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Die Lebenssituationen von Kindern, mit und ohne Hörbehinderung, im Vergleich zwischen Uganda und Deutschland

Mit einem Praxisanteil des Projektes "Gehörlosigkeit macht nicht Halt vor Grenzen" und der St. Mark VII - Unit school for the Deaf

Title: Die Lebenssituationen von Kindern, mit und ohne Hörbehinderung, im Vergleich zwischen Uganda und Deutschland

Diploma Thesis , 2004 , 98 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Tanja Berlin (Author)

Social Work
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Bezeichnend für Deutschland ist es, dass es dem überwiegenden Teil der Kinder gut geht. Sie sind ausreichend ernährt, ihre medizinische Versorgung ist durch genügend Ärzte, Medikamente und das soziale Netz abgesichert, die Kindersterblichkeit ist weltweit eine der Niedrigsten. Bildung und Erziehung wird den Kindern schon in Familie und Institutionen wie z.B. Kindergärten vermittelt, ein Schulbesuch ist Normalität, Ausbildung oder Studium fast selbstverständlich. Wenn Kinder Entwicklungsverzögerungen oder Verhaltensaufälligkeiten haben, wird ihnen mit Fördermaßnahmen bestmöglich geholfen. Freizeitangebote und Spielzeug gibt es ausreichend. Erschreckend dagegen stellt sich im ersten Moment das Bild des Kindes in der dritten Welt. Vielen Millionen von Kindern wird durch Unterernährung und Wassermangel, Krankheit, starker Armut und Kinderarbeit ihre Kindheit genommen. Kinder in Uganda erleben schon in frühesten Jahren den Ernst des Lebens und die Gefahren, die das Leben mit sich bringt. Die Divergenzen der Lebensbedingungen dieser Kinder zweier völlig verschiedener Länder sind so immens unterschiedlich, wie auch die spezifischen Auswirkungen auf die Lebensumstände. Kinder sind es, die in ihre Lebenssituationen hinein geborenen werden und leider allzu oft keine unbeschwerte Kindheit erleben dürfen, sondern den Ernst des Lebens viel zu früh erfahren. Sie können nicht wählen, wo sie geboren werden, wo sie leben, aufwachsen und mit welchen Sorgen und Problemen sie konfrontiert werden. Sei es durch eine Behinderung, durch Gewalt, durch Vernachlässigung, durch Kinderarbeit, Armut oder Verwahrlosung.
Mit diesem Buch erhoffe ich mir, dem Leser einen Einblick über die derzeit existierenden Lebenssituationen von Kindern, mit und ohne Hörbehinderung, in Deutschland und Uganda aufzeigen zu können. Hierbei werden vielfältige Lebensbereiche dargestellt. Weiter soll deutlich werden, dass die Lebenssituationen der Kinder niemals nur alleine gesehen werden können, sondern, dass jedes Kind mit einem System verbunden ist. Um die Situationen der Kinder zu verbessern, müssen primär die Systeme gestärkt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Grundgedanken zum Thema

