinpolitischen (Ver-) Bindung mit der traditionell zum russischen Einflussbereich gehörenden Ukraine? Welchen Einfluss nehmen geografische Lage, wirtschaftliche und politische Verfasstheit, Ressourcen und externe Einflüsse auf die Beziehungen Russlands und der EU zur Ukraine?

Inwiefern unterscheiden sich die Ziele westeuropäischer und russischer Politik in der Ukraine und welche Interessen verfolgen, welchen Strategien unterliegen sie? Welche Perspektiven bieten beide Einflussgruppen für die Ukraine hinsichtlich der Mehrung von wirtschaftlichem Wohlstand und demokratischer Selbstbestimmung? Wie verhielt sich demgegenüber die ukrainische Regierung bisher und welche Perspektiven könnte die neue unter Ministerpräsidentin Julia Timoschenko eröffnen?

Darauf und auf weitere sich aus dem Kontext ergebende Fragen versucht die Arbeit Antworten zu geben, ohne dabei den Anspruch auf Vollständigkeit und endgültige Bewertung zu erheben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Fragestellung

1.2 Aufbau

1.3 Forschungsstand

2 Die politische Entwicklung in der Ukraine seit 1994/ 1999

2.1 Innenpolitische Entwicklung seit 1999

2.2 Außenpolitische Entwicklung seit 1994

3 Die Ukraine im Kontext externer wirtschaftlicher und sicherheitspolitischer Überlegungen – Einflüsse Russlands und der Europäischen Union

3.1 Interessenlage Russlands

3.1.1 Wirtschaftspolitische Interessen

3.1.2 Sicherheitspolitische Interessen

3.2 Interessenlage der Europäischen Union

3.2.1 Wirtschaftspolitische Interessen

3.2.2 Sicherheitspolitische Interessen

4 Schlussbetrachtung

4.1 Zusammenfassung und Bewertung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die geopolitische Bedeutung der Ukraine als Bindeglied zwischen Ost und West zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Dabei analysiert der Autor die differierenden Interessenlagen Russlands und der Europäischen Union hinsichtlich wirtschaftlicher und sicherheitspolitischer Einflussnahmeversuche sowie deren Auswirkungen auf die ukrainische Politik seit 1994/1999.

  • Analyse der innen- und außenpolitischen Entwicklung der Ukraine seit 1994.
  • Untersuchung der russischen Interessen in den Bereichen Wirtschaft und Sicherheit.
  • Bewertung der EU-Strategien im Rahmen der europäischen Nachbarschaftspolitik.
  • Erörterung der Rolle der Ukraine als Transitland für Energieressourcen.
  • Diskussion künftiger Perspektiven für das Land im Spannungsfeld zwischen den Großmächten.

Auszug aus dem Buch

1.1 Fragestellung

Die Ukraine – Land zwischen Ost und West, Bindeglied zwischen demokratischer und wirtschaftlich gefestigter sowie pseudorepublikanischer und staatswirtschaftlich verfasster Hemisphäre – widerspiegelt sich in ihr ein ganz anderer Ort des sog. „Clash of Civilization“, ein innereuropäischer, innerukrainischer? In den letzten Monaten „bewegte“ die Ukraine nicht nur sich selbst, sondern auch Scharen von Politikern und Journalisten weltweit. Gründe dafür ließen sich vielfältig anführen. Der herausragendste ist sicherlich die Neuwahl des Präsidenten, die mit dem ersten Wahlgang im Oktober 2004 anstand.

Mit der vorliegenden Arbeit versucht der Autor sich der Frage zu nähern, ob – und wenn ja – warum die Ukraine sowohl für den Westen, hier repräsentiert durch die EU, als auch den Osten, vornehmlich verkörpert durch Russland, zu Beginn des 21. Jahrhunderts eine solch hohe Bedeutung auf unterschiedlichen Politikfeldern genießt. Weshalb ist einerseits die EU an einer weiterführenden Demokratisierung und wirtschaftlichen Modernisierung des südosteuropäischen Landes interessiert, Russland an einer engeren sicherheits- und wirtschafts-, ja nicht zuletzt allgemeinpolitischen (Ver-) Bindung mit der traditionell zum russischen Einflussbereich gehörenden Ukraine? Welchen Einfluss nehmen geografische Lage, wirtschaftliche und politische Verfasstheit, Ressourcen und externe Einflüsse auf die Beziehungen Russlands und der EU zur Ukraine?