1.2 Eigene Motivation zum Thema

1.3. Ziel der Diplomarbeit

1.4. Methode und Aufbau

2. Länderkunde Deutschland und Uganda

2.1 Land und Leute

2.2 Kleiner politischer Rückblick

3. Kindheit in Deutschland und Uganda

3.1 Definition Kind

3.2 allgemeiner Rückblick der Geschichte der Kindheit

3.3 Kindheit heute in Deutschland und Uganda

3.4 Familiensysteme

3.4 Armut in den Familien

3.1 Rituale und Religion

3.7 Waisen- und Straßenkinder

3.8 Kinderarbeit

4. Bildung und Erziehung in Deutschland und Uganda

4.1. Das Bildungswesen

4.2. Erziehung

5. Spezifische Lebenssituationen von Kindern in Deutschland und Uganda

5.1. Krankheiten und medizinische Versorgung

5.2. Beschneidung bei Kindern

5.3. Kindersoldaten

5.4. Behinderungen bei Kindern

6. Die Hörbehinderung als spezifische Behinderungsform

6.1. Umfang und Ausmaß von Hörbehinderungen bei Kindern in Deutschland und Uganda

6.2. spezifische Ursachen für eine Hörbehinderungen

6.3. Die Kommunikation von Hörbehinderten in Deutschland und Uganda

6.4. Einrichtungen für hörbehinderte Kinder

7. Praxisbeispiel:

7.1. Allgemeine Beschreibung des Projektes

7.2. Bedingungsanalyse der St. Mark VII

7.3. Fachliche Qualifikation der Mitarbeiter

7.4. Ziele des Projektes

7.5. Methoden innerhalb der Projektarbeit

7.6. Struktur- Prozess und Ergebnisqualität:

7.7. Ausblick innerhalb der Projektarbeit

8. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht die unterschiedlichen und vielschichtigen Lebenssituationen von Kindern mit und ohne Hörbehinderung im direkten Vergleich zwischen Deutschland und Uganda. Das Ziel ist es, den Blick auf die globalen Probleme der Kindheit zu erweitern und Impulse für die sozialpädagogische Praxis zu geben, während gleichzeitig der Praxisanteil des Projektes "Gehörlosigkeit macht nicht Halt vor Grenzen" als konkretes Beispiel dient.

  • Vergleichende Analyse der Kindheit in Deutschland und Uganda
  • Herausforderungen durch Armut, Bildungssysteme und medizinische Versorgung
  • Die spezifische Rolle von Behinderungen und Gehörlosigkeit im kulturellen Kontext
  • Praxisnahe Evaluation von Hilfsprojekten für hörbehinderte Kinder
  • Der Stellenwert ritueller Handlungen und der "Gehörlosenkultur"

Auszug aus dem Buch

1.1 Grundgedanken zum Thema

Ein guter Start ins Leben ist entscheidend für die gesunde Entwicklung eines Kindes. In den ersten Tagen, Monaten und Jahren vollzieht sich eine wesentliche Entwicklung des Gehirns. Das Kind erlernt alleine in den ersten 3 Lebensjahren die Fähigkeit zu denken, zu sprechen, selbständig zu greifen, zu sitzen, zu laufen und Erfahrungen miteinander zu verknüpfen. Zeitgleich werden die Grundbausteine für Moral-, und Wertvorstellungen, sowie für das Sozialverhalten gelegt.

Gerade weil diese ersten Kinderjahre eine so große Bedeutung für die kindliche Entwicklung haben, und die Auswirkungen bei Entwicklungsstörungen langfristig erhalten bleiben, ist die Schaffung bestmöglicher Lebensräume für das Kind von immenser Bedeutung. Die Entscheidungen und Handlungen zugunsten der Kinder in dieser einschneidenden Lebensphase des Kindseins, haben somit nicht nur Einfluss auf das Individuum, sondern auf die Entwicklung der gesamten Gesellschaft des jeweiligen Landes. Daher sollte die kindliche Phase von der Gesellschaft zu keiner Zeit und in keinem Land aus den Augen gelassen werden.

Bezeichnend für Deutschland ist es, dass es dem überwiegenden Teil der Kinder in Deutschland gut geht. Sie sind ausreichend ernährt, ihre medizinische Versorgung ist durch genügend Ärzte, Medikamente und das soziale Netz der Krankenversicherung abgesichert, die Kindersterblichkeit ist nach UNICEF e.V. auf Position 175 von 187 weltweit eine der Niedrigsten auf der Welt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung der frühen Kindheit für die spätere Entwicklung und motiviert das gewählte Vergleichsthema zwischen Deutschland und Uganda.

2. Länderkunde Deutschland und Uganda: Dieses Kapitel liefert einen Überblick über Geografie, Klima und politische Geschichte beider Länder als Basis für die weiteren Betrachtungen.

3. Kindheit in Deutschland und Uganda: Hier werden Definitionen von Kindheit, Familiensysteme, Armutsfaktoren sowie traditionelle Rituale und Religionen kulturvergleichend gegenübergestellt.

4. Bildung und Erziehung in Deutschland und Uganda: Das Kapitel vergleicht die jeweiligen Bildungssysteme und Erziehungsansätze und beleuchtet die Hürden für Kinder in Schule und Alltag.

5. Spezifische Lebenssituationen von Kindern in Deutschland und Uganda: Fokus auf medizinische Versorgung, Genitalverstümmelung, Kindersoldaten und Kinder mit Behinderungen.

6. Die Hörbehinderung als spezifische Behinderungsform: Untersuchung von Hörschäden, deren Ursachen, der Bedeutung der Gebärdensprache und spezialisierten Einrichtungen.

7. Praxisbeispiel: Beschreibung des Projekts "Gehörlosigkeit macht nicht Halt vor Grenzen" und der Arbeit in der St. Mark VII Unit School in Uganda.

8. Resümee: Zusammenführende Betrachtung der Ergebnisse und Reflexion über die Bedeutung sozialpädagogischer Unterstützung für Kinder weltweit.

Schlüsselwörter

Kindheit, Uganda, Deutschland, Hörbehinderung, Sozialarbeit, Armut, Kindersoldaten, Bildungswesen, Gehörlosenkultur, Gebärdensprache, Entwicklungshilfe, Projektarbeit, Familienstrukturen, Kinderrechte, Gesundheitssystem

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit?

Die Arbeit analysiert und vergleicht die Lebensbedingungen von Kindern in Deutschland und Uganda unter Berücksichtigung kultureller, sozialer und gesundheitlicher Rahmenbedingungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen Armut, Bildungszugang, Kindheit im Kontext von Behinderungen, das Phänomen Kindersoldaten sowie rituell bedingte Praktiken wie die Genitalverstümmelung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es, den Blick für die unterschiedlichen Ausprägungen von Kindheit zu schärfen und die Notwendigkeit einer systemischen Unterstützung für Kinder aufzuzeigen, unabhängig vom sozialen Umfeld.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die teilnehmende Beobachtung vor Ort in Uganda sowie eine fundierte Literaturanalyse, um die unterschiedlichen Lebensbereiche realitätsnah abzubilden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Länderanalyse, den Vergleich von Kindheit und Bildung, eine spezifische Betrachtung von Behinderungsformen – insbesondere der Hörbehinderung – und einen ausführlichen Praxisbericht.

Welche Schlagworte charakterisieren das Werk?

Besonders prägend sind Begriffe wie "Gehörlosenkultur", "sozialer Wandel", "Hilfe zur Selbsthilfe" und die "Vergleichende Kindheitsforschung".

Was macht den Praxisanteil des Projekts "Gehörlosigkeit macht nicht Halt vor Grenzen" aus?

Er beschreibt die konkrete Unterstützung einer Schule für Gehörlose in Uganda, inklusive der Bedingungsanalyse, Zielsetzungen und der methodischen Durchführung von Hilfsmaßnahmen.

Warum spielt die Feuerstelle in Uganda eine so bedeutende Rolle?

Sie fungiert als soziokulturelles Zentrum für Wärme, Licht und Gemeinschaft, das die familiäre Verbundenheit in einer Region ohne flächendeckende Stromversorgung stärkt.

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Details

Title
Die Lebenssituationen von Kindern, mit und ohne Hörbehinderung, im Vergleich zwischen Uganda und Deutschland
Subtitle
Mit einem Praxisanteil des Projektes "Gehörlosigkeit macht nicht Halt vor Grenzen" und der St. Mark VII - Unit school for the Deaf
College
Catholic University of Applied Sciences Osnabrück
Grade
2,0
Author
Tanja Berlin (Author)
Publication Year
2004
Pages
98
Catalog Number
V75591
ISBN (eBook)
9783638716710
ISBN (Book)
9783638718806
Language
German
Tags
Lebenssituationen Kindern Hörbehinderung Vergleich Uganda Deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tanja Berlin (Author), 2004, Die Lebenssituationen von Kindern, mit und ohne Hörbehinderung, im Vergleich zwischen Uganda und Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/75591
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