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung ein, skizziert die Fragestellung und den Aufbau der Arbeit sowie den aktuellen Forschungsstand.

2 Die politische Entwicklung in der Ukraine seit 1994/ 1999: Der Abschnitt bietet einen Überblick über die innen- und außenpolitischen Entwicklungen und Turbulenzen, die für das Verständnis der späteren Einflussnahmeversuche entscheidend sind.

3 Die Ukraine im Kontext externer wirtschaftlicher und sicherheitspolitischer Überlegungen – Einflüsse Russlands und der Europäischen Union: Hier analysiert der Autor detailliert die spezifischen wirtschafts- und sicherheitspolitischen Strategien und Ziele Russlands sowie der EU gegenüber der Ukraine.

4 Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und wagt einen Ausblick auf mögliche künftige Entwicklungsoptionen der Ukraine.

Schlüsselwörter

Ukraine, Russland, Europäische Union, Außenpolitik, Sicherheitspolitik, Wirtschaftspolitik, Transformation, Energiepolitik, Demokratisierung, Geopolitik, Viktor Juschtschenko, Wiktor Janukowytsch, GUS, Transitland.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die wechselseitigen Beziehungen und die Einflussnahme von Russland und der Europäischen Union auf die Ukraine vor dem Hintergrund deren innen- und außenpolitischer Entwicklung seit Mitte der 1990er Jahre.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, insbesondere der Energieversorgung und dem Transit, sowie auf sicherheitspolitischen Strategien und der geopolitischen Positionierung der Ukraine.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist zu ergründen, warum die Ukraine für den Westen und den Osten eine so hohe strategische Bedeutung hat und wie sich die gegensätzlichen Interessen beider Akteure auf die Stabilität und Entwicklung des Landes auswirken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die auf einer Auswertung von Fachliteratur, Zeitschriftenartikeln und Zeitungsberichten basiert, um die Einflussnahmeversuche der externen Akteure zu bewerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich explizit mit der Interessenlage Russlands (Wirtschaft und Sicherheit) und der EU (Wirtschaft und Sicherheit) sowie der Einbettung der Ukraine in diese Einflusskonstellationen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Geopolitik, Energiepolitik, Transformation, Demokratisierung sowie die spezifischen Akteure Russland, EU und Ukraine.

Wie bewertet der Autor die Rolle des russischen Einflusses?

Der Autor sieht Russland in einer Position, die darauf abzielt, die Ukraine als "südwestlichen Vorhof" zu sichern und wirtschaftliche sowie sicherheitspolitische Abhängigkeiten zur Stärkung der eigenen Machtstellung zu nutzen.

Welche Rolle spielt die EU-Osterweiterung für die Beziehungen?

Die Osterweiterung hat die Sicherheitsanforderungen der EU an ihre Außengrenzen erhöht, was zu einem komplexen Spannungsfeld zwischen notwendiger Grenzsicherung und dem Wunsch nach Stabilisierung des Nachbarlandes führt.

Wie wirkt sich die geografische Lage der Ukraine aus?

Die geografische Lage als Transitland für Erdöl und Gas macht die Ukraine zu einem zentralen, aber auch hochsensiblen Punkt in der russischen und europäischen Energiepolitik.

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Details

Title
Die Ukraine im Kontext externer wirtschaftlicher und sicherheitspolitischer Interessen
Subtitle
Einflüsse und Interessenlagen Russlands und der Europäischen Union vor dem Hintergrund der historischen Entwicklung seit 1994/ 1999
College
Technical University of Chemnitz  (Fachbereich Politikwissenschaft)
Course
Die neue EU und ihr Umfeld
Grade
1,3
Author
M.A. Michael Kunze (Author)
Publication Year
2005
Pages
47
Catalog Number
V75543
ISBN (eBook)
9783638800464
ISBN (Book)
9783638803137
Language
German
Tags
Ukraine Kontext Interessen Umfeld
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Michael Kunze (Author), 2005, Die Ukraine im Kontext externer wirtschaftlicher und sicherheitspolitischer Interessen , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/75543
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